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16. Türchen

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  • 16. Türchen

    Zu Heiligabend, zur Bescherung, steht unerwarteter Besuch vor eurer Tür - namendlich eine Eurer Figuren oder mehrer. Schreibt eine kurze Szene wie ihr mit dieser Situation umgeht.


    ring-the-bell-1077880_1280.jpg
    Quintessenz: Bla.
    Kontakt: administrator@wortkompass.de

  • #2
    Schöne Aufgabe!
    Leider bin ich im Moment schreibtechnnisch nicht zufrieden mit mir, und meinen Ergebnissen, aber versucht hab ich's trotzdem...


    Es ist der 24. Dezember. Weihnachten. Kurz nach sechs Uhr.
    Wir sitzen in der Küche am Tisch, essen gerade den Hauptgang.
    Naja, also eigentlich nur noch die Große.
    Meine Mutter ist bereits seit der Vorspeise satt, und die Kleine kann vor Aufregung sowieso nichts essen. An dem Teller Schoko-Kekse, den sie vor dem Essen heimlich verdrückt hat kann es ja nicht liegen. Sie hibbelt und zappelt auf ihrem Sessel herum. "Wann läutet denn nun endlich das Glöckchen?"
    Jetzt.
    "Das Christkind!", schreit sie, und springt auf.
    Das Christkind? Ich hab doch das Glöckchen doch noch gar nicht angerührt. Nein, das war die Türklingel. Wer zum Geier läutet da? Am 24.? Zur Bescherungszeit?
    Ich mache auf.
    Vor der Tür steht ein großer Kerl, braunes Strubbelhaar, Schuljungengrinsen.
    "M.", entfährt es mir, "was tust du denn hier?"
    Er zuckt mit den Schultern, grinst noch mehr als ohnehin schon, und sieht mich auffordernd an.
    "Willst mich nicht rein lassen?", fragt er, statt einer Antwort.
    Will ich? Ich meine, ich mag den Kerl, schließlich habe ich ihn mir selbst ausgedacht, aber es ist Weihnachten. Die Kinder fiebern ihren Geschenken entgegen, meine Mutter vermutlich ihrem Bett, und ich kenne ihn. An Weihnachten mag er nur eins - Glühwein! Ok, und Punsch. Eierlikör wohl auch, zur Not.
    "Ich hab auch ein Geschenk mitgebracht", er hält mir einen Papierknödel mit Schleife hin, "selbst eingepackt!" Sein Grinsen bekommt Cartooncharakter.
    "Hübsch", murmle ich.
    "Also, lässt du mich nun rein, oder was?"
    "Es ist so", versuche ich auszuweichen, "wir haben eigentlich gleich Bescherung. Die Kinder wollen endlich ihre Geschenke auspacken und -"
    "Geschenke? Dann komme ich ja genau zur richtigen Zeit!", er versucht sich an mir vorbei ins Vorzimmer drängen.
    Ich will etwas erwidern, mache es aber nicht. Ich kenne den Grund, weshalb er Weihnachten nicht mag, oder besser gesagt, weshalb er das vorgibt. Ich weiß, wie seine Weihnachtsfeste als Kind ausgesehen haben. Ich bin schließlich dafür verantwortlich.
    "Dann komm halt rein", sage ich und finde mich augenblicklich in einer Luft abschnürenden Umklammerung wieder, die wohl eine Umarmung sein soll.
    "Du bist die Beste!"
    Und schon werde ich auch wieder losgelassen.
    "Geschenk habe ich aber leider keines für dich." Nun habe ich auch noch ein schlechtes Gewissen.
    Er sieht mir ins Gesicht, grinst beinahe einmal rundherum, und klatscht mir auf die Schulter.
    "Du bist meine Autorin, du kannst mir jederzeit eins schreiben!"
    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur...

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    • Lia Roger
      Lia Roger kommentierte
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      Awwwwww! *_*
      Also ich mags. Und M. ist echt niedlich.

  • #3
    So ganz zufrieden bin ich auch nicht, aber naja. Es geht ja vor allem um den Spaß, und den hatte ich.


    Shit shit shit shit shit shit!
    Dass dieses Jahr aber auch alles schief gehen muss ... gut, dass ich mich erst so spät um Weihnachtsgeschenke gekümmert habe, ist ja eigentlich meine eigene Schuld. Ich wusste immrhin vor zwei Wochen schon, dass meine Oma uns zu Heiligabend besucht. Und wäre ich eine gute Enkelin, hätte ich mich so oder so um ein Geschenk für sie gekümmert. Und einen Plan hatte ich ja auch, was die Geschenke für meine Mutter und ihren Freund P. angeht. Nur die Umsetzung hat dann nicht so ganz geklappt - es gab einfach so viele andere Dinge, die ich tun musste. Templer umbringen ... Wachen umbringen ... mehr Templer umbringen ...
    Ich betrachte das Jesuskind, das ich in Windeseile auf einen Becher gemalt habe. Ein süßes Geschenk für meine religiöse Oma. Nur dass die Farbe einige Stunden zum Trocknen braucht. Die Zeit habe ich so kurz vor der Bescherung natürlich nicht gehabt, und bei meinem Versuch, das Machwerk vorher schon zu verpacken, habe ich Jesus in etwas verwandelt, was man eher in einem Horrorfilm erwarten würde als auf einer weihnachtlichen Abbildung.
    Die Vögel, die ich auf die Kissenbezüge für meine Mutter und P. gemalt habe, sind immerhin nur ein Bisschen deformiert. Sie erinnern ein wenig an Hitchcocks Film, aber das ist ja nichts schlechtes. P. mag Hitchcock. Glaube ich.
    Seufzend nehme ich das vom dämonischen Jesus besudelte Geschenkpapier wieder zur Hand. Zerknittert und zerrissen ist es außerdem auch noch. Vernünftig einpacken kann ich darin definitiv nichts mehr, erst recht nicht in den fünfzehn Minuten, die ich zur Bescherung noch hab. Die hab ich mir schon nur mühsam erkämpfen können unter dem Vorwand, mir gehe es nicht gut und ich wolle mich noch etwas hinlegen.
    Als es an der Tür klopft, fahre ich zusammen und fege so schnell wie möglich die Geschenke vom Tisch. Bloß verstecken! Das wird sicher meine Mutter sein, die nach mir sehen will. Oder meine Oma, die sich ständig mehr Sorgen macht, als ein einzelner Mensch es können sollte. Oder P., der mich zur Bescherung rufen will.
    Während ich fieberhaft nach irgendetwas suche, womit ich die Geschenke bedecken kann, öffnet sich die Tür - natürlich ohne, dass ich "Herein" gerufen habe, also wird es wohl meine Mutter sein. Innerlich bereite ich mich bereits darauf vor, mein Versagen erklären zu müssen, während sich mir Schritte nähern. Mehr als eine Person. Also sind sie alle drei hier, um zu sehen, was ich so treibe. Schöne Bescherung.
    Zu meiner Überraschung sagt jedoch niemand ein Wort, und als ich aufsehe, erstarre ich. Da steht nicht meine Familie - zumindest keine blutsverwandte Familie - sondern zwei Männer, die deutlich jünger aussehen, als sie sind. Das weiß ich, weil ich genau weiß, wie alt sie sind. Ich habe mir ihre Geburtstage selbst überlegt, neben allem anderen, was ich mir zu ihnen ausgedacht habe.
    "Luzifer? Jesus?"
    "Yep", erwidert der Teufel persönlich - oder zumindest mein Teufel - mit einem verschmitzten Grinsen.
    "Äh. Happy Birthday", bringe ich an Jesus gewandt heraus. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, mit ihm zu sprechen. Tatsächlich bin ich ja auch Atheistin - aber er ist ja auch nicht der Messias, sondern mein Charakter, den ich mir von ihm inspiriert ausgedacht habe. Was es natürlich nicht weniger merkwürdig macht. "Äh. Ich fürchte, ich hab jetzt gar kein Geschenk für dich ..."
    "Macht nichts", sagt Jesus viel zu gut gelaunt und nimmt den Becher mit seinem deformierten Abbild zur Hand, "Du scheinst für niemanden etwas zu haben. Das soll ich sein?"
    "Nein, weißt du, meine Oma schaut gern The Walking Dead."
    "Sieht mir eher nach einem der Dämonen aus Devil May Cry aus. Nichts für ungut, Luci."
    "Hey, kein Problem, ich liebe dieses Spiel."
    Gut. Das hätte ich ihm also schenken können. Und Jesus hätte sich vermutlich mit Edibles zufrieden gegeben. Leider habe ich nichts davon vorbereitet. Ich hätte ja nicht ahnen können, dass ich auch noch von meinen Charakteren besucht werde.
    "Ich hab versagt", seufze ich. "Schaut euch dieses Desaster an! Und in zehn Minuten müssen meine Geschenke fertig sein ..."
    Jesus setzt sich zu mir und legt mir eine Hand auf die Schulter.
    "Deshalb sind wir ja hier. Zehn Minuten sind eine Menge Zeit, wenn man zu dritt arbeitet."
    "Ihr würdet mir helfen? Wirklich?"
    "Unter ein paar Bedingungen", entgegnet Luzifer, während er nach der schwarzen Textilfarbe greift und sich daran macht, Kissenbezug Nummer 1 zu retten. Oder zu zerstören. Ich weiß nicht, ob ich ihm vertrauen kann - über seine künstlerischen Fähigkeiten habe ich mir noch keine näheren Gedanken gemacht.
    "Natürlich. Was immer ihr wollt."
    "Wir wollen mitfeiern. Stell uns einfach als deine Freunde aus der Uni oder so vor. Junior kann sich deiner Oma meinetwegen offenbaren, wenn sie kein zu schwaches Herz hat. Ich ... lass das vielleicht lieber."
    "Ich glaube, ich stelle euch beide lieber als Jesús und Samuel aus der Uni vor, wenn das okay ist." Samuel ist immerhin auch Luzifers Deckname, wenn er nicht preisgeben will, wer er wirklich ist. Äußerst unkreativ, ich weiß, wenn auch nicht so unkreativ wie Jesús. Ich hoffe, Jesus spricht spanisch.
    "Auch gut. Jedenfalls wollen wir was vom Essen abhaben. Deine Mutter kocht sowieso immer für fünfzig Leute."
    "Und vom Brot und vom Wein."
    "Wirklich? Du willst dich selbst essen?"
    "Ugh. Der Witz wird alt."
    Ich lache leise, dann drücke ich Jesus den Becher in die Hand.
    "Ich bin mir sicher, du hast Interesse daran, diese Monstrosität aus der Welt zu schaffen. Vielleicht fällt dir ja ein abstraktes Muster ein, mit dem du dieses Dämonenbaby überdecken kannst. No offense, Luci."
    "None taken. So sensibel bin ich nun auch nicht."
    "Und mitfeiern könnt ihr natürlich gern. Es gibt mehr als genug Essen für alle. Morgen sind wir außerdem bei Familienfreunden zum Wichteln eingeladen, da könnt ihr natürlich auch mitkommen. Bis dahin überleg ich mir Geschenke für euch ... äh ... ich versuche es zumindest."
    "Niedlich, dass du uns was schenken willst. Zum Glück haben wir noch ein paar Wünsche."
    "Ich ... okay? Mehr Bedingungen?" Luzifer nickt. Mir schwant übles.
    "Wirst du schon noch sehen. Morgen setzen wir uns mal gemeinsam hin und plotten einmal ganz in Ruhe." Luzifers Grinsen wirkt, ich kann es nicht anders ausdrücken, diabolisch. Er scheint bereits genau zu wissen, was er mir alles aufbrummen will. Aber was bleibt mir schon anderes übrig, als zuzustimmen? Ich brauche diese Geschenke und ohne Hilfe kriege ich die nicht fertig. Während Luzi und ich also gemeinsam Vogel für Vogel retten und Jesus sein untotes, The Wrong Turn-reifes Antlitz in einen Henri Matisse verwandelt, beginne ich, mich mit der Vorstellung, dass sie am Plot nun mitwirken, anzufreunden. Oder mich zumindest damit abzufinden. Es ist immerhin ihre Geschichte. Und es wäre sowieso nicht das erste Mal, dass sie ihren Willen durchsetzen. Ob sie mir nun helfen oder nicht, verhindern könnte ich das sowieso nicht.
    C10H12N2O

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    • #4
      Bescherung! Unter dem Weihnachtsbaum locken vier kleine Stapel mit Päckchen, jedes mit Schleifen in einer anderen Farbe. Nachdem ich verraten habe, wem welche Farbe gehört, machen die Ankhlinge sich über ihre Geschenke her. Papier reißt, Schleifen landen auf dem Boden oder werden in den Tannenbaum dekoriert. Quieken des Glücks und Blicke der Verwunderung. Ich atme auf, nehme mir mein erstes Päckchen und setze mich aufs Sofa.
      Ich habe gerade die Schleife gelöst, als es an der Tür klingelt.
      Wer wagt es, an diesem Tag zu dieser Stunde? Ich will keine Gäste. Heiligabend gehört meiner kleinen Familie. Die große Familie ist übermorgen dran.
      Ich überlege mir schon, einfach nicht hinzugehen. Aber vielleicht sind es die Nachbarn, die einfach schnell frohe Weihnachten wünschen wollen. Ich erhebe mich also seufzend vom Sofa und socke in den Flur. Durch die Glasbausteine sehe ich, dass es im Treppenhaus dunkel ist. Also schonmal nicht die Nachbarn. Doof.
      Ich drücke den Summer und öffne die Wohnungstür. Als ich mich hinauslehne, wird eine halbe Treppe weiter unten die Haustür aufgedrückt. Ein Typ in dunkler Funktionskleidung. Wie, jetzt noch ein Päckchen?
      Die Tür schwingt auf. Die dunkle Kleidung ist mit breiten Reflexstreifen verziert. Hinter dem ersten Mann sehe ich weitere. Mir wird ein wenig mulmig.
      "Ist etwas pa–" Moment.
      Ich blinzle, als die fünf sich im Treppenhaus aufreihen. Diese Typen sind nicht einfach ungewöhnlich sexye Sanitäter. Das sind meine sexy Sanitäter.
      "Ihr?!"
      Nummer zwei in der Reihe blinzelt mir zu und grinst ein Grinsen, das Zwieback verflüssigen könnte. "Feliz Navidad!"
      Vielleicht wirkt es ein bisschen unhöflich, wie ich da so in der Tür stehe und starre, jedenfalls räuspert sich der Vorderste schließlich.
      "Ähm", sage ich und trete zur Seite. "Kommt doch rein."
      Sie quellen in meine warme, weihnachtliche Wohnung. Während der letzte sich unter der Tür ducken muss, um nicht mit der Stirn dagegenzustoßen, kommt Ankhängsel den Flur herauf.
      "Wer ist es de– oh?" Wenigstens bin ich jetzt nicht die Einzige, die dumm aus der Wäsche guckt. Er kennt diese Typen fast genauso gut wie ich. Er hat einen von ihnen erschaffen. Wir wechseln stumm einen Blick, der gegenseitig versichert, dass wir die nicht eingeladen haben und keine Ahnung haben, wo sie herkommen. Aber jetzt sind sie hier. Und wenn ich bedenke, wie sie in meiner nächsten Geschichte Weihnachten verbringen, bekomme ich ein schlechtes Gewissen.
      "Schön, dass ihr da seid!" Nacheinander umarme ich die Typen, mit denen ich schon so viel gelacht und gelitten habe, ohne sie je zu treffen.
      Die Ankhlinge kommen den Flur heraufgeflitzt und halten dann vorsichtig Abstand, als sie die Gäste nicht kennen. Ich stelle sie mit einer kurzen Erklärung vor. Der Große guckt skeptisch. Der Kleine zuckt mit den Schultern und verschwindet wieder zu seinen Geschenken.
      "Ähm", sage ich schon wieder. Reichlich uninspiriert für eine Autorin, was? Aber ich bin schlicht nicht so schlagfertig wie diese Gestalten, auch wenn ich alle ihre Dialoge schreibe. Hat was mit dem Orm zu tun oder so. "Ähm", sage ich also, "Ihr könnt die Schuhe da drüben hinstellen. Wollt ihr was zu trinken?"

      Eine Viertelstunde später hat sich die ganze Meute, Familie und Romanfiguren, auf dem Sofa breitgemacht. Praktisch, dass es so groß ist, für öh, Rollenspielrunden. Was dies hier ja irgendwie auch ist. Jedenfalls bauen Scratch, Feist und der kleine Ankhling ein Legoraumschiff zusammen, Ankhängsel installiert mit Kid seine Endoskopkamera, der große Ankhling baut mit Aramis ein Brettspiel auf und Yokai und ich sitzen stumm nebeneinander auf dem Sofa und sehen dem Treiben zu.
      "Okay", sage ich schließlich leise. "Wie kommt ihr hierher und warum?"
      "Wie, das weißt du selbst vermutlich am besten, denn du hast es geschrieben", sagt Yokai. "Das Warum könnten wir jetzt auf die Adventsaufgabe schieben, aber Tatsache ist, dass du zum Ende des Jahres mit dem Buch fertig sein wolltest." Er guckt mich verdammt streng an.
      "Naja", sage ich, "du weißt ja, wie das ist. Oder vielleicht auch nicht. Jedenfall kam viel dazwischen, und ich bin auch ziemlich weit gekommen, und okay, ich bin manchmal auch einfach faul." Unter seinem Blick werde ich ein wenig kleiner. Wenn ich auf Verständnis für Faulheit hoffe, habe ich mir den Falschen ausgesucht.
      "Du musst wissen, solange das Buch nicht fertig ist, existieren wir nicht richtig."
      Ich gucke auf die fünf sehr realen Männer in meinem Wohnzimmer. Dann auf die kleine Lücke im Bücherregal. Auf einmal wird mein Hals ein bisschen eng.
      "Ich verstehe", sage ich heiser.
      Und nehme mir fest vor, dass sie vielleicht nächstes oder spätestens übernächstes Weihnachten endlich auch in anderen Wohnzimmern zur Bescherung auftauchen.
      If I could read your mind love
      What a tale your thoughts could tell
      Just like a paperback novel
      The kind the drugstore sells
      -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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      • Kuro
        Kuro kommentierte
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        Ankh ich saß quasi neben Yokai (auf seinen Schoß hüpfe ich dann doch besser nicht xDD).

        Ich gebe mich aber auch schon mal mit 104 zufrieden, so vorübergehend.

      • Zwielicht
        Zwielicht kommentierte
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        Du hast dir doch in den letzten Satz zwei Jahre Puffer reingebaut. Das kriegst du hin. *Kreuzchen auf die Petition mach*

      • Ankh
        Ankh kommentierte
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        Aw, ich weiß gar nicht, was ich denken soll Vielen dank, das motiviert mich gerade sehr!

        Zwielicht diesen Puffer habe ich eigentlich nur eingebaut, weil ich bezweifle, dass der Verlag das unter einem Jahr "verarbeitet". Sprich, dass muss nächstes Jahr fertig sein, damit es übernächstes veröffentlicht werden kann.

    • #5
      Weihnachtsbaum aufgebaut? Check.
      Mit Weihnachtsschmuck behangen? Check.
      Eingepackte Geschenke drunter? Check.
      Essen bereit? Check.

      Zufrieden seh ich mich im Wohnzimmer um, alles ist bereit für meine Gäste. Klingel. Pünktlich sind sie ja. Vorfreudig geh ich zur Haustür, öffne sie strahlend - mir bleibt die Spucke weg. Thaes und Orell. Die beiden grinsen wie die Honigkuchenpferde.

      »Bittest du uns nicht herein?«
      »Natürlich Thaes«, erwidere ich ziemlich überrascht. Was machen die denn noch hier? Ich dachte sie wären schon längst heimgekehrt.
      »Hier, für dich.« Orell reicht mir einen großen Zellophanbeutel mit scheinbar selbstgemachten Plätzchen.
      »Und das auch.« Schokolade von Thaes.
      Die beiden durchqueren den Flur und sind auch schon im Wohnzimmer, wo sie angewurzelt stehen bleiben und den Weihnachtsbaum bewundern.
      »Solch einen Baum hab ich in unseren Wäldern noch nie gesehen. Wachsen diese glänzenden, runden Blüten nur im Winter?«
      »Och, du hast bestimmt schon einen gesehen. Das ist nur eine Tanne. Das glänzende Zeug darauf wird drangehängt. Setzt euch doch.«
      Sie machen es sich auf dem großen Sofa bequem, strecken die langen Beine von sich und ich frage mich, wie bequem es sich in voller Bewaffnung sitzen lässt.
      »Möchtet ihr etwas trinken?«
      »Was hast du denn da?«
      »Wein?«, frage ich zweifelnd. »Saft, Wasser?«
      »Kein Bier?«
      »Nein Thaes.«
      »Dann Wasser.«
      »Für mich auch.«
      »Gut.«
      Mit zwei Gläsern Wasser und ihren Gastgeschenken auf einem großen Teller komme ich zurück.
      »Also?«
      »Also?«, echot es von den beiden.
      »Was ... macht ihr so?«
      »Dies und das. Zuletzt haben wir Plätzchen gebacken.«
      »Hm, seh ich.«
      »Probier doch mal.« Das kommt freudestrahlend von Thaes.
      Unsicher blicke ich zu Orell, der unmerklich nickt. Na gut. Beherzt greife ich mir ein Plätzchen, beiße rein und mir fast einen Zahn aus. Die waren eindeutig zu lange im Ofen. Mit dem Rest kalten Kaffee vom Couchtisch versuche ich das Monster einzuweichen um es herunterzukriegen. Schließlich will ich die beiden nicht kränken. »Sehr gut«, flunker ich und versuche dabei nicht rot zu werden.
      »In deiner Welt gefällt es uns.«
      Ich sehe Orell durchdringend an. Er will doch nicht etwa andeuten ...
      »Wirklich.« Jetzt sehe ich zu Thaes.
      »Aber wir müssen allmählich in unsere zurückkehren.«
      Die beiden sehen mich so zerknirscht an, als hätte ich sie 1. genötigt noch ein Weilchen hierzubleiben und 2. als würden sie mich mit ihrem Wunsch heimzukehren, schwer beleidigen.
      »Das verstehe ich.«
      »Danke. Wir sind zwar wirklich länger geblieben als geplant, aber wir müssen zu Hause nach dem Rechten sehen.«
      »Wann wollt ihr gehen?«
      »Ungefähr in sieben Tagen.«
      Das ist doch ... beinahe an Weihnachten.
      Klingel.
      Mein Gäste sind da.

      »Beginnt die Festlichkeit?« Thaes steht auf, geht in die Küche und probiert sich mit Sicherheit schonmal durch das Menü.
      Das kann ja heiter werden.
      Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      • #6
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        Quintessenz: Bla.
        Kontakt: administrator@wortkompass.de

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        • Lia Roger
          Lia Roger kommentierte
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          Also ich fand's auch easy

        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          War's aber nicht.

        • Ankh
          Ankh kommentierte
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          Dodo dann hätteste halt auch eins schreiben mssen – nee Moment, dann ginge es ja wieder nicht ... XD

          Echt, ich hoffe immer, dass es so wenige Beiträge bleiben, nicht wegen Konkurrenz sondern wegen der Auswahl beim Voten. Und dann schreiben doch noch 3-4 Leute was. Was ja toll ist, aber aaaah! Dann muss ich entscheiden
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