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Stil, Ausdruck und Formulierungen

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  • Ich habe es diese Woche mit Formulierungen. Jetzt geht es um eine religiöse Bezeichnung. Wir kennen ja: "Sich bekreuzigen". Ich bräuchte ein Äquivalent, aber mir will partout nichts einfallen, zumal es auch kein Bekreuzigen ist. Sie berühren 3 Punkte von denen im religiösen Kontext der Sitz von Geist, Herz und Gefühl angenommen wird. Aber, wie könnte ich diese Geste beschreiben? Kurz? Aktuell habe ich sie "Drei-Punkt-Geste" genannt - ganz schmissig (wie den 3-Punkt-Gurt) und bin damit natürlich total unzufriden.

    Eine Rolle Klopapier für jeden Poster mit einer super Idee.
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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Vielen Dank für Euren Input!

    • Nachtmahr
      Nachtmahr kommentierte
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      weltatlas
      Ich fühl mich grad wieder wie in der Schule. Mir ist was eingefallen: Wenn das in unserer Welt handelt könntest du die Ley-Linien als Vorbild nehmen, deren Zwischenpunkte als Kraftpunkte gelten, die Linien selbst als Energielinien. Du könntest diese drei Punkte die innere Ley-Linie nennen.

    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Nachtmahr, das musste ich gerade googlen Klingt aber interessant!

  • Ich möchte in meiner Szene nicht zu technisch werden und auch nicht den Erklärbär machen, aber ganz leer soll das Bild vor Augen auch nicht bleiben. Daher bräuchte ich mal Imput, unter welchem der Sätze ihr am ehesten ein Bild vor Augen bekommt (Es geht um den Start einer Flugmaschine):

    "Er kippte die Nacellen nach vorne und gab Schub."
    "Er kippte die Gondeln nach vorne und gab Schub."
    "Er kippte die Rotoren nach vorne und gab Schub."
    "Er kippte die Triebwerke nach vorne und gab Schub."

    Und jetzt checkt bitte, ob euer Bild von dem austauschbaren Begriff ungefähr diesem hier entspricht:
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    Wenn ihr euch gar nix vorstellen konntet oder was ganz anderes vorgestellt habt, was hat euch an Infos gefehlt? Die Lage der Dinger, der ganze Aufbau bzw. Funktionsweise der Maschine?

    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Triebwerksgondel ist ein fester Begriff. Auch die NCC-1701 "Enterprise" hat zwei (allerdings mit Warp-Antrieb...).

      Dass der Typ nicht waagerecht starten kann, wusste ich gar nicht. Wie sieht da eine Gleit-Notlandung aus? Dann werden also die Rotoren abrasiert, wenn die Drehmechanik versagt..?

    • Zwielicht
      Zwielicht kommentierte
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      Bei "Triebwerksgondeln" kommen natürlich keine Boote als Bilder 😁 Also wenn du das vorher schon mal irgendwo verwendest, gehen hier auch einfach Gondeln.

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Okay, dann schreibe ich "Triebwerksgondeln", das sollte dann hoffentlich nicht verwirren.

      Badabumm, genau, da zerlegt es dann die Rotoren. Die sind auch extra so konstruiert, dass die Rotorblätter wegfliegen, wenn sie auf den Boden stoßen, und nicht zu fiesen Splittern werden.

  • Danke, hat sich für mich geklärt.


    Wer hat bei dem Begriff Orrery ein Bild vor Augen?

    Ohne Tante Google zu fragen.

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    I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Nie gehört. Dachte zuerst, es wäre eine falsch geschriebener Owlery. Das Ding auf dem Bild kenne ich als Planetenmaschine oder Planetenmodell, aber auch erst nach intensivem Nachdenken. Wahrscheinlich bräuchte ich (wenn nicht eh aus dem Kontext klar ist, dass wir uns in der Werkstatt eines genialen Astronomen und Bastlers befinden) auch zu Planetenmaschine im Text eine Beschreibung, um es einordnen zu können.

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Owlery kenne ich erst recht nicht...

    • Peter
      Peter kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Badabumm

      Ohne Harry Potter hätte ich es auch nicht gewusst.
      Wie eine Falknerei, nur halt mit Eulen, bzw. auch nur das "Gehege", in dem die Eulen gehalten werden.

  • Stört euch das Zusammenspiel dieser Sätze? (Es geht nicht um den Klang, sondern um den Inhalt.)

    Es erschien ihm falsch ihr nichts zu sagen, nachdem er ein halbes Jahr lang ihr Bett geteilt hatte. Als er jedoch seine Hütte betrat, war sie nicht da.

    Ich spreche hier von "ihrem" Bett, aber von "seiner" Hütte. Genau genommen wäre es sein Bett. Das wirft mir dann aber klanglich die Sätze um die Ohren, deswegen interessiert mich, ob ihr das als Fehler versteht bzw. störend ist.
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    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

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    • Victoria
      Victoria kommentierte
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      "teilen" bedeutet in diesem Kontext für mich entweder "etwas gemeinsam benutzen" oder "den eigenen Besitz mit jemandem teilen". Deshalb frage ich mich, weshalb er "ihr" Bett teilt und nicht sein eigenes. Wenn er ihr Bett besitzt, was ist dann mit ihr? Teilt er es mit ihr oder jemand anderem? Oder warum teilen sie sich nicht "das" Bett?

      Wenn er in seine Hütte geht, befindet sich ihr Bett dort drin? Was dann bedeutet, dass er ihr Bett in seinen Besitz genommen hat, wodurch er es dann wieder mit anderen teilen kann?

      Ich stolpere beim Lesen, wenn Wörter keine klarer Situation darstellen, sondern wie oben Fragen aufwerfen. Aber als Erstes ist mir das "jedoch" ins Auge gefallen, weil es keinen Bezug hat. "Jedoch" soll eigene Gegenstätzlichkeit ausdrücken, die aber nicht wörtlich da steht. Auch wenn man es sich denken kann.

      Das fehlt für mich "er sucht sie auf" oder "um mit ihr zu reden".

      Es erschien ihm falsch ihr nichts zu sagen [...]. Als er jedoch seine Hütte betrat, um es ihr zu berichten, war sie nicht da.
      Es erschien ihm falsch ihr nichts zu sagen [...], deshalb wollte er es ändern (und suchte sie auf). Als er jedoch seine Hütte betrat, war sie nicht da.

    • Kelpie
      Kelpie kommentierte
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      Die Idee mit "das Bett" finde ich gut Brett vorm Kopf

      Victoria, es ging tatsächlich um die Sache mit dem Bett. Wenn sie dich so sehr verwirrt hat, dann hatte meine Intuition Recht damit, da irgendetwas ändern zu müssen.

      Das "Jedoch" bezieht sich auf den Satz vorher, den ich nicht kopiert habe

    • Jane Doe
      Jane Doe kommentierte
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      Wirklich gestört hat es mich nicht, allerdings finde ich "das Bett" ebenfalls besser.

  • Ich habe bereits gelernt, dass ich wohl dazu neige mich zu wiederholen, und versuche gerade meine Geschichte dahingehend zu bearbeiten, merke aber, dass mir das teilweise recht schwer fällt.
    Würde euch zB hier die Information des ersten Satzes reichen?

    Benni blätterte in der Karte mit den alkoholfreien Cocktails. Er machte sich nicht besonders viel aus Alkohol, und wenn er mit dem Auto unterwegs war trank er ohnehin nie.
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    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur...

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    • Jane Doe
      Jane Doe kommentierte
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      Ok, wow, so viele Kommentare
      Das beruhigt mich insofern, als ich offenbar doch nicht an einer ganz einfach Frage knabbere

      Benni trinkt schon ab und an mal ein Glas, aber wirklich sehr sehr selten. Zum einen schmeckt ihm das meiste nicht, zum anderen hat er kein Bedürfnis nach Alkohol. Er findet alkoholfreie Getränke mindestens ebenso gut, und die bewusstseinsverändernde Wirkung von Alkohol braucht er schon mal gar nicht.
      Das hat keine tiefere Ursache in seiner Kindheit o.ä., er ist einfach so. Es passt auch zum Rest seiner Persönlichkeit.
      Das steht auch im (absichtlichen) Zusammenhang mit einem meiner anderen Charas, und im (ebenso absichtlichen) totalen Gegensatz zu einem anderen Chara.

      Badabumm Er ist in besagter Szene mit seinen 4 Freunden (sowohl männliche als auch weibliche) unterwegs, die ihn, und somit seine Trinkgewohnheiten sehr gut kennen.
      Ich dachte auch schon daran etwas in die Richtung einfließen zu lassen, dass er froh war mit dem auto dazu sein, und somit diesmal keinen doofen Kommentar zu seiner Abstinenz von seinem trinkfreudigen Kumpel zu bekommen.

      Ankh Das ist ja die große Frage ist es nun in dem Moment relevant, oder doch nicht so. Wenn ich das wüsste ging's mir besser
      Im Grunde geht es darum, dass er so gut wie nie Alkohol trinkt, und das auch nicht als Verzicht sieht.
      Dieser Grundzug seiner Persönlichkeit wird später insofern relevant, als sich sein Verhalten (zumindest kurzfristig) ändert.
      Ich glaube mir gefällt die Wirkung besser, wenn der Leser sein prinzipielles Verhalten zu dem Zeitpunkt schon kennt.
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    • Zwielicht
      Zwielicht kommentierte
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      Ich dachte auch schon daran etwas in die Richtung einfließen zu lassen, dass er froh war mit dem auto dazu sein, und somit diesmal keinen doofen Kommentar zu seiner Abstinenz von seinem trinkfreudigen Kumpel zu bekommen.
      Find ich ne gute Idee

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Klar, wenn du zeigen willst, dass er sein Verhalten an einem bestimmten Punkt ändert, dann musst du natürlich vorher etablieren, was sein "Normalverhalten" ist. Da eignet es sich, seine Einstellung an dieser Stelle etwas stärker zu thematisieren. Deine Idee, dass er froh ist, sich nicht rechtfertigen zu müssen, finde ich gut!
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  • Kann eine Stimme einen Besitzer haben? Bzw. wie klingt das in euren Ohren?

    Mein Prota hört eine Stimme, die ihm nichts Gutes verheißt, und dann steht ihr Besitzer auch schon vor ihm.

    Irgendwie klingt das für mich so eigenartig, etwas besseres will mir aber auch partout nicht einfallen.
    Zuletzt geändert von Jane Doe; 15-05-2020, 09:56.
    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur...

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    • Nachtmahr
      Nachtmahr kommentierte
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      Du könntest auch (so oder ähnlich) schreiben "erschien derjenige dem/zu dem die Stimme gehörte".

    • Jane Doe
      Jane Doe kommentierte
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      Danke Nachtmahr diese Lösung gefällt mir am besten. Wieso bin ich da nicht selbst darauf gekommen?
      *Brett vom Kopf entfern*

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Weil wir alle verzweifelt nach einem Hauptwort gesucht haben...

  • Mein Prota ist leicht verärgert (leicht untertrieben)

    Álvaro sprang jäh auf, sodass der Stuhl gegen die Wand stieß. „Sag das noch einmal!“ zischte er und beugte sich über die Tischplatte, während Samir unablässig am Ärmel des Hemdes zupfte.
    Kennt ihr das, wenn jemand die Hände auf die Tischplatte presst, Armmuskulatur anspannt und sich dabei zum Gegner beugt?
    Ich möchte das auch gerne deutlich machen, aber das liest sich dann wie eine pure Aufzählung. lasse ich es so, wird der eine oder andere denken, dass Álvaro sonst wie rumsteht.

    Álvaro sprang jäh auf, sodass der Stuhl gegen die Wand stieß. "Sag das noch einmal!" zischte er, während er die Handflächen auf die Tischplatte presste. Schwer atmend beugte er sich zu Rogelio vor, während Samir unablässig am Ärmel seines Hemdes zupfte.
    Wie kann man es schreiben ohne dass es wie eine Aufzählung klingt. Es liest sich wie ein Wunschzettel und wie kann man dieses pressen/auflegen besser formulieren?
    ~ We know the songs the sirens sang
    See us dream every tale true ~

    T. Holopainen

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    • Vampirwurst
      Vampirwurst kommentierte
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      Dankeschön Jane und Milch


      Ne Álvaro brüllt nicht durch Tavernen. Zischend passt da wirklich besser. Flüsternd ist mir ehrlich gesagt zu lasch.

      Das die Muskeln hervortreten, könnte man durchaus super verwenden, wenn Samir im Mittelpunkt stünde. Dann könnte man dem Leser das verdeutlichen, wie angespannt auch Álvaro ist. Ich weiß nur nicht, ob man das durch die Hemdsärmel sieht.

      Vielleicht ist beruhigen das falsche Wort. er möchte einfach, dass Álvaro sich wieder hinsetzt und dann beruhigt.

    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Über das Zischen bin ich auch "gestolpert", denn er kann nur Sssssag dassss zischen, aber wenn Du diese Worte betonen willst, funktioniert es natürlich.

    • Nachtmahr
      Nachtmahr kommentierte
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      Der Stuhl krachte gegen die Wand hinter Álvaro, als er wütend aufsprang und sich über den Tisch Rogello entgegenbeugte. "Sag das noch einmal!", stieß er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Samir zupfte dauernd an Álvaros Ärmel, blieb von ihm aber unbeachtet.

      ?

  • Suche eine Übersetzung für das Englische "A fool's errand" - sinngemäße Bedeutung "etwas, von dem von Anfang an klar ist, dass es eine sinnlose Aktion ist".

    dict.cc schlägt mir "vergebliche Mühe" vor, bzw. das veraltete "Metzgersgang".
    Ersteres klingt mir zu wenig nach etabliertem, geflügeltem Wort, zweiteres ein wenig zu archaisch und brutal. (Der Kontext ist: ein erwachsener Mann beschließt, einem Traum nachzugehen, und sein Vater tut diese Aktion verächtlich mit "A fool's errand" ab. Ich brauche irgendeinen griffigen Begriff/Slogan/Sprichwort, bei dem man durchhört, dass es einer der Lieblingsausdrücke des Vaters ist.)
    Always avoid alliteration.

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    • Milch
      Milch kommentierte
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      Vielleicht passt das ja:
      Träume sind Schäume.
      Du bist ein Traumtänzer oder kurz Traumtänzer.
      Oder Schnapsidee eines Traumtänzers Oder Traumtänzerschnapsidee.

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Schlag dir die Hirngespinste aus dem Kopf und mach was Anständiges!

    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Danke für Euer Input. Viele gute Idee, da ergibt sich auf jeden Fall etwas passendes.

  • Ich verheddere mich gerade in Formulierungskonstrukte die ganz furchtbar sind, um eine Geste zu beschreiben. Vielleicht könnt ihr mich ja aus diesem Geheddere befreien?

    Eine Figur soll ihre Arme verschränken, aber nicht abwehrend/resolut, sondern um sich selbst zu schützen - d.h. eher sich selbst umarmen. Aber, sie schiebt dabei ihre Hände in die Ärmel der Tunika ... wie kann ich ditte kurz und knapp rüberbringen? Mein derzeitiger Absatz durchbricht bald die 50 Wörter Grenze. ....
    Quintessenz: Bla.
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    • In-Genius
      In-Genius kommentierte
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      Ich würde mich auch an Dodo Vorschlägen orientieren. Sich selbst umarmen hab ich bereits öfter gelesen und denke, eine Variante davon ist leicht verständlich.

      Victoria In meinen Unterlagen und wenn man sich die Schriftzeichengeschichte anschaut, ist es mehr gemeint als die typische Haltung einer Frau, ohne Baby. Man kann darüber spekulieren, ob sie steht oder kniet und wie viele ihrer Brüste dargestellt werden, je nachdem in welcher Epoche man es sich anschaut. Die Beschreibung von Nachtmahr Seite ist aus einem italienischen Buch von 1986 "die Hände vor dem Körper in den Ärmeln verschränkt, den Rücken gebeugt, das Haupt geneigt." Persönlich würde ich das verschränken der Arme und das im Ärmelsein der Hände nicht in den gleichen Satzteil stellen, wenn es um Prosa geht. Das wäre mir zu viel Information auf kleinem Raum, sowas liest sich für gewöhnlich trocken. Wie gesagt, ich finde Dodos Vorschläge ganz angenehm.

      Vielleicht würde ich etwas schreiben im Sinne von "Sie versteckte die Hände in den Ärmeln ihrer Tunika und hielt die Arme eng um sich (selbst) geschlungen."

    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Ich mag die Vorschläge von Dodo und In-Genius.
      Wenn die Hände "verborgen" oder "versteckt" sind, dann unterstreicht das nochmals subtil das Schutzbedürfnis. Und "sich selbst umarmen" passt da auch sehr gut ("sich selbst wiegen" vielleicht? So, wie man ein Kind auf dem Arm wiegt?")

    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Vielen Dank!

  • Ich bin grad zu blöd, um mich dran zu erinnern oder es richtig zu googlen ...

    Wie bezeichne/beschreibe ich knapp eine Erzählperspektive, die in der 3. Person geschrieben ist und der Erzähler personal (nicht auktorial oder neutral) ist? Gibt es da überhaupt eine Bezeichnung?

    Kommentar


    • SaKi
      SaKi kommentierte
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      Ena Also, wenn ich »Personaler Erzähler« lese, denke ich automatisch an die 3. Person Singular. Wenn es in der 1. Person Singular geschrieben wäre, wäre das für mich der »ich-Erzähler« und bei dem für mich klar ist, dass es nur Personal/Deep POV sein kann. Oder gibt es den Ich-Erzähler tatsächlich auch auktorial o.ä.? Also, sicherlich gibt es das, wenn man nicht irgendeiner speziellen Figur folgt, sondern der Erzähler vielleicht nur die ganzen Begebenheiten nacherzählt, aber ist das … öh … häufiger der Fall? Ich fände das aufgrund meiner persönlichen Erwartungshaltung zum Ich-Erzähler ungewöhnlich und würde da auch ein »auktorialer Ich-Erzähler« als Zusatz wünschen.
      Übrigens schreibe ich auch Deep POV und mein Erzählstil wurde von Lesern als die Stimme der POV-Figur verstanden, obwohl ich das anfänglich gar nicht so stark beabsichtigt hatte mit meinem ausschweifenden Beschreibungen etc. *gg* Es schließt sich also nicht unbedingt aus, wenn es zum Charakter passt, zu umschreiben oder Dinge deutlicher wahrzunehmen.

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      In den klassischen Horrorgeschichten des 19. Jahrhunderts gab es häufig einen Ich-Erzähler, der aber nicht gleichzeitig die Person der Erzählung war. Es war eben eine "Erzählung", vorgetragen von einem allwissenden (?) Erzähler. Meinst du soetwas?

    • SaKi
      SaKi kommentierte
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      Ja, so was schwebte mir in etwa vor, Badabumm

  • Typenkreis von Stanzel. Erklärt auf: https://die-schreibtechnikerin.de/li...el-typenkreis/

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    Wo Perspektive steht ist der Deep Point of View (deutsch "tief(gehende) Perspektive"). Das steht gegenüber der auktorialen Haltung.
    Person steht gegen über der Ich-Erzählsituation.

    Stanzels Typenkreis wurde schon seit seiner Erschaffung rauf und runter kritisiert, aber trotz der vielen Kritik ist das Modell vor allem bei Anfängern ziemlich beliebt. Einfach, weil es so leicht zu verstehen ist. Und weil es eben so einfach ist, wird es in Schulen in stark vereinfachter und – meiner Meinung nach – auch sehr pervertierter Form gelehrt.

    Im akademischen Bereich allerdings gibt es seit den 1990er Jahren die Tendenz, dass man doch eher das Modell von Gérard Genette bevorzugt. Ich persönlich arbeite mit dem Modell von Genette auch lieber als mit dem von Stanzel, obwohl der Typenkreis auch seine Vorteile hat, die ich sehr schätze.

    Hier noch eine andere Version von diesem Modell:

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    (Weil’s als Kommentar unübersichtlich wird.)
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

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    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Bei deinem 2. Spoiler (2. Beispiel) sind immerhin Romanbeispiele eingetragen. Die nützen mir fast mehr als alle Theorie (obwohl Romane auch mehrere Varianten enthalten können). Auch bei dem einfachen Kreis müsste ich sowieso viele Begriffe erst nachschlagen (was genau ist denn nun z.B. ein "dramatischer" Monolog im Gegensatz zum inneren... wird der laut vorgetragen, oder bezieht sich das auf den Inhalt..?), wenn man Literaturwissenschaft nicht studiert hat... , obwohl es dort dort schon einfach gehalten ist.

    • SaKi
      SaKi kommentierte
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      Ich kannte beides auch noch nicht (oder hab den Stanzel erfolgreich aus meinem Gedächtnis verdrängt, nachdem ich ihn in der Schule kennengelernt habe … wer weiß … ich habe keine Erinnerung daran ) – Danke für die beiden Übersichten, Victoria Spannend! Ich bin aber auch eher der Schreiber als der Analytiker
      Zuletzt geändert von SaKi; 10-05-2020, 19:02.

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Eigentlich finde ich diese Analytik schon spannend, aber es ergibt nur Sinn, wenn die Geschichte sich daran hält. Und je mehr Unterteilungen hinzugebastelt werden, desto schwieriger wird es am Ende, die Feinheiten einzusortieren. Da ist man mit dem groben "Ich", "Er" und "Über-Er" gut bedient.

      Da ich von beiden Modellen noch nie gehört hatte, finde ich es schön, einfach nur davon zu lesen, ohne es tatsächlich anwenden (oder gar verstehen) zu wollen. Die Startbedingungen von Genette beginnen zumindestens sehr logisch; man könnte auch dort eine nette Grafik erstellen. Wenn man davon ausgeht, dass sich beide Modelle mit unterschiedlichen Ansätzen dem Thema annähern, kann keines "besser" sein als das andere. Ich kann Autos ja auch in "groß" und "klein" oder in "schnell" und "langsam" unterteilen...

  • Würdet ihr sagen das Wort "Ehrgeiz" ist für euch neutral, oder eher negativ oder positiv geprägt?

    Ich knabbere seit gefühlten Stunden an einer Textstelle herum, in der ich den Ehrgeiz einer Figur erwähne, und obwohl es einerseits zu passen scheint, hakt es andererseits, weil ich beim Lesen des Wortes immer einen negativen touch spüre, auch wenn das Wort an sich für mich persönlich neutral ist, und erst dadurch wie die jeweilige Person ihren Ehrgeiz auslebt positiv oder negativ wird.

    Benni. Er war heute irgendwie … anders gewesen. Wieso ihn diese Erna-Geschichte so aufregte? Wohl kaum nur weil es ihm unangenehm war. Vermutlich lag es eher am Stress im Büro. Benni liebte zwar die Herausforderung, und er war ein verdammt guter Jurist, aber die Position barg auch eine enorme Verantwortung. Dazu kam sein extremes Pflichtbewusstsein, sein Ehrgeiz, diverse Erwartungen seiner Vorgesetzten, die er nicht enttäuschen wollte, und Bernd dem er ständig aus der Patsche half. Leider hatte er selbst nie das Gefühl sich zu viel zuzumuten.
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    Es ist im Grunde, das, was ich sagen will, aber es liest sich so ... lahm (?).


    Danach kommt noch mehr, betreffend seines Charakters, das zusammengekürzt werden will, aber immer schön ein Babyschritt nach dem anderen
    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur...

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    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Jane Doe Deine neue Version mit den konkreten Taten finde ich sehr viel ansprechender. Um zu sehen, ob etwas zu lang wird, müsste man den Gesamttext angucken, aber ich finde es so völlig in Ordnung.

      Janette ist übrigens auch in dieser Schreibweise ein ganz normaler Vorname in D Bin seit langer Zeit mit einer verwandt.

      Bin übrigens gespannt auf Kapitel 3.

    • Jane Doe
      Jane Doe kommentierte
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      Badabumm 53 kommt hin für Jeanette, und für sie sielt es eine Rolle, sie möchte keinen Partner der ihr Sohn sein könnte

      "Verdammt gut" sind Susis Worte, aber ja, er ist gut (rechtliche Probleme liegen ihm) und ja er ist jung (wobei ich es vage gehalten habe und das exakte Alter meine Charas nicht erwähne.)

      Benni ist hochbegabt (ich versuche es in der Geschichte ab und an mal anzudeuten, es aber nicht zu deutlich zu erwähnen, außer relativ am Ende, k.a. ob es mir gelingt).

      Das Jus-Studium hat in Ö.4 Jahre Mindestdauer, ist aber auch unter Mindestzeit durchführbar (kenne zB einen Rechtsprofessor, der es tatsächlich in 3 Jahren geschafft hat).
      Benni leitet eine Unterabteilung einer Rechtsabteilung einer großen Versicherung (wobei ich die Versicherung nirgends erwähne, glaube ich) - kein Gerichtsgedöns also und auch keine Werbung nötig, nur die Vorgesetzten müssen bemerken, wieviel er auf dem Kasten hat

      Ich habe nach besten Wissen und Gewissen recherchiert, und denke diese Einzelsituation ist durchaus im Rahmen des Möglichen.

    • Jane Doe
      Jane Doe kommentierte
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      Danke Dodo ich auch
      Ich feile noch ein bisschen am 3. Kapitel, und dann

      Wen du magst überlasse ich dir die Wahl ob sie eine Janette oder eine Jeanette werden soll, auch wenn sie nur einen Nebensatz bekommt

  • Wenn man in einem Buch von "Pferdegesicht" (in Bezug auf Menschen liest), dann hat das meistens einen negativen Beiklang. Ich habe da allerdings überhaupt kein Bild vor Augen und finde auch nicht recht etwas dazu.

    Wie kann man sich sowas denn vorstellen? Einfach ein langes Gesicht?
    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

    Kommentar


    • Dodo
      Dodo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Genau. Und dann halte ich die beleidigte Figur nicht automatisch für hässlich, nur für als Pferdegesicht bezeichnet. Zeig mir, beweis mir, dem Leser, die Hässlichkeit des speziellen Pferdegesichts.
      Daher kann Kelpie mE durchaus davon ausgehen, dass das Pferdegesicht vielleicht "in echt" gar nicht hässlich sein muss.

    • Kelpie
      Kelpie kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Das muss sicherlich von Fall zu Fall bewertet werden, wie gesagt, in meinem Fall kommt das m.E. schon ganz deutlich rüber, dass Pferdegesicht zwar hässlich bedeutet, die betroffene Frau aber nicht zwangsläufig hässlich sein muss.

      Schon viele hatte er sagen hören, Ayla habe ein Pferdegesicht, doch er wusste nicht genau, was die Leute damit meinten. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich keinen Grund habe, das Gesicht eines Pferdes hässlich zu finden.
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    • sherazade
      sherazade kommentierte
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      Mit Pferdegesicht assoziiere ich auch ein für den Menschen unverhältnismäßig großes Gebiss, das etwas unschön nach außen ragt. Auch ein etwas für unsere Spezies zu schmale Kopfform. Pferde sind außerdem Fluchttiere; auch diese Assoziation schwingt bei mir mit.

  • Ich suche ein passendes Wort für eine kleine Szene.

    Mein Prota war in einer Situation die einen seiner Freunde sehr amüsiert hat. Jetzt macht der so seine Witzchen.
    Mein Prota wirft ihm darauf hin einen ??? Blick zu.

    Erst hatte ich einen genervten Blick, aber das trifft es nicht. Er ist nicht genervt, er findet nur, so lustig wäre die Situation nun auch nicht gewesen.
    Es ist eher so ein "hast du's dann bald?" Blick.
    Ich bin nicht die Signatur, ich putze hier nur...

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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Ich hab nur umformuliert, was du eh geschrieben hattest.

    • Jane Doe
      Jane Doe kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Aber darauf muss man erstmal kommen

    • sherazade
      sherazade kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Wenn du nach dem "show don't tell-Prinzip" vorgehen willst:
      Der genervte "hast du's bald Blick" ist ja eher nach oben an die Decke gerichtet, während man hörbar Luft abläst:

      Mit zur Decke gewandtem Blick lässt Prota gefühlt drei Lungenladungen Luft ab. "Hast du's bald?" fragt er und wendet sich von Y ab.
Lädt...
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