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"Wasteland" von Judith Vogt und Christian Vogt

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  • [Leserunde] "Wasteland" von Judith Vogt und Christian Vogt

    Willkommen zu der inoffiziellen, ganz unstrukturierten und ungeplanten Leserunde! đŸ„ł


    »Eine Frau mit einem Motorrad - Ein Mann mit einem Baby - Eine Gang mit einem Schaufelradbagger«

    
 das werden wir jetzt gemeinsam lesen. Und wir quatschen einfach drauflos und schmeißen unsere Gedanken in den Raum (und gehen aufeinander ein), wĂ€hrend wir parallel das Buch lesen.


    Info: Die Vögte sind ein Autorenduo, das schon viele BĂŒcher gemeinsam geschrieben hat. Dystopie, Scifi, Steampunk, Phantasik, Rollenspiele (eigene und fĂŒr DSA und Splittermond ud so.).
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die VerrĂŒckten,
    die verrĂŒckt leben, verrĂŒckt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gÀhnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

  • #2
    Die DHL behauptet, mein Buch wird morgen da sein. Freue mich auf's Lesen.
    Always avoid alliteration.

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    • Victoria
      Victoria kommentierte
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      Juhu!

  • #3
    12.png

    Ein Weihnachtsgeschenk mit Widmung von den beiden. <3
    Ich hab erst 30 Seiten geschafft und es wird auch nicht so schnell viel mehr dazukommen. Ich hab schon ein paar Gedanken, die ich noch zurĂŒckhalte, bis ihr das auch gelesen habt.
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die VerrĂŒckten,
    die verrĂŒckt leben, verrĂŒckt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gÀhnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

    Kommentar


    • #4
      Ich bin auf Seite 123 (oder so).
      Mich haben die ersten Seiten wirklich eingesogen.

      Allerdings ... hatte ich ein Problem mit den ErzĂ€hlstimmen, die klangen so gleich, dass ich tĂŒdelte, wer jetzt eigentlich mit Mtoto unterwegs war.
      Auch stolperte ich zunĂ€chst ĂŒber die uneinheitlichen Tempus auf den ersten Seiten, aber das ging im ErzĂ€hllauschrausch unter, weil mich das Setting einwickelte und ich nicht mehr drauf geachtet habe.

      Den Umgang mit der DiversitĂ€t (das war ja eines Deiner Anliegen) finde ich bisher etwas plakativ, das Thema entwickelt sich bislang nicht aus der Story heraus; fĂŒr Zeeto geht es ums Überleben und er hat Bedenken, ob er das Baby sie oder er nennt. Hm. Meines Erachtens könnte das eindrĂŒcklicher oder "logischer" spĂ€ter kommen, wenn der ganze Haufen Kinder bei Riika auftritt. Da wĂ€re dann auch die Zeit, nĂ€her darauf einzugehen, woher diese Freiheit - ich sehe es als Ausdruck von Freiheit in dieser unfreien Welt - kommt, wieso sie den Horror ĂŒberdauert, welche Bedeutung sie fĂŒr die Menschen hat.
      Anderes Beispiel der PlakativitÀt: der Zweizeiler von Jinx. Ich warte noch auf ihren nÀchsten Auftritt in der Story und hoffe, dass er kommen wird.

      Die beiden Hauptcharaktere finde ich bisher gut nachvollziehbar, junge Erwachsene mit ungewisser Zukunft, mit ihnen selbst fremder Vergangenheit und brutaler Gegenwart.

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      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
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        Ging mir auch so. Ich fing an zu lesen und schwupps, war ich irgendwo auf Seite 100 oder so. Ich verstehe zwar, was Victoria meinte mit "kein Ziel" am Anfang, aber ich war so neugierig auf das Setting, dass ich trotzdem weitergelesen habe.

        Dass Zeeto im PrĂ€sens erzĂ€hlt hat mir gleich sehr gut gefallen. Ich schreibe ja selbst gerne im PrĂ€sens, weil es fĂŒr mich einen Deep-POV noch verstĂ€rkt. Und ich fand es hier sehr gut umgesetzt, ich war gleich drin in seinem Kopf und seiner Denke.
        Umso mehr hat mich herausgerissen, dass Laylay in der Vergangenheitsform erzÀhlt und ich empfand sie deshalb gleich als langweilig(er). Hat auch ein paar Kapitel gebraucht, bis ich raus hatte, dass trotz der verschiedenen Zeitformen hier eine gemeinsame Gegenwart geschildert wird. SpÀter hatte ich mich darauf eingelesen, aber am Anfang hat mich das sehr irritiert.

    • #5
      Ich bin gespannt. Noch mehr, nachdem ich die Seraph-Liste gerade gesehen habe. 🙂
      Always avoid alliteration.

      Kommentar


      • Peter
        Peter kommentierte
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        Wer sich die Liste ansieht, kann doch kaum noch davon ausgehen, dass Fantasy Autorinnen nicht die Relevanzkriterien von Wiki erfĂŒllen.

        Hat mich gefreut, dass M. Matting, der SP-Papst, es auf die Liste geschafft hat. Sonst sind da nicht viele hard Science Fiction Titel.

    • #6
      Ich habe gestern erstmal nur die ersten 30 Seiten gelesen (ich will doch noch so schnell wie möglich Die AuserwĂ€hlte in der BrandwĂŒste hinter mich bringen đŸ˜©).

      Ich kann schon mal sagen, dass ich den Schreibstil bzw die ErzĂ€hlstimme der beiden Protagonisten richtig toll finde. Ich erkenne ĂŒbrigens einen Unterschied. Ich gehe mal davon aus, dass die beiden Perspektiven von je einem Teil des Autorenduos geschrieben sind, und ich mag es sehr, wie Ă€hnlich sich der Schreibstil an sich ist, so dass man nicht quasi von Kapitel zu Kapitel das GefĂŒhl hat, das hat ja wer ganz anders geeschrieben (obwohl es ja so ist), die ErzĂ€hlstimme aber anders ist. Gerade die von Zeeto gefĂ€llt mir unglaublich gut. Mal schauen, ob es ĂŒber das ganze Buch funktioniert, denn sie ist ja schon speziell.

      Zum Thema DiversitĂ€t habe ich erst spĂ€ter gesehen, dass es genderneutral geschrieben sein soll, und da dachte ich noch "Oh, nee" ... Ich gebe zu: ich mag das ĂŒberhaupt nicht und finde das umstĂ€ndlich zu lesen, zu hören, es gefĂ€llt mir einfach gar nicht. Mir ist klar, dass der Romantext nicht wie ein Zeitungsartikel mit * und / und weiß-nicht-was gespickt ist, aber ich hatte schon mal Angst, dass ich das Buch blöd finden könnte.

      Jetzt ist mir zunĂ€chst die Szene mit Laylay und der Bikergang aufgefallen, in der man zum ersten Mal damit konfrontiert wird, indem die AnfĂŒhrerin "die Boss" genannt wird. Das, muss ich sage, finde ich ganz clever gemacht. Liest sich erstmal komisch, aber durchaus gut. Auch, wenn man bedenkt, dass sich ĂŒber die Jahre einfach neue Begriffe bzw Sprechgewohnheiten ergeben. Sehr schön finde ich dieses Gefluche Ă  la "So eine Fakke" - echt toll.

      Womit ich bei Endzeitgeschichten immer Probleme habe, ist dass sich nach dem großen Knall offenbar technisch usw nie etwas weiterentwickelt oder wieder aufgenommen wird. Laylays Vater panscht da mit alten Medikamenten rum - hat sich da keiner mal in der Zwischenzeit gedacht: "So, Leute, wir nehmen jetzt die Antibiotikaproduktion wieder auf?" Wenigstens einer, der sich mit so was auskennt, wird doch ĂŒberlebt haben ...? Aber ich kann damit leben (auch, wenn ich mich frage, wie lange die alten Medikamente wohl noch vorrĂ€tig sind).

      Richtig doof finde ich eigentlich bisher nur die Namen der Protagonisten 🙄

      Kommentar


      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        "Die Boss" fand ich auch richtig clever eingefĂŒhrt. Man stolpert kurz drĂŒber, denkt sich dann "hm, wieso eigentlich nicht?", und ab dem Punkt hatte ich es akzeptiert.

        Was du aufwirfst mit den Endzeitgeschichten, das stört mich auch ein bisschen. Gerade in einer zerstörten Welt mĂŒssten die Menschen doch experimentierfreudiger werden und mit dem wenigen, was sie haben, Dinge weiterentwickeln. Und warum ist z.B. kein einziges Solarpanel irgenwo, kein Windturm oder Windrad?
        Bei den Leuten im Bunker kann ich verstehen, dass sie immer noch offenbar Treibstoffbetriebene Notstromaggregate haben, denn sie dĂŒrfen ihre Existenz oberhalb nicht verraten. Aber warum stellt der Rest der Bevölkerung nicht mal ein Windrad auf?
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        Die Namen finde ich ok. Wobei ich mir bie Laylay leider nicht so ganz sicher bin, wie man es ausspricht, und das stört mich ein ganz klein bisschen.

    • #7
      Ich bin auch noch nicht weiter, gerade mal Seite 40.

      Bis jetzt kann ich sagen, dass ich die ErzÀhlstimme mag, und ich finde, dass man sie durchaus unterscheiden kann. Amilyn, ich glaub aber, dass vor allem Judith die beiden Hauptfiguren schreibt, Christian eher eine andere. Ich hab jetzt auch herausgefunden, weshalb ich dieses Weltenbauinfo mag.
      1. Die Details sind an sich spannend. Z. B. dass Ödland bedeutet, dass es dort grĂŒn ist und wuchert. Den Insekten gefĂ€llt's. Öde ist es nur fĂŒr die Menschen. Aber auch die kleinen Besonderheiten gefallen mir.
      2. Dadurch dass die Figuren mit den Leser*innen interagieren, besonders Zeeto, "lest einfach schneller, wenn es euch nicht interessiert", akzeptiere ich die Ausschweifungen – siehe Mittwochsfrage. Das ist eine rein stilistische Sache, ganz ohne plotrelevanz. Ich zĂ€hle das mal zur AuthentizitĂ€t der Figuren: Wenn eine Figur ein Plotziel hat, kommt es oft komisch, dass sie dann in irrelevanten Gedanken versinkt. Hier plauschen die Figuren mit uns.
      DiversitÀt finde ich bisher gut umgesetzt. Gut = Es ist einfach und selbstverstÀndlich dabei.
      Die Familie auf dem Markt ist poly. Ganz unaufgeregt. (Lia Roger! ) Niemand in der Geschichte oder außerhalb der Geschichte zeigt mit dem Finger drauf: Dreiecksgeschichte! Lesbisch sind sie auch noch. — Es wird auch nicht groß thematisiert, dass die Protagonistin MIgrationshintergrund hat. Der Begriff Protagonistin mit Migrationshintergrund klingt schon furchtbar. Das mag ich fast nicht lesen, wenn jemand damit Marketing betreibt. Das wirkt wie: "Schaut mal! Wir haben DiversitĂ€t!" Irgendwann wird in einem Satz fallen gelassen, dass ihr Vater im Urlaub zu den Verwandten in die TĂŒrkei fĂ€hrt. Und ab und an fallen tĂŒrkische Wörter.

      Und da komme ich zurĂŒck zum Punkt Weltenbau.
      Ich finde es voll klasse, dass auf die Sprache geachtet wird. Leider habe ich zum Vergleich vor allem nur Sachen, die noch in der Überarbeitung waren. Bei Dystopien, vor allem solchen, deren Technologie wieder rĂŒckstĂ€ndiger scheint als unsere heutzutage, oder die wieder "mittelalterliche" ZustĂ€nde haben, da verfĂ€llt die Sprache auch wieder ins Pseudomittelalter, was voll unlogisch ist. Nur weil kein Strom mehr fließt, spreche ich die Leute auch nicht mir "mit Verlaub, mein FrĂ€ulein" an. (Aber ich stimme Amilyn n auch zu, dass die Leute sich bei solchen Geschichten selten weiterentwickeln wollen. Es gibt zwar ErklĂ€rungen, aber die sind nicht so ganz befriedigend.)
      Aber, großer Pluspunkt an die gemischte Sprache und dieses schöne "verfakkt".

      Zum Punkt "genderneutral".
      Ich finde es meist ganz gut zu lesen. Dass da statt eines generischen Maskulinums "Menschen" oder "Leute" oder "Person" steht, fĂ€llt gar nicht so heraus. Das finde ich gut. Irritierend fand ich aber "die Boss". Da dachte ich, wieso nicht "die Chefin"? Wenn das Autorenduo (Ah! Ich merke auch gerade, dass ich immer "Duo" schreibe, statt "die Autoren" oder "der Autor und die Autorin" ) extra stolpern lassen will, damit man lernt, dass man die sozialen Artikel (wie nennt man das?) gewöhnt, dann 
 dann passt es wohl. FrĂŒher hat man ja auch konsequent "es" und "ihm" bei "das MĂ€dchen" benutzt. Heute sehe ich auch BĂŒcher, in denen steht: Das MĂ€dchen drehte sich um und nahm ihre Tasche. Ist wohl alles eine Frage der Gewöhnung.


      Was ich irritierend fand: Ich weiß, dass Judith und Christian sehr bedacht schreiben und ihnen Inhaltswarnungen auch wichtig sind. Deshalb hab ich mich gewundert, diese nicht zu finden. Irgendwann hab ich in einer Rezension gelesen, das diese ganz hinten im Buch stehen. Also da, wo ich nie gucken wĂŒrde.
      Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die VerrĂŒckten,
      die verrĂŒckt leben, verrĂŒckt reden und alles auf einmal wollen,
      die nie gÀhnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
      die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

      Jack Kerouac

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      • Victoria
        Victoria kommentierte
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        Lia Roger
        Ich lese SO langsam, da kannst du gern noch mit einsteigen.

        Amilyn
        An diese BegrĂŒndung hab ich auch gedacht, aber 
 keine Ahnung. Dir gefĂ€llt's, ich stolpere. DafĂŒr schreibe und spreche ich mit dem Gender-Sternchen (gesprochen mit dieser LĂŒcke, diesem Gender-Gap).Dass die klassische Grammatik nicht stimmt, akzeptierst du bei "die Boss" doch auch; und sicherlich auch "da lĂ€uft ein MĂ€dchen; sie hat eine MĂŒtze auf".

        Ich finde, dass man sich ziemlich schnell an Sachen gewöhnt, wenn man es wirklich möchte. Ich hab ein paar Bekannte und Freundespersonen, die benutzen die Pronomen xier, sier, they 
 oder gar keine Pronomen. Irgendwann flektiert man es in der gesprochenen Sprache auch (halbwegs) richtig. Am Anfang fand ich es auch seltsam, wenn ich sagte, dass ich mit them geredet habe. Aber die Ă€ltere Generation findet es ja auch weird, wenn ich "cool" sage.

        Dodo
        Echt? *nachguck*
        Das hab ich tatsĂ€chlich voll ĂŒbersehen. đŸ˜±

      • Amilyn
        Amilyn kommentierte
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        Victoria Hm, das ist natĂŒrlich ein Argument GefĂ€llt mir aber trotzdem nicht mit den Mehrzahl-Autor. Innen.

        Ach ja, die Inhaltswarnung ist mir auch sofort aufgefallen - sogar ohne den Hinweis am Anfang. Ich gucke irgendwie gerne mal nach hinten wegen Werbung und so

      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
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        BezĂŒglich der Details stimme ich Victoria zu. Sie machen die Welt sehr lebendig und plastisch, und das Kennenlernenwollen dieser Welt war fĂŒr mich ein wesentlicher Punkt, gebannt weiterzulesen.
        (Wobei mich z.B. gerade das grĂŒne Ödland etwas gestört hat. Ich meine, Ödland und Wasteland sind einfach Begriffe, die wir ĂŒblicherweise mit einer ausgetrockneten BrachflĂ€che verbinden. Und nach einer globalen Katastrophe kann ich mir vorstellen, dass die Leute anderes zu tun haben, als sich besonders originelle Ortsbezeichnungen auszudenken, bei denen sie auch noch die Perspektive der Insekten berĂŒcksichtigen. Wenn da alles ĂŒberwuchert ist, dann wette ich 100:1, dass sich dann im allgemeinen Sprachgebrauch schnell "der Dschungel" oder "die grĂŒne Hölle" etabliert, oder vielleicht noch ironisch "das Paradies" - aber nicht Ödland.)

        Die Inhaltswarnungen am Ende des Buches finde ich völlig ok. Das habe ich so schon öfters gesehen und deshalb schaue ich dort gezielt danach, wenn sie mich interessieren (was sie ĂŒblicherweise nicht tun, diesmal habe ich sie aber bewusst angesehen). Vorne im Buch sieht man sie automatisch und dann spoilern sie oft. Auch hier - eine eigentlich gute Szene etwas weiter hinten im Buch war null spannend fĂŒr mich, weil ich dank der vorher gelesenen Inhaltswarnungen wusste, dass das, was hier angedroht wird, nicht passieren wird.

        Zum Punkt genderneutrale Sprache - ja, gut umgesetzt. War leicht und eingĂ€ngig zu lesen und beweist, dass es möglich ist, so zu schreiben. (Off-topic: "Das MĂ€dchen nahm ihre Tasche" tut meinen Augen weh. Ich weiß ja, dass sie ein MĂ€dchen ist und stelle sie mir deshalb weiblich vor, aber das ist kein Grund, die Grammatik falsch zu verwenden. Bei "die Boss" ist es etwas anderes, weil es "Bossin" nunmal nicht gibt und hier nur die gesellschaftliche Konvention Boss = Mann unser Denken lenkt. Das Wort "Boss" an sich ist fĂŒr mich - da Leihwort aus dem Englischen - geschlechtsneutral.)

        Und noch ein off-topic, zur Pseudomittelaltersprache in Dystopien: da habe ich neulich eine gelesen, in der tatsÀchlich erklÀrt wird, warum die Leute plötzlich so verquer reden. Fand ich gut.

    • #8
      So, Àh, Statusupdate zu meiner Lieferung.

      Das Buch hatte ich ĂŒber Amazon bestellt. Dabei trat ein lustiger Fehler auf, mir wurde nĂ€mlich der Gesamtbetrag auf null Euro gesetzt (wie wenn ich einen Geschenkgutschein hĂ€tte). In der BestellbestĂ€tigungs-Mail stand dann aber wieder der normale Betrag drin, also dachte ich mir dabei nix.

      Gestern hĂ€tte das Buch lt. Amazon- und DHL-Info geliefert werden sollen. Stattdessen kam gestern sehr frĂŒh morgens eine Mail, dass ich die Lieferung verweigert hĂ€tte, das Paket stattdessen retourniert worden wĂ€re, und mir der Kaufbetrag zurĂŒckerstattet wĂŒrde. Falls ich die bestellte Ware doch wollte, dann mĂŒsste ich sie neu kaufen.

      Gesagt, getan. Und dabei trat der gleiche Fehler auf, dass das Buch angeblich null Euro kostet. Jezt bin ich mal gespannt, ob es morgen geliefert wird. Falls nicht, dann lĂ€ĂŸt das ja vermuten, dass Amazon irgendein Problem mit dem Bestellprozess oder der Auslieferung dieses Buches hat. In dem Fall gebe ich Laut und wĂŒrde Euch bitten, auch mal zu versuchen, das Buch ĂŒber Amazon zu bestellen (natĂŒrlich ohne die Bestellung abzuschließen - der Fehler tritt schon vorher auf.) Denn wenn das bei mehreren Leuten auftritt, dann könnte das ja fĂŒr die Autoren und den Verlag durchaus interessant sein. (Deshalb berichte ich auch hier im Thread darĂŒber.)
      Always avoid alliteration.

      Kommentar


      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
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        Und erneutes Update: im Laufe des letzten Tages kam eine Lieferung von Amazon. Ich bin mir nun nicht sicher, ob das
        - die Lieferung ist, die am 09.01. hÀtte ankommen sollen, die angeblich retourniert wurde und nun doch verspÀtet am 10.01. ankam, oder
        - die Leiferung ist, die am 11.01. hĂ€tte ankommen sollen, angeblich noch unterwegs ist, und nun verfrĂŒht am 10.01. ankam.
        Amazon hat nÀmlich bisher kein Geld eingezogen. Was sie sonst immer sofort machen.

        Ich warte mal noch ab. Prinzipiell freuts mich ja, wenn mir Amazon versehentlich BĂŒcher schenkt, aber ich mag Verlag und Autoren auch um nix prellen.
        Und ich bin am Lesen.

      • Victoria
        Victoria kommentierte
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        Hm. Das klingt ja echt uncool. Das ist aber nicht das erste Mal, dass ich so was Komisches höre. Hier ist anscheinend die ganze Ladung "verloren" gegangen.

    • #9
      Ich bin jetzt mit Teil 1 fertig, also auf Seite 95.

      Es gefĂ€llt mir immer noch gut, obwohl die Abschweifungen bei beiden PoVs dazu fĂŒhrt, dass ich nicht so gefesselt ans Buch bin wie dasThema es eigentlich könnte. Wobei ich die Abschweifungen trotzdem schön zu lesen finde. Ich will gar nicht unbedingt sagen, dass es knackiger erzĂ€hlt sein könnte, aber vielleicht wĂ€re an der ein oder anderen Stelle eine etwas gestrafftere ErzĂ€hlweise gut. Bzw die Art der Abschweifungen fĂŒhrt dazu, dass ich Zeeto als kindischer empfinde, als er vielleicht sein soll.

      Bzgl den drei Frauen, die zusammen eine Beziehung fĂŒhren, habe ich das erst jetzt auch im Text verstanden. Ich war beim Lesen von Victoria s Beitrag zwar nicht total ĂŒberrascht, aber so richtig rausgelesen hatte ich es auch nicht. Mir gefĂ€llt aber, dass das nicht lang und breit thematisiert wird, sondern damit genauso umgegangen wird wie in jedem anderen Roman das NachbarspĂ€rchen oder so erwĂ€hnt wird.

      WorĂŒber ich stolpere ist die Zeit in Laylays Abschnitten. In den ersten schĂ€tzungsweise 60 Seiten hat sie, wenn sie ĂŒber allgemeine Dinge sprach, in der Gegenwart erzĂ€hlt, die Handlung in der Vergangenheit. Also z.B. "Mein Vater hat einen schwarzgrauen Bart." und "Er nahm den Helm vom Kopf." Dann hat sie aber begonnen, auch Tatsachen in der Vergangenheitform zu erzĂ€hlen. Weil es vorher so konsequent getrennt war, fĂ€llt mir das jetzt sehr auf, und ich frage mich, ob es Absicht ist oder schlicht ein Zeitenfehler.

      Seite 88

      Der Pott! Herrlich! Das hat eine Sekunde bei mir gebraucht, bis ich geschnallt habe, was mit dem Pott gemeint ist, aber das Detail fand ich super ❀
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      Kommentar


      • Victoria
        Victoria kommentierte
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        Ich kann deinen Spoiler noch nicht lesen, ich bin erst bei Seite 50 

        ICH BIN SO LANGSAM!

        Über die Zeiten bin ich aber auch schon gestolpert, weil ich zwischendurch dachte, dass es das epische PrĂ€teritum wĂ€re und dann kam urplötzlich wieder das PrĂ€sens.

    • #10
      Hm, also, ich bin gestern zu dem Kapitel gekommen, das dann wohl von Christian Vogt geschrieben wurde ... ja, doch, da merkt man, dass das wer anders geschrieben hat. Ich hab kaum was verstanden, ehrlich gesagt. Gut, ich kann am Ende sagen: das und das ist passiert, aber es war mir alles viel zu wirr geschrieben und hm. Aber es hat mich mit dem No WiFi und dem WeWeWe an "The 100" und ihre Religion mit irgendso einem banalen Technik-Teil von heutzutage erinnert, das fand ich ganz sĂŒĂŸ Aber ich muss sagen, ich weiß gar nicht, ob es denn so rĂŒberkommen sollte ...

      Kommentar


      • Victoria
        Victoria kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Jetzt will ich es wissen. Wer feuert mich an?

      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
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        Victoria *anfeuer* *Pompoms* *Feuerwerk*

        Amilyn Auf das Kapitel (bzw. alle Kapitel dieser Person) muss ich ausfĂŒhrlicher eingehen, das mache ich unten in meinem Post.

    • #11
      Mittlerweile bin ich ungefĂ€hr in der HĂ€lfte, und ich finde, dass es sich jetzt doch sehr zieht. Die Ausschweifungen werden mir zunehmend zu viel (bzw es hört einfach nicht auf, es liest sich immer noch nicht knackig) und vor allem Zeetos Perspektive ist mir anstrengend zu lesen. Ich hatte ja am Anfang schon ĂŒberlegt, wie seine eigentlich tolle ErzĂ€hlstimme auf Dauer fĂŒr mich funktioniert, und ich muss leider sagen: es nervt mich gerade.
      ​​
      Zum Beispiel beginnt ein Kapitel mit: "Okay, also Folgendes, ich mach es kurz", und dann laaaaaabert er halt wieder so Zeeto-mĂ€ĂŸig vor sich hin, bis er 3 Seiten spĂ€ter merkt: "Okay, ich hab gesagt, ich mach es kurz, aber hab es dann doch nicht kurz gemacht (...)", und dann geht es weiter und weiter. Das geht mir gerade auf den Keks, und ich beginne, mir zu ĂŒberlegen, was ich machen könnte, anstatt das Buch zu lesen.

      Das zweite Christian Vogt-Kapitel habe ich deutlich besser verstanden und war voller richtig toller Andeutungen auf unsere heutige Zeit, und es wird auch deutlicher, dass sie aus diverser Technik eine Art Religion gemacht haben. Das gefÀllt mir unglaublich gut.

      Zum Punkt genderneutral: Es fĂ€llt mir nicht groß auf, was fĂŒr mich heißt, dass die deutsche Sprache schon einiges hergibt, um einen Romantext genderneutral und schön zu schreiben, obwohl die meisten auf Personengruppen bezogenen Begriffe mĂ€nnlich sind - BĂŒrger, Studenten, Mitglieder usw. Wenn man nochmal konkret drĂŒber nachdenkt, merkt man, dass solche Begriffe fehlen, aber beim Lesen fĂ€llt mir nichts auf. NatĂŒrlich außer "die Boss" und ein neues/ausgedachtes Personalpronomen, von dem ich erst dachte, es sei ein Druckfehler Ich weiß nicht, ob ihr da schon seid. Wenn ja, sagt mal bescheid, ich hab da nĂ€mlich einen Fehler entdeckt, glaube ich.

      Kommentar


      • Dodo
        Dodo kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Alys II. Du meinst Amilyn ?

      • Amilyn
        Amilyn kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Alys II. Ach, der Druckfehler Es war keiner, ich hatte "ser" zuerst fĂŒr einen Druckfehler gehalten. Mir ist erst aufgefallen, dass es ein zusĂ€tzliches Personalpronomen sein soll, als es dann öfter verwendet wurde.
        Das Wort hörte sich fĂŒr mich nicht schön an. War einfach nicht mein Geschmack. Aber es war ok. Als dann aber der Absatz kam, in dem Shan mehr gehandelt hat und nicht nur ser notig war, sondern auch sin und ... mehr fĂ€llt mir gerade nicht ein ... das war mir zu viel und kam fĂŒr mich auch ziemlich krampfig rĂŒber. So, wie Du sagtest, dass es Dir vorkam, als habe man unbedingt das Wort "Enbys" reinquetschen wollen, kam es mir hier mit dem zusĂ€tzlichen Pronomen in all seiner Pracht vor.

      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        An ser, sire usw. habe ich mich inzwischen gewöhnt, obwohl ich da persönlich die Variante xir, xire etc. bevorzuge. Das sieht fĂŒr mich noch neutraler aus.

    • #12
      Ready ... und leider bin ich insgesamt doch nicht so glĂŒcklich mit dem Buch gewesen, aus zwei GrĂŒnden:

      1. Der Mitteleil war mir viel zu langatmig. Stellenweise fand ich ihn komplett unnötig. Ich packe gleich mal ein Beispiel in den Spoiler. Dass es sich so gezogen hat, lag sehr stark an den Ab- und Ausschweifungen, die ich mehr und mehr als mĂŒhsam empfand. Anstatt, dass die sich etwas legen und sich auf die Handlung konzentriert wird, kam es mir so vor, als wĂŒrde es immer mehr. Wie, wenn man im chinesischen Restaurant so ein SesambĂ€llchen isst: es wird mit jeder Kaubewegung grĂ¶ĂŸer 😹 Jedesmal, wenn ich dachte, ich habe jetzt mindestens 50 Seiten gelesen, waren es gerade mal 10 ...

      Aber es lag auch am Inhalt. Zeeto hat die Wasteland-Krankheit. Sie glauben, im Bunker leben Leute und haben ein Gegenmittel, also wollen sie dahin. Dann wird Laylay jedoch entfĂŒhrt, wird etliche Kilometer weit weg gebracht, kommt zu sich, schmiedet PlĂ€ne, entkommt, fĂ€hrt zurĂŒck, das dauert ewig ... Aber das Ergebnis ist: sie fahren zum Bunker. Nichts, was nicht sowieso passiert wĂ€re. Und das alles in diesem ausschweifenden ErzĂ€hlstil.
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      2. Das, was Dodo auch gestört hat.

      Das fand ich sogar ganz fĂŒrchterlich und vor allem fĂŒrchterlich unpassend. Ich habe in einer Rezension schon das Wort Fantasy aufgeschnappt und Du hast es auch erwĂ€hnt, Dodo (Deinen Spoiler habe ich dann gerade erst gelesen). Wenn ich nicht gewusst hĂ€tte, dass es eine solche Richtung einschlĂ€gt, wĂ€re ich richtig pissig geworden. Zumal es ĂŒberhaupt keinen Hinweis auf diese Entwicklung gibt. Allerhöchstens, weil Mtoto sich so schnell entwickelt, aber dass da Gestaltwandlung die Ursache ist ... also ... mir fehlen echt die Worte. Und wieder: es hat keinerlei Auswirkung auf die Geschichte. Dass Laylay anders ist, möglicherweise evolutionĂ€r mutiert, weiß man sowieso, denn sie ist gegen den Giftstoff immun. Das hĂ€tte vollkommen genĂŒgt. Es bringt auch keine neue Erkenntnis. Sie ist immun - das weiß man schon vom Klappentext. Sie ist immun, weil sie ihre Gestalt Ă€ndern kann: macht keinen Sinn. Und hat keinen Mehrwert. Zumal die Geschichte bis dato völlig ohne einen Fantasy-Aspekt auskommt und man noch durch das Medikament, das sie absetzt (und das man natĂŒrlich sofort googelt), auf eine falsche FĂ€hrte gelockt wird, weil man glaubt, die VerĂ€nderung, die im Klappentext erwĂ€hnt wird, lĂ€uft darauf hinaus, dass sie ADHS-Symptome zeigt, vielleicht unberechenbar oder unaufmerksam wird, die Mission gefĂ€hrdet, was weiß ich.
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      Den Schluss fand ich dann zwar zu schnell, aber im Grunde wieder richtig gut:

      Dass diese Bunkerleute Root mit der Krankheit infizieren, die sie ĂŒbertragbar gemacht haben und er erstmal schön den kompletten Markt infiziert, der es dahin trĂ€gt und der dorthin, wĂ€hrend Laylay und Zeeto ahnungslos auf dem Weg nach Polen sind, ach, das ist total meins. Ich hĂ€tte mir nur gewĂŒnscht, dass es besser aufgebaut worden wĂ€re, denn den Hinweis kriegt man ja erst wenige Seiten vorher. Den Kulturclash zwischen Markt- und Bunkerleuten mochte ich ĂŒbrigens auch sehr. Sie hĂ€tten insgesamt einfach weniger herumeiern und mehr im Bunker sein mĂŒssen. So wirkte gerade diese tolle Wendung mit der Wasteland-Krankheit als Virus auf mich viel zu ĂŒberstĂŒrzt.
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      • #13
        Wie weit seid Ihr denn (diejenigen, die noch lesen)? Bin jetzt zu 2/3 durch, habe Diskussionsbedarf und möchte nicht spoilern.
        Always avoid alliteration.

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        • Victoria
          Victoria kommentierte
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          Ich bin jetzt bei Teil 2 angekommen. S. 120.

      • #14
        Ich hab zwar erst ein Dritte geschafft, aber ich senfe trotzdem schon mal ein bisschen.

        Ich bin keine geduldige Leserin. Meine Prologabneigung ist ja bekannt.
        Deshalb fand ich es auch anstregend, wenn ich ohne Plotziel hĂ€ngen gelassen werde. Erst ab Seite 60 gibt es ein konkretes Ziel, davor ist es Plausch, um die Welt und das Problem einzufĂŒhren. Wenn der Stil ("Ich wollte nicht herausgelöffelt werden, und ĂŒberhaupt, was fĂŒr eine dĂ€mliche Metapher." Herrlich!) die ErzĂ€hlstimme und der Weltenbau nicht so gelungen wĂ€ren, hĂ€tte ich das Buch wahrscheinlich beiseite gelegt. Der Klappentext hat die Erwatungshaltung meiner Meinung nach in die falsche Richtung gelenkt. Da scheint das Problem zu sein, dass Zeeto verschwunden ist und Laylay ihn suchen muss. Und die Klimax ist dann, dass er infiziert ist. Es geht dabei doch um viel mehr 
 Nun ja, die Klappentextperson bekommt ja gewöhnlich auch nur ein ExposĂ© zu lesen.

        Es wurden aber ein paar Fragen aufgeworfen, die mich in die Geschichte ziehen.
        Stand: Inhalt bis Seite 120.
        Was ist mit diesem Baby? Was ist mit Laylays Mutter?! Wer ist Loke? Gibt es a etwa einen Zusammenhang? Warum tötet Azmir Menschen? (Ob Menschen im Bunker wohnen ist fĂŒr mich kein RĂ€stel, sondern der Antrieb vom Plot.)
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        Bisher verzeihe ich die LĂ€ngen, weil es diese tollen Weltenbaudetails gibt. Diesen gelben Eimer mit Delikatess-Senf kennen ja alle, und das als unbekanntes Relikt in die Welt zu schmeißen finde ich super. Ebenso wie Amilyn erwĂ€hnt hat, den Pott.

        Ab und an finde ich die ErzĂ€hlstimme ein bisschen ĂŒber. Zu viele Klammern. Zu viel Sarkasmus. AnfĂ€nglich fand ich es toll, aber wenn ich große Strecken davon lese, bin ich doch ĂŒberreizt. Sowohl bei Laylay zu lĂ€ssigen Ton, wodurch ich mich gar nicht auf die gefĂŒhlvolleren Szenen einlassen kann, als auch Zeetos Gedankenkarussels (S. 68). Und das Durchbrechen der vierten Wand wird mir auch zu viel, obwohl ich es am Anfang gut fand. "Wie erinnern und: keine Insekten!" – jahaaaa, ich weiß. . Ich hab dabei irgendwie Testleserkommentare vor Augen. Kennen wir wohl alle, oder? Ein paar Kommentare haben mich frĂŒher zur SWS-Zeiten ganz schön die Augen verdrehen lassen. Und so stelle ich es mir hier auch vor. "SchrĂ€gt ĂŒber mir flammen Scheinwerfer auf" → Kommentar: HĂ€? Warum schrĂ€g oben? → (Wir erinnern uns: Senke). Hach, mit diesem Gedanken finde ich es wieder gut.

        Was die Umsetzung von DiversitĂ€t angeht bin ich fast immer begeistert. Es wird nebenher ganz unaufgeregt (wie oft habe ich dieses Wort benutzt?!) erwĂ€hnt, ohne den Finger auf jemanden zu zeigen und herauszustellen, dass die Person anders ist. Zeeto hat eine Bindung zu Kiswahili und trĂ€gt anscheinend Cornrows. Das reicht mir vollkommen, um mir ein Bild zu machen. Falls ich irgendwo ĂŒberlesen habe, dass er Schwarz ist, dann war es wohl nicht so wichtig, was ich gut finde. Und wenn es nicht da stand, finde ich es sogar noch besser. Dann kann auch kein Marketingmensch damit hausieren gehen.

        Ein paar Stellen fand ich dennoch irgendwie aufgesetzt. Wenn sie z. B. von Frauen, MĂ€nnern und Enbys reden. "Allerseits mal zuhören!" reicht fĂŒr mich. Ist vielleicht Geschmackssache, aber "alle" klingt fĂŒr mich inklusiver als "er*sie" oder m/w/d. Im schlimmsten Fall denkt man dass es sich um ein "drittes Geschlecht" handle.
        Ich sprach von ein "paar" Stelle, also zwei. Die zweite ist die ErwĂ€hnung von der Transgeschlechtlichkeit eines Statists. Irgendein Kind wird erwĂ€hnt. Es hat zwei Eigenschaften, eine davon hab ich schon vergessen, die zweite ist "bis vor zwei Jahren dachten wird, es wĂ€re ein MĂ€dchen". Es scheint ein trans Junge zu sein. Aber wenn die Welt genderneutral ist, dann wĂŒrde man den Fokus noch nicht auf das Geschlecht legen, oder? Dann dĂŒrfte es doch eigentlich egal, also nicht erwĂ€hnenswert sein. Wenn das bei einer anderen Figur wĂ€re, die mehr als zwei Attribute hat, sodass trans nur ein Detail ist und nicht 50 % des Wesens ausmacht, fĂ€nde ich es gut. Und eigentlich finde ich es auch sehr gut, dass die Romanfiguren nicht anhand der Ă€ußeren Geschlechtsmerkmale darĂŒber, was die Person ist. Ja, ich meckere auf sehr hohem Niveau, aber ich fand den Fokus einen Ticken zu stark.

        Und wenn ich beim "Meckern" bin. Dadurch dass der Roman wirklich sehr gut geschrieben und es genderneutral gehalten wird, fÀllt mir umso stÀrker auf, wenn es mal nicht so ist. Das schlÀgt dann rein, wie wenn Hardcore-Feminist*innen das generische Maskulinum benutzen. Zum Beispiel: "Einer muss aufs Auto aufpassen." Einer? Oder "AltfrauenhÀnde".

        Was mir negativ aufgefallen ist, ist die ableistische Sprache. Ob etwas mit "wahn-" drinsteht, weiß ich nicht mehr, aber auf jeden Fall viel irr- und dumm und Idiot. Am Anfang hab ich es bei Zeeto akzeptiert, weil ich dachte, dass es eine Art Selbstbezeichnung ist. So wie Betroffene slurs fĂŒr sich selbst benutzen, um die Begriffe zu reclaimen. Aber die anderen reden ja auch so. Es fĂ€llt mir auf, weil der Roman ansonsten so klingt, als wĂŒrde er "sensibel" geschrieben sein. Hinten steht ja auch statt "Störung" "Neurodivergenz", was ich gut finde.

        Wie findet ihr eigentlich (die Umsetzung von) Zeetos Depression und bipolarer Neurodivergenz.
        Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die VerrĂŒckten,
        die verrĂŒckt leben, verrĂŒckt reden und alles auf einmal wollen,
        die nie gÀhnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
        die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

        Jack Kerouac

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        • Amilyn
          Amilyn kommentierte
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          Wenn man aber eine Figur entwickelt, hat alles an ihr einen Effekt auf die Story, und obwohl Zeetos Persönlichkeit seit Jahren von der Krankheit stark geprÀgt ist, hat sie keinen Effekt auf die Story. Und das hat mich gestört. Vor allem, wenn wir hier darauf bedacht sind, eine Figur so zu entwickeln, dass alles ineinander greift.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Gebe Dir recht Amilyn
          aber ich bin z B bei meinen Figuren oft mit mehr Zeichnung dabei, als plotrelevant ist. Da kann dann auch eine Erkrankung, ein Erlebnis, ein Charakterzug dabei sein, den ich im Endtext nicht auswalze. Der IST dann einfach. Er darf nur nicht falsch, flach oder heischend sein. Und da gehen sicherlich Meinungen weit auseinander.
          Zeetos MDE fand ich eigentlich gut eingefasst (weil ĂŒberhaupt erwĂ€hnt); und ja, hĂ€tte etwas eingewebter sein können.

        • Alys II.
          Alys II. kommentierte
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          Ich fand die Umsetzung von Zeetos BipolaritĂ€t eigentlich auch ganz gut. Ab und zu hat er mir ein bisschen zu sehr darĂŒber geschwafelt, aber er ist auch sonst der Typ, der ĂŒber alles lang und breit quatscht, also ist das ingsgesamt schon ok. Gut fand ich auch, dass er selbst betont, dass der direkte Umschwung von einer Extremphase zur anderen Extremphase richtig ungewöhnlich ist. Und ich finde, dass seine Erkrankung durchaus einen Einfluss auf den Plot hat:
          Als Laylay an ihrem Tiefpunkt angekommen ist, da ist es Zeeto, der sie anfeuert und ĂŒberredet, zu den Bunkern zu fahren. Und zwar ziemlich energisch, was sonst gar nicht so seiner Art entspricht. Ich habe das so verstanden, dass er diese Aktion nie geplant hĂ€tte, wenn er nicht gerade manisch gewesen wĂ€re.
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          "MĂ€nner, Frauen und Enbys" fand ich auch furchtbar erzwungen. "Alle" ist inkusiv genug, und das wirkte auf mich so, wie wenn die Autoren nur darauf gelauert hĂ€tten, endlich mal das Wort "Enby" einfĂŒhren zu können. Da hĂ€tte ich es eleganter gefunden, wenn sich z.B. irgendjemand auf dem Handgebunden-Markt mit "Pronomen ser" vorgestellt hĂ€tte und dann Zeeto mit seinem ewigen ErklĂ€rbĂ€r-Modus den Lesern gegenĂŒber beilĂ€ufig sowas gesagt hĂ€tte wie "es bleiben hier immer mal wieder Enbys hĂ€ngen, weil sie von einigen Sekten draußen verfolgt werden und wir Hopers halt wissen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt".

          Den ErzÀhlstil mit Klammern, Sarkasmus und so fand ich klasse.

      • #15
        OK, ich hab's gestern noch zu Ende gelesen. Wollte meine EindrĂŒcke erstmal bisschen sacken lassen, bevor ich darĂŒber schreibe. Ich gehe jetzt erstmal auf Eure bisherigen Kommentare ein und schreib dann noch hier (spoilerversteckt), was mir sonst noch so einfĂ€llt.

        Erstmal muss ich sagen, dass ich das Buch richtig gerne gelesen habe. Mit dem Klappentext hÀtte ich es nie in die Hand genommen, aber gottseidank hat der Klappentext mit dem Inhalt des Buchs ja nicht gerade viel zu tun. (Was eigentlich schade ist.)
        Ich fand es spanned, trotz dem ausschweifenden Geschwafel von Zeeto und teils auch von Laylay, und ich wollte eigentlich immer wissen, wie die Geschichte weitergeht. Mit dem Mittelteil hadere ich trotzdem auch etwas. Ein paar Beispiele der DiversitĂ€t waren mir too much. Und die letzten zwei Kapitel haben es fĂŒr mich echt runtergezogen. Ach, und zu den Brokes und
        den Cat People
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        muss ich auch noch was sagen.

        Mittelteil:

        Ich weiß nicht mehr, wer das oben geschrieben hat - Amilyn ? - aber ja, der Mittelteil ist zu lang.
        Laylay wird von ihrem Vater entfĂŒhrt und die Szene, wie sie wieder zu sich kommt, fand ich richtig klasse. (Bis auf ein medizinisches Detail: drei Tage bewusstlos ohne FlĂŒssigkeitszufuhr geht kaum. Sie sagt ja selbst, Azmi habe ihr wohl Wasser eingeflĂ¶ĂŸt. Dann hĂ€tte sie auch mal pinkeln mĂŒssen. Und weil er wahrscheinlich nicht seiner erwachsenen Tochter Windeln angezogen hĂ€tte, hĂ€tte sie sich also auch mal in die Hose machen mĂŒssen.) Wie sie ausrastet darĂŒber, dass er ihr Gewalt angetan hat, ĂŒbergriffig geworden ist, etc. - fand ich großartig. Dieses "Ich habe Dich zu deinem Besten misshandelt"-Trope nervt mich nĂ€mlich immer, wenn ich es irgendwo lese.
        Was ich nicht verstehe ist, warum sie jetzt erstmal ein paar Tage gute Mine zum bösen Spiel macht, bevor sie abhaut. Ok, vielleicht braucht sie ein bisschen, bis sie sich durchgerungen hat, ihren Dad sitzen zu lassen und im damit etwas genauso schlimmes anzutun. Aber so kommt das nicht rĂŒber. Sie wirkt gleich innerlich entschlossen, wartet dann doch ein paar Tage, haut dann ab und plagt sich dann mit SchuldgefĂŒhlen. Und dann passiert das gleiche, was auch passiert wĂ€re, wenn sie nicht entfĂŒhrt worden wĂ€re.

        Ich fand das schade, denn eigentlich hatte der Mittelteil echt Potential. Azmi wird ĂŒbergriffig, Laylay lĂ€ĂŸt ihn sitzen ... da hĂ€tte sich das Vater-Tochter-VerhĂ€ltnis total spannend weiterentwickeln können. Tut es aber nicht. Laylay hat ein paar Tage SchuldgefĂŒhle, aber seit sie wieder auf dem Handgebunden-Markt ist, kommen die nicht mehr vor. Dann taucht Azmi wieder auf (Wie hat er das gemacht? Schade, dass wir das nicht erfahren!), Laylay schluchzt kurz in seinen Armen - und das war's. Kein Streit, kein VersöhnungsgesprĂ€ch, nicht eine einzige Dialogzeile zwischen ihnen. Boah, da wurde echt was verschenkt. Aber wenn diese Vater-Tochter-Story nicht zu Ende gefĂŒhrt wird, dann war der ganze Mittelteil unnötig.
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        DiversitÀt:

        Die genderneutrale Sprache fand ich sehr cool. Sehr gut auch das unaufgeregte ErwÀhnen von Poly-Beziehungen, gleichgeschlechtlichen Beziehungen, verschiedenen Ethnien, psychischen Erkrankungen, Transpersonen und Enbys.

        Aber das Laylay jetzt auch noch als "pummelig" bzw. "bisschen dick" geschildert wird war mir echt zu viel. Das las sich richtig als "beide Protas dĂŒrfen nicht dem gĂ€ngigen Schönheitsideal entsprechen, lass und einen schwarz machen und die andere dick."
        Die beiden leben in einer Welt, in der Nahrung knapp ist. Nach einem zusĂ€tzlichen StĂŒck Zucker zu fragen ist fast schon eine UnverschĂ€mtheit, Skorbut und andere Magelkrankheiten sind ein Problem, und die einzigen Nahrungsmittel, die Laylay im Alltag isst, sind GemĂŒse, Proteinpaste und Haferflocken. Die sie sich auch noch rationieren muss. (Das Gulasch im Bunker wird ja als voll das Ausnahmeessen dargestellt.) Noch dazu hat Laylay einen anstrengenden Alltag (ein schweres Motorrad mit Beiwagen ĂŒber Schotterpiste zu fahren ist nĂ€mlich gar nicht so unanstrengend). Dass sie oder sonstirgendwer dick sein soll passt ĂŒberhaupt nicht in diese Welt.
        Wenn man sie unbedingt als nicht dem gĂ€ngigen Schönheitsideal entsprechend schildern will, dann gibt es genug andere Möglichkeiten. Alopezia areata, Neurodermitis, fette Leberflecken im Gesicht, Vitiligo, ein fehlender Finger ... und, und, und. Aber Übergewicht? Nee. Das war einfach nur eine Dicke fĂŒr die Quote, wie der QuotentĂŒrke in der Lindenstraße.
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        Die letzten zwei Kapitel:

        Waren fĂŒr mich komplett unglaubwĂŒrdig und unnötig. Das vor-vorletzte Kapitel endet schon damit, dass Laylay, Zeeto und Mtoto in eine ungewisse Zukunft aufbrechen. Er todkrank, sie unerfahren im Umgang mit Babys, und das Baby entwickelt sich sowieso auf eine unheimliche Art und Weise. Das hĂ€tte ich ein richtig gutes Ende gefunden.

        Jetzt kommt aber noch die Sache, dass Root infiziert wird und alle ansteckt. Wie schaffen die Bunkerleute das bitteschön?
        Stand der Dinge war, dass Clarissa noch Zeetos Blut braucht, um die Wasteland-Krankheit so richtig gut funktionierend ansteckend zu machen, mit ausreichender Inkubationszeit. Und Zeeto zerstört ihr Labor, mit allem Inhalt und allen Unterlagen. Trotzdem kann Clarissa offenbar nur Stunden spÀter problemloss Root infizieren. (Der dabei auch noch bewusstlos wird. Rant! Um ihn zu infizieren, braucht es vorher keine Narkose. Und von der Infektion selbst wird er nicht unmittelbar bewusstlos werden. Also ist diese ganze Zoom-out-Nummer einfach nur ein Medizin-Vorabendserien-Klischee.)
        Nehmen wir das alles mal als gegeben hin, dann infiziert Root jetzt auch noch den Handgebunden-Markt. Offenbar inclusive Azmi. Wozu das alles? Dass diese Welt verdammt dĂŒster ist, das wusste ich vorher schon. Dass es dringend ist, ein Heilmittel fĂŒr die Wasteland-Krankheit zu finden, das weiß ich seit Zeetos Infektion.
        Und um all das nochmal so richtig in die Köpfe der Leser reinzuhĂ€mmern, macht im letzten Kapitel jetzt mal Laylay den ErklĂ€rbĂ€r und erzĂ€hlt, was offensichtlich ist, um in einem Nebensatz einzuflechten, dass sie und Azmi sich doch unterhalten haben und jetzt wieder ein gutes VerhĂ€ltnis haben. Und quatscht ĂŒber ihre Mom.
        Also bleibt fĂŒr mich als einzig möglicher Schluss: hier wird der Boden gesĂ€ht fĂŒr eine Fortsetzung. Azmi ist dann tot, Laylay trifft ihre Mom, und die Suche nach dem Heilmittel wird noch dringender, weil jetzt nicht nur Zeeto, sondern alle sterben. Nee, tut mir leid, diese beiden Kapitel waren völlig unnötig.
        (Noch ein Rant-Detail, das mich gestört hat: die Wasteland-Krankheit wird im Buch als Vergiftung geschildert, zumindest von den Bunker-Leuten. Irgendein Erreger muss aber beteiligt sein, sonst wÀre es nicht ansteckend. Im Klappentext ist von einem Virus die Rede. Und jetzt im vorletzten Kapitel ist es plötzlich ein Bakterium. Ist nur eine Kleinigkeit, aber sowas nervt mich.)
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        Die Brokes:

        Fand ich nach anfÀnglicher Skepsis super. Anfangs waren sie mir ein bisschen zu plump. Lauter Mad Max-Typen, die trotz Ressourcenknappheit zu blöde sind, Benzin und Munition zu sparen. Aber sie entwickeln sich. Diesen WiFi-Kult fand ich witzig (obwohl mir Root unglaublich auf die Nerven ging - nette Idee allerdings, dass er im Buch den anderen genauso auf die Nerven ging und stÀndig auf seine anstrengende Futur-II-Art angesprochen wird!). Queen Loke ist auch interessant - Àlter als die meisten, erkennt Riika offenbar zumindest ein bisschen an, hÀlt sich an VertrÀge und bricht sie dann doch. In der Frau geht etwas vor. Der antiklimaktische Tod von Boomba hat mir auch gefallen. Und super fand ich, dass die Brokes als "die Bösen" ganz selbstverstÀndlich HomosexualitÀt und nicht binÀre Personen anerkennen. In einer so von gewaltbereiter Hierarchie gezeichneten Gruppierung hÀtte ich das nicht erwartet, und es gefiel mir, wie da meine Erwartungshaltung durchbrochen wurde.
        Insgesamt fand ich Root nervig, auch weil man merkte, dass seine einzige Funktion ist, die Brokes menschlicher werden zu lassen. Mir hÀtte besser gefallen, wenn diese Menschlichkeit eher aus dem POV von Boomba oder Loke gekommen wÀre.
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        Und die
        Cat-People
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        :

        Da kann ich den obenstehenden Kommentaren nur zustimmen.
        Ich verstehe nicht, warum da ein Fantasy-Element rein musste. Laylays ImmunitĂ€t hĂ€tte als Mutation ausgereicht, oder wenn sie sich körperlich verĂ€ndern muss, dann wĂ€re eine dauerhafte VerĂ€nderung cool gewesen. Wenn irgendwelche hibernierenden Gene in ihr plötzlich zĂŒnden und ihr deshalb langsam und auf natĂŒrliche Weise Klauen wachsen, die sich aber eben nicht zurĂŒckbilden ... das hĂ€tte mir richtig gefallen.
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        Victoria Lies schneller! Ich will mit Dir ĂŒber die Spoiler diskutieren.
        Always avoid alliteration.

        Kommentar


        • Victoria
          Victoria kommentierte
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          Du hast mich ĂŒberholt.
          Alle ĂŒberholen mich! 😅

        • Alys II.
          Alys II. kommentierte
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          Victoria Wenn mir ein Buch gefĂ€llt, dann inhaliere ich es. (Ich verstehe immer nicht, warum die Leute sich "20 BĂŒcher fĂŒr 2020" vornehmen - das ist doch viel zu wenig. Ich hab dieses Jahr schon drei gelesen.) Und dieses Buch hat mir gefallen, trotz der SchwĂ€chen, auf denen ich oben rumhacke.

        • Victoria
          Victoria kommentierte
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          Lies schneller?!
          Druck, oh so viel Druck!

      • #16
        Sorry an alle, falls ihr auf mich wartet. Ich hab in dieser Woche kein bisschen lesen können und bin noch an derselben Stelle – na gut, zwei AbsĂ€tze weiter.
        Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die VerrĂŒckten,
        die verrĂŒckt leben, verrĂŒckt reden und alles auf einmal wollen,
        die nie gÀhnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
        die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

        Jack Kerouac

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        • Amilyn
          Amilyn kommentierte
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          Das gleiche fĂŒr mich, bitte, und ein StĂŒck Kuchen

        • Peter
          Peter kommentierte
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          Bringt eure Kleinen einfach mal fĂŒr einen Tag zu mir, ich hab Zeit, Cola, GummibĂ€rchen und fĂŒr jedes Kind einen Hundewelpen zum Mitnehmen.
          Zuletzt geÀndert von Peter; 24-01-2020, 15:25. Grund: Schmeilie vergessen

        • Victoria
          Victoria kommentierte
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          Wir kommen. Und wehe, es gibt keine Welpen!

      • #17
        Alys II.

        Ah, Deine Spoiler sind da

        Ich gebe Dir zu allem recht (allerdings fand ich, wie gesagt, den Schluss super ). Wobei ...

        Richtig klasse wĂ€re es gewesen, wenn dieser ganze EntfĂŒhrungs-Hickhack nicht gewesen wĂ€re und sie sich schön frĂŒher in den Bunker abgemacht hĂ€tten (zumal ich dieses ganze "Aaaach, ob Zeeto wohl noch lebt?" und "So, jetzt erst mal ne Runde kuscheln" nicht verstanden habe. Immerhin tickt die Uhr, man sollte zumindest etwas drĂ€ngender darĂŒber nachdenken, in den Bunker zj gehen, wo sie ein Gegenmittel vermuten). Im Bunker hĂ€tte man es dann schön spannend aufbauen können, dass Laylay und Zeeto nach und nach rausfinden, dass sie quasi an dem Gegenteil zu einem Heilmittel arbeiten, das hĂ€tte fĂŒr die Leser auch einen richtig schönen WTF-Moment werden können. So steht es da mal kurz und drei Seiten spĂ€ter wird Root auch schon beim Markt rausgelassen. Nun ja.

        Apropos Krankheit: ich war zu diesen medizinischen Überlegungen mit Vergiftung/Bakterium/Virus nicht fĂ€hig Also, dass es unlogisch ist, daraus eine ĂŒbertragbare Krankheit zu machen, ist mir nicht aufgefallen, aber mich hat gestört, dass sie zuerst wie die Strahlenkrankheit geschildert wird, dann heißt es, es ist Ă€hnlich wie Tuberkulose - ja, ist ok, wenn sich im weiteren Verlauf die Lunge zersetzt, das akzeptiere ich so. Aber Root hatte sofort schlimmen Husten, von Übelkeit keine Spur mehr. Das kam mir so vor, als wurde sich die Krankheit so geschoben, wie es gerade passend war.
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        Ich gehe spÀter nochmal auf weitere Punkte ein. Hab noch einiges zu sagen

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        • #18
          Ich muss gestehen, diese
          Cat People
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          Sache hat mich so geÀrgert, genervt, dass ich dem Rest der Story eh nichts mehr abgekauft hab.
          Wenn so plötzlich und unerwartet Fantasy vom Himmel fĂ€llt, dann brauch ich mir ĂŒber PlausibilitĂ€t des Rests keine Gedanken mehr machen. Denn das "ist dann so".
          Das ist sehr schade, denn, wie Ihr schreibt, es gab so viele tolle AnsĂ€tze, wo die Story zusammenhĂ€ngender und logischer hĂ€tte ausgebaut werden können, ohne ĂŒberstĂŒrzte Momente und ungenutzte narrative Chancen.

          Kommentar


          • #19
            Was mir noch einfÀllt und worauf ich noch eingehen wollte - Apropos Ungereimtheiten:

            Alys II. Ich hatte auch Probleme, den Begriff Ödland fĂŒr diese Wald- und Wiesenlandschaft zu akzeptieren, weil ich mir natĂŒrlich automatisch eine karge wĂŒstenĂ€hnliche Landschaft vorgestellt habe. Und was Du gesagt hast, finde ich sehr passend: Warum hĂ€tten sie diese Gebiete mit so einem unpassenden Namen benennen sollen? Kann natĂŒrlich sein, dass der Name sich direkt nach den Kriegen etabliert hat, wo vielleicht alles zerbombt/zerstört ist und sich die Natur noch nichts zurĂŒckgeholt hat, aber dann hĂ€tte man das ruhig erwĂ€hnen können. Dann wĂ€re meine Akzeptanz und das VerstĂ€ndnis fĂŒr diese Bezeichnung grĂ¶ĂŸer gewesen.

            Ich habe außerdem die Beschreibung dieser Ödland-Gebiete so gelesen, dass es verschieden Punkte gibt, die vom Giftstoff verseucht sind und wo man allenfalls mit Gasmaske hingehen kann. Und als gĂ€be es dazwischen die bewohnbaren Gebiete, stellenweise nur korridorartig zum Durchfahren. Wenn ich aber daran denke, dass zwei verseuchte Gebiete quasi nebeneinander liegen und dann der Wind von rechts und links kommt ... ĂŒberhaupt finde ich es unlogisch, in so einem kleinen Land wie Deutschland große verseuchte Landschaften zu haben (vor allem mehrere) UND noch bewohnbare Zonen, wenn man allein durch das Einatmen krank werden kann.

            Außerdem bzgl.
            pummelige Laylay hast Du total recht. Das hab ich einfach so hingenommen, bzw. nicht groß beachtet, weil das so spĂ€t kam, dass ich mir lĂ€ngst selbst ein Bild von ihr gemacht habe, das eben nicht pummelig war. Aber ja, es ist ĂŒberhaupt nicht möglich, dass sich irgendjemand unter diesen Voraussetzungen ĂŒberhaupt ein Polster hĂ€tte anfuttern können.
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            Aber Dodo hat recht. Nach den
            Cat People
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            braucht man eigentlich bei den anderen Sachen auch nicht mehr nach Logik zu suchen.

            Kommentar


            • Alys II.
              Alys II. kommentierte
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              Ich fand das eigentlich eine ganz tolle Idee, dass in den verseuchten Gebieten die Vegetation so toll gedeit. Weil es eben dem ĂŒblichen Dystopie-Klischee einer öden WĂŒstenlandschaft widerspricht. Nur den Namen fand ich eben etwas unpassend gewĂ€hlt.

            • Amilyn
              Amilyn kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Alys II. Die Idee finde ich auch toll und es ist ja auch logisch, wenn man sich z.B. das Gebiet rund um Tschernobyl anschaut, wo sich die Natur wieder durchsetzt oder ganz simpel: alles, was einfach in Ruhe gelassen wird. Wie gesagt, es könnte sein, das der Begriff kurz nach den Kriegen gewĂ€hlt wird, aber es kommt so rĂŒber, als sei er einfach von den Autoren gewĂ€hlt worden, weil er cool ist und mal was anderes und dem Aussehen der Landschaft widerspricht. Als Klischeevermeidung, obwohl hier ein Klischee einfach passend gewesen wĂ€re.
          LĂ€dt...
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