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Freitagsinfusion #25: Ein neues Leben

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  • [Inspiration] Freitagsinfusion #25: Ein neues Leben



    Nachdem wir am Mittwoch schon das Thema Charaktertod hatten, geht es heute um den Gegenpart - neues Leben.

    Schreibt eine kurze Szene, in der eure Hauptfigur mit einem neugeborenen Lebewesen konfrontiert wird, sei es das eigene oder ein fremdes Kind oder auch nur ein Katzenbaby.

    Viel Spaß!
    "Alles, was wir brauchen, ist Glaube, Vertrauen und Feenstaub."
    (Peter Pan)

  • #2
    Auf die Schnelle.

    Derek riss die nächste Tür auf, raus aus dem verlassenen Operationsbereich, und rannte den nächtlichen Korridor entlang. Er hörte hinter sich das Pfeifen, mit dem die hydraulische OP-Tür sich öffnete, und wusste, dass seine Verfolger ihn in der nächsten Sekunde erschießen konnten und würden. Ohne nachzudenken wuchtete Derek die nächste Tür auf, gelangte in einem Vorraum voller grüner Kittel, eine Schleuse, und hechtete durch die angrenzende Tür in eine andere Welt.
    Bunte Wände, stille Mobiles an der Decke und etwa ein Dutzend kleinste, durchsichtige Wannen empfingen ihn. Darin lagen weiße Decken. Aus verschiedenen Decken und Minikehlen drangen ein Gurgeln, mehrere abgehakte Vokale und ein Wimmern.
    Die Säuglingsstation? Babyklappe? Kreisssaal?
    Irgendwas mit Babys.
    Aus der Krippe neben ihm klang ein ungeduldiges Wäh. Drohend. Wäh!
    O nein. Oje. Nicht weinen. Schschscht. Derek hob einen Zeigefinger vor seinen Lippen, aber natürlich half das nicht. Das Wäh! wurde größer. WÄH.
    Wo war nur die Schwester? Derek drehte sich im Kreis. Das angrenzende Schwesternzimmer und die Untersuchungsräume wirkten leer, soweit er sehen konnte.
    WÄH!
    Derek hob das Baby aus dem Nest und wiegte es beruhigend hin und her. Nicht brüllen, kleiner Wicht, schön leise sein. Unsichtbar werden. Pscht.
    Da er nicht die Ruhe selbst war und der Säugling vom Schaukeln nicht satt wurde, wurde das Wimmern lauter, ein Weinen ... Stop! Nicht! Bitte! Zu spät.
    WÄH!
    Das Weinen ging über in ein Brüllen! Scheiße!
    Jetzt ging es nicht mehr nur um ihn, sondern um zwölf weitere Leben! Herr im Himmel, die würden doch nicht ihn und die Babys töten! Deren Zeugenaussage wäre eh nicht verwertbar!
    Hektisch wich Derek von der Tür zurück, durch die er gekommen war, stieß das nächste Nestchen an und weckte damit den Bewohner, dessen empörter Schrei wiederum den nächsten -
    Die Tür ging auf. Derek stolperte entsetzt rückwärts gegen zwei weitere Krippen, und das Geschrei im Raum konkurrierte mit einem startenden Airbus um die Ehre des höheren Lautstärkepegels. "Bitte", flehte Derek. "Nicht die Kin-"
    Die diensthabende Kinderkrankenschwester betrat den Raum und sah Derek böse an. Er drückte ihr das schreiende Baby in den Arm und rannte durch ihren Monitorraum hinaus in Richtung Haupttreppenhaus.
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    • Sophie
      Sophie kommentierte
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      Ein sehr cooler Twist am Ende. Ich kann mir den Blick der Krankenschwester bildlich vorstellen.

  • #3
    »Scratch! Hier!«
    Christine wippte auf den Zehenspitzen auf und ab und winkte. Leicht zu übersehen war sie sowieso nicht.
    Haben Sie schon einmal eine ein-Meter-fünfzig Ex-Ballerina gesehen, die schwanger ist mit Zwillingen von einem zwei-Meter-sechs Bodybuilder? Christine sah aus wie ein Partyballon, der verloren am Straßenrand stand und mit seinen dünnen Papierärmchen im Wind flatterte. Nur das Gesicht war nicht so fröhlich.
    Ich lenkte den Sportwagen an den Bordstein, bremste zu einer butterweichen Landung und stieg aus. Christine kam herangetapst. Sie hielt sich am Wagendach fest, nicht, dass sie aus Versehen noch davonkullerte.
    »Danke, dass du mich abholst. Aramis hat gesagt …Unghhhhh!«
    Ich nehme an, das war nicht, was er ihr gesagt hatte, aber ich wusste sowieso Bescheid. Es ist weit einfacher, einen Krankentransport mit dem Teil eines schwangeren Paares zu besprechen, der nicht ständig von Wehen unterbrochen wird.
    Ins Krankenhaus bringen. Check. Mach ich jeden Tag. Da gab es nur heute einen Unterschied, auf den ich noch hinweisen wollte.
    »Nur zur Information, das ist kein Rettungswagen, sondern mein 2045er Nightsky, also habe ich weder irgendwelches Entbindungsequipment dabei, noch –«
    Ein lautes Platschen unterbrach mich. Zwischen Christines Füßen hatte sich ein See gebildet. Gischtspritzer rannen über den nachtschwarzen Lack und tropften von der Unterbodenbeleuchtungsleiste. Wir sahen beide darauf hinab – naja, Christine sah zumindest in die generelle Richtung – dann trafen sich unsere Blicke wieder.
    Ich brachte meine Gesichtsmuskeln wieder in Stellung. »Danke, dass du das nicht im Wagen gemacht hast.«
    Sie sah mich an, als wollte sie mir die Kehle durchbeißen.
    »Können wir jetzt los?!«
    »Ich schau mal schnell, ob ich irgendwas habe, das ich auf den Sitz –«
    »Ich zahl dir die Innenreinigung. Und jetzt steig ein!«
    Bevor ich sie aufhalten konnte, drückte sie mir ihre Krankenhaustasche in die Arme, riss die Beifahrertür auf und kugelte sich auf den Sitz.
    Kumpel, dafür schuldest du mir gewaltig was.
    Ich schloss die Tür, hetzte um den Wagen, verstaute unterwegs die Tasche im Kofferraum und warf mich dann in den Fahrersitz. Der Innenraum roch nach Lederpflege und Fruchtwasser. Ich vermied ein allzu tiefes Seufzen, startete den Motor und gab Gas.
    Unterwegs begann ich unwillkürlich, die Abstände zwischen den UUUhnghhhhhs abzuzählen, die von der Beifahrerseite herüber drangen. Es war nicht ermutigend. Ich drückte das Gaspedal noch ein bisschen tiefer durch und verfasste in Geiste meine Aussage über rechtfertigenden Notstand vor dem Verkehrsgericht.
    »Halt an«, schnaufte Christine, als wir endlich auf der Umgehungsstraße waren. »Fahr hier ran.«
    Och nö, mitten auf der Südtangente? »Wir sind gleich da, nur noch ein paar Minuten«, versuchte ich sie zu motivieren.
    »Baby kommt. Jetzt
    Haben Sie schon mal versucht, die Sonne am Aufgehen zu hindern? Wenn Sie das für eine gute Idee halten, können Sie als nächste Eskalationsstufe mal einer Schwangeren mit Presswehen erklären, dass sie doch nicht jetzt in diesem Moment ihr Baby bekommen kann.
    Ich setzte den Warnblinker und rollte auf dem Seitenstreifen aus. Noch bevor ich ausstieg, wählte ich den Notruf. Leute, ich wollte das hier nicht allein machen. Ich habe schon ne Menge Notfälle abgearbeitet, aber bei einer spontanen Zwillingsgeburt auf dem Randstreifen einer Schnellstraße ging mir der Arsch auf Grundeis. Vor allem, wenn es um die Kinder eines lieben Kollegen ging, der mir schon für weit weniger fast den Kopf abgerissen hat.
    Bei der Umrundung des Wagens holte ich gleich den Verbandskasten aus dem Kofferraum. Nicht, dass das Ding für einen solchen Fall viel nützliches zu bieten hat. Aber immerhin enthielt er Gummihandschuhe, und glauben Sie mir, was immer Sie im Rettungsdienst erwartet, es ist ein Segen, dabei Gummihandschuhe zu tragen.
    Ich riss die Beifahrertür auf. Christine hing im Sitz, stemmte die Füße breitbeinig in den Teppich und presste urtümliche Geräusche aus mehreren Körperöffnungen gleichzeitig.
    Mist. Das schafften die Kollegen nie und nimmer rechtzeitig. Statt einem doppelten Satz Hebammen, Gynäkologen und Kinderärzten, einem Notfall-OP-Team und einem Ehemann, den sie anschreien konnte, gab es – mich.
    Aber hey, ich bin ja sowas wie ein Profi. »Gibt es irgendeine Gebärposition, die du bevorzugst?«, fragte ich und schob meine Finger in die Handschuhe.
    Christines Repertoire wechselte von Steinzeit zu Neuzeit. »Scherzkeks.«
    Ich hatte das durchaus ernst gemeint. Der Konzern legt viel Wert auf Kundenzufriedenheit. Aber da sie sich während der Geburtsplanung offenbar keine Gedanken darüber gemacht hatte, welche Optionen ein 45er Nightsky im Vergleich zu einem Kreißsaal bietet, schob ich einfach den Sitz ganz nach hinten, damit ich wenigstens ein bisschen Platz hatte mich so zu positionieren, dass ich fangen konnte was immer da gleich rausflutschte.
    Was uns zum nächsten Problem führte, wir brauchten freie Bahn zum Flutschen. Christine war so weise gewesen, heute ein zirkuszeltartiges Kleid aus ihrer Garderobe zu wählen (oder sie hatte einfach nichts anderes mehr, was noch passte), welches nach unten hin luftig genug war, ein Baby durchzulassen. Allerdings hatte sie wohl gehofft zivilisiert an der Klinik anzukommen und hatte daher anstandshalber auch ein Höschen angezogen, und das war jetzt im Weg.
    Ich bin nicht der Typ, der den Partnerinnen meiner Kumpels an die Wäsche geht. Zwei Meter sechs Bodybuilder, Sie erinnern sich? Aber ich hatte mich auch nicht drum gerissen, seine Frau zu entbinden. Wir müssen alle mit unserem Schicksal leben. Aufgehende Sonnen und so. Also Höschen runter und einen Blick unter die Haube gewagt.
    Wenn ich bis dahin noch eine vage Hoffnung gehegt hatte, dieser ganzen Nummer noch glimpflich zu entkommen oder wenigstens den Innenraum meines Sportwagens vor der Geburt noch ausreichend mit Rettungsfolie abdecken zu können, belehrte mich der Anblick eines Besseren.
    Hatten Sie schon mal einen wirren Albtraum, in dem Sie nur einem Kumpel einen Gefallen tun wollten und plötzlich guckt Sie ein Babykopf zwischen zwei Schenkeln an? Willkommen in meinem Leben.
    Die gute Nachricht bei der Sache war: Die Hälfte des ersten Kindes war immerhin schon da, also versuchte ich ein bisschen Zuversicht zu verbreiten, dass Christine den Rest auch noch packte, ganz ohne Entbindungsteam, PDA, Wehenschreiber oder Abdeckplane für mein Plastglascockpit. Ich ermunterte sie, bei der nächsten Wehe zu pressen, quetschte mich in den Fußraum wie ein Eishockeytorwart in sein Tor und harrte der Dinge, die nicht lange auf sich warten ließen.
    Wenn Sie sich mal in der unglücklichen Lage wiederfinden, Geburtshelfer spielen zu müssen, merken Sie sich eins: Der Job der Schwangeren ist es, zu pressen, Ihr Job ist, das Baby aufzufangen, und ansonsten beten Sie einfach, dass alles glatt läuft.
    Christine presste, ich fing, alles lief glatt. Heureka.
    »Herzlichen Glückwunsch, es ist …« Ich drehte das glitschige Wesen vorsichtig um. »… ein Mädchen.«
    Ziemlich blass und vollgeschmiert, aber sie atmete und wackelte. Ich vergab mal kritische sieben von zehn Punkten für den Auftritt. Zwei Augen, zwei Ohren, zehn Finger, zehn Zehen, sah doch gut aus. Das zerknautschte Gesicht erinnerte an Papa, aber man kann nicht alles haben. Ich parkte Mademoiselle de Portau auf der Brust ihrer Mutter, kruschtelte ein Dreieckstuch aus dem nutzlosen Verbandskasten (wo ist eine Neonatal-Einheit, wenn man sie mal braucht?) und versuchte, das zugeschweißte Päckchen mit Zähnen und vollgeglitschten Handschuhen aufzufummeln. Irgendwie gelang es, und ich wickelte das kleine Menschlein vorsichtig in das Tuch ein.
    Watt nu? Nabelschnur? Dranlassen. Kind vermessen? Die Kollegen durften heute auch noch was tun. Bevor mir langweilig wurde, hatte Christine eine geniale Idee.
    »Ich glaube, das andere kommt.«
    Ich sah sie wehmütig an. »Kannst du das nicht noch ein klitzekleines Bisschen drinbehalten, bis der Rettungswagen da ist?«
    Blöde Frage, ich weiß. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vermutlich an dem tödlichen Blick, den Christine mir zuwarf.
    Noch während wir uns anstarrten und ich versuchte, sie zu hypnotisieren und ihr per Gedankenübertragung einzugeben, dass eine weitere Geburt jetzt ganz und gar nicht dringend vonnöten war, gab es einen Knall und die zweite Fruchtblase platzte. Es war vermutlich ein eher nutzloser Versuch, die Katastrophe einzudämmen, als ich versuchte, den Schwall Fruchtwasser mit den bloßen Händen aufzuhalten. Aber es hätte unterm Strich auch nicht viel geholfen, wenn ich mich dazwischengeworfen hätte. Der Fußraum schwamm. Ich hätte ihn doch mit Stahlblech auskleiden sollen.
    Wir legten das Bündel mit Baby Nummer eins vorsichtig auf dem Fahrersitz ab, wobei ich großzügig die Schlieren von Käseschmiere missachtete, die sich dabei auf dem Leder verteilten, und wandten uns Baby Nummer zwei zu.
    Ich bin Rettungssanitäter, keine Hebamme. Ich habe nicht gelernt, wie man tastet, ob das Baby richtig liegt, ich hatte keine Geräte, um die Herztöne zu prüfen, und die Kollegen, in der sicheren Gewissheit, dass ich händeringend auf sie wartete, ließen sich natürlich noch immer nicht blicken. Meine einzige Chance war, dass das Baby wusste, was es da tat. Und sind wir mal ehrlich, Babys haben Ahnung von so ziemlich überhaupt nichts.
    Nur dass es jetzt unbedingt raus zu seiner Schwester wollte, das schien beschlossene Sache. Und mit Babys kann man den Geburtstermin genauso wenig diskutieren wie mit ihren Müttern.
    Ich tetriste mich also wieder in den Fußraum, links und rechts von meinen Ohren stemmte Christine ihre Schuhe gegen das hochglanzpolierte Armaturenbrett. Immerhin waren wir jetzt ein eingespieltes Team. Wenn sie so weitermachte, hätte ich bestimmt nach fünf bis zehn Babys den Bogen raus.
    Ich hielt mich bereit zu fangen, und Christine presste. Nach vier NNNNgghhhhhs ohne Ergebnis schluchzte sie auf.
    »Ich kann nicht.«
    »Komm schon«, ermutige ich sie. »Das hat doch eben schon einmal wunderbar geklappt. Noch zwei, dreimal pressen –«
    »Es geht nicht!!« In ihren Augen stand wilde Panik. Und mir dämmerte, dass hier gerade etwas schiefging.
    Shitshitshit bitte nicht.
    Ich wagte einen Blick in den Geburtskanal und betrachtete das Stückchen Kopf, das ich erkennen konnte.
    Wie war das noch in der Vorlesung? Ne Vierteldrehung wie ne Schlosschraube, und sie kommen raus. Nur, fangen die senkrecht oder waagrecht an? Wer hatte mich nochmal zum Geburtshelfer erklärt? Egal wie, im Moment hätte es jedenfalls diagonal stehen müssen, und das tat es nicht.
    Wenn sich das Baby nicht im Becken dreht, muss sich das Becken um das Baby drehen oder so. Ich packte Christines Kniekehle und drückte ihr das Bein gegen die Brust. Die andere Hand drückte ich vorsichtshalber zum Fangen gegen die Öffnung. Christines Aaaahrglnnnnnggh wurde zu einem erleichterten Seufzen und etwas Rundes stieß in meine Handfläche.
    »Na siehste, alles kein Problem.« Ich konnte schon immer gut schamlos lügen.
    »Urrrhhnnngggghh!«, antwortete Christine und presste.
    Ich stieß mir den Kopf am Armaturenbrett, als es mir entgegenfloppte. Ich drückte es an meine Brust, damit es mir bloß nicht nicht entglitschte. Warme Feuchtigkeit sickerte durch mein T-Shirt, während ich Sternchen wegblinzelte. Dann guckte ich nach unten und betrachtete, was ich da gefangen hatte.
    Es war noch eine Sie, ein bisschen blasser als ihre Schwester, aber sie bewegte die winzigen Arme wie ein verschlafenes Kätzchen und öffnete und schloss stumm das Mündchen. Ich vergewisserte mich, dass sie atmete, dann griff ich in meinen Nacken, zog das T-Shirt über den Kopf, das war eh schon versaut, und wickelte sie darin ein.
    Mit einem Stoffzipfel wischte ihr ein bisschen Schmiere aus dem Gesicht. Dann sah ich zu Christine hoch.
    Sie hatte sich inzwischen Baby Nummer eins geschnappt und hielt sie im Arm. Ihr verkrampftes Gesicht war nun gelöst, und sie lächelte das breiteste und erschöpfteste Lächeln, das sie je gelächelt hatte, Ballettaufführungen am Arsch.
    Durch die getönte Heckscheibe drang das Blaulichtblitzen der Rettungskolonne, die soeben hinter meinem Wagen auf dem Standstreifen hielt. Der erste, der bei uns ankam, war ein zwei Meter sechs großer Bodybuilder.

    Ich brauchte etwa eine Woche, um alle Restspuren der Geburt aus dem Wagen zu kriegen. Naja, bis auf die zwei gravierten Nabelklemmen, die Christine mir schenkte: Éponine und Cosette de Portau, geboren am 24.5. 2072 um 17:28 Uhr und um 17:36 Uhr. Die Dinger bleiben jetzt vorerst da am Rückspiegel hängen.
    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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