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Buchsatz - Wieso gibt es so viele unterschiedliche Striche?

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    Buchsatz - Wieso gibt es so viele unterschiedliche Striche?

    So langsam fuchse ich mich etwas tiefer in den Buchsatz rein. Ist nicht gerade mein Lieblingsthema, da ich auch so gut wie keine Prints verkaufe, aber nach zarter Kritik an der Optik, die Papyrus in den Printvorlagen, fabriziert, nehme ich mir die Zeit. Im November habe ich ja sonst nichts vor.

    Aus reiner Neugierde: Achtet ihr beim Schreiben/Überarbeiten auf die Unterscheidung zwischen Bindestrich, Gedankenstrich, Bisstrich, mit Halb-, Viertel- und Sechstelgevierte, oder erwartet ihr, dass sich das Korrektorat später darum kümmert? Oder ist euch das total egal?
    Der Setzer wird das bestimmt nicht mehr tun, der erwartet einen korrekten, fehlerfreien Textblock.
    I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

    Douglas Adams

    #2
    Die Alt-Tastenkombinationen für diese Zeichen sind drin, sodass ich sie auch im Chat oder in Forendiskussionen automatisch verwende?
    Ich liebe übrigens auch geschützte Leerzeichen und -striche, und schmale Leerzeichen.

    (Und ich vertraue dem Korrektorat nicht. Zu oft negative Erfahrungen.)
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

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    • Peter
      Peter kommentierte
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      Victoria

      😢😢😢

    • Victoria
      Victoria kommentierte
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      Peter
      Ist das emotionale Erpressung?

    • Peter
      Peter kommentierte
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      Victoria

      Nö.

    #3
    Ich verwende schon während dem Schreiben zwei Arten von Strichen: Das normale Minus bei so Sachen wie "Buch- und Wortsatz". Und der längere Strich, den macOS auf alt - hat, für so Sachen wie "Sie wusste – und sagte – es". Ich muss aber gestehen, wie du nun alle genau heißen, weiß ich nicht bzw. wenn ich nachschaue, vergesse ich es immer

    Ich muss gestehen, ich hab noch nicht darauf geachtet, ob das Lektorat oder Korrektorat das korrigiert. Aber liegt vermutlich auch daran, dass ich es weitgehend richtig mache. Hoffe ich zumindest
    »Elezeis Blut schien in Aufruhr zu sein und brannte unerwartet kalt durch ihren Körper. Es war ein Gefühl, das nach Zerstörung dürstete.« – Blutgesang

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    • Victoria
      Victoria kommentierte
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      Normales Minus. *keuch*

      Dieser Tastaturstrich/Bindestrich wird Minus genannt, wird bei der Eingabe so benutzt, ist aber typografisch kein Minus.

      Minus (−) ist auf der gleichen höhe wie Plus (+) und ist genauso lang wie Gleich (=).

      −+ (Minus)
      –+ (Gedankenstrich/Halbgeviert)
      - (Pesudominus/Viertelgeviert)


      /Klugscheißende.


      Edit: Nicht alle Schriftfonts zeigen es richtig an. Wenn ihr das genauer sehen wollt, dann kopiert es irgendwo anders hin (und vergrößert es auf 72 pt.)

    • Julestrel
      Julestrel kommentierte
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      Victoria da kommt halt der Ingenieur bei mir durch Danke für den Klugscheißmodus, vielleicht kann ich mir das jetzt ja endlich mal merken.

    #4
    Ich achte darauf eigentlich gar nicht, ich verwende für Bindestriche, Gedankenstriche etc. immer den gleichen Strich (der überm _ auf meiner Tastatur).

    Wenn ich ehrlich bin höre ich von Halb-, Viertel- und Sechstelgevierte jetzt zum ersten Mal ... aber ich arbeite ja noch an meiner Rohfassung ;-)
    Man sagt, dass ein Buch Einblick in das Innerste des Autors gibt ... wenn das stimmt, möchte ich mit mir nichts mehr zu tun haben.

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      #5
      In meinem Manuskript (und fremden, die ich korrigiere, natürlich auch ) verwende ich die richtigen. In Foren ist es mir eigentlich egal, aber irgendwann sind diese Kürzel so drin (auch Auslassungszeichen, Chevrons etc.), dass ich sie meist ganz automatisch verwende.
      If I could read your mind love
      What a tale your thoughts could tell
      Just like a paperback novel
      The kind the drugstore sells
      -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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        #6
        Moment ... es gibt mehr als zwei Striche?
        Hoppala. Ich weiß ja, dass es den kurzen und den langen gibt und Word jeden Strich, der mit Leerzeichen zwischen zwei Wörtern liegt, automatisch lang macht. yWriter tut das glaub ich nicht, da hab ich dann nur das, was Julestrel als "normales Minus" bezeichnet hat. Ich benutze eigentlich immer den Strich, den das Programm, das ich grad benutze, mir ausspuckt ...
        Ich schätze, ich sollte mich vielleicht mal damit auseinandersetzen, welche es gibt, welche Tastenkombinationen sie haben und welchen man wann benutzt ...
        Currently out of spoons, forks and knives, which means I can't even kill whoever tries to pressure me into being a fully functioning human nonetheless.

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        #7
        Da ich in meiner Ausbildung einen sehr begeisterten Typografie-Lehrer hatte (und irgendwie eine der wenigen im Kurs war, die sich auch für Typografie-Details begeistern konnten), mache ich das alles automatisch schon beim Schreiben. Sei es im Manuskript oder im Forum oder sonstwo Ich hab's gern korrekt, wenn ich mir dafür nicht tastenkombomäßig die Finger oder die Gehirnwindungen auskugeln muss. Beim Mac nutze ich halt die normale Tastatur, auf der man zumindest einige Dinge recht unkomplizert getippt bekommt (zum Beispiel meine geliebten »französischen Anführungszeichen« oder Viertelgeviertstriche - (Trennstrich bzw. Bindestrich), Halbgeviertstriche – (Gedankenstrich, Bis-Strich) oder Geviertstriche ”” (Gedankenstrich im Englischen, den ich gern als längere Pause oder bei Unterbrechungen nutze)). Unter Windows hab ich mir an allen Rechnern, an denen ich arbeite, die Autorentastatur installiert. Da kann man dann auch ziemlich unkompliziert viele schöne Zeichen tippen Und nur fürs Protokoll: Ich liebe es, das so zu machen und meine Augen bluten, wenn ich - als Gedankenstrich sehe oder ` als Apostroph
        »… and he wonders if that is what people look for in a partner or a friend: the part of themselves that is missing.«
        – Rachel Joyce, Perfect

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        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          SaKi Danke sehr!

        • Julestrel
          Julestrel kommentierte
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          SaKi Dodo es gibt bei macOS auch irgendwo die Option, die Standard-Anführungszeichen einzustellen, wenn man shift + 2 nutzt.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Julestrel Danke!

        #8
        Ich versuche eigentlich, schon beim Schreiben die richtigen Striche zu verwenden. So, wie ich auch ansonsten die richtigen Satzzeichen zu verwenden versuche. (Abgesehen von den Guillemets - die will ich in meiner Rohfassung nicht drin haben.) Allerdings gilt das nur für meine Manuskripte. In Foren etc. bin ich da nicht so pingelig, schon alleine deshalb, weil ich manchmal vom Handy aus poste und es da einfach zu umständlich ist.

        Die Frage, wieso es so viele verschiedene Striche gibt, kann ich nicht beantworten. So sehr ich feine sprachliche Nuancen schätze, in diesem Punkt würden mir ein paar Satzzeichen weniger nichts ausmachen.
        Always avoid alliteration.

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        • Victoria
          Victoria kommentierte
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          Typographie für deutschsprachige Lit hat mir gereicht. Aus internationaler Sicht gibt es noch einiges …

        • Alys II.
          Alys II. kommentierte
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          Ja, ich meinte Chevrons/Möwchen. "Chevrons" fällt mir immer nicht ein, und bei "Möwchen" muss ich jedes Mal nachschlagen, wie man das Wort korrekt schreibt (ich will immer "Mövchen" schreiben, wie in "Mövenpick Marmelade"). Beides trägt nicht wesentlich dazu bei, dass ich besagte Satzzeichen lieber mögen würde ...
          "Guillemets" dagegen kann ich mir absurderweise gut merken, deshalb drängt sich das immer vor im Kopf.

        • Victoria
          Victoria kommentierte
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          Thehehe. Ich schreibe auch nicht so selten Möven …

        #9
        Bei den schmalen geschützten Leerzeichen hinter Abkürzungen bin ich ausgestiegen.

        Ich finde das weder bei Pap noch bei Word. Und mir ein Makro zu basteln, ist mir zu aufwändig. Mein Text muss entweder ohne diese Dinger auskommen oder ich muss sie in einem Satzprogramm nachträglich einfügen, was ein ziemlicher Aufwand ist.
        I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

        Douglas Adams

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        • SaKi
          SaKi kommentierte
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          Hier gibt es eine Anleitung, die in meinen Augen ganz hilfreich ist für Word: https://alvermann-uebersetzungen.de/...ord-einfuegen/ --> unbedingt den Kommentar beachten
          Hier gibt es noch eine etwas umständlichere Anleitung: https://www.pcwelt.de/tipps/Halbe-Le...n-9795206.html

          Papyrus nutze ich nicht und kenne mich daher nicht damit aus ^^;

        • Peter
          Peter kommentierte
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          SaKi
          Vielen Dank, sehr lieb von dir.
          Aber ich benutze Word nicht mehr zum Schreiben oder Formatieren. In Papyrus funktioniert es über Unicode 202F und Makros, natürlich nur wenn der Schriftsatz das auch hergibt. Das ist mir zu umständlich. Außerdem weiß ich nicht, was das mit dem Schriftsatz in den eBook Readern veranstaltet. Die können das meistens nicht darstellen.

          Für die Printvorlage kann ich schmale geschützte Leerzeichen im Affinity Publisher simpel über eine frei zu belegende Tastenkombination eingeben, falls ich mir die Arbeit machen will.
          Zuletzt geändert von Peter; 27.11.2019, 21:15.

        • Peter
          Peter kommentierte
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          Gerade gelesen. Mein DTP Programm, das erst vor ein paar Monaten auf den Markt gekommen ist, ist von Apple zur App des Jahres gewählt worden. Cool. Dann war meine Wahl hoffentlich gar nicht so schlecht.

        #10
        Halbgeviertstrich und co. wurden mir im Buchwissenschaftsstudium um die Ohren gehauen, jetzt im Master von einem Grafik Dozenten wieder. Mache ich es deswegen bei meinen Manuskripten oder online? Nein Das sind Details, die beim Buch für mich auf der Überarbeitsliste unter Details stehen und ich benutze die Zeichen sowieso recht selten. Außerdem denke ich, dass das vielleicht vielen Lesern gar nicht mal so auffällt? Müsste man mal eine Umfrage machen, aber ich schätze, ein paar Prozent würden zurück fragen "Halbvierwas?"

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        • SaKi
          SaKi kommentierte
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          Auch wenn es einigen Lesern nicht auffallen würde, würde ich es trotzdem richtig machen wollen. Einigen Lesern würden ja Rechtschreib- und Grammatikfehler oder Sinnfehler auch nicht auffallen

        • Scribere
          Scribere kommentierte
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          SaKi Natürlich, absolut richtig!

        #11
        Zum Buchlayout gibt es einen kleinen, aber feinen, Artikel von J.-C. Hanke in der Self-Publisher-Bibel.
        Nicht für Layout-Profis, aber für uns Laien recht hilfreich.

        http://www.selfpublisherbibel.de/wor...yjmjlLAtNwCfZA
        I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

        Douglas Adams

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        • Peter
          Peter kommentierte
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          Hatte ich vergessen. Der Hanke gibt auch Buchsatz Kurse für InDesign, Word und Affinity Publisher.
          Fachlich sind die super, aber ihm länger zuzuhören ist anstrengend.

        #12
        Solange wir bei den Strichen sind, ist das gar nicht so kompliziert; immerhin gibt es ja nur Binde- und Gedankenstrich in der deutschen Typographie. Dass die Briten dann einen längeren Strich benutzen kann uns ja erst einmal egal sein.

        Ich mache das beim Schreiben automatisch, aber ehrlich gesagt bin es weniger ich als Scrivener, dem ich das einfach beigebracht habe. Da reicht es, bei Tastenkombinationen den Gedankenstrich hinzuzufügen, der herauskommt, wenn man vor und nach dem Bindestrich ein Leerzeichen macht (also wie in Word). Ansonsten stört mich das beim Schreiben ziemlich arg - vom Lesen ganz zu schweigen. Ein Buch, das auf dieser Ebene verfehlt (und noch schlimmer ist's bei den von Victoria angesprochenen Apostrophen), ist bei mir unten durch und lese ich gar nicht weiter. Und auch beim Korrigieren anderer Texte empfinde ich diese Art von Fehlern als unnötig.

        Ganz grundsätzlich: Fehler, die ich vermeiden kann, von denen ich weiß (auch wenn ich evtl. die Regel noch nicht kenne - dann lese ich mich da ein) und so weiter, die korrigiere ich. Je fehlerfreier mein Manuskript ist, desto professioneller kommt es rüber und wird a) beim Lektorat/Korrektorat den Preis senken, b) Verlag und Agenten eher gewogen stimmen (wäre ich ein Verleger, wäre das für mich definitiv ein Ausschlusskriterium) und c) spätestens bei der Veröffentlichung wenn auch nicht auf den Großteil der Leser, so dennoch auf einen bestimmten Teil einen abschreckenden Effekt haben.


        Bei Internettexten ist mir das Ganze soweit aber gleichgültig, auch die Anführungszeichen, drei Punkte usw. Da halte ich mich nicht mit Tastenkürzeln auf, weil ich damit irgendwie immer Schwierigkeiten habe.
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

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