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Schreibe einen Pitch!

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  • [Handwerk] Schreibe einen Pitch!

    Was ist ein Pitch?

    Ein Pitch ist das Ätzendste, was einem Autor begegnen kann. Einen Pitch zu schreiben, ist schlimmer, als eine Schreibblockade zu haben. Weil Pitching unweigerlich zu einer Blockade führt. Während man bei einem Exposé die sechshundert Normseiten mit brillanten Plotsträngen, den ausgearbeiteten Figuren und einer liebevoll gestalteten Welt, der man ein eigenes Buch widmen müsste, bloß auf zwei Seiten eindampft, darf bei einem Pitch nur ein einziger Satz übrigbleiben.
    Ein einziger Satz[1].
    Das geht.

    Und wenn es so ätzend ist, wieso muss ich es mir antun?
    1. Das Schreiben an sich ist bereits eine masochistische Tätigkeit, also könnt ihr euch gleich den Rest geben.
    2. Wenn man einen Pitch schreibt, muss man mit dem Wesentlichen, mit dem Grundkonzept der Geschichte beschäftigen. Zu wissen, was ihr mit dem Roman aussagt, wird euch helfen, sowohl den roten Faden also auch die Plotfäden in der Hand zu behalten. Daher ist es für viele Autoren hilfreich, schon während des Anfangsphase eines Projekts einen Pitch zu schreiben!
    3. Ein Pitch sieht in einem Exposé auch ganz schick aus.
    4. Und stellt euch vor, ihr trefft einen Verleger oder Agenten im Fahrstuhl[2] und habt genau ein Stockwerk Zeit, ihm euer Projekt vorzustellen. Was passiert ohne Pitch? Ihr holt erst mal weit aus: Die Hintergrundgeschichte des Protagonisten ist wichtig, um die Charakterentwicklung zu verstehen, wobei man ebenfalls die Familie und den Freundeskreis kennen muss, ferner gibt es mehrere signifikante Ereignisse im Leben des Protagonisten, bei denen er die beste Freundin von seiner späteren Partnerin trifft, um sie aus den Augen zu verlieren, um sie wieder zufällig zu treffen, wodurch sie sich wiedererkennen und die Freundin ihn zu einer Feier mitnimmt – wobei der Gastgeber der Cousin vom Protagonisten ist, aber das weiß er zu dem Zeitpunkt noch nicht – und er dann endlich seine Partnerin das erste Mal sieht, sie ihn aber nicht leiden kann, weil er die andere beste Freundin von ihr schlägt, obwohl er eigentlich nur eine Wespe vertreiben wollte, aber da er unter einer Spheksophobie leidet, die dadurch begründet wird, dass er als Kind beinahe in ein Wespennest gefallen ist, als er seine Großmutter in Südfrankreich besuchen gegangen ist – ohne seine Eltern – denn sie hat einen wunderschönen verwucherten Garten, der zum Träumen einlädt, mit duftenden Rosen und wild wachsendem Lavendel und vergessenen Schätzen, die der Vater der Großmutter vor langer Zeit vergraben hat … und nicht vergessen, ihr befindet euch immer noch im Fahrstuhl, der Verleger ist längst weg und die Sonne ebenfalls.









    ​Aufgabe!
    Schreibt einen Pitch. (Das habt ihr erwartet, oder?)
    Ihr könnt euch an einem Pitch eures Projekts versuchen, ihr dürft aber auch gerne zu einem anderen Buch, einer Serie oder einem Film einen Pitch verfassen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch die Pitchs miteinander vergleichen und den einen ultimativen Satz formulieren!

    Umfangreiche Tipps, wie man einen Pitch verfasst, findet ihr im Artikel "Wie schreibe ich einen Pitch?".
    ...
    [1] Oder mehr.
    [2] Elevator Pitch. Man macht innerhalb von 60 Sekunden dem Geschäftsführer seinen Plan, das Produkt oder die Geschäftsidee schmackhaft, um ihn zu überzeugen sich den gesamten Businessplan (in unserem Falle das Exposé) anzuhören.
    Zuletzt geändert von VickieLinn; 22-01-2018, 09:35.
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

  • #2
    Der Bauernsohn Leif wird zum Seefahrer und trifft auf seiner Reise die Friesin Gyde und deren Bruder Erk, mit dem Leif erfolgreich auf Beutezug in die Nordsee geht, um sich dann als reicher und friedlicher Händler und Familienoberhaupt niederzulassen.

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    • Gast-Avatar
      Gast kommentierte
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      Nun, warum die eigentlich sesshaften Skandinavier seinerzeit zu Seefahrern wurden, weiß selbst die Wissenschaft bis heute nicht. Es gibt Vermutungen. In meinem Fall war es so, dass eben Beute gemacht werden sollte, um die bäuerliche Familie "reich" zu machen.
      Beutezug erklärt sich m.M.n. von selbst, ist ein gängiger Ausdruck, Den zu erläutern, halte ich für absolut nicht notwendig und würde den imaginären potentiell interessierten Verleger nur langweilen.
      Und nein, er wollte kein Händler werden, aber reich werden.
      Insofern würde ich vielleicht erweitern:
      Der arme Bauernsohn Leif will reich werden und wird zum Seefahrer, wobei trifft auf seiner Reise die Friesin Gyde und deren Bruder Erk, mit dem Leif erfolgreich auf Beutezug in die Nordsee geht, um sich dann als reicher und friedlicher Händler und Familienoberhaupt niederzulassen.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Danke für die Erläuterung!

      Ich hab noch weitere Fragen: Ist es wichtig, Gyde und Erk zu nennen? Gibt es ein großes Hindernis, das Leif überwinden muss, damit er sich endlich niederlassen kann?

      „Arm“ ist meiner Meinung nach nicht wichtig, da „Bauer“ und „reich werden wollen“ bereits nach arm klingt.

    • Gast-Avatar
      Gast kommentierte
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      Nun ja, ich finde schon, dass Namen nötig sind, sonst müsste ich das umschreiben. Ich wüsste zumindest keine Alternative, um Verwirrung zu umgehen. "Arm" kann in der Tat entfallen, und was das Hindernis angeht, will ich es einmal versuchen, auch wenn 2 Sätze draus geworden sind:

      Der Bauernsohn Leif will reich werden und wird zum Seefahrer, wobei er auf seiner Reise in die Nordsee die Friesin Gyde und deren Bruder Erk trifft.gehen erfolgreich auf Beutezug, wovon Leif nach bestandenen Kampfabenteuern zurückkehrt und sich als friedlicher Händler und Familienoberhaupt niederlässt.

  • #3
    Dann will ich auch mal. Fangen wir einfach an:

    Der Sohn einer Dunkelelfin und eines Inkubus wird auf einer Grenzfestung zum tugendhaften Ritter erzogen.

    Das verrät jetzt wenig vom Plot, oder? Aber der steht eh noch nicht ganz fest.
    Zweiter Versuch:

    Der Sklave eines Nomadenkriegers entdeckt, dass sein Herr der rechtmäßige Erbe des verfeindeten Königshauses ist.

    Jetzt muss ich nur noch unterbringen, dass das eine Liebesgeschichte ist ...
    *fingerknöchelknack* Jetzt das schwerste:

    Ein verurteilter Drogendealer, ein naiver Hochschulabsolvent, ein angeschossener Bodyguard, ein von der Militärpolizei gesuchter Straßendoc und der Erbe eines mächtigen Konzern-Execs müssen sich als Rettungsteam beim DocWagon-Konzern verdingen. Während einer der Personalchefs versucht, sie aus dem Weg zu räumen, schmiedet der andere seine ganz eigenen Pläne für das Team.

    Hm. Zwei Sätze. Aber bei fünf Protas wird das sonst ein Monstersatz. Und ich mag nicht alle Twists verraten.

    Machen die Lust aufs Lesen?



    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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    • Gast-Avatar
      Gast kommentierte
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      Nummer 2 und 3 schon. Vor allem die Charakter beschreibenden Adjektive bei Nummer 3 klingen spaßig.

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Ja, mit denen hab ich echt gekämpft. Ist gar nicht so leicht, die Charakterzüge, die die Protas gegeneinander aufbringen, in ein Adjektiv + ein Nomen zu packen.

  • #4
    Uff, versuch ich mich mal.

    Insektoiden überrennen die Welt und eine junge Frau hat als einzige die Fähigkeiten zu helfen - aber sie will nicht.

    Wobei Insektoid nicht ganz das passende Wort ist, hm...

    Kommentar


    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Ich finde aber schon, dass das mehr interesse weckt. Offensichtlich sieht sie sich nicht als Teil der Menschheit, wenn sie dieser nicht helfen will, und mal eben eine ganze Rasse aussterben zu lassen, weil man ein Darwinist ist - das weckt schon Neugier auf den Charakter Bei deiner ersten Version hatte ich eher so eine typische "ich zweifle an meiner Bestimmung"-Heldin vor Augen, das stößt mich eher ab.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Ich finde es eigentlich ganz gut, da ihre trotzige Weigerung durchkommt.
      Meine Neugier hast du. Ich würde das Exposé lesen wollen, um zu erfahren, warum sie nicht helfen will.

    • Schneeregen
      Schneeregen kommentierte
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      - aber sie weigert sich.
      Würde auch funktionieren. Fände ich auch interssanter, als nicht wollen.

  • #5
    Na dann will ich auch mal für mein Hauptprojekt. (Wobei ich denke, dass ein Pitch quasi die Schlagzeile im Exposé ist, oder?!)


    Ein schwerkranker, alkohol- und opiumabhängiger Eigenbrötler deckt antisemitisch motivierte Morde, die unter dem Deckmantel der grassierenden Cholera-Epidemie begangen wurden, auf.

    Version 2 (nach Verbesserungsvorschlägen):

    Eigenbrötler deckt antisemitisch motivierte Morde auf, die unter dem Deckmantel der grassierenden Cholera-Epidemie begangen werden.
    Zuletzt geändert von magico; 27-06-2016, 09:00.

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    • Gast-Avatar
      Gast kommentierte
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      Hehe ... gegen sich selbst und seine Wahnvorstellungen.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Als Log Line gar nicht so schlecht!
      Wenn du noch kürzen willst, kannst du dich an den Adjektiven versuchten.Auch im Pitch gilt show don't tell.

      Persönlich würde ich noch gern die Motivation und das Konflikt erfahren.

    • Gast-Avatar
      Gast kommentierte
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      Motivation und Konflikt auch noch da rein?

  • #6
    Ankh
    ​Was ist denn der Knackpunkt der Geschichten? Das wird mir nicht so ganz klar.

    1) Ist es ein Konflikt, dass der Prota ein Dunkelelf-Inkubus-Bastard ist? Will er denn zum Ritter werden? („Wird“ ist passiv. Wir wollen aktive Figuren.) Wenn er es so sehr will, was steht ihm dann im Weg?

    2) Der Sklave ist in dem Pitch ein passiver Beobachter, doch welche Rolle spielt er im Roman? Was ist seine Motivation? Wie steht er zu seinem Herren? Was würde sich für ihn ändern, wenn sein Herr das Erbe annimmt, und ist es denn überhaupt möglich?

    3) Was ist der Hauptkonflikt? Ich rate mal etwas herum.
    Es sind fünf verschiedene Personen, die sich in einer kritischen Situation befinden. Personalchef 1 ist gegen das Team, Personalchef 2 ist heimlich für das Team. Das klingt so, als würden sie sich gegenseitig ausspielen (sowohl die Chefs als auch das Team).
    Alle fünf bei ihrem Charakter zu nennen, ist etwas viel. Reicht es für den Pitch zu sagen, dass es fünf sehr verschiedene Charaktere sind, die nur eins verbindet – der DocWagon-Konzern?
    Zuletzt geändert von VickieLinn; 27-06-2016, 08:50.
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

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    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Vielleicht sowas hier?

      1. Trotz inkubischer und dunkelelfischem Blut will [Name einsetzen] ein tugendhafter Ritter werden.

      2. Sklavi will seinem Herrn, einem Nomadenkrieger, ihm nicht verraten, dass dieser der rechtmäßige Erbe des verfeindeten Königshauses ist. Als König könnte [Name] die Bedrohungen (der Nomaden) aufhalten, aber ein Leben am Hof würde ihn fertig machen. Hat Sklavi überhaupt das Recht, die Entscheidung seines Herrn zu beeinflussen – auch wenn es darum geht, mit ihm gemeinsam ein Nomadenleben zu führen?

      3. Fünf starke Persönlichkeiten, die sich normalerweise gegenseitig die Augen aufstechen würden, müssen für Mission Sexy Sanitäter zusammenarbeiten. Während ihnen langsam klar wird, wer ihre Teamkameraden sind, kommt gleichzeitig von außen der Druck der beiden Personalchefs, die das Team als Spielball benutzen. Um zu bestehen müssen die fünf zusammenhalten.

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      1.) Okay, aktiv statt passiv. Wäre es nicht vorteilhafter, das ganze dann noch ein bisschen BILDzeitungsmäßg auf die Spitze zu treiben? "Wollust-Dämon will tugendhafter Ritter werden"? Das wäre dann so die Quintessenz.

      2.) Ich frage mich gerade, ob es überhaupt sinnvoll ist, das ganze aus Sklavis Sicht auszurollen. Eigentlich besteht sein Plot darin, erstmal in der Nomadengesellschaft zurechzukommen, wohingegen der Königsmacherplot die Geschichte seines Herrn ist. Nur weil er der Erzähler ist, ist er ja noch lange nicht der Hauptprotagonist.

      3.) *Mission Sexy Sanitäter* Lol! Braucht es den letzten Satz wirklich? Der wiederholt doch nur das Ende des ersten.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      1. Du musst dir nur überlegen, wer diesen Pitch lesen soll. Wem soll deine Geschichte gefallen? Welcher Schreibstil würde ihn ansprechen? Bildzeitungdramatik? Wenn ja, würde ich es dann so machen. (Wollust-Dämon klingt für mich nach diesen Covern mit den nackten muskulösen Männeroberkörpern.)

      2. Also geht der Hauptplot um den Herrn. Hat er auch eine eigene Perspektive oder wird er nur von außen beschrieben?
      Bei meinem Pitchingversuch klingt es ja so, als wäre es Sklavis Geschichte.

      3. Stimmt. Der letzte Satz ist unnötig.

  • #7
    Zitat von magico
    Motivation und Konflikt auch noch da rein?
    Kannst du tun, ist aber Geschmackssache.

    Bei manchen Genres ist es weniger notwendig. Bei Liebesgeschichten zum Beispiel funktionieren Pitchs ohne Motivation gar nicht.
    Frau will Mann, doch es klappt zuerst nicht und am Ende doch.
    Besser wäre:
    Frau will Mann ihrer Schwester, doch um Familienstreits zu vermeiden, wandert sie nach Australien aus. Fünf Jahre später kommt genau dieser Mann sie zurückholen, denn es gab einen Unglück in der Familie, bei dem der Mann auch noch Schuld war.
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
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    • #8
      Frau will Mann, doch es klappt zuerst nicht und am Ende doch.
      So gefällt's mir aber besser, weil es Liebesgeschichten so schön auf den Punkt bringt.

      Kommentar


      • Gast-Avatar
        Gast kommentierte
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        Ich würde grundsätzlich keine Liebesromane aufnehmen.

      • VickieLinn
        VickieLinn kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Und wenn du bei einem Liebesromanverlag gelandet bist?

      • Gast-Avatar
        Gast kommentierte
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        Sehr unwahrscheinlich, aber mir ist schon klar, dass sich die Geschichte in gewisser Weise von anderen abheben muss. Und sei es nur dadurch, dass die Frau nach Australien auswandert und nicht (wie in einer anderen Geschichte) nach Kanada oder Argentinien.

        Wahrscheinlich würde ich mich dafür entscheiden, nicht in einem Liebesromanverlag zu arbeiten.

    • #9
      Ich finde es unglaublich wichtig, das Ende oder die Auflösung des Konflikts im Pitch zu erklären, sonst klingt es immer eher wie ne Kurz-Kurzzusammenfassung. Also an alle, die das Ende noch nicht drin hatten. Spoilert mich! ( Ich mag Spoiler )


      Beim letzten Pitch schreiben, hab ich an meinem Hauptprojekt gearbeitet. Jetzt das Zwischenprojekt, dass sich dem Ende neigt.

      Auch wenn Seleen Laren nicht lieben darf, ist sie, als sie vor die Wahl gestellt wird, bereit Kompromisse einzugehen, um die ihr wichtige Pflicht als Wächetrin zu erfüllen und gleichzeitig die verbotene Beziehung mit ihm zu führen.
      Zweiter Versuch, nochmal etwas konkreter:
      Seleen verliebt sich trotz ihres Schwurs auf Jungfräulichkeit und wird vor die Wahl gestellt sich zwischen ihrer Liebe und ihrer Aufgabe zu entscheiden. Sie ist bereit zu lügen, um beides zu erreichen.
      Zuletzt geändert von Schneeregen; 29-06-2016, 13:41.

      Kommentar


      • Gast-Avatar
        Gast kommentierte
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        Genau genommen geht nur die zweite Variante. Beim ersten Satz taucht plötzlich ein -er- (eigentlich -ihm-) auf, der keine Zusammenhänge aufweisen kann.
        Zuletzt geändert von magico; 30-06-2016, 13:23.

      • Ankh
        Ankh kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Das erste ist zu verschachtelt. Das zweite ist knapp und auf den Punkt.

      • Schneeregen
        Schneeregen kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Oki. Danke Der erste ist wirklich etwas zu verschachtelt.

    • #10
      Okay, wie ist der:

      Fünf Männer aus verfeindeten Schichten der Gesellschaft werden in ein Sanitäterteam verpflichtet, das einer der Personalchefs beseitigen und der andere für seine eigenen Ziele missbrauchen will.

      zweite Version:

      Fünf Männer aus verfeindeten Teilen der Gesellschaft werden für ein Sanitäterteam verpflichtet, das einer der Personalchefs beseitigen und der andere für seine eigenen Ziele missbrauchen will.
      Zuletzt geändert von Ankh; 30-06-2016, 11:35.
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      • Gast-Avatar
        Gast kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Nein, man wird zur Armee eingezogen bzw. für die Armee verpflichtet.

        Gesellschaftsteile trifft es definitiv besser.

      • Gast-Avatar
        Gast kommentierte
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        Fällt mir jetzt erst gerade auf, aber sind das echt nur Männer?

      • Ankh
        Ankh kommentierte
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        Die fünf Protagonisten, ja. auf der Seite des einen Antagonisten sind auch ein paar Frauen.

    • #11
      Ich tu mich auch immer verdammt schwer mit einem Pitch zum Projekt. Für mein Zweitprojekt mit dem (noch völlig aussagelosen) Arbeitstitel "Lucy" hab ich mich jetzt mal dran versucht:

      Das viktorianische England: Aus Angst vor der gesellschaftlichen Ächtung verheimlicht die eigentlich grundehrliche Lucy ihre Liaison und setzt dabei neben ihrem eigenen Glück auch das Vertrauen ihrer engsten Freunde aufs Spiel.

      Was ich an einem Pitch besonders schwer finde, ist, den wichtigsten Punkt in der Storyline auszuwählen und dann alles andere, auch wenn es für den Plot nachher entscheidende Relevanz hat, rauszustreichen. Bei mir ist z.B. ein wichtiger Handlungsstrang, dass Lucy bereits mit ihrem Liebsten verlobt war, aber durch eine Intrige nicht heiraten konnte, und die beiden im Verlauf des Romans versuchen, mit der Situation zurechtzukommen bzw. einen Ausweg zu suchen, wobei Lucy halt in weniger angesehene Kreise gerät.

      Aber das ist alles einfach zu viel für einen einzigen Satz.

      Und es besteht natürlich die Gefahr, dass man beim Pitchen sehr schnell zu Phrasen greift, die eigentlich nichts aussagen. (Deswegen mag ich meinen Versuch oben eigentlich gar nicht so sehr).
      "Alles, was wir brauchen, ist Glaube, Vertrauen und Feenstaub."
      (Peter Pan)

      Kommentar


      • Sophie
        Sophie kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Die Verlobung war deshalb heimlich, weil er noch nicht das Einverständnis ihres Vaters bzw. Bruders geholt hat. Wenn alles gut gegangen wäre, wären sie ein paar Wochen später verheiratet gewesen. Dann kam aber ein unerwarteter Zwischenfall, er gerät in finanzielle Nöte und wird gezwungen, eine andere zu heiraten, weil seine Familie plötzlich tief im Schuldensumpf steckt. Die Intrige besteht darin, dass der spätere Gläubiger seinen Vater wie eine Weihnachtsgans ausgenommen hat, um durch ihn politischen Einfluss und gesellschaftliche Macht zu bekommen.

        Die Ex-Verlobung wäre nicht das Problem, sondern eher die Tatsache, dass die beiden vorher ... nicht ganz so sittsam gewesen sind, wie man es von einer jungen Dame erwartet. Das war in dem Sinne kein Problem, weil sie ja eh ein paar Wochen später heiraten wollten und den interessanten Teil einfach nur vorgezogen haben. Ohne Heirat ist Lucy also - wie man es damals auszudrücken pflegte - "beschädigte Ware".

      • Gast-Avatar
        Gast kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Stimmt, dein Pitch liest sich zu allgemein - zu austauschbar. Etwas Konkretes macht den Pitch meist besser.

      • Amilyn
        Amilyn kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich finde den Pitch plus nähere Info dazu übrigens total interessant. Ich glaube, ich würde aber eher in den Pitch reinnehmen, was Du über die Story erklärt hast, weil Du mich damit gekriegt hast Vielleicht irgendwie angefangen mit:

        Nachdem Lucy ihre große Liebe nicht heiraten konnte... usw

    • #12
      Ich hab mich jetzt drei oder vier Tage lang mit einem Wort aufgehalten, um den Pitch zu meinem aktuellen Projekt "Sissy & Jules" zu schreiben, bis mir gerade mal eingefallen ist, dass ich einfach komplett umformulieren sollte. Schwupps ist was ganz anderes draus geworden (und zwar was viel besseres, das schlimme Wort war "turbulent" in Bezug auf das Wochenende, passte mal Null ).

      Mich würde interessieren, was Ihr herauslest, auf was das Hauptaugenmerk der Geschichte gelegt ist.


      Ein Wochenende, das alles verändert und all das zu Tage bringt, was niemals gesagt werden sollte, gipfelt im Selbstmord des 21jährigen Julian und der Hoffnungslosigkeit seiner Schwester, die ihr Leben nur auf ihn gerichtet hat.

      Kommentar


      • Ankh
        Ankh kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich würde den "das alles verändert" Teil weglassen. Ein Selbstmord verändert sowieso alles, und sonst bringt der Teilsatz keine konkreten Mehrinformation.

      • VickieLinn
        VickieLinn kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich stimme meinen beiden Vorrednern zu.
        Der erste Teil klingt dramatisch (vielleicht wäre es was für einen Klappentext?), liefert aber keine wichtige Information. Braucht der Leser diesen Teilsatz, um den Inhalt zu verstehen? Nein? Dann streichen.

        Ist dein Pitch eigentlich der Einstieg in die Geschichte oder beinhaltet er den gesamten Plot?

      • Amilyn
        Amilyn kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Es beinhaltet den ganzen Plot. Tatsächlich passiert der Selbstmord sogar am Anfang, danach wird in Rückblenden das Wochenende erzählt und zwischendurch, wie's nach dem Selbstmord weitergeht. Ich feile heute Abend noch mal dran, vielleicht krieg ich's knackiger hin (sprach Frau Schachtelsatz )

    • #13
      Nach der Challenge blieb diese Version meines Pitches übrig:


      Shiori sehnt sich nach einem normalen Leben - doch als der Mann, der sie jahrelang missbrauchte,
      plötzlich zurückkehrt, weiß sie sofort, dass er nur ein Ziel vor Augen hat: sie.



      Der Konflikt ist drin, der Ton gefällt mir auch ... trotzdem ist es noch zu lang und nicht konkret genug (?).
      Bei "dem Mann" handelt es sich um ihren Vater, was ich ggf. konkretisieren könnte.
      Mit der Auflösung wiederum kann ich noch nicht dienen, weil sie noch nicht existiert.

      Weiß jemand Rat, wie man kürzen kann und die Spannung beibehält?
      Alles ist Gift. Es kommt nur auf die Dosis an. (Paracelsus)

      Kommentar


      • Lael
        Lael kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ihr Ziel ist gerade dieses "normale Leben", d. h. die Überwindung der Angst/Ängste.

        Habe gerade den Artikel noch mal gelesen Für mich ist das immer noch der Konflikt. *grübel*

        Also sie ist ja an einem Punkt im Leben, wo sie feststellt, dass es "so" nicht weitergehen kann,
        mit all den traumabedingten Problemen usw. Sie müsste das also aufarbeiten, um zu einem
        "normalen Leben" zu gelangen und voranzukommen. Nur taucht da just ihr Vater wieder auf
        und mit ihm ein wunderschönes Kartell kurioser Gestalten, denen man lieber nicht begegnen will,
        und allerlei andere Katastrophen. Wie das Leben manchmal eben so spielt ... Warum sie
        sein Ziel ist würde ich strategischerweise nicht verraten. Und das Ende ist nach wie vor offen.
        Zuletzt geändert von Lael; 13-07-2016, 22:01.

      • Schneeregen
        Schneeregen kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Dann könnte man das sicher konkretisieren. Zum Beispiel:

        Als der Mann, der sie jahrelang missbrauchte, plötzlich zurückkehrt, muss sie ..., um ihre Angst zu überwinden und... .

      • Lael
        Lael kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Schneeregen Hatte das ganz übersehen, sorry. Danke für den Tipp! Ich werde mich noch mal ausführlicher mit dem Pitch auseinander setzen, wenn ich das nächste Mal an der Story dran bin. Vielleicht kommt mir dann die entscheidende Idee, wie ich deinen Tipp gut umwandeln kann.

    • #14
      Dann probiere ich es auch mal. Hier sind zwei Versionen. Eine mit einem Dilemma am Ende, die andere mit einem klassischeren Konflikt. Welcher ist besser?

      Kiron, königlicher Beamter, soll den Mord an seinem Vorgesetzten aufklären. Für ihn die einmalige Chance in die Gunst des Königs aufzusteigen und endlich genug Macht und Einfluss zu gewinnen, um den Kampf gegen die korrupte Kirche aufzunehmen. Doch dann entdeckt er, dass hinter der Mordfall ein Komplott gegen den König steckt und Kiron muss entscheiden, auf wessen Seite er sich stellen soll.

      Kiron, königlicher Beamter, soll den Mord an seinem Vorgesetzten aufklären. Für ihn die einmalige Chance in die Gunst des Königs aufzusteigen und endlich genug Macht und Einfluss zu gewinnen, um den Kampf gegen die korrupte Kirche aufzunehmen. Doch dann entdeckt er, dass hinter der Mordfall ein Komplott gegen den König steckt und Kiron bleibt nur noch wenig Zeit, um das Leben des Königs zu retten.

      Kommentar


      • VickieLinn
        VickieLinn kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich finde die Version mit dem Dilemma besser, da sie zeigt, dass Kiron nicht der Rechtschaffene ist, der unbedingt den König retten will, sondern eine Person, die ihre eigenen Motive hat.

        Wenn du den Pitch kürzer haben möchtest, würde ich den Anfang straffen. Du könntest dir auch überlegen, den Teilsatz "endlich genug Macht und Einfluss zu gewinnen, um den Kampf gegen die korrupte Kirche aufzunehmen" zu streichen. Es ist zwar ein Ziel von ihm, doch empfinde ich das Ziel, den König zu retten bzw. nicht zu retten, wichtiger. Es scheinen mir zwei verschiedene Plotstränge zu sein (Mordfall und Kampf gegen die Kirche).


        Ich versuche mal zusammenzukürzen:

        Bei der Aufklärung eines Mordfalls, durch die sich der königliche Beamte Kiron die Gunst des Königs erhofft, entdeckt er ein Komplott. Wenn er das Leben des Königs retten kann, erhält er sicherlich genug Einfluss, um den Kampf gegen die korrupte Kirche aufzunehmen, doch da reizt ihn noch war anderes (← da müsste ich wissen, was das ist).

    • #15
      Ok, ich werde mich dann auch mal wagen :'D

      Wobei ich vorneweg noch eine kleine Frage habe: Was genau ist der Unterschied zwischen der Ein Satz Zusammenfassung (15 Wörter, Schneeflockenmethode) und dem Pitch? Ist der Pitch einfach nur ausführlicher?


      Meine Ein Satz Zusammenfassung (sind 16, ich weiß )

      Eine Adelstochter wird erpresst einen jahrhunderte zurückliegenden Skandal aufzudecken, der ihre Familie ins Verderben stürzen könnte.

      Mein Versuch daraus einen Pitch zu machen:

      Eine Adelstochter wird erpresst, sich mit einem jahrhunderte zurückliegenden Skandal zu befassen. Dadurch erfährt sie, dass der Regierungsanspruch ihrer Familie auf Verrat und Intrigen gebaut ist und sich im Keller noch immer wortwörtlich die Leichen stapeln. Schließlich muss sie sich zwischen der Wahrheit oder dem Wohl ihrer Familie entscheiden.

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      • #16
        Zitat von Jyrinny Beitrag anzeigen
        Was genau ist der Unterschied zwischen der Ein Satz Zusammenfassung (15 Wörter, Schneeflockenmethode) und dem Pitch? Ist der Pitch einfach nur ausführlicher?
        Die Ein-Satz-Zusammenfassung ist ein Pitch.
        Die Anleitung für die Schneeflockenmethode könnte umgeschrieben werden zu: Beginne mit dem Pitch. Statt verlieren und gewinnen heißt es Ziel, Konflikt und Lösung.
        In der Praxis ist beides dasselbe.


        Eine Adelstochter wird erpresst einen jahrhunderte zurückliegenden Skandal aufzudecken,
        Eine Adelstochter wird erpresst, sich mit einem jahrhunderte zurückliegenden Skandal zu befassen.
        Er war nicht nötig, diesen Satz umzuformulieren. Beide sagen das Gleiche aus. Nur dass "aufdecken" aktiver und emotionaler ist als "befassen".

        der ihre Familie ins Verderben stürzen könnte.
        Hier erfährt man nicht, was die Figur gewinnen möchte und verlieren könnte. Dies bräuchte man aber bei der Schneeflockenmethode.


        Dadurch erfährt sie, dass der Regierungsanspruch ihrer Familie auf Verrat und Intrigen gebaut ist und sich im Keller noch immer wortwörtlich die Leichen stapeln.
        Hier sind zwar mehr Informationen drin, aber leider auch unwichtige Details. Welche Wörter und Satzteile kannst du streichen, ohne dass der Inhalt sich ändert? Emotionaler wird der Satz, wenn du direkt benennst, was geschieht: … und sie findet die Leichen, die ihre Familie im Keller versteckt hat. (Nur schöner formulieren als ich.)

        Eine Adelstochter wird erpresst, einen Jahrhunderte zurückliegenden Skandal aufzudecken, und und findet dabei die Leichen, die ihre Familie im Keller versteckt hat. Sie plädiert für die Wahrheit, doch damit verliert ihre Familie nicht nur den Regierungsanspruch, sondern auch [konkreteres Wort für "Wohl" einsetzen].
        Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
        die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
        die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
        die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

        Jack Kerouac

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        • Jyrinny
          Jyrinny kommentierte
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          Vielen Dank für deine Hilfe! Ich habs jetzt nochmal probiert.

          Eine Adelstochter wird erpresst, einen Jahrhunderte zurückliegenden Skandal aufzudecken. Dabei stößt sie auf einen Gewölbekeller voller Leichen und muss verhindern, dass die Wahrheit über deren Tode ans Licht kommt, da ihre Familie sonst ihre Macht und ihr gesamtes Vermögen verlieren würde. Doch mit jedem weiteren Toten, den sie findet, wächst ihr schlechtes Gewissen und der Abscheu gegen ihre eigene Familie, sodass sie sich zwischen Macht und Gerechtigkeit entscheiden muss.

          Der letzte Satz gefällt mir noch nicht, aber mir will auf biegen und brechen grade keine bessere Formulierung einfallen :S Sie profitiert ja davon, dass ihre Familie so mächtig ist und ihr an nichts fehlt, sie will und kann aber gleichzeit nicht mehr einfach die Augen vor den Gräueltaten verschließen, die dafür sorgen, dass sich daran nichts ändert (Wobei sie ihre Schwestern und Mutter natürlich auch nicht einfach auf die Straße setzen will bzw. nicht jeden mit ihrem Namen ins Verderben stürzen will) Blöörp.

      • #17
        Hatte in der Uni lustigerweise die Erleuchtung welche Geschichte wohl mein erster Char zu erzählen hat.

        Álvaro, seines Zeichen Straßendieb und Einbrecher stolpert bei einem Einbruch in einen Mordfall und wird vom Wachpersonal sowie dem Besitzer des Hauses bemerkt. Um einer Auslieferung an die Stadtwache zu entgehen, beginnt er zunächst Widerwillig die Ermittlungen auf zu nehmen. Bald entdeckt er nicht nur paralellen zu einem Mordfall aus seiner Vergangenheit, sondern sieht zumindest stellenweise seine Vorurteile gegenüber der Oberschicht bestätigt. Soll er sich etwa nicht nur auf den Mordfall konzentrieren und den jungen, fast naiven Hausbesitzer vor einer gegen ihn laufenden Intrige warnen?
        ~ We know the songs the sirens sang
        See us dream every tale true ~

        T. Holopainen

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        • #18
          @Vampirwurst:
          Ich glaube, da könnte man noch ein bisschen kürzen bzw. präzisieren.

          Álvaro, seines Zeichen Straßendieb und Einbrecher stolpert bei einem Einbruch Straßendieb, Einbrecher und Einbruch sind mir irgendwie zu doppelt gemoppelt. Die ersten beiden könnte man weglassen und stattdessen Alvaro mit einem adjektiv näher charakterisieren, siehe unten.in einen Mordfall und wird vom Wachpersonal sowie dem Besitzer des Hauses bemerkt.
          So genau wie "vom Wachpersonal sowie vom Besitzer des Hauses" muss es nicht sein. Wichtig ist hier ja nur, dass er erwischt wird und deswegen ermitteln muss, damit er nicht bestraft wird.
          Um einer Auslieferung an die Stadtwache zu entgehen VickieLinns Tipp, dass man dem Leser vertrauen soll, folgend, könnte man das auch weglassen. , beginnt er zunächst Widerwillig die Ermittlungen auf zu nehmen.
          Das wäre bis hierher mein Vorschlag: Der gewiefte Alvaro stolpert bei einem Einbruch in einen Mordfall und wird erwischt. Nun ist er gezwungen, selbst zu ermitteln. Hier ist glaube ich auch so klar, dass Alvaro als Folge darauf, dass er erwischt wird, selbst ermitteln muss.

          Bald entdeckt er nicht nur paralellen zu einem Mordfall aus seiner Vergangenheit, sondern sieht zumindest stellenweise seine Vorurteile gegenüber der Oberschicht bestätigt. Das ist beides sehr vage. Nun weiß ich nicht, um was für einen Mordfall es sich handelt, doch wenn es z.B. an seiner eigenen Mutter wäre, was ihm ja ein starkes Motiv für die Aufklärung geben würde, würde ich das konkret sagen.
          Das mit den Vorurteilen würde ich noch stärker formulieren, "zumindest stellenweise" klingt sehr unpräzise. Soll er sich etwa nicht nur auf den Mordfall konzentrieren und den jungen, fast naiven Hausbesitzer vor einer gegen ihn laufenden Intrige warnen? Das ist etwas schwierig, weil in meiner Version der Hausbesitzer gar nicht vorkommt, aber auch in deiner Version wird diese Intrige in Alvaros Erkenntnissen nicht erwähnt, was das ganze etwas aus dem Nichts auftrauchen lässt.
          Also ich lehne mich jetzt etwas aus dem Fenster und mache folgenden Vorschlag für den zweiten Teil:
          Bald entdeckt er nicht nur Parallelen zu dem Mord an seiner Mutter (ist jetzt nur ein Beispiel dafür, dass es eventuell konkretisiert werden könnte),sondern auch eine Intrige gegen den jungen Mann, bei dem er einst einbrach. Alvaro könnte ihn warnen - doch ist der Adlige das überhaupt wert?

          So, das ganze noch mal an einem Stück:

          Der gewiefte Alvaro stolpert bei einem Einbruch in einen Mordfall und wird erwischt. Nun ist er gezwungen, selbst zu ermitteln. Bald entdeckt er nicht nur Parallelen zu dem Mord an seiner Mutter, sondern auch eine Intrige gegen den jungen Mann, bei dem er einst einbrach. Alvaro könnte ihn warnen - doch ist der Adlige das überhaupt wert?

          Also das kommt mir jetzt doch recht kurz vor. Wie findest du es?


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          • #19
            Ich versuch's dann auch endlich mal:

            Zwei Schüler beobachten nachts eine zwielichtige Gestalt, die sie als Reinkarnation eines Dämons identifizieren. Bei dem Versuch, dessen Pläne herauszufinden und zu vereiteln, sind letztendlich ausgerechnet sie es, die besagtem Dämon zu neuer Macht verhelfen.

            Zu viel, zu wenig? Sollte ich irgendwo genauer werden? Ich freue mich schon auf Anregungen.

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            • Chandramukhi
              Chandramukhi kommentierte
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              Danke, after eight. Freut mich, dass es dir gefällt.

              magico: Danke für das Feedback. Hm... eigentlich liegt es an seinem Aussehen. Das heißt, es wird unmittelbar klar. Ich weiß nur nicht, ob es komisch kommt, wenn ich schreibe "identifizieren ihn, anhand seines Aussehens..." oder fällt dir noch etwas ein, wie ich das elegant einbringen könnte?

            • Ankh
              Ankh kommentierte
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              Wie wäre es einfach mit "den sie als Dämon erkennen" oder noch einfacher "beobachten nachts einen Dämon"?

            • Chandramukhi
              Chandramukhi kommentierte
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              Ankh: Bei erkennen würde ich jetzt wieder das "woran"-Problem sehen, aber den zweiten Vorschlag finde ich nicht schlecht. Nur irgendwie fehlt mir etwas, wenn ich den Satz so schreibe. :/
              Obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, gefällt mir deine erste Version doch besser. Erkennen ist ja nicht das gleiche wie identifizieren. Fragt sich nur, ob magico damit zufrieden ist.
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