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Thread-Interview mit Denise Reichow

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  • Thread-Interview mit Denise Reichow

    Liebe User,

    am 17.03. um 19:00 findet hier das Interview mit Denise Reichow, Verlegerin im GedankenReichVerlag, statt. Ihr seid wie immer herzlich eingeladen Eure Fragen zu stellen.

    Denise Reichow

    Denise reichwo.jpg

    Denise Reichow, Jahrgang 1991, entstammt ursprünglich aus Dortmund und hat Hannover zu ihrer Wahlheimat gekürt. Ein Ort, an dem sie ihre Leidenschaft für Bücher zum Beruf gemacht hat. Ihre umfangreiche Ausbildung zur Europasekretärin nutzt sie, um das Gerüst des Verlages fest im Boden zu verankern. Sie wollte einen Verlag schaffen, in dem der Autor sich und seine Geschichte entfalten kann. Jedes Buch für das Verlagsprogramm wird von ihr selbst ausgewählt und der Autor in beinahe jeden Arbeitsschritt involviert. Am Ende soll ein Buch entstehen mit dem sich der Autor zu 100% identifizieren kann.
    Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

    Kontakt: administrator@wortkompass.de

  • #2
    Liebe User,

    heute um 19:00 findet das Interview mit dem wundervollen GedankenReichVerlag statt! Ihr seid wie immer herzlich willkommen Eure Fragen zu stellen!!

    Ich freue mich auf Euch.
    Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

    Kontakt: administrator@wortkompass.de

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    • #3
      Heute wird es zeitlich etwas schwierig, aber ich versuche reinzuschauen.
      I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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      • #4
        Hallo zusammen. Ich bin auch schon startklar. Bin gespannt, wie das hier wird.

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        • #5
          Hallo.
          Ich entwickel langsam eine Art Verfolgungswahn. Verfolgt von Ich-sollte-doch-schreiben.

          Storytelling is the power to connect people to what you care about. Anand Varma

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          • #6
            Liebe Denise Reichow, willkommen hier bei uns im Forum. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen unsere Fragen zu beantworten. Zum Einstimmen und weil ich es immer frage: Wann begann Ihr Interesse an Literatur, gab es einen ausschlaggebenden Moment (welcher war es?)?
            (Können wir sie Duzen?)

            An alle User, stellt gern Eure Fragen.
            Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

            Kontakt: administrator@wortkompass.de

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Gerne du.
              Das fing schon sehr früh an. Als ich ganz klein war wollte ich immer richtige Bücher haben, nur um Umblättern zu können und das Papier anzufassen. In der Grundschule habe ich dann auch direkt das Schreiben und Lesen für mich entdeckt. Kurzgeschichten dann noch während der Realschule veröffentlicht.
              Dann kam ich zum Bloggen und irgendwann bin ich dann tatsächlich über meinen Schatten gesprungen und bin Verlegerin geworden.

            • Peter
              Peter kommentierte
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              Ein 'Hallo'auch von mir.

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Hallo Peter

          • #7
            Hallo Denise und willkommen im Wortkompass.

            Meine Frage richtet sich an deine Arbeit als Verlegerin. Was ist dein absoluter Ablehnungsgrund für ein Buch und wann musst du es unbedingt haben/verlegen?
            Ich entwickel langsam eine Art Verfolgungswahn. Verfolgt von Ich-sollte-doch-schreiben.

            Storytelling is the power to connect people to what you care about. Anand Varma

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Das ist unterschiedlich.
              Ich schaue mir zuerst die Idee der Geschichte an. Was hat der Autor sich dabei gedacht. Und manche Bücher haben eine so tolle Message zu erzählen, die sie auch zwischen den Zeilen mit sich tragen, dass ich sie mir genauer ansehen muss.
              Wenn die Geschichte zu vollgepackt ist und man merkt, dass der Autor einfach auf Biegen und Brechen versucht ein episches Konstrukt aufzubauen, ohne Fundament ... dann kann ich da leider nur absagen.
              Wichtig ist auch wie der Autor schreibt, kann er mich in seine Geschichte locken und bei der Stange halten.

            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              Also gibt es kein knallhartes Regelwerk? Das ist beruhigend.

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Nein, absolut nicht. Wenn man sich nicht an die Anmelderichtlinien hält, dann schon. Man sollte sich vorher wenigstens informieren, was gewünscht ist an Material.

          • #8
            Wie kann ich mir das vorstellen?
            bin ich dann tatsächlich über meinen Schatten gesprungen und bin Verlegerin geworden.
            Wann fiel der Startschuss dazu und wie hast Du den Verlag gegründet? Welche Motivation steckt dahinter?
            Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

            Kontakt: administrator@wortkompass.de

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Ich habe während meiner Bloggerzeit und dem Schreiben meine Leidenschaft für das Veröffentlichen entdeckt. Viel gelesen und auch Autoren geholfen. Dann habe ich mein duales Studium zur Europasekretärin abgeschlossen und angefangen intensiver zu recherchieren. Habe Seminare für Verleger besucht unter anderem. Und dann habe ich eine Autorin kennengelernt und gemerkt wie gerne ich ihr helfen würde, weil ich so viel in dem Buch gesehen habe. Damit hat es angefangen, dass ich zum Amt ging und den Verlag anmeldete.

          • #9
            Gibt es eigentlich bei der "stofflichen" Entstehung eines Buches den magischen Moment? In dem sich alle Mühen und das Durchhalten und sowieso die ganzen Schattenseiten des Berufs lohnen bzw amortisieren?
            Ich entwickel langsam eine Art Verfolgungswahn. Verfolgt von Ich-sollte-doch-schreiben.

            Storytelling is the power to connect people to what you care about. Anand Varma

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            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              Das klingt, als würdest du alles ganz wunderbar koordinieren, sodass es reibungslos abläuft.

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Ich versuche mein Bestes. Man lernt aus den bisherigen Abläufen und sollte dann idealer Weise auch sich hinsetzen und schauen wo kann man nachjustieren, wie kann ich den Ablauf reibungslos gestalten. Bei unseren neusten Werk Indigo war der Ablauf total genial. Ich bin immer noch begeistert. So, dass ich Sorgenfrei auf die Leipziger Messe gehen kann. Das tut auch mal gut, ohne Probleme zu arbeiten.

            • Badabumm
              Badabumm kommentierte
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              Aus meinem Verlagsleben kenne ich: das Öffnen eines dieser unscheinbaren, grauen Pappkartons ist einer der magischsten Momente. Darin, fest gekeilt, Buch an Buch. Der Geruch frischer Farbe. Die leuchtenden Farben des Covers. Und alles ist genauso wie man es sich vorgestellt hatte! Die Schrift kräftig und lesbar, der Beschnitt perfekt, der Kleber sauber und die Seiten lassen sich gut blättern. Alle stehen um die Kiste, haben ein Buch in der Hand und jeder hat etwas anderes im Sinn, es ist kurze, andächtige Stille, danach beginnt das Fachsimpeln. Dieser Moment ist wirklich das Resultat wochenlanger Arbeit. Und so flüchtig. Er kann genau das Gegenteil sein: ein Schock. Krampfhafte Enttäuschung und Kopfschütteln. Kam gottlob nicht oft vor.

          • #10
            Wo siehst du die Vorteile für einen Autor in einem kleineren Verlag gegenüber einem Publikumsverlag?
            I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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            • weltatlas
              weltatlas kommentierte
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              In welchen Bereichen gibt es kein Mitspracherecht für den Autor?

            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              Also muss man sich die Zusammenarbeit mit deinem Verlag nicht so vorstellen, wie man es normalerweise tut (mit der Unterschrift auf dem Vertrag übernimmt der Verlag das Kommando und der Autor hat kein/kaum Mitspracherecht)? Das find ich super.

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Bei Händlern und den Messen hat der Autor leider kein Mitspracherecht. Da muss ich genau drauf achten, dass alles gleichwertig, aber auch Kundenorientiert ausgerichtet ist. Dem Autor werden Standzeiten eingeräumt und er kann dort sich mit Lesern treffen. Denn das ist heutzutage einfach ein Musthave. Die Leser wollen einen "Autor zum Anfassen", wer auch auf Social Media nicht aktiv ist, der verkauft sich deutlich schlechter.

              Ich entscheide auch was ich an Werbemittel finanzieren kann. Ich will nicht, dass der Autor losgehen muss und Werbung finanziert, kann aber auch nicht alles leisten.

          • #11
            Auf welche Literatur hat Sich Dein Verlag spezialisiert und warum?
            Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

            Kontakt: administrator@wortkompass.de

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Also reine Horror, Krimi oder Thriller-Bücher passen jetzt nicht zu uns. Das zu schreiben ist eine Herausforderung, allein schon der Spannung wegen und dann ein Gespür für diese Literatur zu bekommen. Nicht so ganz meins. Es darf aber gerne Einflüsse davon in Fantasy oder Romance-Büchern sein.

              Kinderbücher machen wir auch nicht, da diese ein besonderes Auge erfordern. Ich kann nicht gut mit Kindern und würde mich nie wagen Kinderbücher einzuschätzen.

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Steampunk würde ich gerne einmal ausprobieren, habe damit aber noch keine Erfahrungen und müsste erst einmal ein bisschen Lektüre aus dem Genre wälzen.

            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              Dein letzter Kommentar könnte von mir sein. Geht mir genauso.

          • #12
            Wie lange dauert es eigentlich, vom fertig überarbeiteten Manuskript bis zur Veröffentlichung? Und was mich auch interessieren würde, wie viel Arbeit in diesem Prozess steckt. So richtig kann man sich das ja nie wirklich vorstellen, wenn man noch nicht veröffentlicht hat. Aber selbst dann kriegt man nicht alle Schritte mit.
            Ich entwickel langsam eine Art Verfolgungswahn. Verfolgt von Ich-sollte-doch-schreiben.

            Storytelling is the power to connect people to what you care about. Anand Varma

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Derzeitig haben wir 4 Monate Überarbeitungszeit und den Veröffentlichungsmonat. Ich glaub ich werde vermutlich zur Sicherheit noch einen 5. Monat dranhängen. Das hängt von den nächsten Projekten ab.

              Das läuft so:
              1. Vertrag
              2. Manuskriptabgabe und Beginn des Lektorats, meist 2 Durchgänge
              3. Korrektur
              -> Irgendwo dazwischen noch das Cover
              4. Buchsatz und Werbematerial
              5. Ebookprogrammierung
              6. Titelmeldungen für Händler und Herausgabe an die Shops.
              7. Veröffentlichung

              -> und jede Menge Werbung während und nach des Prozesses

            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              Oh, danke für die Auflistung. Das macht es besser greifbar. Also könnte man großzügig ein halbes Jahr sagen?

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Ja, sollte man wohl, damit man alle Ebenen abgedeckt hat. Dann steht man weniger unter Druck und hat ein besseres Gefühl.

          • #13
            Welches Buch aus deinem Programm könntest du dir am besten als Film vorstellen und wer sollte die Hauptrolle darin spielen?

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            • E.F. von Hainwald
              E.F. von Hainwald kommentierte
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              WUHU! xD

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Das ist übrigens der Autor von Cyberempathy, der sich gerade etwas zu sehr freut.
              Nein, ich habe keine Serie für dich :,D <3

            • E.F. von Hainwald
              E.F. von Hainwald kommentierte
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              PÖH! Warts mal ab - ich kümmer mich schon.

          • #14
            Hallo, Denise!

            Einen Verlag zu gründen, klingt nach dem Traum vieler Autor*innen. Inwiefern hat dich das Autorendasein als Verlegerin weitergebracht? Könnte es Nachteile geben? Kommst du eigentlich noch dazu, selbst zu schreiben?
            Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
            die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
            die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
            die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

            Jack Kerouac

            Kommentar


            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Ich habe mich dadurch an das Veröffentlichen herangewagt, aber nur, weil ich Interesse am Selfpublishing hatte. Ich wollte ein Serienkonzept herausbringen, dass so keinen Platz in 99% der Verlage hat. Und das selbstbestimmte liebe ich. Also Autor kennt man natürlich auch das Handwerk. Das ist ganz wichtig. Nur sollte man im Hinblick des Verlegerseins sich selbst als Autor zurückstecken. So empfinde ich das zumindest. Denn ich bin Verlegerin geworden, um anderen Autoren eine Chance zu geben sich zu präsentieren und ihren Traum wahr werden zu lassen. Ich wollte tolle Ideen und Geschichten entdecken und sie dem Leser zugänglich machen. Und nicht mich als Autor profilieren und mir eine Bühne schaffen.
              Deswegen schreibe ich zwar im Hintergrund noch, nur leider viel viel viel weniger als früher, aber mit dem Ziel nur ganz bestimmte Projekte in den Verlag zu lassen und wieder als Selfpublisherin oder Verlagsautorin bei anderen Kleinverlagen zu veröffentlichen.

          • #15
            Gibt es 3 Bücher die Dir bis heute im Gedächtnis geblieben sind, sei es von dem Verlag oder generell? Was macht diese Bücher für Dich so besonders?

            Und welches Buch hättest Du gern selbst verlegt?
            Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

            Kontakt: administrator@wortkompass.de

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Uh schwierig. Ich fand den ersten Eragon-Band früher genial.
              Und ich mag die City of-Reihe.
              Aus meinem Verlag hat mich "Perfection" auf längere Sicht begleitet, weil sie mit ihrer Gesellschaftskritik einige Hebel in meinem in Gang gesetzt hat. Aber auch "Weltenmalerin", die sich mit Selbstfindung beschäftigt und was wir der Erde antun waren mit einem Wow-Moment verbunden. Ich verlege sehr gerne Literatur, die mal etwas ganz eigenes aussagt und hängen bleibt. Ich könnte da mein halbes Verlagsprogramm auflisten.
              Ich hätte noch gerne "Hunter" von Katharina Sommer gehabt, die bei Zeilengold veröffentlicht hat oder "Feral Moon" von Asuka Lionera, das ist mir auch nur knapp entglitten.

            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              @Eragon Was hat sich geändert? (Ich lese die Bände gerade und muss daran denken, wie es mal hieß: Nein, es werden nur drei Teile. Wonach noch ein vierter herauskam und dieses Jahr ein Kurzgeschichtenband, auf den ein fünfter Teil folgen wird. )

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Es kamen immer mehr und sie wurden nicht besser, sondern wirkten nur noch erzwungen. Ich hab mich da im Laufe der Bände irgendwann ziemlich verloren.

          • #16
            Hallo, Denise!

            Es ist spannend, einmal jemanden "von der anderen Seite" zu begrüßen! Es gibt so viele, die unbedingt schreiben und veröffentlichen wollen. Von den VerlegerInnen hört man weniger.
            Wie machst du einem Autoren, einer Autorin diplomatisch klar, dass er oder sie grundlegende stilistische Fehler macht, kein Gefühl für das Wort besitzt und zuviel "MarySues" in dem Text eingebaut hat, und eigentlich, fair formuliert, lieber Bäckereifachverkäuferin oder Gärtner werden sollte, anstatt zu schreiben?
            Verströmst du Hoffnung "das wird schon noch, übe fleißig, schreibe viel" oder bist du da eher knallhart?

            Gruß Badabumm

            Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.
            Mark Twain

            Kommentar


            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Je nachdem an welchen Punkt ich die Absage schreibe, ich versuche konstruktiv zu bleiben. Eine Fähigkeit, die ich mir beim Rezensieren von Büchern angeeignet habe. Denn man sollte die Arbeit des Autors immer im Hinterkopf haben.
              Habe ich schon nach dem Exposé kein Interesse an dem Buch, schreibe ich auch den Grund in die Absage. Ist die Idee nicht ausgereift genug, oder zu viel Wesengepansche im Fantasyroman, die selbst Fantasy unwirklich erscheinen lassen. Egal was es ist, ich versuche mich klar auszudrücken, ohne unter die Gürtellinie zu kommen.
              Fand ich die Idee gut und habe mir die Leseprobe angesehen und sage dann ab, dann versuche ich auch Verbesserungsvorschläge zu geben, wenn ich denn welche habe. So haben Autoren danach sich mit viel besserem Ergebnis gemeldet, nur um nochmal danke zu sagen und das war es dann alle mal wert.

          • #17
            Du schreibst davon, dass ein Buch im Schnitt durch fünf paar Hände geht. Wie läuft der Veröffentlichungsprozess genau ab? Was ist für dich das Spannendste?
            Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
            die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
            die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
            die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

            Jack Kerouac

            Kommentar


            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Wenn es ums Lektorat geht, bin ich recht entspannt, außer Lektor oder Autor kommen brennend angelaufen, dass es absolut miteinander nicht hinhaut und eine Lösung ein anderes Team zusammengebastelt werden muss. Davor hat man regelmäßig Angst.
              Aber am Aufregendsten finde ich persönlich das Cover und die Druckergebnisse. Ich liebe Cover einfach, ich könnte sie stundenlang anstarren und das fertige Werk in den Händen zu halten ist toll. Ich verspüre dann eine gewisse Genugtuung und Erleichterung. Ich freue mich über jeden Autor und sein Buch als wäre es mein eigenes.

            • Badabumm
              Badabumm kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Ich freue mich über jeden Autor und sein Buch als wäre es mein eigenes.
              Und das macht wirklich eine gute Verlegerin aus! Viel Erfolg im Ozean der Bücher!

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Vielen Dank. Ich freu mich schon auf jedes weitere Projekt.

          • #18
            Welche Tipps hast Du für Interessierte, die sich an Deinen Verlag wenden wollen, um ein MS einzusenden?
            Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

            Kontakt: administrator@wortkompass.de

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Wartet den Einsendeschluss ab! :,D

              Es gibt nichts schlimmeres, als sich an Richtlinien nicht zu halten. Ich arbeite derzeitig liegengebliebene Bewerbungen ab, da ich zur Frankfurter Buchmesse quasi überrollt wurde. Und da ich nur 1 Titel pro Monat plane (da man nie weiß, auf was ich in der Zeit noch so stoße), ist auch schon das nächste Jahr so gut wie voll.
              Und wer sich an die Richtlinien nicht hält, der versucht anderen, die geduldig warten die Chance auf einen Platz streitig zu machen, ob unbewusst oder nicht, aber das kann ich fairnesshalber nicht annehmen.

              Ansonsten gab ich schön strukturierte Exposés. Gerne Weltenbau und Co. Keine 5 Seiten Zusammenfassung vom Plot, so mein ich das nicht, sondern tatsächlich alles für sich aufgeschlüsselt, damit ich die Welt und das Konstrut begutachten kann. Ob der Autor auch ein solides Fundament errichtet hat

          • #19
            Zum Abschluss:

            Wenn plötzlich deine gute Fee erscheint und du drei Wünsche frei hättest, dann ...
            Ich entwickel langsam eine Art Verfolgungswahn. Verfolgt von Ich-sollte-doch-schreiben.

            Storytelling is the power to connect people to what you care about. Anand Varma

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            • VickieLinn
              VickieLinn kommentierte
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              Ich drücke dir die Daumen!

              zu 1.
              Meinst du, du tust das irgendwann?

            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Socke ist seit 7 Monaten weg. Und war erst 2 Jahre alt.

              Und ja, das ist tatsächlich schon geplant. Auch wenn der Job dort viele Vorteile bietet. Sie haben schon mindestens eines unserer Bücher für eine Veranstaltung Ende August vorgesehen und ich soll für 2020 mit Ihnen etwas Großes planen, dass ich noch nicht verraten kann. Solange diese Projekte laufen, bleibe ich auch da.
              Irgendwann sollen auch meine Werke wieder kommen und wer weiß, ob ich das ein bisschen abfedern kann damit. Bis dahin ist der Verlag dann auch aus seinen Kinderschuhen raus.

            • Nachtmahr
              Nachtmahr kommentierte
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              7 Monate ... Nein, die Hoffnung wird nicht aufgegeben. Socke taucht wieder auf. Ganz sicher.

          • #20
            Deine Antworten zeigen, wie umfangreich die Arbeit einer Verlegerin ist. Gibt es Arbeiten, die dabei ziemlich unterschätzt sind? Autoren-Extrawürste? Wo du dir die Hände an den Kopf schlagen musst? Hast du etwas, was du uns Autoren mitgeben kannst, damit wir die Verleger nicht zur Weißglut treiben?
            Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
            die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
            die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
            die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

            Jack Kerouac

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            • Denise Reichow
              Denise Reichow kommentierte
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              Ich finde gut, dass es diese Autorenbewegung gab, die dem Autor mehr Selbstvertrauen in Zusammenarbeit beim Verlag geben sollte. Das hatte allerdings zur Folge, dass da einige über die Strenge geschlagen kommen. Wir Verleger wissen, dass ein Buch viel Arbeit ist, wir begleiten euch, ich tue das. Aber der Autor muss auch verstehen, dass wir viel Geld in ein Buch investieren. Wir müssen etwas marktwirtschaftlicher denken und das tun wir nicht, um euch zu ärgern. <- Ich zumindest nicht.

              Versucht eine gemeinsame Ebene mit dem Verlag zu finden. Ein Zuarbeiten von beiden Seiten erleichtert allen die Arbeit.
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