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Mittwochsfrage #5: Nomen est omen

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  • Mittwochsfrage #5: Nomen est omen


    Wenn wir ein Wort hören, haben wir ein Bild im Kopf. Dieses Bild entsteht nicht nur, weil wir an die Bedeutung des Wortes denken, sondern auch, weil Laute an sich eine Assoziation erwecken. „Brocken“ klingt eigenfach nach Brocken, weil das O so tief ist und das R nach rausgerotzt klingt und das CK voll reinknallt. „Kinkerlitzchen“ besitzt helle Is – begleitet von klitzekleinen Ks und einem flutschenden L – und endet mit einem weichen chhhh-Laut.
    So geht es uns auch, wenn wir den Namen eines Romanhelden lesen. Pippi ist frech und fröhlich, während Adelina … ähm, ebenfalls ein frechfröhliches Mädchen sein kann.
    .



    Wie wählt ihr die Namen eurer Figuren? Findet ihr es wichtig, dass der Leser bereits durch die Aussprache weiß, was sich für ein Charakter hinter dem Namen verbirgt? Oder spielt ihr mit der Erwartungshaltung der Leser, indem ihr dem speziell geförderten Akademikerkind den Namen Kevin gebt? Wenn ihr selbst der Leser seid, wie fühlt ihr euch, wenn der Name überhaupt nicht zu dem Aussehen, dem Wesen, der Gattung/Volk/Fantasyrasse der Figur passt?

    Wollt ihr euch mal die Namen eurer Figuren vorstellen und herausfinden, wie die anderen sie auffassen? Dann schau mal beim Bootcamp vorbei.
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

  • #2
    Ich wähle meine Namen nicht nach solchen Kriterien aus. Sie müssen mir gefallen. Und gleichzeitig zur Figur passen, wobei das eher ein Bauchgefühl ist, dass das entscheidet.
    Und ein bisschen ähnlich gehe ich als Leser an die Sache. Ich habe keine wirkliche Erwartungshaltung, wobei ich vielleicht auch mal ins Stolpern gerate, wenn ein Name gar nicht wirklich passend erscheint (ich kann mich allerdings gerade an nichts in der Richtung erinnere). Allerdings betrachte ich die Figuren eben auch ein bisschen als Menschen und welche Eltern wissen schon im Vorfeld, wie das Kind mal sein wird? Sie entscheiden den Namen jedoch.
    Ich komme aus Ironien.
    Das liegt am sarkastischen Meer.

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    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      im 12. Jahrhundert gab es mal einen King Stephen von England Ansonsten kann man da auch Namen fnden, die sich über die Jahrhunderte gehalten haben (wie William oder Henry), und einige, die dann erst später zum Trend wurden (wie George, der erst im 18. Jahrhundert auftauchte, dann aber gleich viermal in Folge, oder Victoria). Es wäre durchaus möglich, dass die beiden einen neuen Namen wählen, der dann dadurch erst zum royalen "Trendnamen" wird, allerdings werden sie sicher darauf achten, dass der nicht irgendwie negativ belastet ist.

    • zickzack
      zickzack kommentierte
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      Unterschreibe ich so. Gehe bei meiner Namensauswahl nach meinem Geschmack und bei Protas überlege ich, wie die Eltern drauf waren und ob diese auf den Namen überhaupt gekommen sein können.
      Manche Eltern überlegen da ja gut und bedacht, andere... nun ja... man kennt das ja. Bei manchen fragt man sich schon, ob die Eltern blau waren, als sie ihrem Kind diesen Namen angetan haben.

    • Mel
      Mel kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Was ich teils auch mache, wenn ich das Alter bereits kenne, dass ich sehe, was zu der Zeit an Namen modern war. Das dient aber nur zur Orientierung und Inspiration.

  • #3
    Die Namen kommen meist von allein, wenn ich erstmal den Anfang habe. Für mich haben Menschen ja eine Farbe und je nach Buchstabenkombination kann man mit dieser Farbe spielen. R ist zum Beispiel dunkelgrün, deswegen sind eigentlich alle meine Charaktere mit R eher düstere Menschen. Außerdem verbinde ich mit Buchstaben gewisse Geisteshaltungen, A ist sehr stolz, S scharfsinnig, P ist kameradschaftlich oder im Umgang schwierig, M sind bei Männern leider gerne zu glatte und reibungslose Charaktere und tendieren bei mir überdurchschnittlich oft zu denjenigen, mit denen ich kaum schreiben kann.
    Daher beginne ich immer mit dem Anfangsbuchstaben. Wenn ich Namenslisten habe (altnordische, althochdeutsche oder altirische), dann suche ich einfach unter dem Anfangsbuchstaben nach etwas Passendem. Ansonsten bastel ich sie aus Farben und Assoziationen frei zusammen. Falls der Charakter vor dem Namen da ist. Tatsächlich habe ich meistens den Namen, dann den Charakter.

    Bisher ist es mir noch nie passiert, dass ich beim Lesen einen Namen kaum erträglich fand. Eher hilft es, den Blickwinkel auf den Namen zu ändern. Ich konnte sogar mal die Geschichte über ein Mädchen namens Gudula genießen. Und auch die germanische Heldin Gudrun hat meinen Blick auf den Namen völlig geändert.

    Was mir aufgefallen ist (leider erst, nachdem ich einen Großteil meines Romans mit eben solchen Namen gespickt habe): Diese typischen Fantasynamen finde ich recht nichtssagend. Also Namen, die es nicht gibt, die aber nicht allzu ausgefallen klingen: Eragon, Frodo, Logen, Kvothe, Sansa usw. usf. Diese Namen lassen bei mir von sich aus keinerlei Bild entstehen, sie sind einfach leer. Deswegen kann ich mich auch an kaum einen Fantasy-Roman mit solchen Namen erinnern, wo ich das Buch aufschlug und dachte, dass ich DIESEM Charakter gerne folgen würde.
    Wie gesagt, leider habe ich das auch gemacht und jetzt fällt es mir im Nachhinein viel zu schwer, diesen Namen zu ändern. Aber ich habe die Vermutung, das ist einer der Gründe, warum ich mit meinem Protagonisten Tenar auch nach so vielen Jahren noch ernste Probleme habe. Der Klang des Namens und mein Gefühl zu diesem Charakter hängen bei mir nämlich stark zusammen; in einigen Fällen hat eine Namensänderung sogar dazu geführt, dass die entsprechenden Figuren eine 180°-Wende in ihrer Persönlichkeit und somit der Geschichte vollzogen haben.
    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

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    • #4
      Ich mache mir eine Menge Gedanken über die Namen meiner Figuren. Das mit dem Klang spielt eine eher untergeordnete Rolle, weil ich selten pure Fantasienamen vergebe, schließlich spielt meine Geschichte in dieser Welt, deswegen orientiere ich mich auch an den Namenskonventionen der Gegenden, aus denen meine Figuren stammen.

      Da meine Geschichte auch in näherer Zukunft spielt, habe ich mich damit beschäftigt, welche Namen heute für Neugeborene im Trend liegen, denn das sind meine Manager von morgen

      Zusätzlich zu normalen Namen, wie sie im Pass stehen, gibt es in meiner Welt Straßennamen, weil man sich in gewissen Kreisen lieber nicht mit seinem echten Namen vorstellt; auch solche Straßennamen müssen erworben werden, und an ihnen hängt dann ein entsprechender Ruf. Diese Straßen- und Spitznamen haben den Vorteil, dass man sie leichter an den Charakter anpassen kann. Ein Name mit Bedeutung, der an ein Baby vergeben wird, passt ja nur zufällig zu seinem Charakter oder gar zu seinem Schicksal, so ganz holzhammermäßig will ich es dann auch wieder nicht haben, das finde ich unrealistisch. In einem Namen, der von Kumpels vergeben wird, steckt da schon mehr Wahrheit.

      Was die Geburtsnamen angeht, denke ich vor allem darüber nach, was für Eltern meine Figuren haben und wie sich das auf ihre Namenswahl auswirkt. Der eine bekommt einen traditionellen, eher langweiligen Namen, das andere Geschwisterpaar hat offenbar Eltern mit einem recht kreativen Geschmack, der dritte bekommt einen christlichen Namen, der vierte einen nordischen.

      Umgekehrt habe ich auch Figuren, wo zuerst der Name da war, und ich dann entsprechend den Charakter entwickelt habe, indem ich mir überlegt habe, woher er stammen könnte, und was der Name über seine Familiengeschichte verrät.

      If I could read your mind love
      What a tale your thoughts could tell
      Just like a paperback novel
      The kind the drugstore sells
      -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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      • Ena
        Ena kommentierte
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        Den Eltern-Gedanken mache ich mir auch gerne. Ist eine gute Übung, auch um der Hintergrundgeschichte des Charakters etwas mehr Leben ienzuhauchen

    • #5
      Die meisten meiner Namen haben eine Symbolik, zumindest die der wichtigsten Charaktere. Und wenn man die Namen in der richtigen Reihenfolge aufschreibt ...
      Ich mag Namensfindungen, das gehört irgendwie zur "Geburt" eines Charakters für mich dazu. Bei Namen bin ich da schon recht pingelig. Das muss in irgendeiner Art und Weise passen.
      Ich geh da wie gesagt nach der Namensbedeutung, die entweder ein bisschen zum Charakter selbst oder zum Plot passt (oder manchmal auch im krassen Gegensatz zum Charakter steht). Den Namen meiner Protagonistin hatte ich anfangs jedoch nur wegen dem "Anti-Klischee" genommen, so, wie "Kevin" Akademiker ist, ist meine "Vanessa" eben ... na ja ... keine aufgehübschte Vanessa eben. Ich kam dann aber während des Schreibens drauf, dass der Name auch von der Bedeutung her gut passt, und so hab ich die Bedeutung gegen Ende noch ein bisschen anklingen lassen (zwar so subtil, dass man da eh nicht drüberstolpern wird, aber ich fands dennoch nett.)

      Wobei das mit den Namensbedeutungen insofern "problematisch" ist, als dass manche Namen in verschiedenen Ländern Verschiedenes bedeuten, bzw. mehrere mögliche Bedeutungen haben. Aber okay, ich schreibe ja keine Namenslexika ^^.

      Alles in allem hab ich also zwei Systeme: 1.) Namen nach Bedeutung und/oder 2.) Namen nach Anti-Klischees.
      Ach ja: Ich achte natürlich auch darauf, dass die Namen zum Umfeld passen. Beispiel: Mein Prota stammt aus gutbürgerlichen Verhältnissen und hat seinen Namen nicht nur wegen der Bedeutung, sondern auch, weil seine Eltern halt auf spießige Dinge stehen. Das darf er mit seinem Namen nun ausbaden
      Und einer meiner NCs heißt z.B. mit Nachnamen "Weinberger", weil der Name in dem Umfeld dort einfach Tradition hat (der Ort ist für guten Wein bekannt).
      Mein Asiate hat natürlich auch nen asiatischen Namen, und einer meiner Neonazis dürfte sich ein bissi darüber ärgern, dass er keinen "echtdeutschen" Namen abbekommen hat . Tja, die Welt is hart.
      Zuletzt geändert von Mona; 05-04-2017, 15:12. Grund: Wenn man nen Satz schreiben will, zu schnell denkt, und dann Wirr-Warr schreibt ^^.
      "Lasst uns ohne Vorurteil urteilen." (Kant)

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      • Zwielicht
        Zwielicht kommentierte
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        Jetzt wüsst ich echt gern, wie dein Nazi heißt

      • Kelpie
        Kelpie kommentierte
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        Was passiert, wenn man die Namen in der richtigen Reihenfolge liest?

        Zwielicht, ach, die heißen bestimmt Gülceli oder Sahali oder so XD

      • Mona
        Mona kommentierte
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        Nee so schlimm isses auch nicht ^^. Er heißt halt nicht "Adelfried" oder "Erkenbert".

        Und was dann passiert? Nix Wildes. Nur ihre Lieblingsbeschäftigung. (Ich find solche kleinen Spielereien lustig.)

    • #6
      Witzig, wie unterschiedlich das schon wieder bei allen ist. Ich kann mir da bei vielen was rauspicken ...

      Meine Geschichte spielt im Hier und Jetzt in Südeuropa, entsprechend ist die Auswahl da eingeschränkt. Zusammenbasteln von Buchstaben is nicht.

      Die Namenswahl hat bei mir folgende Kriterien:

      1. Figuren, die ich mag, bekommen auch Namen, die ich mag.
      2. Das ganze Ensemble sollte sich innerhalb eines "Namens-Sprachraums" möglichst heterogen anhören. Sprich, variierende Anfangsbuchstaben und Anzahl der Silben, unterschiedlich betont, unterschiedliche Länge insgesamt und so weiter. Spitznamen ja, aber auf keinen Fall für alle. Seltene und häufige Namen sollten sich mischen.
      4. Vor- und Nachname müssen zusammen "klingen". Betonung und Rhythmus müssen passen, geschmeidig zusammen von der Zunge rollen.
      5. Nein, Namen müssen bei mir NICHT zum Charakter passen. Das finde ich im Gegenteil sogar völlig unrealistisch. Zu Einstellung und Bildungsgrad der Eltern gern, da geh ich allerdings selten in die Tiefe. Momentan hab ich eine Figur, die aus diesem Grund einen sehr altmodischen, konservativen Namen hat und ihn abgrundtief hasst. Und aus dem Namen meines Protas lässt sich die Religion seiner Eltern ableiten ... man könnte sie aber auch falsch ableiten
      6. Auch bei mir haben Buchstaben Farben. Und das nervt Ich hab nämlich ne Vorliebe für Kombinationen mit A (blau), M oder N (beide grün) und I (gelb). Dadurch sind viele Szenen komplett blau-grün-gelb, und da muss dann dringend ein Name dazwischen, der farblich rausknallt oder eher farblos ist. Und dafür muss einer von den blau-grün-gelben raus.
      7. Namen sollten in Bezug auf die Aussprache möglichst wenig Fragezeichen beim Leser erzeugen. Also eher Tomas als João.

      Beim Lesen finde ich Namen selten total unpassend. Ich lese aber auch so gut wie keine Fantasy. Und im realen Leben gibt's halt wenig, was es nicht gibt.
      Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind.

      Kommentar


      • Mona
        Mona kommentierte
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        Auch ein Synnie? Cool

      • Zwielicht
        Zwielicht kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Mona – ja, aber echt nur ein Mini-Synnie. Nur Farben, und nur Buchstaben / Zahlen. Zum Glück Ich bin oft schon mit dem stinknormalen Set an Sinneswahrnehmungen überfordert.

      • Mona
        Mona kommentierte
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        Zwielicht Kenn ich. Man wird ja oft genug mit Sinneseindrücken überhäuft. Als Synnie ist es dann noch n Tick schwieriger.

    • #7
      Nun ja (ich gucke zu viel Downton Abbey), ein Name kann viel über das Elternhaus verraten, Sprichwort: Kevinismus.
      Aber Menschen können sich von ihrer Herkunft entfernen.


      Manchmal verweisen Namen auch auf ein anderes Werk oder ein Wissenschaftler.
      Manchmal schaut man in die Namenslisten, was zum damaligen Zeitpunkt als Namen beliebt war.

      Kommentar


      • #8
        Ich entscheide immer aus dem Bauch heraus. Sobald ein Charakter vorkommt brauch er eben irgendwie einen Namen.
        Am schnellsten habe ich dann nen Anfangsbuchstaben, um einen bestimmten Klang zu bekommen, aus dem wird dann nach einigem rumprobieren auch der Name. Das sind immer kurze Namen, nur ganz selten (oft bei ausgefallenen Buchstaben) gibt es auch längere Namen. Ich glaube nämlich, dass man sich kurze viel besser merken kann. Außerdem fallen die einem am schnellsten ein, beim überlegen.
        Dabei entscheide ich fast nur nach dem Klang. Ganz selten spielt auch eine Bedeutung mit. Die ist aber sekundär. Oft viel später stelle ich fest, dass es dann doch passt.
        Mir ist es egal, ob ich jemanden kenne, der diesen Namen hat, weil ich Personen und Namen so selten verbinde. Erst in Geschichten verbinde ich diese, weil ich sie ja dauernd beim Namen nenne.

        Bei Büchern ist mir wichtig, dass die Namen einfach und leicht zu merken sind. Die Verbindung zum Charakter kommt dann bei mir automatisch.
        Schwer tue ich mich nur bei ungewöhnlichen und "special" Namen. Hatte mal nen Buch mit der Mackenzie (hieß dann Mac), finde ich aber trotzdem schrecklich den Namen.

        Außerdem ist mir aufgefallen, dass es zum Beispiel bei LiRos Namen gibt, den der männliche Gegenpart auf keinen Fall haben sollte, weil sie extrem unsexy sind.

        Kommentar


        • Schneeregen
          Schneeregen kommentierte
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          Mona natürlich gibt's da Studien. Muss man nur mal googeln sogar aus Deutschland

        • Mona
          Mona kommentierte
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          Schneeregen Okay. Danke. Ich hätt auch gleich meinen Freund Google fragen können

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
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          Was für ne tolle Geschichte zu Lothar XD Ja, das würde passen!
          Und äh ... nee, Gerhard geht nicht Den Namen mag ich nicht. Und ich weiß, dass dein Gerhard sehr komisch drauf ist ^^

      • #9
        Für meine Texte brauche ich Figuren mit ihren passenden Namen. Ihren Namen. Dabei hilft mir sehr, wenn ich weiß, wie sie aussehen. Wahrscheinlich ist das ähnlich wie bei Riyuu, das Bauchgefühl (mein Klischee-Berater) sucht den Namen aus, und leider kann das manchmal dauern. Leider, weil ich nur schwer mit Platzhaltern wie Figur 1, 2, 3 plotten kann, selbst wenn ich weiß, wie die Geschichte grob laufen soll.
        Namen können schon über (vermeintliche) Herkunft etwas verraten, Kasimir von und zu Pfuhl Geier und Flansch hat wahrscheinlich einen anderen Hintergrund als Broder Brodersen oder Egon Müller. Dafür suche ich entsprechende Nachnamen. Die Vornamen müssen einfach zu der Person passen, die ich vor dem geistigen Auge habe. Dann hoffe ich, die Person dem Leser vermitteln zu können, nicht nur den Namen. Wenn der eine Gwendolyn in seinem Bekanntenkreis hat, die er doof findet, dann muss ich ihn eben überzeugen, dass die Gwendolyn in meiner Geschichte eine total nette ist.

        Kommentar


        • #10
          Bei mir ist das, je nach Figur und Erzählung, sehr unterschiedlich. Einige Namen haben eine symbolische Bedeutung, andere sind mehr oder weniger zufällig gewählt. Auf den Klang achte ich schon, z.B. gebe ich Hauptfiguren gern kurze, fröhlich klingende Namen, da ich es als Leser wahnsinnig nervig finde (kommt in Fantasy- oder Romantasy-Romanen schon gern mal vor), wenn in jedem zweiten Satz der Name "Lorinea Marina Rosemarie von Pechstein" oder Vergleichbares steht. Das hat also zum einen praktische, zum anderen tatsächlich klang-ästhetische Gründe.
          Tatsächlich spiele ich gelegentlich mit Erwartungshaltungen, gebe z.B. Antagonisten eher freundlich oder harmlos klingende Namen, um Leser erst einmal in die Irre zu führen. Oft mache ich das aber nicht, nur manchmal, aber ich mache mir eben auch nur bei bestimmten Werken wirklich so tiefgreifende Gedanken um die Namen. In den meisten Fällen kommen mir Namensideen einfach und gerade, wenn die Geschichten in der Realität spielen, gehe ich häufig bloß Namenslisten im Internet durch.
          Worauf ich bei Fantasy achte, ist, dass Namen innerhalb einer Region Sinn ergeben. Sind alle Namen ans Skandinavische angelehnt? Dann sollte nicht einfach ein Spartacus auftauchen. Eine gewisse Stringenz bei der Benennung ist mir also nicht unwichtig.

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          • #11
            Apropos Farben: bei mir haben viele bestimmte Namen eine eindeutige Haarfarbe. Viele, die mit S anfangen, sowohl Frauen- als auch Männernamen, sind bei mir blond, auch z.B. der Name Sean, der ja in der Aussprache mit dem deutschen "Sch" beginnt, ist ein blonder Mann.

            Mein Lieblingssname James ist braun- oder schwarzhaarig, Jim nur braun, Jamie wiederum blond.

            Die Protagonistin meines aktuellen Projekts heißt Anne, definitiv blond, allerdings hat sie das Haar schwarz gefärbt, was vom Kopf her (also von meinem ) ok ist. Da dreht bei mir kein Rädchen plötzlich falschrum, wenn ich mir eine schwarzgefärbte Anne vorstelle, denn sie ist ja naturblond.

            Die meisten J-Namen von Männern (Jeremy, John, Jack ...) sind dunkelhaarig, Jason ist blond. Gavin ist braun, Kevin aber blond.

            Ja, mein Gott, ihr merkt: da kann man kaum ruhig schlafen

            Aber wenn ich einen Roman "besetze", habe ich die Personen optisch ganz klar vor mir, und da sind die Namen oft auch einfach da.

            Kommentar


            • Kelpie
              Kelpie kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Bis auf Kevin stimmen die Haarfarben völlig überein. Schön, dass du so viel Ahnung hast, Amilyn XD Das bestätigt mich aber in meiner Meinung, dass Synästhesie eine Wissenschaft für sich ist, weil viele Farben usw. übereinstimmen.

              Kevins sind bei mir braun. Sonst wie gesagt alles genau gleich.

            • Amilyn
              Amilyn kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Ankh Von wegen "der Autor hat keine Ahnung" - da hast Du absolut recht Ich brauche auch keine Beschreibungen vom Aussehen. Meistens stören die mich nur. Das geht so weit, dass ich mir Leute 10 Jahre älter schummele, wenn mir das bubihafte Gesicht, das da beschrieben wird, nicht passt.

              VickieLinn Jason ist nicht nur blond, der ist auch noch ein Surfertyp!

            • VickieLinn
              VickieLinn kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Amilyn
              Auf jeden Fall Surfer. Und diese 10 Jahre drauf kenne ich auch gut.

          • #12
            Damit der Protagonist in meiner Nomadengeschichte einen sprechenden, aber unauffälligen Namen mit der richtigen Art von düsterem Klang hat, hab ich mir eine eigene Sprache für sein Volk ausgedacht. In meinem Long Play-Projekt sind die Namen aller wichtigen Figuren Anagramme. Mein Zombie ist durch mehrere Sprachen und damit mehrere Namen gegangen, ohne die Bedeutung seines Namens zu wechseln.

            Offensichtlich also, dass ich den Namen meiner Figuren einiges abverlange und eine Menge Energie in sie hineininvestiere.
            Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
            to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
            A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
            You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

            Kommentar


            • #13
              Ich bin zu müde für einen langen Beitrag, aber ich kann so viel sagen:

              Fragen finde ich stets wichtig: sei es als Leser oder als Autor. Sie sollten passen, stimmig sein, nicht zu kurz nicht zu lange usw.

              Bedeutungstechnsich ist es bei mir unterschiedlich. Ich habe Fantasygeschichten zb wo der Name einer Beudeutung gleicht, die vom Charakterer stammt, so ganz klassisch eben. Allerdings habe ich auch Geschichten, wo ich einfach geschaut habe, welcher Name am besten passt. Zum Beispiel eine eher emotionslose Frau hat auch einen demenstprechen kurzen und hart klingenden Namen, das ist mir dann schon wichtig. Und so lange der Name nicht wirklich perfekt passt, also wirklich harmoniert, suche ich auch weiter.
              Ich gebe aber zu, dass meine Charaktere selten einfach Anna oder Julia heißen. Dann schon eher sowas wie Lia oder Seline.
              Anonsten bei nonfantasy achte ich auch auf kulturelle Hintergründe und Geografie, welche Namen sind üblich etc. Es soll möglichst authentisch wirken.

              Allerdings ist es mir auch schon passiert, dass die namen der Charaktere einer der Gründe war, warum ich ein Buch nicht weiter gelesen habe. So zum Beispiel Throne of Glass...
              "If something goes wrong in your life, just yell plot twist and move on"

              "Anything is possible [...]" - J. K. Rowling

              Kommentar


              • Kelpie
                Kelpie kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Fragen finde ich stets wichtig: sei es als Leser oder als Autor. Sie sollten passen, stimmig sein, nicht zu kurz nicht zu lange usw.
                *kicher*

            • #14
              Ich versuche meinen Charakteren Namen zu geben, die etwas mit ihrer Kultur zu tun haben, oder mit ihrer Herkunft. In High Fantasy kann ich bspw nur indirekt Ethnizität zeigen, denn die Länder/Kontinente die es auf unserer Welt gibt gibt es dort nicht - also suche ich oft Namen aus, die möglichst zur Ethnizität des Charakters passen, auch wenn das an den meisten Lesern vorbei geht. Selbst wenn es keine andere Welt ist, versuche ich mich etwas an der Kultur der Charaktere bzw deren Eltern zu orientieren.
              Natürlich fallen auch zwischendurch Charaktere aus der Bahn, um das ganze organischer wirken zu lassen.
              Ich habe auch kein Problem, bei der dritten Überarbeitung doch nochmal ein paar Namen zu ändern.

              Kommentar


              • #15
                Bevor ich anfange Namen zu suchen, lege ich für meine Welt erstmal einen Kulturraum fest, aus dem ich mich dann größtenteils bediene, da ich für mich gemerkt habe, dass Namen in größerer Menge erfinden, einfach nicht (gut) funktioniert. Bei Irrlichtfeuer hatte ich mich viel an norddeutschen bzw. niederländischen Namen orientiert. Das aktuelle Projekt geht mehr in Richtung römisch und italienisch

                Nachdem meine Geschichten bisher in Städten gespielt haben, die ja auch immer eine Art Schmelztiegel sind, kamen zusätzlich noch vereinzelte Namen (und Protas) aus anderen Kulturräumen dazu, damit es einfach bunter wird. Was ich allerdings nicht mag ist, wenn man den Eindruck hat, der Autor hat einfach so mal Namen zusammengesucht, die ihm gefallen, die aber verschiedenen Kulturräumen zugeordnet sind, was die Protas jedoch nicht sind. Namen müssen einfach zur Welt und Geschichte passen

                Wie lange ich für Namen brauche, ist immer ganz unterschiedlich. Manchmal habe ich den einfach sofort, bei anderen dauert es länger. Es ist meist einfach ein "der passt"-Gefühl. Ich suche selten Namen mit speziellen Bedeutungen, da die Eltern des Protas ja nichts von seiner Geschichte wussten Bei Assoziationen, die ein Name oder Klang auslöst, bin ich auch sehr vorsichtig geworden, da ich schon oft gemerkt habe, dass das von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist.

                Aber wie einige andere hier ertappe ich mich durchaus, dass ich Lieblings-Anfangsbuchstaben oder -Lautfolgen habe. Da muss ich manchmal gezielt dagegen steuern.

                Im Nachhinein Namen ändern geht bei mir übrigens nur bei Nebencharaktern. Bei den Hauptprotas ist nach einer Weile zu viel an den Namen geknüpft, der auch irgendwie den Charakter selbst formt.
                »Elezeis Blut schien in Aufruhr zu sein und brannte unerwartet kalt durch ihren Körper. Es war ein Gefühl, das nach Zerstörung dürstete.« – Blutgesang

                Kommentar


                • #16
                  Namen sind auch für mich wichtig. Finde ich keine passenden, kann ich nicht weiterschreiben.
                  Auf dem Handy habe ich deshalb eine Namen-File angelegt, in der ich Vor- und Nachnamen notiere, die ich irgendwo aufschnappe/lese und die mir gefallen und/oder mich inspirieren.
                  Außerdem liebe ich es, den Abspann von Filmen anzugucken: so viele Namen!

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                  • Julestrel
                    Julestrel kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Telefonbücher sind auch toll, wenn es zum Setting passt

                • #17
                  Für mich sind Namen nicht wichtig. Ich sitze nicht ewig dran, wie evtl. vielleicht ein Name klingen können sollte. Das ganze hat einen ganz simplen Grund;

                  Eltern geben die Namen ihren Kindern. Eltern aus den 50ern vergeben andere Namen als Eltern aus den 90ern. Akademikereltern vergeben vermutlich andere Namen als Eltern aus der Unterschicht (zumindest ist das meine Erfahrung). Dementsprechend gucke ich nicht, welcher Name zu dem Charakter passt den ich gerade erstelle, sondern ich gucke mir an, aus welchem Elternhaus er kommt und aus welcher Zeit.

                  Die Geschichtsfanatikerin und ihr Politiker-Ehemann aus Frankreich haben die Tochter Marie Antoinette genannt.
                  Die einfachen Eltern aus der Vorstadt haben immer etwas großes für ihren Sohn gewollt und ihn dementsprechend Robert Eliot Geoffrey genannt.
                  Die Kanadier, deren Großmutter aus Nazideutschland geflohen ist haben ihre Tochter Esther genannt.
                  Die wohlbetuchten, etwas älteren Unternehmer haben ihre Tochter Dorothy genannt.

                  Die Eltern von Marie Antoinette hatten nie auf dem Schirm, was ihre Tochter werden wird, weder Stripperin noch Polizistin.
                  Die Eltern von Robert hätten nie gedacht, das ihr ehrenwerter Sohn, der bei der Marine und der Polizei gewesen war, mal einer der größten Verbrecher wird.
                  Die Eltern von Esther wussten nicht, das sie mal zum Militär geht.
                  Die Eltern von Dorothy wussten nicht, das sie mal alles tun würde um zu überleben, einschließlich ihre Freunde töten.

                  Das waren einiger meiner Charaktere (größtenteils Frauen, ich weiß). Und beim lesen halte ich es genau so wie beim schreiben - wie der Charakter heißt ist mir egal. Denn für mich muss er nicht zum Charakter passen - er muss zum Umfeld des Charakters passen.

                  Ich meine - wer von euch hat sich seinen Namen selber ausgesucht? In 99% waren es vermutlich die Eltern. Und so handhabe ich es in meinen Romanen auch, für mich macht es das ganze einfach realistischer.

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                  • DreamBell
                    DreamBell kommentierte
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                    @In-Genius: Oh, ausschließen muss es sich nicht, das ist richtig. Aber Anagramme finde ich mir persönlich nicht nur zu kompliziert sondern auch... unlustig und unnütz. Wer kreativ werden möchte kann dies auch gerne tun - ich finde es albern für mich. Evtl. liegt es auch am Genre, vielleicht auch einfach daran das ich sowas schon immer doof fand, aber ich bin bei Namen eher pragmatisch. Charakter, Name springt mir entgegen, passt, nächster Charakter.

                    @Dodo: WOCHEN????? Was machst du mit dem Namen? Mit Knochen auswürfeln? O_O

                  • Dodo
                    Dodo kommentierte
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                    *seufz*
                    Manchmal hilft ein Atlas.

                  • In-Genius
                    In-Genius kommentierte
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                    Da ich Namen ungeheuernd faszinierend finde, sind sie alles andere als pragmatisch für mich. Das ist vermutlich der große Unterschied.

                • #18
                  Hach ja ... Namen. Eine wirkliche Vorliebe von mir. Es macht mir besonders viel Spaß, Namen für meine Charaktere zu suchen und natürlich zu finden. Letztendlich kommt es stark auf das Genre und/oder die gewünschte Wirkung der Geschichte an.
                  Namen können lautmalerisch passend/unpassend sein, thematisch (also von der Bedeutung) oder historischen Bezug haben. Schließlich sind Namen in meinen Texten nur selten ein Zufallsprodukt.

                  In meinem historischen Roman, habe ich den Protagonistennamen aus meinen eigenen Ahnen und einer mich inspirierenden Kunstfigur zusammengesetzt.
                  In meiner letzten (dystopischen) Kurzgeschichte haben die Namen einen mythischen Bezug, also Parallelen zu einem entfernten Mythos.

                  Der Möglichkeiten gibt es viele. Mal kann man die Namen den Eigenschaften der Charaktere anpassen und ein anderes Mal das genaue Gegenteil machen.

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