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Weltenfrag #20 - Was sind Eure Fragen/Probleme/Schwierigkeiten?

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  • Weltenfrag #20 - Was sind Eure Fragen/Probleme/Schwierigkeiten?

    Woran hängt Ihr eigentlich immer beim Weltenbau fest?
    Was bereitet Euch die größte Schwierigkeit und was flubbt einfach so?
    Recherchiert Ihr Euch auch die Synapsen heiß und hadert dann doch ... oder nicht?
    Was ist Euer ultimativer Weltenbautipp?
    Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

    Kontakt: administrator@wortkompass.de

  • #2
    Woran hängt Ihr eigentlich immer beim Weltenbau fest?
    An der Anzahl an Details, die ich brauche oder nicht brauche. Ich weiß nie, ob meine Notizen oder meine Texte selbst genug Details haben oder zu wenig und wo die Linie ist. Besonders für den Weltenbau weiß ich nie genau, wo die Linie ist. Meine Vermutung ist, ich notiere und schreibe zu wenig dazu, aber mir alles zu notieren, scheint mir auch unsinnig.

    Was bereitet Euch die größte Schwierigkeit und was flubbt einfach so?
    Fluppen tut Mythologie und Legenden und sprachliche Dinge. Das macht mir Spaß, da weiß ich viel, da recherchier ich gern, das geht super.
    Weniger gut fluppts bei Flora und Fauna und Städte. Ich weiß ein paar Funfacts über Tiere und bin da sehr interessiert, aber Flora und Fauna ist ein kompliziertes Gewebe aus Dingen, die es zu beachten gilt. Genauso wie Städte (und ähnliche menschlich-gesellschaftliche Dinge), das ist ein komplexes Gewebe aus Einzelheiten, viele davon auch versteckt und deren Beziehungen oft undurchsichtig.
    Für mein PloMo-Projekt habe ich eine Welt, die nicht unsere ist, mit Flora und Faune, die wir nicht haben. Da muss ich mir viele Gedanken zu machen und ich weiß nicht mal, wo ich anfangen soll. Zu unterschiedlich darf es ja auch nicht sein, aber die Unterschiede müssen auch offensichtlich genug sein, um dieses andere-Welt-Feeling zu geben und zu rechtfertigen.
    Bei Städten oder Gesellschaften kann man immerhin ganz okay von der Realität abschreiben, aber die Komplexität wächst mir trotzdem über den Kopf, denk ich manchmal. Eben weil so viele Dinge Beachtung brauchen, wenn man's "richtig" machen will.

    Recherchiert Ihr Euch auch die Synapsen heiß und hadert dann doch ... oder nicht?
    Bei der Flora und Fauna für mein PloMo-Projekt hadere ich sicher seit nem Jahre (on and off), ob ich die selbst entwickeln will oder nicht. Weil ich will eigentlich richtig gern; aber verdammt ist das hart -.- Und dann, wo setz ich die Unterschiede an? Woran erkennt man das? etc. Ich hab dann trilaterale Lebewesen recherchiert, weil ich das Konzept höchst interessant finde. Aber das habe ich dann sein gelassen, das ist vermutlich zu schwierig für die allgemeine Vorstellung und lenkt dann zu sehr von der Geschichte ab.
    Aber wenn ich alles durch recherchiert habe, dann bleibt das meistens.

    Was ist Euer ultimativer Weltenbautipp?
    Organisation.
    Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
    to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
    A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
    You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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    • Milch
      Milch kommentierte
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      Als Leitlinie ist die Frage nach der Philosophie schon ein guter Anhaltspunkt, um Organisation in die Sache zu bringen. Wenn man beispielsweise sich im Text fragt, was ist männlich, weiblich, was ist Geschlechteridentität, kann man beispielsweise bei der Flora schauen, wie es da aussieht. Vielleicht wählt man einen Baum, deren Exemplare gleichzeitig männlich und weiblich sind. Oder die Figuren reisen auf überdimensionalen Schnecken.
      Wie verändert sich die Welt, wenn die Jahreszeiten länger sind, ist schon eine philosophische Frage. Beim Martin-Roman geht es zusätzlich auch darum, wie sich ein Machtkampf auswirkt.
      Weil es so einfach sein muss, dass man es verstehen muss. Kompliziert und originell zu sein, ist einfach, originell und einfach zu sein, ist die Herausforderung, das ist ein allgemeines Statement, das beschränkt sich nur auf deine Welt.

    • In-Genius
      In-Genius kommentierte
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      Die Welt allerdings ist komplex. Das mithilfe einfacher Dinge darzustellen, ist eine schwierige und edle Aufgabe, ändert aber nichts an der Tatsache der Welt: Alles ist komplex. Das herauszustreichen, nur um den Leser alles auf dem Silberlöffel zu liefern, ist unsinnig, gerade wenn der Text philosophische Überlegungen anstellen will. Das Leben ist komplex, das zu verheimlichen, ist intellektuelle Unehrlichkeit.

      Du wendest das Wort "Philosophie" in diesem Kontext falsch an. Die Jahreszeiten zu ändern, ist keine Philosophie, dass ist ein Gimmick des Settings mit dessen Andersartigkeit man die alte Konflikte neu betrachten kann. Mehr nicht.

    • Milch
      Milch kommentierte
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      Ich fürchte,die langen Jahreszeiten sind mehr als Gimmick. Der lange Winter ist kein Zufall.

      Auch in einer komplexen Welt hat der Leser Recht auf Orientierung, sonst wird es schwierig, zu folgen. Es darf nie kompliziert werden. Man kann ja aus unterschiedlichen einfachen Ideen zu einer komplexen Welt und zu vielfältigen Sichtweisen kommen.

  • #3
    Der Weltenbau flubbt einfach so.
    Ich bin aber auch ein echt fauler Sack, da bleibt meinem inneren Weltenbauanteil nichts übrig, als flott aus den Puschen zu kommen.

    Mein aktueller Fantasyroman spielt in der Fastenzeit (daher liegen auch einige Nerven der Figuren blank) vor Ostern 1095. Das kennt man ja noch aus der Schulzeit: König/Gegenkönige, Päpste/Gegenpäpste, Investiturstreit, Reformkirche, Aufruf zum ersten Kreuzzug, etc.

    Für meinen Epic Fantasy, an dessen ersten Teil ich jetzt hänge, habe ich mir, aus Gründen der Arbeitseffizienz, den gleichen Zeitraum, zum Vorbild genommen. Was George Martin mit den Rosenkriegen konnte, kann ich auch mit dem Investiturstreit. So!
    I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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    • Peter
      Peter kommentierte
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      Milch

      Das Spektrum der Erkenntnis ist grenzenlos, im Gegensatz zu meiner Lebenszeit.

    • Peter
      Peter kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Milch
      Vielleicht bin ich heute auch etwas zu flapsig oder auch zu albern. Sollte das Posten lassen. Jedenfalls heute.

    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Albern ist gut. Zeigt einen tiefen Weltsinn. (Ich weiß nicht, was Weltsinn ist, aber es passt so schön).

  • #4
    Woran hängt Ihr eigentlich beim Weltenbau fest?
    Kommt auf die Welt an. Unsere RL-Welt: Kein Problem. Und wenn doch eins auftaucht, gibt es bestimmt auf Youtube irgendein Sendung mit der Maus-Video, wo einem alles erklärt wird. Will sagen, da ist die Recherche nicht an besonders viel Fantasie gekoppelt.
    Meine Gaslamp-Welt ist GROB an ein historisches Vorbild gekoppelt. Den theoretischen Unterbau zu schaffen, ist nicht das große, aber schon aufwändigeres Problem. Da betreibe ich etwas historische Recherche, auch wenn ich mich mit Freuden nicht an die Fakten halte, sondern mir zurechtbiege, um die Story laufen zu lassen.
    Woran ich dann hänge: Wie das von mir nie erlebte Setting mit den Figuren interagiert. Ich bin ein sehr visueller Mensch, aber von beschränkter Vorstellungskraft. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie Möbel umgeräumt in meinem Wohnzimmer aussähen (die Geometrie wäre kein Problem, aber die konkrete Ansicht vor meinem geistigen Auge). Genauso ein Problem habe ich mit dem "fantastischen" Setting. Ich brauche Bilder, die Stimmung erzeugen, vor meiner Nase, dann bekomme ich die Szenen hin. Die Schilderung des Settings muss ich dann noch einmal in einem Extraschritt unterbringen.
    Mein SciFi-Projekt ist einfacher ... Bis jetzt. Vielleicht hab ich genügend Star Trek gesehen.

    Was bereitet Euch größte Schwierigkeit und was flubbt einfach so?
    Größte Schwierigkeit: Vor meinem inneren Auge die FREMDE Welt zu sehen und hindurchzugehen bzw dann die Figuren durchzuschicken.
    Flubbt: Recherche.

    Recherchiert Ihr Euch auch die Synapsen heiß und hadert dann doch ... oder nicht?
    Ja, und trotzdem s. o.

    Was ist Euer ultimativer Weltenbautipp?
    Spaß an der Sache.

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    • In-Genius
      In-Genius kommentierte
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      Suchst du dir dann bildliche Darstellungen heraus, um dein inneres Auge anzustupsen?
      Das mach ich viel. Man ist ja meist nicht der einzige, der in diese oder jene Richtung denkt, sodass man in der Regel doch Dinge findet wo man sagt "das ist das Flair."

    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Ich muss dann Bilder suchen. Sogar von meinen Figuren, die ich gar nicht sooo en Detail beschreibe, habe ich Bilder (ich caste geradezu). Sonst bekomm ich weder Setting noch Charakter schreibbar zu fassen.
      So etwas wie einen Flughafen, ein Krankenhaus etc habe ich oft genug erlebt, da rekrutiere ich aus mir heraus, aber bei "anderen Personen" und Fantasy-Umgebung wird es schwieriger.
      Ich überlege gerade. Wenn man etwas noch nicht selbst erlebt hat, fehlen einem die anderen Sinne - bei einem Flughafen, Krankenhaus, Strand, da weiß ich, wie sich das anfühlt, anhört, an...riecht, beim Wilhelminischen Berlin weiß ich es nicht. Wahrscheinlich extrapoliere ich die anderen Sinne aus der konkreten Ansicht. Zum Flair. Flair ist ein guter Begriff.

    • In-Genius
      In-Genius kommentierte
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      Gerade Bilder für Fantasy-Projekte suche ich mehr nach Flair, als nach den konkreten Details meiner Geschichte. Wenn man sich viel auf Bilder stützt, schreib man natürlich recht visuell belastet, zumindest mir geht das so. Ich achte dann auch ganz bewusst darauf, die anderen Sinne mit einzubringen. Auch da können mir Bilder helfen, in dem sie einem Beispiele geben, was dort steht, welche Textur es vielleicht hat und welche ähnlichen Dinge kenne ich für Geruch und Geräusche?
      Wie das Wilhelminische Berlin riecht, weiß ich nicht, aber wenn ein Bild aus der Zeit viele Pferde mit Kutschen zeigt, da weiß ich wie es sich riecht und anfühlt und anhört. Ich denke, mit so kleinen Stupsern kann man bereits viel machen. In einem Text kann man ja auch nicht jede Kleinigkeit beschreiben, also sucht man sich am besten die Kleinigkeiten heraus, die am meisten Flair geben. Man muss ja auch darauf Rücksicht nehmen, was sich der Leser vorstellen kann.

  • #5
    Woran hängt Ihr eigentlich immer beim Weltenbau fest? An politischen Systemen. Die finde ich zäh. Es ermüdet mich bis ins Detail diese aufzuschreiben, so bleibt das meiste einfach abrufberereit in meinem Kopf.
    Was bereitet Euch die größte Schwierigkeit und was flubbt einfach so? Generell habe ich keine Schwierigkeiten. Alles geografische und was damit zu tun hat flubbt.
    Recherchiert Ihr Euch auch die Synapsen heiß und hadert dann doch ... oder nicht? Nein. Ich recherchiere relativ wenig. Meine Welt ist so anders, das ich mir alles Mögliche ausdenken kann.
    Was ist Euer ultimativer Weltenbautipp? Auch mal aufhören Weltenbau zu betreiben und einfach schreiben.
    Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

    Kontakt: administrator@wortkompass.de

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    • #6
      Woran hängt Ihr eigentlich immer beim Weltenbau fest?

      Ach, ich verzettel mich gerne in Details. Die machen die Welt zwar stimmig, aber man kann auch mit zu vielen Details überladen.
      Außerdem ist 3 Tage Recherche, wann wo realistisch welche Mondphase herrscht, echt Zeitverschwendung ... zumindest, wenn dann als Resultat nur der Halbsatz "und im im fahlen Mondlicht konnte er kaum etwas erkennen" herauskommt.

      Was bereitet Euch die größte Schwierigkeit und was flubbt einfach so?

      Schwierigkeiten: Finanzwesen. Bis jetzt habe ich kaum einen fiktive Welt gefunden, in der das Thema Geld realistisch umgesetzt wurde. Das würde ich gerne besser hinkriegen, gleichzeitig ist es aber ein Thema, das mich bei der Recherche schnell langweilt.
      Ganz easy nebenbei entwickelt sich in meinen Welten alles was mit Kultur oder Religion zu tun hat. Das baut sich quasi von selbst sinnvoll zusammen.

      Recherchiert Ihr Euch auch die Synapsen heiß und hadert dann doch ... oder nicht?

      Nein. Ich recherchiere viel, aber dann weiß ich auch, dass alles passt. Gehadert wird dann nicht mehr.

      Was ist Euer ultimativer Weltenbautipp?

      Da kann ich nur unterschreiben, was weltatlas schrieb:

      Zitat von weltatlas Beitrag anzeigen
      Auch mal aufhören Weltenbau zu betreiben und einfach schreiben.
      Always avoid alliteration.

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