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  • #21
    Papyrus macht mich fertig.
    "kaputt machen" - Papyrus: Dudenempfehlung: kaputtmachen.
    Also schreibe ich: "kaputtmachen." - Papyrus: Dudenempfehlung: kaputt machen.

    *flenn* Wie denn jetzt?! Was soll denn der übertragene Sinn von kaputt/machen sein außer kaputtmachen oder kaputt machen?

    Kommentar


  • #22
    "Dazu braucht er lange."

    oder

    "Dafür braucht er lange."

    ?

    Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.
    Mark Twain

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    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Danke.

      Im Stilduden (meiner ist von 1970...) steht: "Er hat für die Arbeit einen Tag gebraucht."

      "Er braucht zum Kochen lange" hört sich aber auch nicht ganz falsch an. Irgendwie fast besser als "Er braucht fürs Kochen lange."

    • SaKi
      SaKi kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Vickie hat das ja schon toll und wissenschaftlich erklärt, aber mein Bauchgefühl hätte auch »dafür« gesagt

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      "lange brauchen / Zeit brauchen" wird gewöhnlich mit "für" benutzt.

      Dass sich "er braucht zum Kochen lange" auch richtig anhört, liegt daran, dass es die substantivierte Form zu "er braucht lange, um zu kochen" ist.

      "Er braucht fürs Kochen lange" klingt nicht ganz richtig in meinen Ohren (Ich hab mir dieses ungeschickte Beispiel wegen des Zusatzes "für die Kinder" ausgesucht … *nerv*), weil es inhaltlich nicht ganz hinhaut, oder? Man braucht lang für das Essen, also die Speise, oder? Also weniger "lange fürs Backen", sondern "lange für den Kuchen"? Ich bin verwirrt. Ich brauche lange zum Denken. Fürs Denken.

  • #23
    Ich lese bestimmte Satzkonstruktionen so oft, dass ich nicht mehr weiß, ob es richtig oder falsch ist.

    Das Licht brannte, als er die Tür aufschloss.
    Die Frau stand an der Haltestelle, als er auf sie zuging.
    Er spielte auf der Gitarre, als ich den Raum betrat.

    Wie empfindet ihr diese Sätze?


    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Dito. IMHO sind sie grammatikalisch korrekt, aber es wird eine falsche Kausalität impliziert und deshalb fühlen sie sich beim Lesen nicht richtig an.
      (Wenn man jetzt unterstellt, dass der Prota aus dem ersten Satz sich den ganzen Heimweg über Gedanken gemacht hat, ob seine Frau sicher nach Hause gekommen ist... und dann kommt er endlich nach Hause, schließt die Türe auf, und das Licht brennt, sie muss also da sein, Welle der Erleichterung weil das Licht an ist... dann liest sich der Satz völlig ok.)

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Danke!

      So sehe ich es auch. Aber ich hab es bei verschiedenen Autoren gelesen, sodass ich unsicher wurde und mich gefragt hab, ob "als" noch eine andere Bedeutung trägt, die oben genannte Beispiele rechtfertigen würden.

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Satz 2 ist furchtbar, weil die Zuordnung fehlt und das "als" unpassend ist. Satz 1 und 3 sind zwar auch unschön, aber möglich. "Als" als zeitliche Konstruktion ist erlaubt, wird aber überstrapaziert.

  • #24
    Ich hätte da auch mal eine doofe Frage, die mich schon länger umtreibt: Wie würdet ihr den folgenden Satz schreiben (also welche Satzzeichen und wo und so)? Für mich sieht inzwischen jede Variante dämlich aus ...

    Es mochte Frieden herrschen, wenigstens für den Moment, doch die eigentliche Frage lautete nicht: wie lange wohl?, sondern: von wem würde er als erstes gebrochen?

    Kommentar


    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Ruyi
      Echt? Also, ich traue mir nicht.

    • Zwielicht
      Zwielicht kommentierte
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      Wenn die lautenden Fragen in Anführungszeichen stehen, möchte mein Sprachgefühl da ganz dringend ein Fragezeichen. Ich weigere mich zu glauben, dass das ohne okay ist. Gebräuchlich vielleicht schon. Aber nicht RICHTIG.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Zwielicht
      Ich bin immer noch nach Quellen suchen, denn ich kann deine Weigerung gut verstehen.

  • #25
    Auch eine Satzzeichenfrage, passt also wohl am ehesten in den Grammatikthread. Wie schreibt man es korrekt, wenn jemand in der direkten Rede unterbrochen wird?

    „Und das hat er Dir geglaubt? Einfach so?“
    „Ich habe wohl gut gelogen. Und-“
    „Lügen kannst Du ja erfahrungemäß ausgezeichnet“, unterbrach D. ihn.
    „Er wollte Informationen über Euch. Warum, weiß ich nicht, aber-“
    „Was, aber?“
    So habe ich das bisher immer gehandhabt. Also Wort, direkt ohne Abstand ein Viertelgeviertstrich, und ebenfalls ohne Abstand das Anführungszeichen. Hat mir bisher auch jedes Schreibprogramm gestattet. Seit neuestem markiert Papyrus das als falsch, aber, und das ist das Absurde - nicht immer. Das obere Beispiel findet Papyrus korrekt. Das untere nicht, da schlägt es mir vor:
    "Er wollte Informationen über Euch. Warum, weiß ich nicht, aber-".
    Also was denn nun? Mit Punkt dahinter sieht das für mich total falsch aus.

    Always avoid alliteration.

    Kommentar


    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Was für die Auslassungszeichen gilt, gilt auch für den Abbruchstrich.
      Vollständiges Wort, Leerzeichen. Halbes Wort, kein Leerzeichen.
      Aber das ist ja, was ich nicht verstehe. "Und" ist ein ganzes Wort. Wenn ich den Satz abbreche oder unterbrochen werde, habe ich "und" ja bereits gesagt. Also "Und -". Abgewürgt wäre es ein "Un-".

      Es sei denn, es handelt sich um ein längeres Wort, z.B. "undurchschaubar". Dann wäre "und-" richtig. Kann ich aus dem Zusammenhang nicht erkennen.

    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      VickieLinn,
      Was für die Auslassungszeichen gilt, gilt auch für den Abbruchstrich.
      Vollständiges Wort, Leerzeichen. Halbes Wort, kein Leerzeichen.
      Das könnte die Erklärung sein, warum Papyrus mir das eine Beispiel oben richtig, und das andere als falsch anzeigt! Es geht ein Licht auf.
      "aber" ist ein vollständiges Wort, also muss ein Abstand vor den Abbruchstich. "Und" ist zwar auch ein vollständiges Wort, aber vielleicht interpretiert es Papyrus als Wortfragment (von "undeutlich" oder so?) und lässt deswegen den Abbruchstrich ohne Abstand zu...

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Kann gut sein.

      Aber Programme sind ... Programme halt.

  • #26
    Gibt es einen Bedeutungsunterschied zwischen stet und stetig?

    Duden schreibt zu stet: über eine relativ lange Zeit gleichbleibend, keine Schwankungen aufweisend
    und zu stetig: über eine relativ lange Zeit gleichmäßig, ohne Unterbrechung sich fortsetzend, [be]ständig, kontinuierlich

    Ist das jetzt dasselbe, oder übersehe ich da eine Nuance?
    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

    Kommentar


    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Google votiert mit 2,7 Mio Ergebnissen zu 460k für "stetige Kontrolle".

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Oh.

    • Zwielicht
      Zwielicht kommentierte
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      Mein Gefühl sagt das gleiche wie Google. Für mich ist "stetig" ein sich wiederholender Vorgang, "stet" eher ein Zustand, ohne Bewegung. Das KANN aber damit zu tun haben, dass sich "stet" sehr ähnlich anhört wie "statisch"
      Außerdem klingt stet altmodischer als stetig. Deshalb würde ich immer (außer bei einem historischen Setting) stetig bevorzugen.

  • #27
    das Sich-in-den-Mantel-helfen-lassen oder
    das Sich-in-den-Mantel-helfen-Lassen?

    Kommentar


    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Dann frage ich mal, warum "Sich" großgeschrieben wird, wenn das Hauptwort doch im "Lassen" liegt? Gilt die Konstruktion nicht in ihrer Gesamtheit als EIN Hauptwort, wird also nur vorne einmal großgeschrieben?

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Weil Substantive am Anfang großgeschrieben werden? Ich weiß es nicht. Es sind ja Rechtschreibregeln, keine Rechtschreibhinterfragungen …

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Naja, eben: am Anfang. Aber warum hinten auch?
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