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Eure Schreibschwächen!

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    Eure Schreibschwächen!

    Worin seid ihr so richtig mies im Schreiben? Haut raus!

    Ich kann zb keine doppelten wörter "finden" Selbst wenn ein Wort 3 mal in einem Satz vorkommt, ich diese stelle lautvorlese merke ich da nicht negatives dran . Was ist bei euch so eine Baustelle?

    #2
    ...manche Programme finden sowas.

    Ich bin grottenschlecht in Actionszenen. Ich hab immer das Gefühl, der Leser kapiert nicht, was genau die da machen und wer wo steht, und dann beschreibe ich das genauer und genauer, und dann wird die Szene so trocken und zäh, dass ich grad von vorne anfangen kann
    Poems are never finished.
    Just abandoned.

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    • Davebones
      Davebones kommentierte
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      Welche Programme? Ich habe z.b Languagetool, das mir anzeigt, wenn 3 Sätze hintereinander mit dem Selben Satz anfangen (Was ich oft nutze )

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Davebones Ich habs bei mir im Papyrus mit drin. Es gibt aber glabe ich auch online Stilanalysetools, wo du einfach deinen Text reinkopierst und checken lässt.

    • Arynah
      Arynah kommentierte
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      Dave Patchwork macht das auch. Kostet aber ebenfalls wie Papyrus (hat aber einen gratis Probemonat, der mich überzeugt hat xD).

    #3
    Ich hasse Beschreibungen von Orten. In meiner Fantasie sieht es toll aus, aber ich finde nie Worte, die dem gerecht werden. Dialoge sind meine Stärke, also wenn zwei Personen miteinander interagieren. Aber Szenenbeschreibungen? Die haben andere besser drauf.

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    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Manchmal reicht ein kleines Detail, um die gesamte Atmosphäre zu erfassen. Kelpie schrieb beim Flaschendrehen etwas vom weichen morgendlichen Wellenschlag - da hatte ich die ganze Szenerie vor Augen incl der Geräusche und des Luft-Geruchs.

    • Badabumm
      Badabumm kommentierte
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      Vielleicht Dialoge und Beschreibungen kombinieren. Zwei unterhalten sich über die Gegend, was ihnen auffällt, was der eine toll, der andere doof findet, dass es noch so weit bis zum Leuchtturm ist, der eine mag das Sonnenlicht, der andere nicht, man hat Kiesel in den Schuhen, die Schafherde steht im Weg oder man stößt sich den Kopf am Türrahmen von der Kneipe (weil man z.B. 1,95 groß ist). Der eine faselt über Bäume, weil er sich damit auskennt, der andere sagt, lass mich damit in Ruhe.

    • Kelpie
      Kelpie kommentierte
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      Danke, Dodo

    #4
    Satzanfänge bzw. -kompositionen variieren, ohne dass es krampfig klingt Ich mein, ich krieg das schon irgendwann hin, aber da ist jeder Absatz RICHTIG viel Arbeit.


    Natürlich hab ich noch viel mehr Schreibschwächen - gefühlt manchmal alle, die es gibt - aber das mit den Satzanfängen fällt mir am meisten und am negativsten auf.
    and it's not what we think
    rather the opposite
    it's staring at the end of you.

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      #5
      Ich hasse Beschreibungen von Orten. In meiner Fantasie sieht es toll aus, aber ich finde nie Worte, die dem gerecht werden. Dialoge sind meine Stärke, also wenn zwei Personen miteinander interagieren. Aber Szenenbeschreibungen? Die haben andere besser drauf.
      Der Satz könnte von mir sein, Dialoge? Super! Action? Immer her damit! Beschreibungen? Eine Fahrkarte nach Anstrengendhausen, bitte!
      Meine Rohfassungen lesen sich stellenweise ein bisschen wie ein Drehbuch oder ein Theaterstück. Deshalb gehöre ich auch zu den wenigen Autoren, die ihre Texte in der Überarbeitung verlänger müssen. :/

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        #6
        Actionszenen bin ich auch schlecht drin. Im Gegensatz zu Ankh nicht wegen Detailfülle, sondern wegen Schwammigkeit. Er haute sein Schwert irgendwohin. Irgendwie schaffte sie es, zu parieren. Nach einer gekonnten Finte, konnte er sie dann entwaffnen und töten. Gähn

        Satzanfänge nerven mich beim Schreiben auch. Gerade bei schwierigen Szenen muss ich da nahezu mathematisch vorgehen: Mit "er" hast du gerade begonnen, ein "dann" hast du auch schon ... okay, Adjektiv. Als nächstes ... "Schließlich" - wow, das klingt toll. Jetzt wieder ein "er". Reinste Mathematik. Gähn

        Ansonsten ist mein wohl größtes Manko, dass ich immer den einfachsten Weg gehe. Ich krieg es einfach nicht aus meinem Kopf raus, aber wenn ich meine Protas wohinschicke, wo ihnen was ganz Böses passieren könnte, dann frag ich mich zu allererst mal: Warum sollte es? Ist doch total unlogisch, dass immer was schief geht. Es könnte doch auch einfach mal alles glatt gehen. Das heißt dann in vielen Fällen - und auch weil ich Actionszenen nicht mag: Dann gibt es hier eben keine Endschlacht. Reicht doch, wenn der Bösewicht an plötzlichem Fieber verstirbt
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

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          #7
          Meine Probeleser haben moniert, dass mein "Held" immer gewinnt, ihm alles gelingt und nichts schief läuft. Wird wohl etwas dran sein ...

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            #8
            aber wenn ich meine Protas wohinschicke, wo ihnen was ganz Böses passieren könnte, dann frag ich mich zu allererst mal: Warum sollte es? Ist doch total unlogisch, dass immer was schief geht. Es könnte doch auch einfach mal alles glatt gehen. Das heißt dann in vielen Fällen - und auch weil ich Actionszenen nicht mag: Dann gibt es hier eben keine Endschlacht. Reicht doch, wenn der Bösewicht an plötzlichem Fieber verstirbt
            Darf ich dazu einen Tipp geben? Das Problem hatte ich nämlich früher auch und es ist tatsächlich so, dass zufällige Schwierigkeiten/Katastrophen/etc. erzähltechnisch nicht gerade das Gelbe vom Ei sind.

            Der Schlüssel zum Erfolg liegt in den Figuren. Man hört ja immer, dass die aktiv sein sollen. Was aber bei den Erklärungen zu aktiven Figuren immer etwas unter den Tisch fällt: Die sollten nicht nur aktiv Probleme lösen, sondern auch aktiv Probleme verursachen. In dem sie Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen. Das auslösende Ereignis das den Plot in Gang bringt kann noch "zufällig sein" (bzw. durch äußere Umstände). Alle anderen Komplikationen sollten dann aber entstehen, weil der Protagonist versucht, das Problem zu lösen und sich dabei immer tiefer in den Schlamassel reitet.
            Lass deine Figuren scheitern, dann entstehen die Konflikte von ganz alleine.

            P.S. Bonuspunkte, wenn sie scheitern, weil sie die zentrale Schwäche des Character Arcs noch nicht überwunden haben. Das bedeutet es nämlich, wenn man davon spricht Handlung und Charakterentwicklung zu verzahnen.

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            • Kelpie
              Kelpie kommentierte
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              Natürlich darfst du ^^

              Der Tipp ist nicht schlecht, im Gegenteil. Jetzt wo du's sagst - in dem Moment, wo ich weit genug in der Geschichte drin bin, dass ich ein gewisses Spektrum an Personen und Interessen habe, kommen diese Konflikte auch von ganz alleine. Aber gerade am Anfang ist es schwer. Und dann muss ich jetzt auch an diese klassische Wanderung der Helden durch den Wald denken, wo einfach mal ein Bär oder ein Wolfsrudel angreift - nur damit halt nicht alles so glatt geht. Das finde ich unerträglich vorhersehbar und irrelevant (und ausgelutscht).

            • Victoria
              Victoria kommentierte
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              Sehr schön!
              Genau das ist es.

            #9
            Ich habe für Action- und Kampfszene ein kleines Experiment auf Lager.
            Falls jemand das Versuchskaninchen sezieren möchte, habt ihr erstens eine zu zerpfückende Szene parat und zweitens Erfahrungen im Nahkamp/Schwertkampf/Umgang mit Feuerwaffen?
            Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
            die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
            die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
            die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

            Jack Kerouac

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            • Dodo
              Dodo kommentierte
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              VickieLinn Im Zerrupf-Thread?

            • Victoria
              Victoria kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              @Dodo
              Im Zerrupf-Unterforum?

              Ich überleg mir was.

            • Schneeregen
              Schneeregen kommentierte
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              Im Zweifel im "Kreativen Schreiben". Oder Textwerkstatt?

            #10
            Mimik und Gestik im Überflüss
            Meine Charaktere schauen immer hin und her. Seufzten ganz viel und alle Männer fahren sich immer wieder durch die Haare Da streich ich beim Drüberlesen immer noch eine Menge heraus oder ändere es um, weil es doch dann ein wenig viel ist mMn.

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            • Arynah
              Arynah kommentierte
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              Ankh Ich versuche inzwischen auch, es einfach in den Dialog einzubauen, wobei ich mir dann doch ein bisschen doof vorkommen, wenn jemand dann sagt "Jetzt guck nicht so fragend. Ich meine..." das geht auch nicht bei jedem Charakter xD
              Zuletzt geändert von Arynah; 15.11.2016, 17:27.

            • Kelpie
              Kelpie kommentierte
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              Mein Idol Marc-Uwe Kling hat kann das natürlich humoristisch verarbeiten:

              Ich gucke geringschätzig.
              "Guck nicht so geringschätzig!", sagt XY

            • In-Genius
              In-Genius kommentierte
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              Diese nonverbalen Kommunikationsmittel finde ich ebenso wichtig wie die Dialogsätze selbst. Wenn jemand an der richtigen Stelle die Augen verdreht oder beim falschen Witz lacht, hat das extrem viel Wirkung. Ich mache mir das gerne zu nutzen, um dem Dialog mehr Lebendigkeit zu geben. Man muss natürlich aufpassen, dass man es nicht übertreibt und nicht die immer gleichen drei Seufzer und vier Grinser benutzt.

            #11
            Zitat von Bellisa Beitrag anzeigen
            Ich hasse Beschreibungen von Orten. In meiner Fantasie sieht es toll aus, aber ich finde nie Worte, die dem gerecht werden. Dialoge sind meine Stärke, also wenn zwei Personen miteinander interagieren. Aber Szenenbeschreibungen? Die haben andere besser drauf.
            Das könnte von mir sein. Genauso ist es bei mir auch. ^^

            Ach ja und Actionszenen sind auch nicht so mein Fall.

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              #12
              Actionszenen sind ja eigentlich auch langweilig in Romanen, deshalb kann man die durchaus reduzieren. Im Film und Comic können sie, wenn sie gut choreographiert sind, eine Wirkung erzielen. Mich interessieren eher Figuren.

              Ich mag ein paar Konstellationen recht gern, so dass sie häufiger unbewusst auftauchen.
              Ich ziehe Dialog zwischen zwei Personen vor, mehr als zwei sprechen bei mir weniger.

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                #13
                Ich habe auch ein Problem mit Ortsbeschreibungen und auch Figurenbeschreibungen. Allerdings habe ich mir Techniken angewöhnt, wodurch das weniger auffällt. Ich würde gerne detailliert abbilden können, was ich da gerne sehen würde. Aber das funktioniert glaube ich eh fast nie. Der Leser interpoliert immer, egal was man macht.
                Für mich ist es dennoch eine Qual. Am schlimmsten war die Halle in meinem aktuellen Projekt. Ja, dann ist da halt so ne kuhle krichenhalle so am liebsten gothik grundbau mit barock schick schnack... das geht ja so nicht.

                Größte Schwäche ist aber definitiv bei mir auch das Drama. Zuoft steht mir da auch der Realismus im weg. Aber auch da lerne ich dazu.

                Im Stil ist meine größte Schwäche, dass ich gerne Sätze anfange ändere anders weiterschreibe und dann nix mehr zusammen passt.
                Gleiches auch, wenn ich Sätze raumschubse und am Ende total unlogische sachen dastehen.
                Zum Glück fragen meine Probeleser immer freundlich nach und ich denke mir immer: was hast du nur fürn Schwachsinn verzapft.
                ”‹”‹

                Kommentar


                • Ankh
                  Ankh kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Ja, das kenne ich XD Da hilft wirklich nur Abstand, bis man den text nicht mehr so präsent hat. Trotzdem rutscht immer mal wieder was durch.

                • Victoria
                  Victoria kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Ich lerne meine Texte auch zu schnell auswendig und sehe so was nicht.
                  Lass sie dir vorlesen. Das hilft mir sehr gut!

                • Schneeregen
                  Schneeregen kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Das mit dem Vorlesen ist sicher super. Habe ich ein zweimal gemacht. Aber ich habe am Anfang immer erst Angst meinen eignene Text zu lesen, vorlesen macht mir nur noch mehr Angst. Also die Angst davor, dass er schlecht sein könnte.

                #14
                Und omfg. Kommata. Ich hasse Kommata. Das ist ein wirkliches Problem. Zu viele in Sätzen verstreut, als wäre es Konfetti.

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                • Kelpie
                  Kelpie kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Stimme Ankh zu, schau dir die Regeln mal ganz genau an und pauk sie rein. So schwer sind sie eigentlich nicht - abgesehen von den Ausnahmen.

                • Badabumm
                  Badabumm kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Wenn du zwischen zwei Satzteilen einen Schluck Kaffee trinken kannst, kommt ein Komma rein. Wenn du zwischen zwei Satzteilen aufs Klo gehen kannst, kommt ein Punkt rein. Das Semikolon kommt rein, wenn man es wegen zuviel Kaffees nicht mehr geschafft hat ...

                • Dodo
                  Dodo kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Badabumm Das ist die erste Kommaregel, die ich behalten kann.

                #15
                Ortsbeschreibungen - mittlerweile tendiere ich dazu, mit architektonischen Feinheiten (die ich eh nicht sicher genug erfassen kann) zurückhaltender zu sein und das Aussehen mit Eindrücken durch andere Sinne zu ergänzen.
                Actionszenen - muss ich tatsächlich immer verlängern, denn sonst kommt es zu hopsig daher. Zuviele kurze Sätze schaden mir dort eher.

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                • Tsaphyre
                  Tsaphyre kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Hopsig? Das klingt ja süß. ;-)
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