• Forum
  • Artikel
  • Team
  • Camp NaNo

Ankündigung

Einklappen

Ankündigung:

Ihr könnt Euch auch wieder für das Camp NaNo eintragen. Alles weitere folgt.

Ab 01.06. startet das Spiel "Stille Flaschenpost". Wir laden Euch herzlich dazu ein.

Ich möchte mal wieder an unseren Stammtisch erinnern, der jeden Freitag und Samstag zwischen 16:00-3:00 geöffnet ist.
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen

Sag mir, wie du aussiehst, und ich sage dir, wer du bist!

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Sag mir, wie du aussiehst, und ich sage dir, wer du bist!

    Die Genetik funktioniert in Romanen anders als im realen Leben.

    Im Leben ist es Zufall, welche Gene man vererbt bekommt, in Romanen sind es immer die schlechten, die der Hauptfigur zufallen. Der Körperbau ist zu kräftig, das Gesicht zu gewöhnlich, die Augen zu groß, der Teint zu dunkel oder zu blass, während der Rest der Familie natürlich überirdisch schön ist.



    Die Mutter ist eine hochgewachsene, schlanke, elegante, ruhige Frau, die ihre Stärke nur im Ernstfall zeigt. Sie hat hohe Wangenknochen und zarte Gesichtszüge, der Teint ist porzellan-, elfenbeinfarben oder erinnert an Alabaster. Oft ist die Mutter auch schon verstorben oder stirbt im Laufe der Geschichte am oben genannten Ernstfall. Aber vor allem ist Mama in den Augen der Protagonistin immer die Schönste und Klügste.

    Ich nehme ein beliebiges Buch aus meinem virtuellen Bücherregal und finde sofort das erste Beispiel: Tris‘ Mutter (Veronica Roth. Die Bestimmung). „[…] würde meine Mutter als hübsch bezeichnen. Ihre Wangenknochen sind hoch und ihre Wimpern lang, und wenn sie nachts ihr Haar offen trägt, fällt es lockig über die Schultern.“ Wahrscheinlich ist es die gleiche Frau wie bei Romina Russels Zodiac „Mom fielen ihre langen, hellen Locken über den Rücken, und die Sonne schimmerte auf ihrer elfenbeinfarbenen Haut und den großen, runden Augen.“ Auch im dritten Buch, das ich wahllos aus meinem Schrank ziehe, finden wir das gleiche Mamaprofil: „[…] eine klassische Tearschönheit, hochgewachsen, blond und schlank“ (Erika Johansen. Die Königin der Schatten). Die genannten drei Titel sind Bestseller. Die neusten Hypes (gewesen).
    Ich will nicht meckern, denn es ist recht praktisch, wenn die Charaktere eh alle gleich sind. Man braucht nur einmal das Hirn dazu zwingen, ein Bild von einer Mutter zu erzeugen. Danach kann man die Fantasie wieder wegsperren. Falls die Mutter eine Schlüsselrolle spielt, kann man sich gewiss sein, dass sie ihre zarten Fassade fallen lassen und die toughe Powerfrau zeigen wird. Das geschieht in der Szene, in der sie ihrer Tochter, der Protagonistin, die wahren Kräfte zeigt … und draufgeht.
    Ihr schüttelt den Kopf, weil ihr meint, dass Mütter nicht immer hochgewachsen und elegant sind? Stimmt. Es gibt noch die Mütter-Mütter. Das sind diese liebevollen, warmen, meist etwas beleibteren Frauen. Diese existieren aber nur in Romanen, in denen es nicht das Kindermädchen gibt, das diese Rolle übernimmt.

    Ältere Schwestern sind wie die Mütter, jüngere Schwestern sind zerbrechlich und oft auch kränklich, damit sie beschützt werden können. Katniss muss ihre kleine Schwester Prim beschützen (Suzanne Collins. Die Tribute von Panem), und im gleichen Genre und in der gleichen Konstellation Kay ihre kleine Schwester Marcie (Katharina Groth. Centro). Ich frage mich, was passiert, wenn die Protagonistin irgendwann Mutter wird. Setzt sie sich Schönheitsoperationen aus oder überlässt sie diese Rolle ihrer großen eleganten Schwester?

    Nun zu den Männern. Brüder und Väter sind auch immer gutaussehend. Aber das sagt die Progagonistin meist nicht offen, da es ansonsten Inszest-Vorwürfe geben kann. Nichtsdestotrotz findet zum Beispiel Tris ihren eigenen Bruder ziemlich heiß. Ein Gedanke, den ich nicht verstehen kann.

    Ich habe mal gehört, dass man sich nicht in Menschen verlieben kann, mit denen man seit dem Kleinkindalter aufgewachsen ist, da es ein natürlicher Schutz ist, um Inzest zu vermeiden. Mir käme es nie in den Sinn, den eigenen Bruder oder die Schwester sexy zu finden. Ich kann zwar verstehen, dass andere Menschen über die beiden so empfinden, aber diese Empfindung kann ruhig bei den anderen bleiben.
    Deshalb finde ich es so unrealistisch und seltsam, wenn in Romanen die Geschwister wie aus den Augen eines Liebhabers beschrieben werden. In Das Orchideenhaus von Lucinda Rileyheißt es: „Alicia [Protagonistin] war immer beeindruckt von ihrer Schönheit [Julia]. Julias fein geschnittenes Gesicht wurde eingerahmt von einer dichten Mähne mahagonifarbenen Haares, und ihre mandelförmigen, bernsteinfarbenen Augen und hohen Wangenknochen traten jetzt, da sie ein paar Kilo abgenommen hatte, noch deutlicher hervor“. Wieder eine dünne, zerbrechliche Frau mit hohen Wangenknochen. Die stellen selbst die edelsteinfarbigen Augen in den Schatten …

    Die Protagonistin mittelmäßig aussehen zu lassen, ist ein toller1 Kniff der Autorinnen. Erstens können sich Leserinnen anscheinend besser mit Frauen Macken und Makeln identifizieren, zweitens kann man damit verschleiern, dass die Protagonistin eigentlich eine Mary Sue ist und drittens kann eine „Charakterentwicklung“ stattfinden (von mittelmäßig zu hübsch). Besonders in Liebes- oder Entwicklungsromanen wird sie am Ende erkennen, dass Sommersprossen, kurze Haare, ein sportlicher und braungebrannter Körper, eine zerbrechliche oder eine sehr weibliche Figur ebenfalls attraktiv sein kann.

    Die Charakterentwicklung ist wichtig. Je nach Genre ist sie der Haupthandlung gleichgestellt oder übergeordnet. Das ist gar nicht so schwer: Brille absetzen, den Dutt lösen und voilà, das hässliche Entlein hat sich in einen Schwan verwandelt.



    Das Aussehen kann benutzt werden, um die Charaktereigenschaften, aber auch die Einstellung der Figur zu unterstreichen.
    Schiefe und schlecht geputze Zähne weisen darauf hin, dass sich die Figur nicht so sehr um ihr Äußeres und um ihre Gesundheit kümmert – oder dass sie kein Geld und keine Zahnzusatzversicherung hat. Eine bestimmte Moderichtung kann auf eine Gesinnung deuten; oder dass die Figur ein Mitläufer ist.

    [Aufgabe]
    Beschreibt das Äußere einer Figur und lasst den User unter euch raten, wie diese Figur tickt, bzw. eine kleine Szene schreiben.


    Ich geb was vor!

    Jimmy (Mädchen). Schulterlange ungekämmte Haare, zu großes Flanellhemd, kurzgeschnittene, ausgefranste Jeans, blickdichte zerrissene Strumpfhose, Stiefel.
    Zuletzt geändert von VickieLinn; 03-01-2018, 12:09.

  • Kelpie
    kommentierte s Antwort
    Die Art wie man Charaktere erschafft - da stimme ich Ankh zu.
    Die "Fähigkeit zu morden" ist m.E. in jedem drin. Unterschiedlich ist eher der Umgang damit, wenn man es tun würde. Man muss ja auch ehrlich zugeben, dass die heutige Einstellung zu Mord anerzogene Moral ist, während es bei den meisten Völkern früher völlig normal war, Menschen zu töten.

    Ankh, sicher ist es möglich, dass man von Menschen Abstand hält, die eigentlich ganz nett sind, aber wie Mohnmuffin sagt, lieber ein bisschen zu vorsichtig als ein bisschen zu unvorsichtig. Ich gehe auch nicht her und verurteile jeden, der mir auf der Straße entgegen kommt, aber wenn mir so jemand auffällt, dann beobachte ich ihn halt genauer.
    Ich erinnere mich gerade an ein Gespräch aus dem TK, wo wir auch über Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten diskutiert haben, aber ehrlich gesagt - so fehlgeleitet hat mich das bisher nicht. Wie gesagt, es geht nicht um Hässlichkeit oder Schönheit, aber meiner Erfahrung nach sieht man vielen Menschen an, wie sie im Groben ticken.

    Thaha, hey, und so falsch lag ich ja damals bei deinem Kollegen auch nicht!

  • Mohnmuffin
    kommentierte s Antwort
    Ich vertrete ebenfalls die Ansicht, dass es kein "gut" und "böse" im klassischen Sinne gibt, man definiert sich durch sein Handeln (während meine Mutter beispielsweise denkt, die Fähigkeit zu morden ist etwas, mit dem man tief in sich drinnen geboren wird, da bin ich anderer Meinung).
    Hm, aber natürlich kann man jeden Menschen auf der Straße in eine Schublade stecken. Rein evolutionstechnisch ist das auch sinnvoll, um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen - besser zehn Mal jemanden aus Vorurteilen meiden als einmal höflich sein und gemeuchelt zu werden. Soll natürlich kein Aufruf zum Schubladendenken sein, das ist nur die Art, wie unser Gehirn funktioniert. Aber ich denke, Ankh liegt da nicht schlecht, Kelpie, ist eigentlich eine sehr gute Antwort. Das Aussehen entspricht dem Lebensstil. Und wenn es sich um einen gewaltbereiten Mann mit patriarchalichen Ansichten handelt, wird der wohl nur in seltenen Fällen Haare bis zur Brust und Röhrenjeans tragen. Das passt nicht in sein Weltbild. Und ich weiß, was du meinst mit "Gesinnung ablesen", aber ist das dann nicht doch eher die Ausnahme?

  • Ankh
    kommentierte s Antwort
    Kelpie aber hältst du dann nicht auch Abstand von Leuten, die zwar die Äußerlichkeiten teilen, aber ansonsten völlig harmlos sind? Man weiß ja nicht von jedem gleich, wie er drauf ist, und Pädophile erzählen das erst recht nicht.

    Mohnmuffin Ich entwerfe Menschen als Menschen. Niemand ist einfach böse. Entweder ist jemand gestört, oder er hat Motive, die ihn zu bösen Handlungen verleiten. Also gib deinen Bösewicht einen guten Grund für seine Handlungen, gib ihm interessante Hobbies und ein markantes, aber nicht zu ungewöhnliches Aussehen, bzw eines, dass zu seinem Lebensstil passt. Im Grunde genauso, wie du einen Protagonisten entwickelst, nur dass seine Ziele denen deines Protagonisten entgegenstehen.

  • Kelpie
    kommentierte s Antwort
    Ich habe Zeit meines Lebens immer die Einstellung vertreten, dass nur wenige "böse" Menschen wirklich böse aussehen und wenig "gute" Menschen gut. Mal abgesehen davon, dass ich eh dafür plädiere, dass es kein gut und böse gibt.

    Im letzten halben Jahr habe ich dann aber festgestellt, dass es bestimmte Menschentypen gibt - erkennbar besonders am Auge - denen man ihre Gesinnung regelrecht ablesen kann. Sehr auffallend fand ich das bei Pädophilen, Sexstraftätern oder in harmloserer Form bei Männern, die körperliche Grenzen nicht beachten, sowie bei Macht- und Profitgier. Gerade ersteres habe ich inzwischen so oft beobachtet, dass ich von solchen Menschen gezielt Abstand halte. Insofern - blöd gefragt: Vielleicht ist daran ja wirklich was dran? Vielleicht nicht die Haarfarbe, aber Blick, Verhaltensweisen u.Ä.?

  • Mohnmuffin
    kommentierte s Antwort
    Ich klinke mich mal ein, weil ihr gerade die Frage meines Lebens zu diskutieren begonnen habt. Genau darüber hab ich schon so oft sinniert! Wie Kelpie sagte: Du kannst einen Bösen böse aussehen lassen - dann ist es ein Klischee. Wenn der Böse lieb ausschaut - ist es auch ein Klischee. Das würde doch heißen, man müsste ein Mittelding finden, aber wie sieht halbe halbe aus? Ein großer Mann mit breitem Kreuz und ganz großen Rehaugen? Ich hab die Lösung für dieses Problem noch nicht gefunden.

  • Kelpie
    kommentierte s Antwort
    Okay, stimmt Eben weil es das genaue Gegenteil ist, ist es wohl auch schon sehr ausgelutscht.
    Wobei es natürlich auch schwierig ist, etwas völlig Neues zu erfinden. Wenn du einen Spitzel/Verräter hast, kannst du ihn entweder obskur und verräterisch aussehen lassen, oder sehr vertrauenswürdig und nett, oder durchschnittlich. Ist jetzt alles nicht sooo innovativ. Vielleicht wäre der lustige Hofnarr mal was anderes, aber prinzipiell ... ich glaube, das ist der Grund, warum ich mir den Charakter einer Figur nicht gründlich anschaue, wenn ich über ihr Aussehen nachdenke. Irgendwie entsteht das eh alles gleichzeitig.

  • Schneeregen
    antwortet
    Ich kann mir Menschen und Charaktere ohnehin nicht genau vorstellen. Empfinde ich einen Charakter als sympatisch sieht er für mich oftmals in meinen Augen gut aus. Ich finde aber auch durchschnittlich hübscher, als gängige Schönheitsideale. Deshalb denke ich, ich bevorzuge unscheinbare Protagonisten? Mir ist das Aussehen ziemlich wuppi. Wie andere schon schrieben, es nervt nur, wenn auf dem Aussehen herumgeritten wird, egal in welcher Richtung.

    Für mich ist das Aussehen eh immer durch die Rolle und damit auch durch den Charakter der Figur geprägt. Wie schon im Einleitungsartikel, erfüllt die Figur den Zweck Mutter zu sein, dann haben wir ne Vorstellung. Ist es die beste Freundin, dann sieht die Person aus, wie unsere Vorstellung der stereotypen Freundin.
    Man kommt gar nicht drum rum, das Aussehen mit der Rolle zu verknüpfen. Selbst der gutaussehende Bösewicht erfüllt ja seine Rolle.
    Wenn wir jemanden treffen, hat der eine Wirkung auf uns. Als Autor kann ich deshalb nur diese Wirkung einfangen, die ist nunmal geprägt, durch die Aufgabe, die diese Person in der Geschichte hat und diese Aufgabe ist natürlich durch ihren Charakter geprägt.
    Ich mag keine offensichtlichen Klischees, aber man wird nicht drum rum kommen, dass die Eigenschaften des Charakteres beeiflussen, wie der Leser und auch ich ihn mir vorstelle. Ein intelligenter Charakter muss zum Beispiel keine Brille haben, ich werde mir aber dennoch ein Gesicht vorstellen, dass ich mit Intelligenz verbinde, z.B. geradere, definiertere Züge. Weil ich keinen Grund habe, ihn mir anders vorzustellen. Warum sollte er für mich dümmlich aussehen, wenn er klug agiert?
    Meine Vorstellung möchte die Muster, die ich erlebt habe einfach wieder anwenden und wenn eine Figur Macken im Charakter hat, dann würde ich mir auch automatisch keine rundum perfekte Figur vorstellen.

    Mit Klischees kann man spielen und ich mag es, wenn man damit Unsinn treibt. Der erste Eindruck eines Charakters ist nämlich nicht immer der richtige, wie auch bei Personen. Man macht sich immer ein Bild, dieses aber zu erweitern und zu brechen, ist wichtig damit der Charakter interessant bleibt. Da spielt auch das Aussehen mit.

    Einen Kommentar schreiben:


  • VickieLinn
    kommentierte s Antwort
    Sanfte Augen und warmes Lächeln bei einem verlogenen Verräter
    Das wiederum finde ich sehr klischeehaft (Klischees sind keineswegs schlecht). Was denkst du?

  • Maggi
    antwortet
    • Bevorzugt ihr schöne, markante oder unscheinbare Protagonisten (welches Genre?)
    Sowohl als auch. Mir ist alles recht. Was mir aber auf die Nerven geht ist diese Sorte Protagonistin, die von sich selbst immer wieder behauptet, sie wäre unattraktiv, obwohl ihr alle Männer sabbernd hinterher rennen.
    Außerdem hätte ich in Liebesromanen gerne mal richtig unattraktive Figuren. Einfach so zur Abwechslung und für den Realismus (Nicht nur hübsche, gesunde Menschen zwischen 20 und 40 verlieben sich).

    • Soll das Aussehen den Charakter widerspiegeln?
    Also tierisch auf die Nerven geht es mir, wenn Haarfarben oder Augenfarben Charaktermerkmalen zugeordnet werden. Der feurige Rotschopf. Kalte graue Augen. Die Farbstoffverteilung in Augen und Haaren hat nichts mit Charaktereigenschaften zu tun. Hmpf!

    • Soll man vermeiden den Charakter im Aussehen widerspiegeln zu lassen, und geht das überhaupt?
    Ich finde eher andersherum wird ein Schuh draus. Das Aussehen bestimmt bestimme Persönlichkeitsmerkmale. Wie man von der Außenwelt behandelt wird, prägt ja schon das Innenleben und die äußere Erscheinung spielt da schon eine Rolle. Es gibt ja zig Studien, die zeigen, dass hübsche Kinder mehr Zuneigung bekommen oder das attraktive Männer für kompetenter gehalten werden. Solche Dinge meine ich.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Maggi
    kommentierte s Antwort
    Das man Gesichter anderer Ethnien nicht so gut auseinander halten kann, liegt daran, dass unser Gehirn unwichtige Fähigkeiten aussortiert, wenn die Neuronen absterben (was sie ja von Geburt an tun). Man spezialisiert sich. Das Gehirn konzentriert sich auf die Gesichstypen, die im eigenen Leben besonders häufig vertreten sind.
    Bei Kleinkindern ist das noch nicht so. In der Dokumentation die ich zu dem Thema gesehen habe, konnten die sogar noch Gesichter von Schimpansen auseinander halten.

  • Kelpie
    antwortet
    Bevorzugt ihr schöne, markante oder unscheinbare Protagonisten (welches Genre?)
    Ich mags lieber hübsch ^^ Zumindest aber neutral. Wahnsinnig nervig finde ich die von dir beschrieben negativ durchschnittlichen bis hässlichen Charaktere, die das auch noch betonen. Sie können ja gerne hässlich sein, aber dann bitte nicht drauf rumreiten. Lieber von außen mitteilen (dass der Typ beim Date z.B. sagt "Ich kann mir dich ja noch schöntrinken" oder so).
    Meine eigenen Charaktere sind meistens hübsch bis sehr schön Tendenziell finde ich, gibt es solche Menschen nämlich mehr als hässliche. Wenn man an den richtigen Orten ist.

    Soll das Aussehen den Charakter widerspiegeln?
    Auf keinen Fall. Also bis zu einem gewissen Grad bedingt sich das wohl. Ein verruchter Mann, wird vielleicht auf ein verruchtes Äußeres achten. Ein ordentliches Mädchen wird gekämmte Haare haben. Aber grundsätzlich finde ich es langweilig, wenn der hässliche Gnom böse ist und der hübsche Jüngling die tanzende Tugend.

    Soll man vermeiden den Charakter im Aussehen widerspiegeln zu lassen, und geht das überhaupt?
    Denke schon, dass das geht, insbesondere bei den Augen. Die spezielle Farbe für einen speziellen Charakter. Die sanften blauen/braunen Augen für den Schatz der Prota. Wenn man das verwendet, dann allerdings mit Bedacht. Gerade die spezielle Farbe nervt mich, wenn es nicht einen plausiblen Grund dafür gibt, dass einer plötzlich lila Augen hat. Ansonsten, die Frisur beispielsweise kann der Charakter ja selbst bestimmen und sich bewusst dafür entscheiden.
    Grundsätzlich finde ich es aber besser, wenn Charakter und Aussehen im Gegensatz stehen. Sanfte Augen und warmes Lächeln bei einem verlogenen Verräter z.B.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Mona
    kommentierte die Antwort eines Gastes.
    Ein blinder Tourist, der sich gern in Fußgängerzonen aufhält. Und ein bisschen ein Genussmensch ist er auch ...
    Zuletzt geändert von Mona; 13-08-2016, 03:12. Grund: Um diese Uhrzeit fallen klare Sätze schwer ^^.

  • Badabumm
    kommentierte s Antwort
    Hätte auch auf Mongolei getippt. Beim Kleineren ist es noch deutlicher als bei dem Mädchen. Aber nur aus Gefühl, erklären könnt' ich's nicht.

  • Gast-Avatar
    Ein Gast kommentierte s Antwort.
    In der Bild-URL steht Mongolei.
    Haha ... super!

  • VickieLinn
    kommentierte s Antwort
    Ich bin Wessi.


    Ich finde auch, die ähnliche Züge da sind, wenn man nicht der Ethnie angehört.
    Ansonsten kann man peinlich genau sagen: Die Augen sind um Blabla Grad schräg gestellt, deshalb kannste nur ein Mongole sein, kein Chinese.

    In der Bild-URL steht Mongolei.

  • Gast-Avatar
    Ein Gast kommentierte s Antwort.
    VickieLinn Ferner Osten? Hoppegarten? (Da bin ick ab nächste Woche Samstach ooch wieda ... also in Berlin, nich explizit in Hoppejaartn.)


    Ich finde ja, dass sich Mongolen und bestimmte indianische Stämme schon sehr ähnlich sehen.
    Woher stammen zum Beispiel diese beiden: http://www.wildview.de/wp-content/up...golei-0161.jpg ???

  • VickieLinn
    kommentierte s Antwort
    Ankh
    Bei Menschen, die ich regelmäßig sehe, geht es, aber selbst unter den Verwandten oder nahen Bekannten gibt es manchmal Doppelgänger. Die Kinder in der Kitagruppe zum Beispiel bestehen aus lauter Doppelgänger.


    Die sehen sich nur zufällig ähnlich. Wobei die eine mongolisches Blut in sich hat, die andere indianische Vorfahren hat. Eigentlich gar nicht so gleich, aber platt gesagt sind es eben dunkle glatte Haare und dunkelbraune Augen. Punkt.

    @Magico
    Ausm fernen Osten. Deshalb kann ick ja ooch so jut berlinan.

  • Dodo
    kommentierte s Antwort
    Dachte ich mir. Passte trotzdem. Und dass mir die Fantasie durchgeht ... ist halt so. Ständiges Kopfkino. Ich lache auch an unpassenden Stellen.

  • Badabumm
    kommentierte s Antwort
    Oh - habe gerade den nächsten Post entdeckt. Hm, ja. Klassischer Serienkiller.
    Mein nächster Vorschlag hatte nichts mit der ersten Geschichte zu tun. Magico war schon nah dran.
Lädt...
X
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung