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Mehrere Pseudonyme oder Genre Mischmasch ?

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  • Mehrere Pseudonyme oder Genre Mischmasch ?

    Bisher habe ich einen Fantasy Roman und zwei LiRos geschrieben. Da die Lesergruppen und die Genre ziemlich unterschiedlich sind, habe ich mich für zwei unterschiedliche Pseudonyme entschieden.
    Momentan arbeite ich parallel an einer YA Urban Fantasy Geschichte und einem SciFi/Dystopie Roman. Um die Genre Trennung durchzuziehen, müsste ich mindestens noch ein weiteres Pseudonym benutzen. Langsam verliere ich dabei den Überblick und der Aufwand für die sozialen Medien wird mir zu hoch.

    Was seht ihr das: klare Genre Trennung oder alles unter einen Hut?


    I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

  • #2
    Ich finde die Antwort da sehr schwierig, da ich für beide Seiten (Gegen-)Argumente kenne. Vielleicht könntest du einen Kompromiss machen, wenn du die LiRos unter einem Pseudonym laufen lässt und die Fantasy, Dystopie und YA unter einem anderen?
    Dunst verschleierte den Himmel, wo heute keine Krähe im Wind tanzte. Heute gehörte er Alba allein. - Irrlichtfeuer

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    • Peter
      Peter kommentierte
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      Klar, das ginge schon.
      Würde aber eher YA zu den LiRos schieben.

    • Julestrel
      Julestrel kommentierte
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      Peter klingt doch auch gut.

  • #3
    Das hängt auch davon ab, wie du weitermachen willst. Wenn du diesen Genremix magst, dann könntest du auch einfach dazu stehen und einen Namen für alles verwenden. Dann wirst dieser Name eben als Allrounder bekannt, das halte ich für sinnvoller als in jedem Genre mit einem neuen Namen neu anzufangen.

    Ansonsten würde ich es bei den beiden Namen belassen und die neuen Bücher einem der Pseudonyme zuordnen. Ich bin allerdings unsicher, ob du das YA-Buch dann unter dem Fantasy- oder LiRo-Namen laufen lassen solltest. Das hängt wohl davon ab, welche Art von Fantasy das ist und aus welcher Leserschaft du mehr Interesse erwartest.
    'Twas in another lifetime, one of toil and blood
    When blackness was a virtue the road was full of mud
    I came in from the wilderness, a creature void of form
    Come in, she said
    I'll give ya shelter from the storm -- Bob Dylan

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    • Peter
      Peter kommentierte
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      Meine YA gehört sicher zu den LiRos.

  • #4
    Ich tendiere grundsätzlich dazu, immer alles unter einem Namen laufen zu lassen, wenn man von Anfang an geplant hat, in mehreren Genres zu schreiben. Würde allerdings eine Catherine Shepherd jetzt plötzlich nach x Thrillern einen Liebesroman raushauen, würde ich das wohl zumindest seltsam finden. Andererseits könnte der Name allein die Leute schon dazu bringen, das andere Buch zu kaufen, und wenn die Leser nur gucken wollen, ob der Autor sich abseits seines Wohlfühlgenres total blamiert.

    Wenn Du schon sagst, die YA-Geschichte würde zu Deinen Liebesromanen passen, würde ich den Namen benutzen. Sci-Fi dann zu Fantasy, da wirst Du in den Genres sicher eher dieselben Leser haben.

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    • Milch
      Milch kommentierte
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      Sehe ich auch so, Sci-Fi und Fantasy sind eng verwandt, beides gehört zur Phantastik.

  • #5
    Letztlich musst du dich dabei wohlfühlen. Wenn du jetzt schon befürchtest, dass du durcheinander kommen könntest, oder bereits mit deinen beiden Pseudonymen aufpassen musst, würde ich an deiner Stelle kein weiteres Pseudonym kreieren. Egal, welche Vor- oder Nachteile das mit sich bringen kann.
    Ich persönlich fände es schlimmer, wenn ich mit dem falschen Pseudonym von meinem Buch erzähle. Das wirkt unprofessionell. Dann lieber bei der Buchbeschreibung genauer sagen, was den Leser erwartet, damit er nicht in Erwartung eines neuen Liebesromans aus Versehen einen Fantasyroman kauft.

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    • #6
      Ich bin der Meinung, dass mehrere Pseudonyme vor allem zwingend notwendig sind, wenn die Zielgruppen stark auseinander gehen. Wenn ein Autor bspw. Splatter und Kinderbücher schreibt, sollte er zumindest mal über zwei Pseudonyme nachdenken.
      Neuester Blog-Artikel (24.01.17) auf http://laterno-magico.blogspot.de/ : Das-Gut-Mensch-Experiment 2.0 und die Dynamik einer Anthologie

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      • Milch
        Milch kommentierte
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        Was ist mit Janosch?

      • Peter
        Peter kommentierte
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        @Milch
        Schreibt Janosch Splatter?

      • Milch
        Milch kommentierte
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        Ich habe Janosch mit Ungerer verwechselt, der zwar kein Splatter machte, sondern Erotik, die ja auch nicht für Kinder geeignet ist.

    • #7
      Ich denke dabei auch, dass es vor allem darum geht, wer die Bücher in die Hand nimmt. Wenn deine Dystopie sehr brutal daher kommt, ist die Frage, ob sie nicht defintiv unter einem anderen Pseudonym laufen sollte als die YA-Titel, damit die jungen Leser nicht durch den vertrauten Namen etwas in die Hand nehmen, das sie nicht sollten (ich habe keine Ahnung, wie genau das bei dir ist, vielleicht ist es auch völlig unnötig). Ob es da jetzt noch ein drittes Pseudonym werden muss, ist die Frage. Manche trennen da gern absolut konsequent, andere gar nicht, da musst du vor allem schauen, womit du dich wohlfühlst.
      Ich komme aus Ironien.
      Das liegt am sarkastischen Meer.

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      • #8
        In meinen Augen kommt es darauf an, wie gut da Grenzen gezogen werden können und wie strikt man diese als Autor einhält. Ich bin mal auf einer Autorenseite gelandet, bei der im Header der Seite drei Namen standen und dann sofort erklärt wurde, dass unter dem einen Fantasy, unter dem anderen Erotik und unter dem dritten irgendwas anderes lief. Die Autorin wirkte dabei aber so, als trenne sie das ganz bewusst und sehr deutlich und deswegen fand ich es auch gut.
        In dem Moment, wo man aber genreübergreifend schreibt und diese Grenzen nicht mehr problemlos einhalten kann, würde ich mir diese Pseudonymsache sparen. Sonst kommt es nur zu Chaos. Und schlimmer als jemand, der wegen eines Autorennamens ein falsches Genre kauft, finde ich eigentlich nur wenn die Leser selbst keine Ahnung mehr haben, welcher Autorenname gleich wofür stand und wo die Grenze zwischen Urban Fantasy und High Fantasy lag.
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

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        • #9
          An deiner Stelle würde ich Nachforschungen anstellen: Lässt sich stichprobenartig ermitteln, ob deine LiRo-Leser auch an YA-Literatur Gefallen finden (finden sich etwa entsprechende Rezensionen auf ihren Blogs, Amazon-Profilen etc.)?

          Autoren scheinen das tatsächlich sehr unterschiedlich anzugehen.
          Emily Bold bswp. hat sich nicht gescheut, unter ihren "Nackenbeißern" auch eine Jugendbuchtrilogie zu veröffentlichen.
          Dann gibt da eine Marah Woolf, die ihre YA Contemporary Romance "Finian Blue Summer" von ihren YA Fantasy-Romanen dezidiert abhebt, indem sie dafür ein neues, aber offenes Pseudonym verwendet hat – und wir befinden uns hier wohlgemerkt noch im selben Genre (Young Adult).

          Weniger Pseudonyme haben natürlich den Vorteil, dass deine LiRos von der Neuerscheinung des YA-Buchs profitieren können. Dasselbe gilt für die Fantasyromane und die SciFi-Geschichte.

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