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Leserunde "Tintenherz" von Cornelia Funke

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  • [Leserunde] Leserunde "Tintenherz" von Cornelia Funke

    Willkommen zur dritten Leserunde!

    Sehr zu meiner eigenen Überraschung hat dieses Mal "Tintenherz" das Rennen gemacht. Der Vorteil ist, dieses Buch kriegt ihr wirklich in jeder Stadtbücherei, es muss sich also niemand in Ausgaben stürzen.

    Ihr habt wie immer 4 Tage Zeit, Euch das Buch zu besorgen. Wir fangen also am Freitag, 09.11.18 mit dem gemeinsamen Lesen an.
    Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

  • #2
    Ui ich glaube, da bin ich diesmal dabei! Die Trilogie hab ich bestimmt schon 10x gelesen. Ich finde das Buch sooooo toll!!! Es ist eines meiner Top 5 Lieblingsbücher
    Nur weiß ich nicht, wie das mit den Leserunden funktioniert. Kann mir das jemand erklären?

    Kommentar


    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Ganz einfach: Du liest mit.

      Wir lesen das Buch kapitelweise. Pro Tag hat man 2 Kapitel Zeit, damit es auch jeder schafft neben Arbeit, Alltag, NaNo und so weiter - das sagen wir aber auch immer hier im Thread genau an mit Daten und so.
      Um Euch beim Lesen ein bisschen bei Laune zu halten und das Werk kritisch zu hinterfragen stellen In-Genius und ich Euch zu jedem Kapitel ein paar Fragen, die jeder beantworten kann, wie er Lust hat. Verpflichtung zum antworten gibt es keine, aber es ist natürlich interessant, Meinungen zu vergleichen.Wir gehen also etwas ein auf Plotaufbau, Charaktere, Stil und so weiter.
      Es darf aber auch ausdrücklich jeder einfach so schreiben, was ihm/ihr zum aktuellen Kapitel einfällt. Nur bitte nicht vorgreifen, wenn man das Buch schon kennt oder schon weiter gelesen hat - damit es keine Spoiler gibt für diejenigen, die erst beim akutellen Kapitel sind.

      Du kannst Du ja mal die beiden anderen Leserunden ("Der Sandmann" und "Sleepy Hollow") ansehen und nachlesen, wie wir da über die Geschichen diskutiert haben. Trotzdem wird natürlich jede Leserunde etwas anders ablaufen, weil ja einfach die Teilnehmer anders sind.

    • Butterblume
      Butterblume kommentierte
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      das klingt gut. Bin ich auf jeden Fall dabei. Kann zwar nicht sagen, wie viel Zeit ich neben NaNo und Co. noch hab zu antworten, aber ich will es gern versuchen.

    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Freue mich darauf.

  • #3
    Ich habe heute Morgen schon das Buch aus dem Regal genommen, weil es gestern danach aussah, als würde es das Rennen machen.

    Kommentar


    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Ich muss erst im Keller in Umzugskisten wühlen. Irgendwo dort müsste es liegen...

    • Earu
      Earu kommentierte
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      Hast ja noch etwas Zeit, es zu finden. ^^

  • #4
    Ich werd morgen mal schauen, ob ich es in Maynooth bekomme. Wahrscheinlich muss ich es bestellen. Wenn es halbwegs rechtzeitig da ist, bin ich dabei =)
    Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben. - Marcus Tullius Cicero

    https://traumperlen.wordpress.com/
    https://traumkristalle.wordpress.com/

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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Das wäre sehr schön. Du kannst ja sonst auch später einsteigen. Durch das Lesen in einzelnen Kapiteln kann man ja auch schnell aufholen, wenn man aus irgendeinem Grund mal hintendran ist.

    • Traummuschel
      Traummuschel kommentierte
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      Da ich es auf Englisch lesen muss, bin ich wahrscheinlich nicht ganz so schnell, ist aber auch ne gute Übung für mein Englisch, also, ich versuch's, wenn die mir nicht morgen sagt, die Lieferung dauert 3 Wochen.

  • #5
    Hab heute bei meinem wöchentlichen Gang zum Buchladen "Tintenherz" gekauft. Ich bin also startklar!
    (NaNoWriMo läuft für mich auch ziemlich gut bisher, Lesen kann ich reinquetschen )
    Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
    to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
    A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
    You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Weißt Du eigentlich, wie mir das Herz aufgeht, wenn ich „wöchentlicher Gang zum Buchhändler“ lese? 💕

    • In-Genius
      In-Genius kommentierte
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      Alys II. Ähnlich wie meinem Bücherregal, nehme ich an.

    • Butterblume
      Butterblume kommentierte
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      "wöchentlicher Gang zum Buchhändler" *schwärm*
      Also wenn wir erst einmal umgezogen sind (nach Plan wäre das 2019) und ich dann mein eigenes Reich habe, wird da auf jeden Fall ein ganz großes Bücherregal stehen! Und das will natürlich gefüllt werden. Darauf freue ich mich schon ganz besonders. Und ich hoffe, dass ich dann auch regelmäßig wieder Bücher kaufen kann

  • #6
    So, und es geht los!

    Eigentlich wollte ich Euch gerne noch etwas Hintergrund-Info über Cornelia Funke und Tintenherz geben, aber ich muss gestehen, ich habe da nicht wirklich etwas Sinnvolles zustandegebracht. Ganz einfach weil sie so bekannt ist. Sie hat eine sehr hübsche und informative Homepage, und ich hatte den Eindruck, wenn ich etwas über Cornelia Funke schreibe, dann tippe ich bloß den Wikipedia-Artikel über sie ab.

    Mir ist aber beim Recherchieren über "Tintenherz" ein nettes Detail aufgefallen, weil mich das an unsere eigenen Schreiberlebnisse hier im Forum erinnert hat:
    Wir diskutieren hier doch immer mal spaßeshalber die Frage: "Hollywood ruft an - wer soll Deinen Prota spielen?" Und genauso haben viele von uns beim Schreiben einen bestimmten Promi, oft einen Schauspieler, als Vorbild für ihren Protagonisten im Kopf.
    Cornelia Funke hat einmal erzählt, dass sie bei "Tintenherz" für die Figur des Mo einen Schauspieler vor Augen hatte. Brendan Fraser.
    Und ratet jetzt mal, wer Mo in der Verfilmung von Tintenherz gespielt hat? Genau.
    Ich meine, wie unglaublich cool ist das denn? Man hat einen Schauspieler vor Augen, dem man mit dem Buch quasi eine Rolle auf den Leib schreibt - und irgendwann später im Leben sitzt man mit genau dem Typen beim Mittagessen in einem italienischen Bergdorf, während er genau diese Rolle spielt?

    Gut, aber bevor ich Euch jetzt zu sehr von zukünftigen Verfilmungen Eurer Bücher schwärmen lasse stürzen wir uns mal auf das Lesen.
    Die Kapitel sind relativ kurz, deswegen bitte ich Euch, bis zum 11.11.18 die ersten beiden Kapitel zu lesen: "Ein Fremder in der Nacht" und "Geheimnisse."

    Viel Spaß beim Lesen!

    Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

    Kommentar


    • Butterblume
      Butterblume kommentierte
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      Ja, es stimmt. Sowas ist wirklich cool. Aber mal ehrlich: wer das Buch gelesen hat, der dürfte den Film nicht so berauschend finden, oder seht ihr das anders?
      ich meine, schon allein das Auftauchen von Staubfinger. Das ist schon mal das erste, was im Film völlig falsch und so unspannend dargestellt wurde ....
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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Ich hab den Film nicht gesehen. Vielleicht schaue ich ihn mir nach der Leserunde mal an. Aber es ist ja oft so, dass man mit Buchverfilmungen nicht so ganz happy ist...

    • Traummuschel
      Traummuschel kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Also aus "auf jeden Fall Dienstag" ist gestern, "irgendwann diese Woche - hoffentlich" geworden. Da wäre ein deutsches Exemplar schneller gewesen -.- Ich versuche euch einzuholen sobald ich es hab und entschuldige mich schon mal, dass ich euch dann mit allen Antworten auf einmal zuspame xD

  • #7
    So, Ihr Lieben, Zeit für den ersten Zwischenstand.

    Da ja dieses Mal einige dabei sind, die das Buch nicht zum ersten Mal lesen, möchte ich in dieser Leserunde auch etwas mehr auf technische Dinge eingehen. Also auf das, wovon wir als Autoren richtig lernen können.

    Persönlich finde ich den Einstieg in "Tintenherz" sehr stimmungsvoll, aber gleichzeitig auch spannend. Man könnte jetzt natürlich böse sagen: typisch für ein Jugendbuch. Jugendliche haben (so wird unterstellt) eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne, und das Buch muss sie gleich "packen", sonst legen sie es wieder weg.
    Das ist aber ehrlich gesagt auch das, was ich von einem Buch für Erwachsene erwarte.

    Deshalb möchte ich von Euch wissen:
    Nach dem Lesen nur dieser zwei Kapitel - an welchen Merkmalen macht Ihr fest, das dies ein "Jugendbuch" ist?

    In den beiden Kapiteln erfahren wir schon sehr viel über Meggie, ihre Familie und ihre Lebensumstände. Und das geht praktisch ohne Info-Dumping. Daher würde ich Euch bitten:
    Analysiert, wie die Beziehung von Meggie zu ihrem Vater und ihrer (nicht anwesenden) Mutter ist.
    Was für Gefühle schwingen da mit? Ist Meggie "erwachsener" als andere in ihrem Alter? Ist - möglicherweise durch die Familienkonstellation - noch etwas ungewöhnlich an ihren Lebensumständen? Und vor allem: wo aus dem Text habt Ihr diese Informationen her? Steht es explizit da, oder lest Ihr das zwischen den Zeilen heraus? Wo, wie, warum?

    Der dritte Punkt, auf den ich eingehen möchte, sind die Namen der Charaktere. Erwecken sie bestimmte Assoziationen in Euch? Sind sie Metaphern? Haben sie eine versteckte Bedeutung?

    Ich bin gespannt auf Eure Eindrücke!
    Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

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    • #8
      Nach dem Lesen nur dieser zwei Kapitel - an welchen Merkmalen macht Ihr fest, das dies ein "Jugendbuch" ist?
      Anhand der Protagonistin Meggie könnte man meinen, man habe ein Kinderbuch in Händen. Immerhin ist sie erst 12 Jahre alt und nach einem Schreibratgeber lesen Kinder gerne über etwas ältere Protagonisten - in der Regel zwei Jahre ältere. Also würde sich das Buch demnach hauptsächlich an 10 jährige richten. Dazu passen aber die Dicke des Buchs und die Wortwahl nicht. Die Bilder sind schon wieder recht verspielt. Die würden in ein Buch für 10 jährige passen. Also, die Dicke und die Sprache des Buchs richten sich direkt an Menschen im Teenageralter, allerdings würde ich dieses Buch nicht rein den Jugendlichen zuordnen. Meiner Meinung nach ist es wegen der Sprache und Dicke des Buchs durchaus auch für Erwachsene interessant.

      Analysiert, wie die Beziehung von Meggie zu ihrem Vater und ihrer (nicht anwesenden) Mutter ist.
      Meggie liebt ihren Vater über alles. Sein Gesicht ist ihr das Liebste, steht im zweiten Kapitel, wenn ich mich richtig an den Wortlaut und die Stelle im Buch erinnere. Sie muss sehr viel Zeit mit ihm verbringen. Anders kann ich mir nicht erklären, wie sie ihm an der Nase ansehen will können, wenn er lügt. Diese Behauptung kommt schon im ersten Kapitel vor. Zwischen Meggie und Mo existiert keine typische Vater-Tochter-Beziehung. Sie tut, was sie will, wenn ich Mos Frage an sie, ob sie nicht einmal tun könne, was er ihr sagt, ernst nehmen soll (Kapitel 1). Wenn er müde ist, kocht sie ihm einen Kaffee, bevor sie ins Bett geht (Kapitel 2?). Sowas ist ungewöhnlich für eine 12 jährige. Insgesamt finde ich, dass Mo Meggies Welt ist und umgekehrt. Sie hängen sehr aneinander. Das wird wohl daran liegen, dass ihre Mutter nicht mehr da ist (1. Kapitel, glaube ich). Über sie erfährt man in den ersten beiden Kapiteln eigentlich nichts und Meggie scheint sie auch nicht sonderlich zu vermissen. Es scheint, als wäre sie vollkommen zufrieden damit, dass Mo da ist. Das hat allerdings zur Folge, dass sie für ihr Alter ziemlich erwachsen ist. Durch ihr Handeln zeigt sie eine Selbstständigkeit, die Kinder in ihrem Alter nicht haben sollte. Ungewöhnlich ist auch, dass Mo ihr nie vorgelesen hat und sie sich somit gezwungen sah, sich mit 5 Jahren das Lesen selbst beizubringen (1. und 2. Kapitel). Sowas ist nicht selbstverständlich, auch nicht, wenn die Eltern dem Kind dabei helfen, und ich habe das Gefühl, dass Mo ihr dabei nicht geholfen hat. Wie hätte er das auch tun sollen, ohne ihr etwas vorzulesen? Sie müssen auch sehr oft wegen Mos Beruf als Buchbinder verreisen (Kapitel 2) und Meggie liebt das. Nur dieses Mal hat sie Angst davor, weil sie bei Mo bemerkt hat, dass er sich Sorgen macht und sie anlügt.

      Der dritte Punkt, auf den ich eingehen möchte, sind die Namen der Charaktere. Erwecken sie bestimmte Assoziationen in Euch? Sind sie Metaphern? Haben sie eine versteckte Bedeutung?
      Beim Schreiben ist mir gerade aufgefallen, dass ich Meggie immer Maggie schreiben will. Keine Ahnung, wieso. Auf mich wirkt der Name jung und unschuldig. Das trifft auf Meggie gar nicht mehr wirklich zu mit ihren 12 Jahren und ihrer Selbstständigkeit.
      Mo ist erst einmal ein ungewöhnlicher Name, auch wenn ich weiß, wie er zustande gekommen ist, weil ich das Buch schon kenne. Aber ich spoilere nicht und sage deshalb nur das, was jeder bis zu diesem Punkt wissen muss.
      Staubfinger und Capricorn ist dagegen außergewöhnliche Namen. Bei denen fragt man sich direkt, was das für Namen sein sollen, was Meggie auch gleich tut.
      Ob hinte den Namen Metaphern oder sonst eine versteckte Bedeutung stecken, weiß ich nicht. Ich habe in diesen beiden Kapiteln keine entdecken können und ich erinnere mich nicht mehr, ob da später noch etwas kam, das für mich etwas derartiges enthüllte. Aktuell sind es alles einfach nur Namen, wenn auch teilweise ungewöhnlich.

      So viel zu den Figuren. Mir sind aber auch andere Dinge aufgefallen.

      Den Kapiteln wurden Textpassagen aus anderen Geschichten vorangestellt. Sowas hasse ich. Egal, ob sie aus anderen Geschichten oder dem folgenden Kapitel stammen, ich kann mit sowas nichts anfangen. Ich überlege immer, ob sie irgendeine Bedeutung haben. Vielleicht sind sie wichtig oder sie lassen das Kapitel in einem anderen Licht erscheinen? Aber ich habe noch nie eine Verbindung gefunden. Für mich sind sie unnötig.

      Außerdem fiel mir im ersten Kapitel ein Satz auf, der fast den gesamten Absatz ausmachte. Er ging über 5,5 Zeilen und wurde von acht Kommas unterteilt. Sowas gehört in kein Buch, egal ob Kinder-, Jugend- oder Erwachsenenbuch. Trotzdem ließ sich der Satz gut lesen.

      Dann schreibt die Autorin auch oft sehr blumig, nutzt das Show. Ich bin immer wieder darübergestolpert. Nicht, weil sie nicht passend wären. Aber mir waren sie zu viel. Einen Satz habe ich notiert. "Über den Feldern verblasste die Nacht, als hätte der Regen den Saum ihres Kleides ausgewaschen." Sehr schön formuliert. Man muss nur erst einmal nachdenken, was eigentlich gemeint ist. Schlichtweg das Morgengrauen. Für mich klingt das zu gewollt, egal, wie toll das Bild zu dem vorherigen Regenwetter passt. Es ist zu viel.

      Kommentar


      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
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        Ich achte ja immer sehr auf die Bedeutung und den Klang von Namen. Deshalb finde ich Meggie und Mo(rtimer) sehr interessant, weil sie auf mich völlig neutral wirken.
        Meggie hat eigentlich erstmal keine Bedeutung, es sei denn, man interpretiert es als eingedeutscht geschriebene Version des englischen Maggie (vielleicht, damit Kinder nicht beim Lesen an Maggi-Würze denken?), und dann wäre es eine Abkürzung/Variante von Margarete - was widerum ursprünglich "die Perle" bedeutet und über lange Jahrhunderte der häufigste weibliche Vornahme im europäischen Raum war. Also ein totaler Durchschnittsname.
        Mortimer klingt englisch/französich, die Bedeutung ist strittig, ist aber wahrscheinlich von dem Ortsnamen Mortemer abgeleitet (der widerum von "morte mer", totes Meer = ausgetrocknerer See, stammen könnte). Also auch ein sehr neutraler Name.
        Die Namen der beiden Hauptfiguren bieten damit für mich sehr viel Projektionsfläche, das finde ich gut gewählt.

    • #9
      Für mich ist das Buch komplett neu. Ich hab es oft in Buchhandlungen gesehen und Leute davon schwärmen hören, aber mein Interesse hat es nie geweckt. Von dem, was ich wusste, schien es mir ein Buch für Teenie-Mädchen zu sein (ich sage das extra wegen den Stereotypen) und das gefällt mir meistens nicht.
      Nun bin ich von dem Anfang angenehm überrascht. Die Erzählstimme ist ruhig, zwar blumig und verheißungsvoll, aber rational nachvollziehbar. Meggie ist zwölf, nicht dumm, das gefällt mir. Außerdem wird immer wieder darauf hingewiesen, dass sich Meggie "erinnert", sodass dies offensichtlich eine Nacherzählung ist. In unseren Erinnerungen analysieren und verbinden wir Situationen ganz anders, als in dem Moment des Erlebens. Das ist mir ein sinnvoller Hinweis.

      Zu Earu s Punkt der Blumigkeit: Für eine Figur, die so viel liest und so viel mit dem geschriebenen Wort und Fantasiewelten zu tun hat, finde ich es einleuchtend, wenn die Erzählstimme entsprechend gestaltet ist. Wenn da steht: "Über den Feldern verblasste die Nacht, als hätte der Regen den Saum ihres Kleides ausgewaschen", dann geht es nicht um die Beschreibung des Morgengrauens, sondern um das Empfinden dieses Momentes. Die Erzählstimme erzählt viel Innerlichkeit und für diesen Zweck sind diese Beschreibungen Tell. Ich denke, Menschen, die so viel lesen und so unterschiedlich lesen wie Meggie und ihr Vater, haben einen starken Zugang zu ihrer Innerlichkeit. Für mich drückt der Erzählstil genau das aus und mir persönlich gefällt das, auch wenn es ein wenig zusammengewürfelt ist.
      Vermutlich, weil ich selbst so schreibe

      An welchen Merkmalen macht Ihr fest, das dies ein "Jugendbuch" ist?
      Dass die Protagonistin jung ist?
      Ich tue mich mit solchen Zuordnungen sowieso schwer, da ich selbst bei meiner Auswahl nicht darauf achte. Ich bin 30 und lese "immer noch" Bücher, die an mein 15jähriges Ich gerichtet sind. Daneben lese ich Bücher, die man nur mit Fachausbildung versteht. Ich lese, was ich lesen will. Leselust kennt keine Altersbeschränkung.

      Analysiert, wie die Beziehung von Meggie zu ihrem Vater und ihrer (nicht anwesenden) Mutter ist.
      Die Beziehung zwischen Vater und Tochter ist sehr liebevoll, aber untypisch für Eltern mit Kindern diesen Alters (vermutlich?). Sie macht ihm Kaffee zum Schlafengehen und wenn sie erzählt, wie Mo sie normalerweise ins Bett bringt, merkt man, wie sehr sie das mag und dass Mo sich sehr bemüht.
      Obwohl ich gestehen muss, für mich ist das nicht untypisch. Meine Kindheit war recht ähnlich. Ein Elternteil abwesend; das andere viel mit Arbeit beschäftigt mit Auswirkungen auf das Alltagsleben des Kindes (Selbstständigkeit, eingeschränkter Kontakt mit Gleichaltrigen etc.); Bücher als Zuflucht, wenn die Realität nicht besonders spaßig ist und so weiter. Beispiel: In der Grundschule musste ich manchmal meinen Vater wecken, damit er mich rechtzeitig zur Schule bringen konnte. Scheint mir, als könnte das auch eine Szene zwischen Meggie und Mo sein. Außerdem "durfte" ich die Zigaretten für meinen Vater drehen, wenn der mal wieder zu faul war - ich war 6 und bis heute Nichtraucher. Für mich ist dieses Verhältnis zwischen Kind und Eltern also wie aus dem Leben gegriffen. Aber von meinen Freunden weiß ich, dass die meisten Familien anders aussehen.
      Die Mutter ist bisher nicht wichtig in Meggies Leben. Warum auch? Sie hat Mo, der sich herzlichst um sie sorgt, das reicht. Nicht jeder braucht zwei Elternteile, nur weil Tradition das so sagt. Ein warmes, liebevolles Zuhause geht mit jeder Anzahl von Menschen. (Als Scheidungskind kann ich das bestätigen.)

      Namen der Charaktere
      Ich persönlich finde die Namen Meggie und Mo … klanglich daneben. Und sie erinnern mich an die Simpsons.
      Staubfinger und Zauberzunge wecken natürlich Assoziationen, die wir im deutschen Sprachraum gar nicht bei Namen gewöhnt sind. In unserer Kultur sprechen die Namen selten "deutsch", deswegen klingt das gleich ganz ominös und seltsam. Hier finde ich allerdings bezeichnend, dass Mo als "Zauberzunge" angeredet wird und es offensichtlich nicht sein echter Name ist. Er und Staubfinger sind also beide Teil einer Gruppe, die solche Namen mit Absicht benutzt - das finde ich hier ominös. Mit Staubfingers Warnung lässt das natürlich viel Raum für Spekulationen.
      Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
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      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Meggie und Mo... an die Simpsons hatte ich bisher da noch nicht gedacht (und das als großer Simpsons-Fan!), aber von jetzt werde ich das immer. Ich sehe wirklich gerade vor meinem inneren Auge, wie Moe der kleinen Maggie was vorliest.

        Zauberzunge und Staubfinger gefallen mir auch sehr gut, vor allem letzterer. Zauberzunge fände ich für eine Frau kitschig, bei einem Mann hat das aber was. Und bei beiden Namen finde ich ungewöhnlich, dass sie mir überhaupt gefallen. Mir geht es oft so, dass ich solche Namen auf Englisch toll finde, auf Deutsch dann eher lahm. (Thorin Oakenshield klingt für mich martialisch, Thorin Eichenschild dagegen nach biederem deutschen Wohnzimmer mit geschreinertem Fernsehschrank in eiche-natur...). Aber Staubfinger ist echt toll, das hat einen guten Klang.

      • In-Genius
        In-Genius kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Alys II. Wie gesagt, wir sind einfach nicht gewöhnt, dass Namen "deutsch" sprechen. Was ich sehr, sehr schade finde. Ich könnte stundenlang über Namen reden …

        Staubfinger gefällt mir auch gut, Zauberzunge finde ich ein bisschen kitschig, aber nicht übertrieben schlimm. Das liegt aber daran, dass ich das Wort "Zauber" an sich ziemlich kitschig finde. Die Idee hinter dem Namen gefällt mir gut.

    • #10
      Ich finde Eure Kommentare sehr spannend! Werde noch im Einzelnen darauf eingehen, aber ein Blick auf die Uhrzeit sagt mir, dass ich das besser auf ein anderes Mal verschiebe...

      Bitte lest bist 13.11.18 die nächsten beiden Kapitel, "Nach Süden" und "Ein Haus voller Bücher".
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      • #11
        So, zwei Kapitel weiter sind wir jetzt. Ein bisschen beginnt die Geschichte Fahrt aufzunehmen.

        Viele hier von uns lieben Bücher (mich eingeschlossen), also muss ich diese Frage stellen: Was haltet Ihr von Elinor und Ihrer Bibliothek?

        Wir haben in der ersten Fragerunde festgestellt, wie herzlich das Verhältnis zwischen Vater und Tochter ist, das hört natürlich nicht plötzlich auf. Verändert sich das Verhältnis zwischen Maggie und Mo unter den jüngsten Ereignissen? Und viel wichtiger: Wie wird das in Buchstaben gefasst?

        Damit verknüpft: Was haltet Ihr davon, wie Staubfinger mit Meggie umgeht?
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        • #12
          Was denn, keiner hat eine Meinung zu Elinor und ihrer Bibliothek? - Oder ist Euch das Tempo zu schnell und Ihr kommt nicht hinterher mit dem Lesen und Diskutieren?
          Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

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          • Butterblume
            Butterblume kommentierte
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            Also für mich ist das Tempo ein wenig zu schnell. Da ich Vollzeit arbeite, einen Haushalt führen muss, dabei noch am NaNo schreiben will und auch Zeit mit meinem Freund verbringen möchte - das ist schwer unter einen Hut zu bekommen

          • Alys II.
            Alys II. kommentierte
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            Danke für das Feedback. Dann versuchen wir mal, ein wenig runterzufahren.

        • #13
          Ich bin heute Morgen erst zum Lesen gekommen, weil ich das Datum aus den Augen verloren habe und möglichst kurz vor der Kommentierung lesen möchte, damit ich mich noch an die Inhalte der Kapitel erinnere. Sonst bringe ich die Informationen mit denen aus den vorangegangenen Kapiteln noch durcheinander.

          Was haltet Ihr von Elinor und Ihrer Bibliothek?
          Beim ersten Lesen fand ich Elinor anstrengend, aber da war ich doch locker 10 Jahre jünger als jetzt und hatte eine andere Weltanschauung. Heute finde ich Elinor cool. Sie liebt ihre Bücher wie andere Menschen ihre Kinder, was man beim Schlagabtausch zwischen ihr und Mortimer toll sehen kann, als sie Meggie droht, sie zu erschießen, wenn sie ihren Büchern zu nah kommt, und er zurückdroht, dass er dann ihre Bücher erschießen müsste. Wenn ich mir dann noch diese Masse an Büchern vorzustellen versuche ... Ok, ich scheitere daran, aber es ist ein Traum. Und im Gegensatz zu Mortimer und Meggie haben die Bücher ihren Platz. Sie fliegen nicht in der Gegend herum. Ich finde es auch toll, dass sie besondere Bücher in Schaukästen liegen hat, sodass die tollen Malereien nicht zwischen den Buchdeckeln versteckt liegen. Mit meiner heutigen Lebenserfahrung kann ich sie sehr gut verstehen und fühle mich ihr auch ein wenig verbunden.

          Verändert sich das Verhältnis zwischen Maggie und Mo unter den jüngsten Ereignissen? Und viel wichtiger: Wie wird das in Buchstaben gefasst?
          Meggie weigert sich, in den Bus zu steigen, wenn sie nicht auf der Stelle erfährt, was los ist. Sie stellt damit eine Bedingung und es wirkt so, als hätte es das zuvor nie gegeben. Der Blick, mit dem Mo sie bedenkt und der für Meggie "Sei doch nicht so dumm" bzw. "Jetzt komm schon" bedeutet, fände ich unangenehm. Auch mit 33 würde der Blick bei mir wohl ziehen, sodass ich stumm folgen würde. Aber Meggie lässt sich davon nicht beirren. Dagegen bleibt Mo hart. Er gibt ihr keine Antwort. Es geschieht, um sie zu beschützen, aber es folgt auch keine Erklärung, mit der sich Meggie zufriedengeben könnte. Und obwohl sie ihn mit den Augen anfleht, es nicht zu tun, nimmt er Staubfinger mit.

          Was haltet Ihr davon, wie Staubfinger mit Meggie umgeht?
          Auf der einen Seite ist da dieses seltsame, irgendwie überhebliche Lächeln, dass Meggie schon bemerkt hat. Allerdings erklärt er auf eine sehr anschauliche Weise, wieso sie sich vor Capricorn fürchten sollte und was er von Mo will. Er nimmt ihren Wunsch, zu wissen, was los ist, ernst. Trotzdem besteht er fürs Erste auf die Wahrung seiner eigenen Geheimnisse, was seine Tricks betrifft.

          Kommentar


          • In-Genius
            In-Genius kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Ich finde Elinors Ordnung mit den Büchern wesentlich sympathischer als Mos Chaos. Ich weiß zwar nie, nach welchem System ich meine Bücher ordnen soll, aber einfach so in den Weg stapeln, käme mir im Traum nicht vor.

          • Earu
            Earu kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Geht mir genauso. Nach dem Umzug habe ich zwar auch nur einfach die Bücher in die Regale gestellt - immerhin, Harry Potter und andere Serien brav in Reihenfolge beieinander - aber thematisch nicht sortiert. Das kommt noch irgendwann. Ich will Ordnung!

          • Alys II.
            Alys II. kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Ich mag Elinor auch sehr. Und mir geht es auch so, dass mir ihre Bibliothek besser gefällt. Bei mir gäbe es wahrscheinlich die Vitrinen nicht, aber die Bücher würden sich auch nicht auf dem Boden stapeln.
            Das ist eine kleine Sache, die ich an Mo immer unrealistisch fand - der Mann ist Buchbinder, das heißt, er weiß doch, wie viel Arbeit und Handwerkskunst dahinter steckt, ein Buch zu binden. Und dann liegen sie so chaotisch in seinem Haus rum? Das ist, wie wenn ein Schneider ein wunderbares Seidenkleid nähen würde und es dann achtlos im Garten im Regen liegen lässt.

        • #14
          Da wir mit dem Tempo offenbar ein bisschen zu schnell sind (Traummuschel will uns ja auch noch einholen, oder?) gibt's als nächstes Lesehäppchen nur ein Kapitel. Also, "Nur ein Bild" bis 15.11.18 bitte.
          Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

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          • Traummuschel
            Traummuschel kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Ich versuche es kann das Buch morgen abholen. Vielleicht komme ich im Kloster zum lesen ^^

          • In-Genius
            In-Genius kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Butterblume Du kannst es immer nachholen, das ist gar kein Problem. Wir löschen ja keine der Fragen wieder, du kannst sie also zu jedem Zeitpunkt beantworten

          • Alys II.
            Alys II. kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Das war schon eine Temporeduktion um 50% ;-)
            Wird immer schwierig sein, ein Tempo zu finden, das allen Mitlesern taugt. Wir müssen uns da herantasten.
            Es ist ja auch in keiner Weise verpflichtend, irgendwelche Fragen zu beantworten - sie sollen Euch nur als Anregung dienen, aus den gelesenen Büchern auch was für die eigene Autorenkarriere zu lernen und mehr mitzunehmen als nur Lesevergnügen. Demenstprechend könnt Ihr sie auch Monate später angehen. Oder was völlig anderes schreiben, das Euch einfällt zu den Kapiteln.

        • #15
          In diesem Kapitel wird wirklich deutlich, wie sehr Elinor Bücher liebt. Sie nennt sie ihre Kinder.

          Außerdem ist es wieder einmal an jemand anderem, Meggie etwas zu sagen bzw. in diesem Fall zu zeigen. So lässt Elinor Meggie einen Blick in das geheimnisvolle Buch werfen, um ihr zu beweisen, dass es einfach nur ein Buch ist. Es wäre eigentlich Mos Aufgabe, ihr das Buch zu zeigen.

          Obwohl Meggie sich das Buch nur kurz ansehen kann, entdeckt sie ein Bild von einem Marder mit Hörnern darin. Sie erkennt darin Gwin und stellt Staubfinger deshalb zur Rede. Na ja, sie versucht es. Er gibt ihr keine Antwort und stellt ihr nur ein weiteres Rätsel, nämlich, wieso Mo ihr niemals vorgelesen hat. Ich empfinde diese Entwicklung, die sich von einer Frage zur nächsten hangelt und keine einzige Antwort bringt, in diesem Fall sehr spannend. Zu lange sollte es so allerdings nicht weitergehen. Sonst fühle ich mich am Ende noch veräppelt. Aber es ist ein tolles Geheimnis, wie ein Bild von Gwin in ein Buch kommt.

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          • #16
            Für dieses Kapitel ("Nur ein Bild") muss ich dem vorangestellten Zitat recht geben: So und nicht anders.
            Eigentlich verleihe ich meine Bücher gerne, weil ich gerne meine Begeisterung für Geschichten mit meinem Mitmenschen teile, aber Respekt vor anderer Leute Eigentum muss schon da sein. Da kriegt man Bücher nicht zurück oder sie saugen sich in einem Regenguss mit Wasser voll und all solche Horrorgeschichten. Höllenfeuer klingt drastisch, manchem wünschte ich es wirklich an den Hals.
            Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
            to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
            A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
            You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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            • Alys II.
              Alys II. kommentierte
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              Ich habe auch mein Lieblingsbuch schon mehrfach verliehen, weil ich die Begeisterung teilen wollte - hat zur Folge, dass ich es jetzt schon 3x nachgekauft habe. Dieses Buch verleihe ich nie mehr.

              In der Cicero-Biographie von Robert Harris hat ein Freund den Grundsatz, dass jederzeit jeder zu ihm kommen darf (auch, wenn er gar nicht zuhause ist), um sich in seine Bibliothek zu setzen und dort in angenehmer Atmosphäre seine Bücher und Schriftrollen zu lesen - aber er würde sie nie verleihen. Für den Fall, dass ich jemals ein Haus mit Bibliothek und Personal habe, mache ich das auch so.

            • In-Genius
              In-Genius kommentierte
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              Da hat Ciceros Freund einen guten Einfall.

              Das Schlimme ist ja, wenn es etwas Besonderes ist. Ich hab mal einen der Death-Note-Romane ausgeliehen und den fast (!) nicht wiederbekommen. Zum Glück steht er wieder in meinem Regal und den geb ich nicht mehr raus. Er ist nämlich Hardcover mit einem dekorativen Umschlag - das findet man nicht wieder. Die Neuauflage ist Softcover und total ohne Schnickschnack.
              Das Regen nasse Buch wurde mir zum Glück vom Ausleiher ersetzt. Der hatte noch Respekt vor dem Eigentum anderer (und vor Büchern).

            • Earu
              Earu kommentierte
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              Ich verleihe mittlerweile gar nichts mehr - kein Geld, keine Gegenstände. Entweder bekam ich die Sachen nicht zurück oder nur kaputt und es interessierte die Leute nie, dass ich an den Dingen hänge bzw. das Geld nicht auf den Bäumen wächst.

          • #17
            Ich möchte Euch bitten, bis morgen das nächste Kapitel "Feuer und Sterne" zu lesen.
            Bin mir zwar nicht ganz sicher, wer alles stumm mitliest, aber wir wollen ja niemanden abhängen und Nachzüglern die Chance geben, aufzuholen.

            Und bis dahin bin ich noch gespannt auf Eure Interpretation von:
            Wo spielt Tintenherz eigentlich? In welchem Land? Und woran macht Ihr das fest?
            Das kann ich nämlich selbst nicht eindeutig beantworten, nur Theorien aufstellen...
            Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

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            • #18
              Für mich spielt Tintenherz zunächst in Deutschland. Die vielen Tunnel auf ihrer Reise zu Elinor und die Reiserichtung "Süden" klingen für mich nach Italien. Das käme auch von der Reisedauer hin, wenn sie gegen 6 oder 7 Uhr losfahren und abends erst ankommen, wenn es langsam dunkel wird. Der Bus wird wohl nicht der schnellste sein. Wobei ich aufgrund der Architektur des Hauses davon ausgehe, dass sie noch nicht sehr weit ins italienische Landesinnere gelangt sind.

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              • Earu
                Earu kommentierte
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                Ich nehme es Cornelia Funke nicht übel, dass sie es in Tintenherz mit den Örtlichkeiten nicht so genau nimmt bzw. sie nicht genau benennt. Es ist ein Jugendbuch. Damals hat es mich überhaupt nicht interessiert, wo die Figuren sich gerade befinden. Heutzutage sehe ich das kritischer. In der realen Welt will ich wissen, wo ich mich befinde. In einer fiktiven Welt dagegen sehe ich mir selten die Landkarten an, die der Autor oft mühsam und mit viel Liebe erstellt hat.

              • In-Genius
                In-Genius kommentierte
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                Alys II. Mich stört es nicht, dass der Spielort unspezifisch ist. Die Atmosphäre des Hauses und des Hofes bleiben eingängig, sei es nun deutsche Pampa, italienische Hügel oder das australische Outback (auch wenn's das wohl nicht sein wird). Aber ob meine Bücher "irgendwo" oder "im Amazonas Dschungel" spielen, macht mir persönlich das Vorstellen weder leichter noch schwerer.

              • Alys II.
                Alys II. kommentierte
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                Es stört mich auch nicht wenn es völlig unspezifisch ist. Hier habe ich aber ständig das Gefühl, Hinweis zu bekommen, die ich dann nicht zusammenpuzzeln kann. - Wobei die Wertung "es stört mich" schon viel zu heftig klingt. Beim ersten Lesen des Buchs war es mir auch weitestgehend egal. Da ich aber dieses Mal versuche, wirklich den Text zu analysieren und darauf zu achten, welche Hinweise die Autorin uns gibt - in jeglicher Hinsicht - fuchst es mich dann, wenn ich etwas nicht rausfinde.

            • #19
              In "Feuer und Sterne" haben wir Staubfinger ein wenig besser kennengelernt.
              Hat das Eure Meinung über ihn verändert?

              Und was haltet Ihr von Capricorns Männern und Mos Verschwinden? Kam das für Euch unerwartet oder habt Ihr mit diesem Plot-Twist gerechnet? Wenn ja, warum? Wo wurde das schon angedeutet?


              Das nächste Kapitel ist ultra-kurz. Lest deshalb bitte bis zum 19.11.18 "Was die Nacht verbirgt" und "Allein".
              Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

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              • #20
                Hat sich Eure Meinung über Staubfinger verändert?
                Ich halte ihn für einen Feigling. Schon zu Anfang ist ja klar, dass er vor Capricorn abhauen will. Als dann seine Männer in Elinors Haus auftauchen, sieht man von ihm nichts mehr, nachdem Meggie erst einmal reingerannt ist.
                Allerdings ist er anscheinend ein geborener Schausteller und hat ein Händchen für Feuer.

                Und was haltet Ihr von Capricorns Männern und Mos Verschwinden? Kam das für Euch unerwartet oder habt Ihr mit diesem Plot-Twist gerechnet? Wenn ja, warum? Wo wurde das schon angedeutet?
                Capricorns Männer wirken skrupellos. Ich finde es verantwortungslos von Mo, dass er mit ihnen geht, nur um das Buch nicht aus den Augen zu lassen. Was ist, wenn ihm etwas passiert? Was ist dann mit Meggie? Als Vater hätte er bei ihr bleiben sollen, auch wenn ihm diese Möglichkeit laut Capricorns Männern gar nicht geblieben wäre, weil Capricorn ihn sehen will. Mich hat seine Entscheidung jedenfalls überrascht.

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                • Alys II.
                  Alys II. kommentierte
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                  Da ich ja weiß, dass Du das Buch schon einmal gelesen hast und entsprechendes Hintergrundwissen hast - findest Du Mos Entscheidung dann verständlicher? Also verständlicher, wenn man alles Hintergrundwissen mit einbezieht?

                • Earu
                  Earu kommentierte
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                  Na ja, da tue ich mir schwer. Immerhin geht es um seine Tochter. Die sollte ihm noch einen Funken mehr wert sein. Allerdings stirbt die Hoffnung ja zuletzt, dass man alles haben kann.
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