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11. Türchen

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  • 11. Türchen

    Schreibt einen kurzen Absatz darüber, wie eine eurer Figuren Kekse bäckt. Achtet dabei darauf, dass die Charaktereigenschaften eurer gewählten Figur deutlich herauskommen.


    christmas-cookies-2975570_1280.jpg
    Quintessenz: Bla.
    Kontakt: administrator@wortkompass.de

  • #2
    "Eineinhalb Gläser Honig, meine Güte." Wie viele Bienen wohl daran das ganze Jahr gearbeitet hatten? Während der Honig zähflüssig in den Topf rann, nahm Kid sich vor, dass seine Lebkuchen besonders lecker werden mussten, um das Opfer zu rechtfertigen. Er nahm die Mischung vom Herd und ließ sie in der Spüle abkühlen, bevor er die Eier schaumig rührte und dann mit Mehl und Gewürzen vermengte.
    "Hirschhornsalz", murmelte er und starrte auf das Päckchen. Er hatte noch nie von einem solchen Gewürz gehört. Ob das aus echten Hirschen gewonnen wurde? Wer erfand so etwas? Wie waren vor Hunderten von Jahren Leute auf die Idee gekommen, einfach mal zerriebene Hirschhörner in ihr Gebäck zu rühren? Diese ganze Weihnachsbäckerei war wirklich eine seltsame Angelegenheit, aber was tat man nicht alles, um den Patienten auf der Kinderstation eine Freude zu machen.
    Er schüttete den Inhalt des Tütchens in die Milch – und prallte zurück. Scharfer Ammoniakgeruch breitete sich in der Küche aus. Panisch riss er das Fenster auf, bevor er wieder zu seinem Teig stürzte. Hatte er jetzt alles verdorben? Der gute Honig! Die armen Bienen! Vorsichtig schnüffelte er an der Mischung und verzog das Gesicht. Das konnte doch niemand essen!
    Bestürzt kontrollierte er das Rezept, ob da auch wiklich "Hirschhornsalz" stand, und dann das Tütchen, das erstaunlicherweise das gleiche Wort aufwies. Das konnte doch nicht so falsch sein? Er las die Rückseite des Tütchens. Ammoniumhydrogencarbonat. Das klang – widerlich. Aber wenn es doch so im Rezept stand? Außerdem hatte er es in der Gewürzabteilung gekauft.
    Er wusch sich nachdenklich die Hände und schaltete dann sein Com ein, um zu recherchieren. Tatsächlich, man benutzte das Zeug zum backen. Beim Backvorgang würde das Ammoniumhydrogencarbonat dann zu Kohlenstoffdioxid, Ammoniak und Wasser zerfallen: NH4HCO3 -> NH3 + CO2 + H2O ... Das Wasser verband sich dann mit dem Teig, das CO2 sollte den Teig schön luftig machen und das entstehende Ammoniak würde angeblich verfliegen. Aber tat es das tatsächlich? Er wollte schließlich die kleinen Patienten nicht vergiften! Wie lange er sie wohl backen müsste, um den größten Anteil verdampfen zu lassen? ...
    Es war bereits dunkel geworden, als Kid seine Berechnungen unterbrach und beschloss, die Lebkuchen vorerst zu backen und dann anschließend eine Probe ins Labor zu einer Sprektralanalyse zu geben. Nur um ganz sicher zu sein. Vielleicht konnte man die Lebkuchen tatsächlich guten Gewissens essen. Es wäre ja auch schade um die ganze Arbeit der armen Bienen.
    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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    • Amilyn
      Amilyn kommentierte
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      Hach, ist der süß

  • #3
    Liv holte die Waage, die Abmeßlöffel und eine Palette Schüsseln und Schüsselchen aus den Schränken. Und einen kleinen Topf. Großer Gott. Was hatte sie vor? Ein 10-Gänge-Menü für das ganze Revier? "Du hast einen Rührer?", fragte sie.
    "Ich glaube, schon." Remy zog eine der Küchenschubladen auf, die mit den vielen Dingen. Fragend hob er einen besonders großen Löffel heraus.
    Sie schubste ihn grinsend beiseite und nahm das Ding, das er Mixer genannt hätte.
    "Ah", sagte er und nickte. "Den Rührer."
    Auf dem alten Plattenspieler lief der Refrain von Let's call the whole thing off.
    "Hast du an die Schokolade gedacht?"
    "Ja!" Er reichte ihr eine Schachtel Pralinen.
    "Danke! Und die Schokolade zum Keksebacken?"
    "Das ist nicht die Schokolade zum ...?"
    Sie seufzte. "Na schön. Und das Mehl?"
    "Hier."
    "Remy. Das ist eine fertige Backmischung."
    "Spart Arbeit, dachte ich."
    Sie lachte. "Warum bist du eigentlich überhaupt in Besitz eines Backbuchs?"
    Ein kleines bisschen war es ihm peinlich. "Geschenk meiner Leute."
    "Das erklärt einiges." Sie klappte das Buch zu und sah auf den Titel.

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    Sie sahen sich tief in die Augen.
    "Zeig mir mal deine Lunchbox, Cookie Monster", sagte sie.
    Er konnte nicht widerstehen, sie falsch zu verstehen. Oder auch nicht. Zögernd machte er einen Kussmund.
    Zuletzt geändert von Dodo; 11-12-2019, 18:00. Grund: Absätze werden von mir immer unterschätzt.

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    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Ohrwurm! Ohrwurm!

    • Victoria
      Victoria kommentierte
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      Und wie! Und wie!

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      *lach* Das Buch XD Aber das sollten doch gute Plätzchen werden. Das Krümelmonster weiß, was es tut.

  • #4
    Als er alle Zutaten ordentlich miteinander vermischt hatte, legte James den Stabmixer beiseite und stellte die Schüssel mit dem Teig auf den Tisch. Mit den Fingerspitzen holte er Mehl aus der Packung und ließ es auf das Backbrett rieseln. Anschließend verteilte er es mit der flachen Hand großflächig.
    Die Erinnerungen an die vorweihnachtlichen Nachmittage, an denen er mit Pater McVries und den Freiwilligen, die montags die Suppenküche und dienstags die Organisation der AA-Treffen geleitet hatten, hätten ihn vor nicht allzu langer Zeit wehmütig gestimmt. Aber heute bekam er das Lächeln nicht aus seinem Gesicht. Es hatte keinen Sinn, in der Vergangenheit zu leben, wenn die Gegenwart so verheißungsvoll war.
    In der Sekunde, in der seine Hände den Teig berührten, um ihn aus der Schüssel auf das Holzbrett zu legen - um ihn dort zu … zu kneten und schließlich … nochmal zu kneten und nochmal … noch einmal -, spürte er, wie sein Hals, seine Wangen, seine Stirn sogar sich rot verfärbten. Warm wurden. Heiß eigentlich. Diese Berührung … Wie hatte er all die Jahre seine Hände um den runden Teig legen und nicht wissen können, wie ähnlich es sich anfühlte, wenn es … wenn er … sie …?
    James zog die Hände aus der Schüssel, so plötzlich, als hätte er sie sich verbrannt. Stützte sich ab, wo auch immer seine Hände gerade zu liegen kamen und rutschte mit einer ein wenig auf dem Mehl ab.
    “Geht’s dir gut?” Anne sah von ihrem Handy auf.
    Er nickte und schüttelte gleich darauf den Kopf.
    “Verstehe”, sagte Anne.

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    • #5
      (Och jetzt müssen meine Jungs auch noch Kekse backen? Was denn noch alles? )

      Thaes: »Kekse? Im Ernst?« Schaut entgeistert.
      Orell: Zuckt mit den Schultern. »So lautet die Anweisung.«
      Thaes: »Die hat immer meine Mutter gemacht«, murmelt er und wischt sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel.
      Orell: Klopft ihm tröstend auf die Schulter. »Lass uns anfangen.«
      Thaes: »In Ordnung.« Atmet tief durch.
      Orell: »Also ... Mehl.«
      Thaes: »Hier!«
      Orell: »Eier?«
      Thaes: »Auch hier.«
      Orell: »Butter.«
      Thaes: »Ja.«
      Orell: »Zucker?«
      Thaes: »Japp.«
      Orell: »Was soll das denn sein?« Verengt die Augen und hält sich das Papier näher ans Gesicht. »Va- . Warte mal. Vanille?« Runzelt die Stirn.
      Thaes: »Das hier?« Hält ein schwarzes, langes, dünnes und schrumpliges Etwas weit von sich weg.
      Orell: »Vermutlich.« Zuckt mit den Schultern.
      Thaes: »Noch was?«
      Orell: »Lass mal sehen ... Schokolade.«
      Thaes: »Das muss dann dieses Zeug sein. Kann man das überhaupt essen?« Hält eine Tafel hoch. Riecht daran. Macht große Augen, schaut auf, riecht noch einmal. »Orell! Das riecht unglaublich gut.«
      Orell: »Ach ja? Lass mich mal.« Tut es Thaes gleich. »Tatsächlich.« Hält die Tafel etwas zu fest, sie zerbricht.
      Thaes: »Was hast du getan!?«
      Orell: Sieht ihn mit gerunzelter Stirn an. »Schon gut, es ist nichts passiert.«
      Thaes: Nimmt ein Stück, sieht sich verstohlen um und steckt es schnell in den Mund. »Orell!«
      Orell: »Sprich nicht mit vollem Mund.«
      Thaes: »Aber ...«
      Orell: »Thaes!«
      Thaes: Nimmt ein Stück und stopft es Orell kurzerhand in den Mund.
      Orell: Zunächst überrumpelt, schaut er schnell genauso verzückt drein wie Thaes.
      Thaes: »Glaubst du, diese Schokolade muss da unbedingt rein?« Schaut auf die anderen Zutaten. Orell genauso.
      Orell: »Ich denke, es könnte auch ohne sie gehen«, und hat dabei den Anflug eines Lächelns in den Mundwinkeln. »Also dann.«
      Die beiden lesen das Rezept durch, mischen den Teig und geben ihn portionsweise auf ein Blech mit Backpapier (»Was ist das denn?«). Als es daran geht, den Ofen einzuschalten, stockt die Mission "Kekse backen". Keiner von beiden weiß mit so einem Ding umzugehen.
      Thaes: »Ich mach das schon.«
      Orell: Schaut beunruhigt von den Drehknäufen des Ofens auf. »Warte kurz, lass uns lieber das Ding hier benutzen. Wenn es in der Anleitung steht, muss es einen Grund dafür geben. Und auch benutzbar sein.«
      Thaes: »Komm schon. Ich erledige das in einer Minute.« Hält die Hände mit gespreizten Finger mit etwas Abstand aneinander, als würde er einen unsichtbaren Ball halten. Zwischen seinen Handflächen bildet sich pure Energie. Er feuert sie ab. Nun. Da war mal ein Blech mit portioniertem Teig, aus dem Kekse werden sollten. Jetzt ist da ... *räusper* ... ein Loch in der Wand, die rund um das Loch geschwärzt ist. Thaes sieht zu der großen Teigschüssel, in der noch jede Menge Keksteig ist und sagt etwas kleinlaut »Also ... wenn wir noch so ein Metallbrett und etwas von diesem komischen Papier finden, versuchen wir es einfach nochmal, ja?«
      Orell: Zieht die Augenbrauen derart zusammen, das er wie ein Falke aussieht. Nimmt ein neues Blech und Backpapier und portioniert wieder Teig. Ein Blick auf den unbenutzbaren Ofen, ein Seufzer. »Nimm diesmal weniger Energie.« Drei Versuche sind nötig, aber dann liegen auf dem Blech doch tatsächlich goldbraune, appetitliche Kekse.
      Thaes: »Also ...«, grinst, »... die sehen ziemlich essbar aus.«
      Orell: »Du zuerst.«
      Thaes: Schaut ihn überrascht an.
      Orell: »Wer weiß, ob das Zeug nach der Zubereitung mit deinem Energiestoß genießbar ist.«
      Thaes: Wirkt richtig beleidigt.
      Orell: Verpasst ihm mit dem Ellbogen einen kleinen Stupser gegen den Oberarm, grinst, nimmt sich einen Keks und beißt rein. »Hm, lecker.«
      Thaes: Nimmt sich auch einen. »Hm, wirklich. Aber dieses Schokoladenzeugs nehmen wir auch mit, wenn wir zurückkehren, ja? Wir müssen zusehen, das wir noch mehr davon finden.«
      Orell: »In Ordnung.«
      Thaes: »Ich hab bei unserer Erschafferin nach dieser Sache mit den Nymphen noch etwas gut, finde ich. Schließlich hat sie mich da reingeritten. Da kann sie uns noch mehr Schokolade beschaffen.«
      Orell: »Seh ich auch so.«
      Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      • #6
        Das Ganze war eine Farce! Während er zum dritten Mal innerhalb einer Minute seine Hände wusch, ohne ein auch nur ansatzweise zufriedenstellendes Sauberkeitsgefühl zu erreichen, konnte CharlesOakley nicht umhin darüber nachzudenken, wie einfach es gewesen wäre, fünf Kilo Plätzchen im Einzelhandel zu kaufen. Wieso er sich von Saumweber, dem PR-Fuzzi des Vereins, zum Backen hatte überreden lassen, war ihm heute absolut schleierhaft. Die Labertasche musste ihn in einem besonders schwachen Moment erwischt haben. Im neuen Jahr würde er mit dem Trinken am Vormittag aufhören, definitiv.

        "Wir sollten noch ein paar Vanillekipferl nachlegen, denken Sie nicht auch, Herr Oakley?" grinste Wiedemann. "Meine Mädels lieben die auch." "Ganz sicher sollten wir das", knurrte Oakley, ohne den Blick von seinen klebrigen Fingern zu nehmen. Wiedemanns Begeisterung war das Schlimmste an der ganzen Misere und am frühen Morgen nur schwer zu ertragen. Seit zwei Jahren hatte kein passabler Jugendspieler mehr den Sprung in den Profikader gaschafft. Hier stand der Kerl nun, der mit der Talenteausbildung betraut war, mit seiner albernen, mit Rentieren bevölkerten Schürze um die Taille und einem debilen Grinsen im Gesicht, und warf selbstzufrienden mit seinem Bäckersprech um sich. Es war zum Speien. "Nehmen Sie gern noch etwas mehr vom Vanillezucker", drängte er Oakley ungefragt seine Expertise auf, "wir wollen uns doch von der süßen Seite zeigen." "Na und wie wir das wollen!" schoss Oakley zurück, ein unbehagliches Lächeln erntend.

        "Sagen Sie mal, Wiedemann, wollte der Fotomensch nicht schon vor zehn Minuten aufgetaucht sein?" Die steigende Ungeduld wirkte wie ein Teilchenbeschleuniger in Oakleys Blutbahn. Die verdammten Monde gerieten ihm entweder zu dick oder zu dünn, beim Nachjustieren fielen sie zuverlässig auseinander. Der ganze Mehldunst ließ an manchen Stellen bereits das Indigoblau seines neuen Gilberto-Hemdes verblassen.
        "Oh, hat man Sie denn nicht informiert?"
        Oakleys Griff um das Messer, mit dem er zuvor die Teigmasse zerteilt hatte, festigte sich.
        "Der Herr Polensky musste absagen. Sein Auto ist wohl heute Morgen nicht angesprungen. Und sonntags fährt bei ihm da draußen so früh noch gar kein Bus. Verrückt, nicht war? Bei dem Wetter ist nicht jeder schon so früh so eifrig wie wir, was?"
        Dieses Grinsen. Dieses selbstgefällige Grinsen. Es wird eines Tages noch sein Ende sein, war sich Oakley sicher, als er den gut gelaunten Wiedemann voller Abscheu dabei beobachtete, wie er schwungvoll sein Blech perfekt geformter Vanillekipferl in den Ofen hob.

        Oakley blickte auf die Uhr: Es war noch nicht mal neun. Noch einmal versuchte er sich das Gespräch mit Saumweber ins Gedächtnis zu rufen. Was hatte er sich dabei gedacht? Um elf sollten die Talente der Sportschule eintreffen, bis dahin musste er hier raus sein.
        "Sagen Sie mal, wo haben wir die Zutaten für die Rum-Krapfen?"
        "Die was?"

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        • #7
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          Quintessenz: Bla.
          Kontakt: administrator@wortkompass.de

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