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Freitagsinfusion #82: Liebe

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  • Freitagsinfusion #82: Liebe

    Lass Deine Hauptfigur eine Liebeserklärung schreiben. An jemanden, den sie wirklich liebt.

  • #2
    Du verdammter, arroganter Dreckskerl, ich weiß nicht, wie das passieren konnte - aber ich liebe Dich.
    Always avoid alliteration.

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    • AgiHammerKlau
      AgiHammerKlau kommentierte
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      Auf den Punkt!

      :-)

  • #3
    Liebste Dulcinea,


    I ch schreibe dir diesen Brief, weil ich immerzu an dich denken muss. Deine

    C affebraunen Augen, haben mich verzaubert, mir völlig den Kopf verdreht.

    H offentlich verstehst du mich nicht falsch, wenn ich dir sage im Anfang liegt das Wahre.


    L ange habe ich überlegt, wie ich dich an meinen Gefühlen teilhaben lassen kann.

    I ch kann es kaum erwarten dich wieder zu sehen, dein zauberhaftes lachen zu hören.

    E s gibt keine Minunte, in der ich nicht in deiner Nähe sein möchte.

    B evor ich dich kennenlernte, war mein Leben einsam und langweilig. Und jetzt sehne ich mich nach deinem

    E lan, deinem Temperament, deinem Lachen, deinem Anblick.


    D ies ist meine Kapitulation, mein Verstand hat verloren, mein Herz gesiegt.

    I ch will es endlich bekennen, dir sagen, es laut hinausrufen. Ich bin deinem

    C harme und deiner Anmut erlegen. ich lege mein Herz in deinen

    H ände.




    DQ

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    • #4
      Haruki schreibt nicht. Haruki malt ein Bild. Und das tut er in meiner Geschichte wirklich – auch wenn ihm zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht klar ist, dass er die andere Person liebt.



      Die Szenen-Stückchen, in denen Haruki an besagtem Bild malt:

      Haruki malte. Entgegen seines ersten Impulses hatte er sich nicht für Gelbtöne entschieden, sondern hatte auf seiner Farbpalette einen ganzen Ozean an verschiedenen Blautönen verteilt. Jedes Mal, wenn er den Pinsel hinein tauchte, vermischten sie sich; die unergründliche Tiefe des Indigos nahm kühle Spritzer von Azur auf, als wären sie eine Erinnerung an die lichtdurchfluteten Schichten des Meeres, die seine finsterkalten Tiefen lange schon vergessen glaubten.
      Sein Zeitgefühl hatte Haruki längst verloren. Das Gleiten des Pinsels gab den Takt vor, dem er sich fügte und der für den Moment viel wichtiger war als die Minuten und Stunden, die in der Welt außerhalb seiner Gedanken vergingen.


      [...]


      Die Arbeit an dem Bild ging gut voran. Nachdem er noch einmal bei Okamoto gewesen war, um ein paar deckende Gelbtöne zu kaufen, hatte er die zweite, dritte und vierte Farbschicht auf die Leinwand aufgetragen und trocknen lassen. Sie verdeckten vollständig die erste und von dem tiefen Blau in all seinen Schattierungen war nur Harukis Erinnerung geblieben. Nun erstrahlte die Leinwand in einer Abstufung von Gold- und Gelbtönen, die sich aus einem Punkt leicht links unterhalb der Mitte kreisförmig nach außen verdunkelten. Am äußersten unteren Rand arbeitete Haruki gerade daran, die richtigen Töne zu treffen, die irgendwo zwischen warmen Orange und Sonnenuntergang lagen. Er hatte beschlossen, sich einfach von seinen Gedanken führen zu lassen und das zu malen, was ihm in den Sinn kam. Es war ungewohnt, sich so fallen zu lassen, doch Haruki spürte, dass es das Richtige war.


      [...]


      Schon war er aus der Tür und Haruki stand allein im Flur. Draußen hallten noch Minorus Schritte auf der Treppe, auf dem Parkplatz – dann war es ruhig.
      Einen Augenblick blieb Haruki noch unschlüssig stehen und lauschte, wartete darauf, dass sich sein trommelndes Herz beruhigte. Als er sich schließlich umwandte und ins Wohnzimmer zurückkehrte, kam ihm seine Wohnung ungewohnt still und groß vor.
      Er öffnete das Balkonfenster einen Spalt, stellte seine Staffelei auf und platzierte die Leinwand mit dem unfertigen Bild darauf. Nach diesem Abend war er sich sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben. Die nachtdunklen Blautöne hinter dem Goldgelb, das mit so verschwenderischer Fülle über das Bild floss, dass es alle anderen Farben überstrahlte, ein paar Nuancen in Orange und ein Hauch Zinnober in der unteren linken Ecke … all das fühlte sich richtig an, wenn er an Minoru dachte. Trotzdem wirkte das Gemälde unfertig. Als fehlte eine Komponente, die Haruki noch nicht entdeckt hatte.
      Während er vor der Staffelei stand und nachdachte, piepste sein Klapphandy, das er vor Stunden neben den Stapel Unibücher gelegt hatte.
      Eine neue Nachricht. Nummer: unbekannt.

      »Ich habe die Bahn bekommen!
      Vielen Dank für heute!
      Es war sehr schön ♪
      Ich freue mich aufs nächste Mal. ミ★(*・ω・)v
      Minoru.«


      Haruki beeilte sich, zu antworten: »Ich habe zu danken. Bitte pass auf und komm gut nach Hause. Haruki.«
      Kaum dass er die Nummer eingespeichert hatte, piepste sein Handy erneut.

      »Keine Sorge! (´ω`)/
      Schlaf gut, Haru! (*´ω`)o«


      Haruki schmunzelte beim Anblick der vielen Smileys. Minorus Nachrichten waren genau wie er selbst.
      Eine Windbö vom offenen Fenster trug eine leichte Vanillenote und die Ahnung eines vertrauten Geruchs zu Haruki. Minorus Geruch, der noch immer in seinem Zimmer hing und den er in dessen Anwesenheit gar nicht mehr wahrgenommen hatte.
      Mit einem Mal wusste er, welche Komponente noch auf der Leinwand fehlte. Aus seiner Farbenkiste suchte er seine Palette, die angebrochene Tube mit der weißen Farbe und eine neue Tube Gelb heraus und begann, beide Farben auf der Palette zu einem milchigen Hellgelb zu vermischen. Vorsichtshalber legte er ein paar Blätter Zeitungspapier um die Staffelei herum auf den Boden, dann griff er einen breiten Pinsel und tauchte ihn großzügig in die Farbe. Ein Tropfen löste sich – zum Glück noch über der Palette –, als Haruki ausholte und mit einem kräftigen Schwung unzählige helle Spritzer auf die Leinwand bannte. Wie die Milchstraße Orihime und Hikoboshi trennte, teilte das Sternenband auf seinem Gemälde das warme Orange am unteren Rand vom reinen Gold im oberen Teil, verteilte wilde Sprenkel in beide Bereiche und schuf so gleichzeitig eine Brücke. Bis das Band milchig wie der Himmelsfluss über diesen strahlenden Sommerhimmel ziehen konnte, würde es noch ein wenig Feinarbeit brauchen. Doch Haruki wusste bereits, wie das Endergebnis aussehen würde und zog selbstbewusst die flache Spitze seines Spachtels über die dickeren Sprenkel in der Mitte.


      [...]


      Das goldgelbe Bild mit der Vanillesternenstraße hatte er zwei Tage zuvor mitten in der Nacht beendet. Nun wand sich ein dünnes rotes Band über die rechte Seite, formte einen Wirbel und schließlich einen kleinen Knoten in der unteren Ecke, bevor sich der Faden am unteren Rand verlor. Sobald er den letzten Schwung des Fadens mit dem dünnen Pinsel auf die Leinwand gebannt hatte, war er zufrieden gewesen. Das Bild war fertig. Und vermutlich blieb es das einzige, das Minoru niemals sehen würde. Haruki hatte genau darauf geachtet, dass Minoru es während seiner ganzen Entstehungszeit nicht zu Gesicht bekam und nun, da es vollendet war, würde er erst recht dafür sorgen, dass niemand außer ihm selbst es je betrachtete. Haruki war es peinlich und er fürchtete, dass Minoru sofort erkennen würde, dass er beim Malen die ganze Zeit an ihn gedacht hatte. Dass dieses Bild, das ohne feste Formen auskam und nur durch seine intensiven Farbschichten von Harukis Gefühlen erzählte, ihn verraten würde.
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      »… and he wonders if that is what people look for in a partner or a friend: the part of themselves that is missing.«
      ― Rachel Joyce, Perfect

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    • #5
      Diesen einen Satz werde ich nie aussprechen, nie aussprechen können. Aber, ich liebe Dich.

      (Sergej zu ... muss mal nachdenken, gibt 3 potentielle Adressaten.)
      Quintessenz: Bla.
      Kontakt: administrator@wortkompass.de

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      • #6
        Welche Form von Liebe? Man kann einen Freund lieben wie einen Bruder oder eben wie einen Partner...
        ~ We know the songs the sirens sang
        See us dream every tale true ~

        T. Holopainen

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        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Gemeint ist in erster Linie romantische Liebe. Wen die träfe, ist egal.
          Wenn die Figur niemanden hat, dann gern auch tiefste Freundschaft.

      • #7
        18h24 - Anne: Habe dein email postfach sortiert (CHAOS PUR!!) UNd die predigt für Sonntagnachmittag abgetippt.du hast nicht nur einen miesen sms schreibstil sondern auch eine sauklaue!

        Toll dnake ! Tut mir ledi wg chaos + ssm + sauklue :James - 18h29

        18h30 - Anne: Kein prob. Deswegen liebe ich dich so
        18h31 - Anne: *das - sry Autokorrektur!!
        18h31 - Anne: Das = den job
        18h55 - Anne: Ok?

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        • #8
          xD Ich übe mich gerade in aussagekräftigen Dialogen...^^ Und es passt thematisch irgendwie...


          „Was soll das?“
          „Du zitterst.“
          „Was interessiert es dich?“
          „Ich liebe dich.“
          „Einen Scheiß tust du! Nimm deine verdammte Hand da weg!“
          „Es tut mir leid.“
          „Interessiert mich nicht. Du hast dich bereits für eine Seite entschieden.“
          „Ich habe mich zwischen euch gestellt.“
          „Wenn du nicht für mich bist, bist du gegen mich! Verschwinde endlich und geh du deinem geliebten Freund!“
          „Er ist mein bester Freund und du hast ohne Sinn und Verstand auf ihn eingeprügelt. Du weiß genau, dass er nichts für den Unfall kann und wenn du ihn ernsthaft verletzt hättest, hättest du im Nachhinein am meisten darunter gelitten.“
          „Oh, dann muss ich wohl dankbar sein, dass du mein Seelenheil gerettet hast?“
          „Nein, denn ich habe es getan, weil ich euch beide liebe.“
          „Ich habe keinen Bock auf dein moralisches Gelaber, du verdammter Scheißkerl!“
          „Hey …“
          „Scheiße! Nein! Verdammt! Lass mich los!“
          „Ich wollte dir nicht wehtun. Deswegen habe ich es dir nie gesagt. Es tut mir leid. So sehr.“
          „Ich hasse dich.“
          „Ich weiß… Shh, nicht weinen…“
          „Wehe, du tust das nochmal.“
          „Werde ich nicht. Versprochen.“

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          • #9
            Es tut mir leid. Ich musste.
            Das ist eiiigentlich schon zu kitschig, aber die Figur ist ja auch betrunken.

            I dunno 'ow ... ugh, I'm too drunk for this. Right. Let me just get some cold water to sober up and try again.
            I really don't know how to say this - I don't even know if our language allows for it. Is there a word for what we have? I don't know. I don't need one, personally, but I need language to say what I wanna say so ... here goes nothing.
            I can't promise you great romance or the love of your life. If that's what you want, well, I want you to be happy, so I'll pack my things and go, because I just can't be that. I mean, sure, we've done things that some people would consider romantic or sexual, and I don't mind doing more of that, and maybe that's one of many ways in which I like you if you really wanna take my feelings apart and label every single one of them, but it doesn't make a difference, you know? To me at least. The way I see it we were close before, and we're close now, and this is just one more thing that we do when we feel like it and it's cool, and when we don't feel like it, that's cool, too. There was no prequel to the 'real' relationship, nor was our relationship thrown from one static category into another, especially not one that's doomed to stay the same forever or end. It doesn't work that way for me. I'm just not wired that way, and I need you to know that, because when people try to force a label and the rules and expectations that come with it it suffocates me and then I lose them, and I really, really don't wanna lose you. If you'll have me this way, that is.
            So I guess what I'm tryin' to say is that I really, really ... like you. Hell, I'll just say it, I love you. I don't know what kind of love this is and what it'll become and I'd rather not give it a name, but it's there and it's strong and I want you to know that and I want it to go on. So, again, I can't be your love-of-your-life-happily-ever-after-romantic partner. I can't be exclusive because loving one person doesn't mean I can't love anyone else, and I wouldn't want you to neglect the people of love out of some false sense of loyalty either. If you're not wired that way, that's cool. Bottom line, I can't promise you anything because who knows how our relationship will change and evolve as we change? But I want it to go on and be free and let it change and evolve and go in any direction that makes us happy. I really, really hope that it can go on and that you like it this way, too. But it's okay if you don't. Whatever you want is fine, and if it's something I can't give you, you'll find someone else who can. Just let me know, because I really, really want you to be happy.
            ...
            Wow. That was a lot. Sorry about that. Let's, uh, talk about this again sober, maybe? And can we get pizza? I'm starving.


            Eine Sache noch, Lesen optional
            Wer jetzt den Eindruck hat, die Figur sei einfach nur unentschlossen oder bindungsgestört, oder verwirrt ist, warum sie etwas was wie eine romantische Beziehung aussieht nicht eine romantische Beziehung nennen will, der*die hat wahrscheinlich selbst eine andere romantische Orientierung/Identität. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten von Liebe und Zuneigung, und noch mehr unterschiedliche Möglichkeiten, diese zum Ausdruck zu bringen, und es ist nicht für jede*n so straightforward, dass es nur einige wenige Kategorien gibt, denen man eine Beziehung klar zuordnen kann, und dass einige Verhaltensweisen ausschließlich einer Art von Zuneigung vorbehalten sind. Nicht jede Beziehung lässt sich so genau zuordnen, und nicht jede*r will seine*ihre Beziehungen immer so genau zuordnen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Meine persönlichen Gründe dafür sind zum Beispiel: es fühlt sich manchmal einfach falsch an. Außerdem ein paar Probleme damit, wie unsere Gesellschaft das Label Romantik definiert und moralisiert, aber die sind hier nebensächlich.
            Mein Punkt ist: dieser Charakter hat eine romantische Orientierung, die sich von dem, was die Mehrheit als "normal" ansieht, unterscheidet. Nennt es Polyamorie, Beziehungsanarchie, irgendwas dazwischen, das ist eigentlich auch egal. Aber: wie dieser Charakter Liebe empfindet und sie ausleben will, die Art von Beziehungen, die ihn glücklich machen, all das ist valide und okay. Die Liebe und Beziehungen dieser Figur sind okay, richtig und vollständig, genau wie jede andere Art von Liebe und Beziehung, solange sie gesund und einvernehmlich ist.
            Ich halte die Community hier zwar für sehr offen und tolerant, aber da ich den Eindruck habe, ein Großteil der Gesellschaft ist es in dieser Hinsicht nicht, und dass die wenigsten mit anderen Beziehungskonzepten als den "klassischen", "normalen" vertraut sind (vielleicht ist das aber auch nur meine Erfahrung), wollte ich das einmal gesagt haben.
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            Zuletzt geändert von Lia Roger; 11-02-2020, 19:17.
            C10H12N2O

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            • Dodo
              Dodo kommentierte
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              Auch tolerante Gesellschaften und Gesell*Innen können hin und wieder einen reminder gebrauchen, daher danke auch für die Leseoption.

            • Lia Roger
              Lia Roger kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Dodo Danke Die Leseoption ist da vor allem, weil ich unsicher war, wie die Infusion ohne Erklärung ankommt, bin jetzt aber etwas beruhigt.
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