• Forum
  • Artikel
  • Team
  • Camp NaNo

Ankündigung

Einklappen

Ankündigung:

We proudly present ... die nächsten Forenaktivitäten:

September: Kurzgeschichtenwettbewerb 2018
Oktober: Halloweenspecial
November: NaNoWriMo 2018
Dezember: Adventskalender 2018

Zu jedem Event gibt es rechtzeitig Informationen, die hier verlinkt werden. Wir freuen uns über rege Teilnahme.
Mehr anzeigen
Weniger anzeigen

Stil, Ausdruck und Formulierungen

Einklappen
Das ist ein wichtiges Thema.
X
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Tadaaa, ich wieder.

    Erklärt man jemanden unzurechnungsfähig oder für unzurechnungsfähig?

    Kommentar


    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Aber hier tummeln sich doch so viele Germanisten rum. Icke bin nicht mal eena.

      Es wurde bereits gesagt, dass es nicht um das Adjektiv geht, sondern um die Kombination "etwas für BLAGS erklären".

      Ich erkläre das Problem für gelöst?

    • Dodo
      Dodo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Was sind "sich", "mich", etc eigentlich für Wörter? Reflexiv-Dingsda? Pronomen? Aber daran kann es auch nicht liegen, sagte er und erklärte sich unschuldig.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Dodo
      Reflexivpronomen.
      Aber ich denke nicht, dass das eine das andere ersetzt. Im Stilduden steht "erklären" ebenfalls nur mit der Kombination als/für/wie, im anderen Duden zu + Nomen. Im Stilduden findest du auch ein Beispiel mit sich + als. Aber die Kongruenz ist interessant.

      Er erklärte sich als pflichttreuer Beamter.
      Er erklärte sich als pflichttreuen Beamten. (Akkusativ ist auch erlaubt)

  • Ich suche den passenden Begriff für den "Deckel" einer Vitrine – der aus Glas ist. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine?
    Die Glasscheibe, die das in der Vitrine ausgestellte Material schützt und es zugleich für den Betrachter sichtbar macht.
    Mir fällt nur "Glasdeckel" ein, was nicht richtig klingt.


    Hat sich geklärt! Der Blick in den Wiki-Artikel "Vitrine" hat ergeben, dass man hier tatsächlich von "Glasdeckel" spricht (oder von "Glaswand", was in meinem Fall aber nicht zutrifft).
    Zuletzt geändert von Lacerta; 24-11-2017, 03:17.

    Kommentar


    • Schlurfen Kinder? Oder passt das Verb eher für die Gehweise von Betrunkenen und Älteren und weniger für Kinder?

      Mein Problem-Satz, den ich vor kurzem mit meiner Mum (aka Betaleser^^) diskutiert habe:
      Sie [Mädchen von 4 Jahren] dreht sich um und brüllt ein geübtes “Mamaaaa!”, bevor sie davonschlurft und eine Spur in dem ausgelegten Stroh hinterlässt.
      "Chamuka! Füße heben! Wie oft muss ich-"[...]
      Nur registrierte Nutzer können diesen Inhalt sehen.

      Kommentar


      • Dodo
        Dodo kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Kinder schlurfen. Und wie! Wie Zombies.

      • Ena
        Ena kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        danke für die Antworten, dann bleibt das so

      • Lacerta
        Lacerta kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich schlage mich auf die Seite deiner Mutter. "Schlurfen" finde ich ohnehin seltsam, ich habe sehr selten Menschen schlurfen sehen, und die waren alle wesentlich älter als vier. (Ich stelle mir da eher lebensmüde Bewohner eines Altenheims vor.)
        Mit vier Jahren, finde ich, ist man eher quirlig unterwegs. Vielleicht "trödelt" man – aber "schlurfen"?

        Edit
        Mir ist jetzt ein Nachbarsjunge eingefallen, der die Angewohnheit hatte, im Treppenhaus immer an der Wand entlangzuschleichen. Vielleicht passt "schlurfen" ja doch – ist für mich aber trotzdem mit Lustlosigkeit konnotiert.

    • Ich lese häufig bei verschiedenen Autoren, dass Figuren "auf etwas nicken" (er nickte auf ihre Schuhe), "in Richtung XY nicken", "zu etwas nicken" oder "durch den Raum nicken" usw.
      Kennt ihr das? In welcher Kombination würdet ihr das Nicken akzeptieren bzw. wie würdet ihr es benutzen?

      Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
      die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
      die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
      die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

      Jack Kerouac

      Kommentar


      • weltatlas
        weltatlas kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Irgendwohin nicken verbinde ich mit Banditen/Piraten/Strolche, die aber gleichzeitig noch in diese Richtung spucken. Aber, ich denke mal das ist nicht so gemeint...

      • Kelpie
        Kelpie kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Komisch, die Formulierung hab ich schon häufiger gehört und finde sie auch völlig in Ordnung. Zu etwas hinnicken ist für mich auch nicht ganz dasselbe wie mit dem Kinn auf etwas zeigen, da beim Nicken bereits das auf und ab des Kopfes inbegriffen ist. Bei der Beschreibung mit dem Kinn geht es erstmal nur in eine Richtung, nämlich in die, wohin das Kinn zeigt, egal ob unten oder oben.
        In eine Richtung nicken, impliziert für mich eine gleichgültigere Haltung, eine innere Distanz. Jemand, der begeistert mit Dritten von seinem Freund spricht, nickt nicht in seine Richtung, wenn er nicht gerade unglaublich cool wirken will. Mit dem Kinn dorthin deuten - schon eher.

      • Lacerta
        Lacerta kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        "Sie nickte ihm zu." (Begrüßung)
        "Er nickte in Richtung der Tür." – Schwierig.

        Ich finde auch, dass "nicken" eher dann passt, wenn das "Angenickte" menschlich ist. "Er nickte auf ihre High Heels/zur Jazz-Combo"? Klingt sehr komisch.

        "Mit einem Nicken wies er auf die Jazz-Combo" – das ja.

        Meine two cents.
        ("Aber je länger man darüber nachdenkt, desto verwirrender wird es", nickte sie.)

    • Wie heißt das Substantiv zu "störrisch"?

      Kommentar


      • Dodo
        Dodo kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ankh Danke. Ich hing bei Störrischheit, -keit fest ...

      • Milch
        Milch kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich würde sagen: das Störrische an ihm.

      • Dodo
        Dodo kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Milch Das gefällt mir sogar noch besser!

    • Hallo zusammen, hab zwei Fragen:

      1)
      Beim Spaziergehen:
      Er nimmt mich wieder an die Hand.
      Meine Testleserin fand das irritierend und hat vorgeschlagen: "Er nimmt mich wieder bei der Hand."
      Was findet ihr besser?

      2)
      Das Lächeln erreicht ihre Augen.
      Ich will damit ausdrücken, dass das Lächeln der Figur ein ehrliches ist, sodass es sich auch in ihren Augen widerspiegelt. Testleserin hat damit nichts anfangen können.
      Der Ausdruck scheint aus dem Englischen zu kommen ("her smile reached her eyes"). Würdet ihr das auch auf Deutsch durgehen lassen?

      Kommentar


      • Milch
        Milch kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        An die Hand nehmen ist für mich nicht auf ein Eltern-Kind-Verhältnis beschränkt.
        Ich fürchte, die beiden Varianten haben ihren Ursprung in unterschiedlichen Dialekten.
        An die Hand nehmen klingt mir vertrauter.

        2. Frage ist eine Metapher, anscheinend eine aus anglophonen Sprachraum. Neutraler: Das Lächeln nahm sie wahr.

      • Lacerta
        Lacerta kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Habt ganz vielen Dank!

      • Kelpie
        Kelpie kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ist zwar schon spät, aber ich schließe mich Vickie an, dass ich den Satz nur im negativen Zusammenhang "... erreichte ihre Augen nicht" kenne. Positiv klingt es für mich sehr seltsam, irgendwie auch ein bisschen nach einem Mr. Obvious.

    • *kicher* Ich hab da mal was.

      "Mehrere Mitreisende drehten ihre Köpfe."
      oder "Mehrere Mitreisende drehten ihren Kopf."

      (und der Vollständigkeit halber: "Ein Mitreisender drehte seine Köpfe.")

      ​​​​​​​Was klingt am wenigsten skurril?



      Im Sinne von "sahen sich um", was wahrscheinlich eh die bessere Wahl wäre, aber es wird schon soviel gesehen, geblickt, geguckt etc.

      Kommentar


      • Kelpie
        Kelpie kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich bin völlig bei den Singulisten und wollte jetzt ein Mordsbeispiel bringen, aber ...

        "Sie holten ihren Hund."
        "Sie holten ihre Hunde."

        Da funktioniert das irgendwie nicht mehr, weil Satz 1 ja heißt, dass sie alle gemeinsam nur einen Hund besitzen

      • Badabumm
        Badabumm kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Und "sie holten ihre Hunde" bedeutet, dass jeder mehrere Hunde hat. Manno! Ist irgendwie IMMER falsch!
        Vielleicht: sie holten jeweils ihren / einen Hund, sie holten jeder ihren Hund, alle holten den eigenen Hund ...
        Hier kommt man echt auf den Hund!

      • Dodo
        Dodo kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        "Einige holten ihren Hund, andere ihre Hunde." Sollte ich sowas lesen, käme ich tagelang nicht weiter.

    • Auf jeden Fall ist wohl "alle hoben ihre rechten Hände" irgendwie doof.

      Mist, schon wieder in das falsche Textfeld gerutscht.
      Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.
      Mark Twain

      Kommentar


      • Kann man an etwas draufgehen? An etwas sterben, klar. Aber "an" plus "draufgehen"klingt in meinen Ohren irgendwie seltsam.

        (Es geht um "an einem Virus draufgehen")
        Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
        die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
        die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
        die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

        Jack Kerouac

        Kommentar


        • Ankh
          Ankh kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Badabumm ich würde aber auch sagen "Er stirbt an inneren Blutungen", und nicht "... durch innere Blutungen". Sehr ihr das anders? Vielleicht ist das so eine regionale Sache.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Man kann durch, an, wegen (bitte jeweils passende Pronomina einfügen) Blutung oder Beinbruch oder Unfall oder Virusinfektion oder Lungenentzündung oder Schnickschnack sterben, draufgehen, verrecken, aber nicht alles klingt schön. "Sterben an" ist sicher das geläufigste. Sterben durch ... doch, ginge auch.
          Aber draufgehen ist anders, da ist ja eine Bewegung dabei ... Er ging an einem Virus drauf. Doch. Für mich OK. Aber in dem Zusammenhang mit der Todesursache oder dem Todesverursacher würde ich draufgehen nicht wählen. Gibt so viele andere plastische Ausdrücke ...
          Badabumm Man stirbt auch nicht an inneren Blutungen, sondern an dem folgenden Schock. Es gäbe nur ganz wenige Todesursachen, wenn man die Pathophysiologie zuende denkt. 99% davon wäre Sauerstoffmangel in den Zellen (inneres Ersticken). Man stirbt auch nicht an Bakterien, sondern an den Folgen der entsprechenden Krankheit. Wahrscheinlich ein inneres Ersticken. Da das aber zu wenig differenziert, wird die offizielle TU in drei Zeilen aufgegliedert: unmittelbare Todesursache: XYZ (Verblutungsschock) - die ist Folge von: JKLÖ (Aortenruptur) - die ist Folge von: ABC (Verkehrsunfall) Todesart: (fürs Beispiel) Nicht-natürlich.

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          @Dodo: da hast du weiter ausgeführt, was ich vermied, um keine Irritation hervorzurufen. Die Kausalkette geht in den Zellen natürlich weiter.

      • Wann wird "anscheinend" und wann "scheinbar" genutzt? Anscheinend mache ich das scheinbar immer falsch .
        Freude ist nur ein Mangel an Informationen.

        Kontakt: administrator@wortkompass.de

        Kommentar


        • weltatlas
          weltatlas kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ich habe mir jetzt hier ein Lesezeichen gesetzt, kann ich immer mal nachschauen, ob ich scheinbar richtig liege.

        • VickieLinn
          VickieLinn kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Scheinbar habe ich den Blumenstrauß übersehen, aber anscheinend habe ich ihn schon in eine Vase auf meinen Schreibtisch gestellt.

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          "Der Lob" habe ich noch nie gehört!

      • 1. Wie würdet ihr die Hintergrundgeräusche im Eingangsbereich eines Krankenhauses beschreiben?
        2. Wie würdet ihr die Geräusche nennen, die laufende Elektrogeräte (Computer, Lampen, was man so in einem Büro findet) machen? Summen? Rauschen?
        If I could read your mind love
        What a tale your thoughts could tell
        Just like a paperback novel
        The kind the drugstore sells
        -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

        Kommentar


        • Dodo
          Dodo kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Doch, da wird gnadenlos durchgeschoben, was durchpasst! Definitiv die nervenden Fahrstühle! Das Rumpeln aus einer Maschine, die dir Chips, Schoko, Bonbons, Cola verkauft ...

        • Ankh
          Ankh kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Cool, da kommt ja doch was zusammen

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Die Erwähnung des Fahrstuhls finde ich sehr atmosphärisch. Da hör ich regelrecht sein wichtigtuerisches Piepen, wenn er die Tür rumpelnd aufmacht und dann so ein Krankenhausbett rausrattert.

      • "(...) kamen zwei kläglich schielende Pupillen, umgeben von blutrot unterlaufener Sklera, zum Vorschein"
        Mein Psychiater (POV) ist gerade in seinem distanzierten Folter...Arztmodus. Von daher würd ich "Sklera" gerne stehenlassen.
        Oder wäre "Lederhaut" ebenfalls überheblich-ärztlich-verkopft genug? ^^ Was meint ihr?
        "Lasst uns ohne Vorurteil urteilen." (Kant)

        Kommentar


        • Dodo
          Dodo kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          ... in gefäßinjizierter Sklera / in gefäßinjizierten Skleren (vielleicht sogar leuchtend rot gefäßinjiziert?)
          Das geht, ja.

        • VickieLinn
          VickieLinn kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ich kenne Sklera nicht, aber ich brauch es in diesem Satz auch nicht zu verstehen. Kläglich, schielen und blutrot unterlaufen reicht völlig, damit ich mir vorstellen kann, dass der Patient kacke aussieht.
          Ich finde es auch besser, wenn er schön medizinisch redet. Ist authentisch.

        • Mona
          Mona kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Dodo Super, danke!

          VickieLinn Danke! (Und ich sehe das eigentlich ja auch so.)

      • Hm, bin mir gerade unsicher: Ich habe da den Namen eines Volkes in meinem Roman, bei dem Assoziationen mit Krähenvögeln naheliegend sind. Dementsprechend machen alle Naselang irgendwelche Typen Witze darüber ("uhaha, hat er gekrächzt?", "uhaha, Federvieh ist halt immer krank", "halt doch mal deinen Schnabel, uhahahaha"). Meine Intention dahinter ist eigentlich bloß, dass Menschen ja dazu neigen, solche blöden Witze zu reißen, bestenfalls kommen sie sich sehr originell vor, obwohl das Ganze wahnsinnig ausgelutscht ist. Ich möchte diese Sprüche aber auch nicht kommentieren ("urgs, schon wieder der blöde Krähen-Witz").

        Jetzt frage ich mich, wie das beim Leser ankommt. So, wie ich es mir wünsche oder sitzen die Leser davor und schütteln den Kopf, weil die Autorin sich so sehr über ihren tollen, tollen Witz freut, dass sie ihn ständig wiederholen muss? xD
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

        Kommentar


        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          xD Mona, ich hab da regelrecht ne Szene vor Augen. Wenn jemand über total verquere Ecken zur Mauser kommt und sich dann einen blöden Blick von allen Seiten einfängt

          Der Running Gag war tatsächlich als etwas zwischen allen Schichten gedacht ... hm, okay. Vielleicht mache ich beim Korrigieren eine Strichliste, wie oft der Witz auftaucht und kürze dann gezielt bzw. bringe irgendwo eine genervte Figur ein.
          Solange es niemand auf mich zurückführt ^^'

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Mauser? Verliert jemand Federn? Dann wäre ein Witzchen ja OK ...

          Wenn sich die Witze stupide wiederholen (die Witzereißer denken ja von sich, sie wären die originellsten der Welt und niemand wäre vor ihnen drauf gekommen), würde ich die Witze jedoch nicht mehr wörtlich wiederholen, sondern in einer Art aufstöhnender Verzweiflung nur erwähnen "jetzt kam schon wieder der Spruch" oder "er hörte den hinkenden Vergleich heute zum 23. Mal". Immerhin wird der Spruch nach dem dritten Mal nicht nur vom Prota ignoriert, sondern auch vom Leser überflogen - du machst dir die Mühe also umsonst und verlängerst bloß unnötig den Text.

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Hm, ich verstehe, was du meinst, Badabumm, aber so eine Formulierung würde ich dann doch eher vermeiden, weil sie ja indirekt ist. Lieber wiederhole ich den Spruch zum xten Mal, als nur zu sagen, dass er erwähnt wird, weil das in meinen Augen die Direktheit und Natürlichkeit aus der Situation herausnimmt.

          Aber gut, so oft wollte ich ihn eh nicht bringen, dass der Leser ihn gar nicht mehr liest

      • Guten Abend zusammen.

        Heißt es:
        "Er prallte auf dem Boden auf."
        Oder "Er prallte auf den Boden auf"?

        Kommentar


        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Der Duden "Das Stilwörterbuch" schreibt "das Auto prallte auf den Mast auf". Allerdings gibt es für "das Flugzeug war auf das Wasser aufgeprallt" auch die seltene Form "auf dem Wasser aufgeprallt". Dann könnte es regionale Unterschiede geben - oder seitdem (der Duden ist von 1970...) hat sich einiges verändert, obwohl das , so meine ich, nicht von der NDR korrigiert wurde. Der Dativ wird aber allgemein - entgegen früher - mehr und mehr akzeptiert (wegen "dem"), wenn es auch holperig klingt...

        • Zwielicht
          Zwielicht kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Huch, der Duden sagt, dass „auf etwas aufprallen“ mit Akkusativ UND Dativ geht :o .... und dass Dativ seltener ist. Lustig, ich kannte es bisher nur mit Dativ.
          https://www.duden.de/rechtschreibung/aufprallen

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ah, da stehts ja auch. Naja, dann haben sich die Beispiele von 1970 (Erscheinungsdatum) bis heute nicht verändert...

          Allerdings glaube ich persönlich trotzdem, dass man auf das zweite "auf" verzichten sollte... "auf etwas aufprallen" hört sich doppelt gemoppelter an als "auf etwas prallen"...

          Edit: "schlagen" funktioniert dann tatsächlich nur mit zwei "aufs": "er schlug auf den Boden" (ist was anderes gemeint) - "er schlug auf dem Boden auf".
          Zuletzt geändert von Badabumm; 15-01-2018, 22:50.

      • Und noch eine Frage:
        Es gibt ja die Redewendung "jemanden um den (kleinen) Finger wickeln".
        Nehmen wir an, Figur A. wickelt B. um den Finger. Wird dann A.s Finger eingewickelt? Oder B.s Finger?

        Kommentar


        • VickieLinn
          VickieLinn kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          B wickelt sich um As Finger.

        • Lacerta
          Lacerta kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Merci beaucoup, @Vickie!

      • Welche Satzstellung ist für euch angenehmer:

        Dann ist sie in den Bus eingestiegen und hat er ihr zugewinkt.
        Oder:
        Dann ist sie in den Bus eingestiegen und er hat ihr zugewinkt.

        Gleiches Prinzip:
        Nachdem sie sich verabschiedet haben, ist sie in den Bus eingestiegen und hat er ihr zugewinkt.
        Nachdem sie sich verabschiedet haben, ist sie in den Bus eingestiegen und er hat ihr zugewinkt.
        Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
        die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
        die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
        die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

        Jack Kerouac

        Kommentar


        • Ankh
          Ankh kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Kelpie mir ging es darum, ob ein Nebensatz zwei Hauptsätzen gleichzeitig untergeordnet werden kann, und das geht mMn nicht, er bezieht sich immer nur auf einen, auch wenn er inhaltlich zu beiden gehört.

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ahhh okay! Vollste Zustimmung

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Dann ist sie in den Bus eingestiegen und er am Winken...

          OMG... Ich habe Kelpies Kommentar 136.11 dreimal gelesen, und immer noch nichts verstanden...
          Ich mach mal die Ellipse ... äh ... Biege. Ich schlage vor, zwei Sätze daraus zu machen, um die leidigen Probleme zu umschiffen! Man muss sich ja nicht krampfhaft an Formulierungen festhalten. So!

      • In Geschichten, die in der heutigen Zeit spielen, kommen ja mitunter moderne Kommunikationswege wie z.B. Whatsapp hinzu. Jetzt ist es da ja eigentlich gang und gäbe, seine Nachrichten mit hübschen Smileys zu untermauern. Aber wie mach ich das beim Schreiben? Smileys rauskopieren und einfügen wäre ja dämlich, zum einen, weil ich mir wegen der Rechte nicht sicher wäre, zum anderen, weil ich ja einen Roman schreiben will, keine Collage kleben.
        Bisher helfe ich mir mit Buchstabensmileys á la xD D: u.Ä. aus. Das Tränen lachende Smiley fällt da aber unter den Tisch, weil :_D meiner Auffassung nach was anderes bedeutet. Und wenn ich für ein Kusssmiley die durchaus anerkannte Version ":x" schreibe, hege ich die Vermutung, dass das sehr viele Leute nicht verstehen würden ... Natürlich könnte ich jetzt auch auf die Smileys verzichten, aber ich finde das bei Whatsapp ziemlich unrealistisch, da diese Philosophie wirklich nur ein kleiner Teil Menschen gezielt verfolgt ...

        Haja, die Probleme unserer Zeit
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

        Kommentar


        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Gefunden habe ich sowas in "Train Man" von Hitori Nakano (ein Pseudonym), das 1:1 den Chatverlauf in einem Online-Portal widergibt. Mit allen getippten und ge-x-ten Zeichen. Das war aber wohl noch Vor-Smiley-Zeit, weil grafische Tippereien über mehrere Zeilen heute gar nicht mehr vorkommen.

          Ist tatsächlich anstrengend zu lesen, wenn man nicht selbst Teil der Kommunikation ist. Hat was von albernem Kleinkindergeplapper. Was es ja eigentlich auch ist... (hier Smileys

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ich lese Chatverläufe gerne xD Das hat sowas von fremde Briefe lesen und stalken :E

          Habe gestern allerdings einen geschrieben und war ziemlich überrascht wie schwierig das ist. Da muss man auf ganz andere Dinge als bei Dialogen achtet, weil die meisten ja zu faul sind, viel zu tippen und dementsprechend knapp das alles ist o_O

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Wie immer beim Schreiben, muss man eine Form wählen, die den Eindruck erweckt, es handele sich um einen „echten“ Chat. 1:1 aus der Realität funktioniert nicht.

      • Guten Morgen,

        es geht um die Beschreibung eines ca. 45-jährigen Mannes.
        Welche Formulierung bringt ihr eher mit diesem Alter in Verbindung?:
        • der reife Mann
        • der ältere Mann
        • der mittelalterliche Mann [klingt aber eher nach der Epoche]
        • der erfahrene Mann [Ich weiß, kann man generell nicht sagen, würde aber halbwegs in den Kontext passen]
        • der gereifte Mann
        Falls es wichtig ist: Mein POV-Charakter drückt sich eher gewählt aus, und es geht um einen Vergleich zwischen Kindern und eben einem erwachsenen Mann, womit er eigentlich auch sich selbst meint. (Ich persönlich tendiere zu "gereifte Mann").
        "Lasst uns ohne Vorurteil urteilen." (Kant)

        Kommentar


        • Mona
          Mona kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Der Erwachsene ... Hmmmm.
          Danke!
          Ich hab jetzt die Lösung

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ich glaube, das ist eine Generationenfrage xD Für eine Zehnjährige wäre das ein älterer Mann. Für mich ist das ein gereifter Mann. Für Mitte dreißig-Jährige ein Mann mittleren Alters (wäre für mich 30-40). Für einen ü45-Jährigen wäre es wohl ein junger Mann

        • Mona
          Mona kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Kelpie Du hast recht. Ich glaube, das war auch mein Schlamassel -- weil ich das Alter im Gegensatz zum Kind herauskehren wollte, aber nicht aus Kind-POV geschrieben habe ^^ ...
          Na ja, jetzt hat es sich zum Glück erst mal erledigt. xD

      • Wie würdet Ihr mein Problem lösen?

        Meine weibliche Hauptfigur hält eine kurze Rede, die aus dem POV der männlichen Hauptfigur präsentiert wird. Während ihrer sieben Sätze kommt ein kurzer Moment, den er als zum Kotzen rührselig kommentieren soll, er redet ihr aber natürlich nicht rein, sondern mimt ein Würgen. Das läuft bisher so ab:

        (Sie mit inquit) "Blablabla", - er mimte ein Würgen - , "blablabla".

        Zwei Drei Sachen:
        1. Ist damit klar, das sie Blabla macht und er nebenbei würgt?
        2. Sind das zuviele ",- ?
        3. Wie kann ich das verbessern?

        Kommentar


        • Zwielicht
          Zwielicht kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Schließe mich Ankhs Vorschlag an. Da hätte ich absolut keine Zuordnungsprobleme.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Danke sehr.

        • Mona
          Mona kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Für mich wäre es klar, aber mMn könntest Du es auch so lösen:
          Sie, Inquit: "Blablabla."
          Er mimte ein Würgen.
          "Blablabla."

          Edit: Ups, man sollte die Kommentare lesen, bevor man antwortet *hust*. Schließe mich Ankh also ebenfalls an.

      • Nur eine Kleinigkeit, aber ist klar, dass ich hier keine Buchstaben vergessen habe?:
        Mit knöchernen Fingern hatte das Mädchen eine Spritze umklammert, gefüllt mit gestrecktem H. Um ›den Horror ein für alle Mal zu beenden.‹


        (Ich schwanke hier noch zwischen "H", "Schore" und "Heroin". "Heroin" ist mir etwas zu gestelzt, das sagt in der Szene kaum wer, "Schore" wird offenbar verwendet, kenne ich aber aus der Szene nicht, sondern eher "H" (also "Aidtsch" gesprochen). Aber ich fürchte, als Leser stolpert man da drüber, oder?)
        "Lasst uns ohne Vorurteil urteilen." (Kant)

        Kommentar


        • Lacerta
          Lacerta kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Um die Verwechslung mit einem Abkürzungspunkt zu vermeiden, könntest du auf einen Gedankenstrich zurückgreifen:

          Mit knöchernen Fingern hatte das Mädchen eine Spritze umklammert, gefüllt mit gestrecktem H – um ›den Horror ein für alle Mal zu beenden‹.
          Wenn deine Figur im Drogenmilieu unterwegs ist, dürfte dem Leser eigentlich klar sein, was mit "H" gemeint ist.

        • Ankh
          Ankh kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Die Bezeichnung H kenne, ich, Schore hab ich noch nie gehört. Speedball ist glaube ich aber etwas anderes, eine ziemlich riskante Mischung aus Heroin und Koks, glaube ich, an der schon John Belushi gestorben ist.

        • Badabumm
          Badabumm kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          In "Wir Kinder von Bahnhof Zoo" spricht Christiane auch von H. Sie schreibt es bei der ersten Erwähnung einmal aus (Heroin), danach verwendet sie nur noch H. Im Zusammenhang versteht man es.

          Allerdings finde ich "mit knöchernden Fingern" nicht so gut. Das liegt wohl daran, dass ich automatisch einen Momentan-Zustand damit verbinde - also mit "kalten" oder mit "zitternden" Fingern. "Knöchern" ist dann mehr eine bleibende Eigenschaft (jedenfalls geht es nicht so schnell weg wie Zittern oder Frösteln). Es ist zwar nachvollziehbar, dass das Mädchen ausgezehrt ist und "knöcherne" Finger hat, doch vielleicht kann man das in einen Extra-Satz packen.
      Lädt...
      X
      Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung