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Eure Schreib-Prinzipien!

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    Eure Schreib-Prinzipien!

    Basierend auf Carjam s Post von Arkane-Studios Mantras Was sind eure Schreib-Mantras?

    Mantras sind btw Design-Prinzipien, eben sowas wie:
    1. Puzzle-Einlagen fühlen sich plausibel und natürlich eingebettet an [Half-Life 2]
    2. Wenn etwas möglich erscheint, lass es den Spieler ausprobieren [Just Cause]
    3. Mehrere Wege und Herangehensweisen für alle Orte und Situationen [Deus Ex]
    4. Die im Mikrokosmos untereinander agierende KI kann ausgenutzt werden [Bioshock]

    In Videosgames

    Habt ihr Design-Prinzipien beim Schreiben?
    Zuletzt geändert von Julestrel; 19.12.2016, 11:31. Grund: Titel geändert, um Begriffs-Verwirrung zu vermeiden.

    #2
    Ich versteh die Frage nicht
    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

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    • Davebones
      Davebones kommentierte
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      Kein Problem, liebste Kelpie

      Hast du irgendeine Philosophie, die du beim schrieben verfolgst? So etwas wie: "Zeige dem Leser immer die Motivation für das Dasein des Protagonisten" oder sowas wie "Der Antagonist wird nur am Ende äußerlich beschrieben, und vorher nur durch seine Taten vorgestellt" oder so? Eines von Meinen ist z.b:

      "Der Leser muss viel Lore erfahren, um sich in der Welt verlieren zu können"

      Verstanden?

    • Kelpie
      Kelpie kommentierte
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      Ahhh! Gutes Thema ^^

    #3
    Mein oberstes Prinzip ist: Der Leser soll vollkommen in der Atmosphäre aufgehen. Er soll sich nicht nur einfach alles vorstellen können, sondern er soll es spüren und riechen können. Wenn ich es erreichen könnte, dass durch das Schreiben von einem erfundenen Ort, der Leser die Liebe zu unserer irdischen Natur empfindet, dann habe ich alles erreicht und kann zufrieden sterben

    Ansonsten habe ich den Anspruch, möglichst wenig zu beschreiben, sondern alles in lebendige Handlungen einzubinden. Also eigentlich Show don't tell, insbesondere zur Vermeidung von Infodump und gehetzter Handlungsbögen. Das hängt aber mit erstens zusammen, da ich glaube, dass der Leser nur richtig in den Roman tauchen kann, wenn er diese Welt dort nicht wie ein Portrait serviert bekommt, sondern wie ein lebendiges Universum, das mit Persönlichkeiten und Leben gefüllt ist.
    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

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    • Davebones
      Davebones kommentierte
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      Wobei es ein guter Anfang ist, wenn man es hinkriegt eine Szene so gut zu beschrieben mit Tell, dass es wie ein Gemälde wirkt, dass der Leser direkt vor sich hat

    • Kelpie
      Kelpie kommentierte
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      Ein Anfang ja, aber ich möchte weiter ^^

    #4
    Dann möchte ich mal:
    • Atmosphäre First: Erst die Atmo, dann die Geschichte.
    • Info-Dump ist legitim, wenn es der Atmo und/oder den Charakteren hilft, sie näher beschreibt, charakterisiert.
    • Fantasy hat keine Grenzen. Wenn eine riesige Motte ein Raumschiff ist, dann ist es das auch, und wenn der Peinis eines Gottes eine sau starke Waffe (Speer) ist, dann ist es das auch.
    • Die kreative Freiheit des Autors steht im Vordergrund.

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      #5
      Mein Lebensmotto ist: Nutze deine Sprache voll aus!

      Die deutsche Sprache ist voll mit wunderbaren Eigenschaften, fesselnder Grammatik und lebendigen Einzelheiten.* Diese als Autor zu kennen und gekonnt in seinen Texten zu gebrauchen, damit die zu erzählende Geschichte in all ihren Facetten zur Geltung kommt, kann meiner Meinung nach nicht wichtig genug genommen werden.

      Kunst kommt eben von Können. Grammatik Hurra!




      *Das gilt natürlich ebenso für jede andere Sprache mit ihren ganz eigenen Besonderheiten.
      Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
      to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
      A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
      You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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        #6
        Ich mag Freys 1. Gebot: "Du sollst nicht langweilen!"

        Hier sind meine:
        1. Keine Szene ohne Konflikt
        2. Plot kommt vor Stil
        3. Charakterschwächen müssen die Handlungen beeinflussen
        4. Figuren sollten Fehler machen, falsche Entscheidungen treffen und scheitern
        5. Ohne Prämisse/Moral kein Tiefgang
        6. Sähen und ernten (J.K. Rowlings Spezialgebiet)

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          #7
          Ou, das ist schwierig. So ein wirkliches Mantra habe ich nicht. Ich selber habe mir, für mich, folgende Dinge vorgenommen;

          1.) Nur über Themen schreiben die man selber interessant findet. Wenn ich mich zu Tode langweile, wird es der Leser auch.
          2.) Auch Charaktere sind nur Menschen. Sie haben Stärken, Schwächen, Fehler und seltsame Namen. Das haben die sich auch nicht ausgesucht.
          3.) Relevanz - dem Leser ist die Unterwäsche der Prota egal. Dementsprechend kein Infodump (was dazu führt das ich so ziemlich jede Handlung in 10 Seiten erzählen kann)
          4.) Nicht verstellen. Schreibe mindestens einen Charakter rein, durch den ICH verstehen kann, was da vor sich geht.
          5.) Schreibe keine Mary Sues.
          6.) Schreibe den Charakter nie so, wie du sie aus den Serien kennst (ich mach das alles ja basierend auf Schauspieler und Seriencharakteren)
          7.) Die Welt ist nicht perfekt. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß. Manchmal ist eine Handlung grau, manchmal lila getupft mit grünen Karos.

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          • Davebones
            Davebones kommentierte
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            Besonders Punkt 1 ist sehr wichtig, imo. Ich könnte auch niemals einen Historischen Roman schreiben. Im schlimmsten Fall habe ich damit erfolg und muss das dann mein ganzes Leben lang tun.

            Und wie meinst du punkt 4? Einen Char mit dem der LESER oder der AUTOR versteht, was vor sich geht?

          #8
          Mir sind doch relativ viele Mantras eingefallen. Zumindest gelten sie ausnahmslos für alle bisherigen Geschichten und auch beim Plotten für die neue finden sie Verwendung.
          1. Realismus ist Trumpf: thematisch bodenständig, Kulissen aus unserer Welt, sachliche Handlungen.
          2. Übernatürlichkeit als Würze: fiktive Elemente dürfen das Geschehen ergänzen, solange sie nur der Anreicherung dienen.
          3. Grantiger Mann: es kommt mindestens ein Herr gehobeneren Alters vor, mit dem nicht gut Kirschen ist (Prota oder Nebencharakter).
          4. Ominöse Gruppierung: Killeragentur, Jugendbande, Knastgang - es gibt immer eine kriminell geprägte Organisation.
          5. Liebe zum Automobil: das persönliche Fahrzeug des Protas ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel (oder es ist gleich ein Plotelement).
          6. Zwielichtiger Pfarrer: der Kontrast aus Geistlichkeit und einem weltlichen Geheimnis passt für mich in jede realistische Story.
          7. Mord ist unabwendbar: es muss mindestens ein bewusst geschehenes Attentat auf eine wichtige Person in der Geschichte geben.
          8. Der Ort ist wichtig: die Wahl und Gestaltung der Location sowie die Action dort muss stimmig sein und die Eigenheiten dieses Ortes konsequent ausnutzen.
          9. Twists: scheue dich nicht, Wendungen einzubauen oder MacGuffins/Cliffhanger/offene Kapitel zu schreiben.
          10. Ablauf ist wichtig: wenn Attentate/Aufträge/Planungen vorkommen, wird der Ablauf von Anfang bis Ende detailliert beschrieben.
          11. Linearität: ich habe keine großen Zeitsprünge in den Geschichten, Flashbacks und Co. nur selten, wenn es sich passend anfühlt.
          12. Nicht übernehmen: als Hobby-Schreiber halte ich mich von sensiblen Themen fern, weil man dafür Feingefühl und Erfahrung braucht.

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          • Davebones
            Davebones kommentierte
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            Davebones ist zur stelle! Ja, die geschichten lesen sich meiner Meinung nach unterschiedlich genug. Ich kenne Carjam ja und weiß von seiner Liebe zu Autos und Gangstern. Da erwarte ich die Elemente schon. Das ist eben Teil seines Stils

          • Carjam
            Carjam kommentierte
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            Ich muss immer an Dan Brown denken. Da ist es stets Robert Langdon mit einer jungen Brünette, der irgendein (vatikanisches) Geheimnis aufklärt und das auch immer ähnlich abläuft.

          • Sophie
            Sophie kommentierte
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            Carjam, Dan Brown hat ja auch eine Serie, also MUSS Robert Langdon in den einzelnen Teilen immer wiederkehren. Das ist ein Unterschied zu zwei unabhängigen Figuren, die dem gleichen Muster folgen.

            Außerdem war in "Inferno" das Mädel blond (zumindest im Buch) und böse, und in "Das verlorene Symbol" gab es gar kein Mädel. Obwohl du natürlich Recht hast, dass die Thematik sich in den einzelnen Büchern nicht so extrem unterscheidet. Aber das liegt wie gesagt eher am Reihencharakter. "Diabolus" und "Meteor", die beiden Nicht-Langdon-Bücher, haben ganz andere Thematiken und Bilder.

          #9
          Hm, das ist interessant:

          1.) Liebenswerte, tiefgründige Charaktere designen!
          Kein noch so unwichtiger Nebencharakter bleibt ohne eigene Hintergrundgeschichte, auch wenn nicht jede davon (vollständig) erzählt wird.
          2.) Ästhetik!
          Es soll in meinen Büchern Sätze geben, bei denen der Leser dahinschmilzt. Das ist natürlich ziemlich anspruchsvoll und gelingen will es auch noch nicht so richtig, aber ich arbeite dran. XD
          Und ganz wichtig:
          3.) Bekomm deinen Arsch hoch und SCHREIB!
          Wenn ich das nicht in Erinnerung behalte, dann läuft bei mir mangels Motivation gar nichts mehr.

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          • Sophie
            Sophie kommentierte
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            Ich sollte mir wohl Punkt 3 ausdrucken und irgendwo hinhängen

          • Chandramukhi
            Chandramukhi kommentierte
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            @Kelpie:

            Ich weiß nicht, ob es anderen auch so geht, aber ich habe beim Lesen von Büchern manchmal Sätze, die ich so schön finde, dass es fast schon buchstäblich weh tut. So etwas möchte ich als Autorin auch können. *___*

          • Kelpie
            Kelpie kommentierte
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            Schmerzen habe ich nicht direkt, aber es gibt Sätze, die sind einfach Kunstwerke. Die sind so schön, dass es einfach mehr sind als eine Aneinanderreihung von Wörtern.

            Lasjajel hat sowas übrigens bei einer der letzten Adventsübungen rausgehauen. Eigentlich ein relativ banaler Satz, v.a. auf grammatikalischer Ebene, aber trotzdem ein Kunstwerk.

          #10
          Davebones, wenn du schlicht Schreib- bzw. Design-Prinzipien meinst, dann nenn die doch bitte auch so... Bei Mantras denke ich ans Gayatri Mantra und Kirtans.

          Hm... wonach richte ich denn mein Schreiben aus...
          Also wichtig sind mir;
          Glaubhafte, vielschichtige Charaktere
          Eine angemessene, schöne und präzise Sprache - Das hat In-Genius noch mal in viel schöner ausgedrückt
          Atmosphäre
          Logik
          Träumend plant der Geist seine eigene Wirklichkeit.
          - Søren Aabye Kierkegaard -

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          • Ankh
            Ankh kommentierte
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            Wenn Arkane Studios ein Wort falsch verwendet, musst du das als sprachgewandter Autor noch lange nicht nachmachen

          • Davebones
            Davebones kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Ankh Doch! Aus Solidarität!

          • Sophie
            Sophie kommentierte
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            Ich glaub, der Kern des Problems liegt darin, dass das englische "mantra" im Deutschen neben dem "Mantra" auch die Bedeutung "Motto" besitzt. Und das passt im Kontext viel besser.
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