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Mittwochsfrage #296: Fanfiction – yay oder nay?

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    Mittwochsfrage #296: Fanfiction – yay oder nay?

    Dave Rudden widmete sein zweites Buch für das Doctor Who Universum “to anybody who has ever been told that writing fan fiction is a waste of time” („für alle, denen schon einmal gesagt wurde, dass Fanfiction Schreiben eine Zeitverschwendung ist“). Ich mochte diesen Beginn direkt – immerhin ist Dave Rudden erfolgreicher Jugend- und Fantasy-Autor, der eingeladen wurde, für Doctor Who Kurzgeschichtensammlungen und Romane zu verfassen, und ich bin sehr froh um die Who-Bücher, die er geschrieben hat. In seiner Einleitung verglich Dave Rudden die Interaktion mit Doctor Who mit dem Betreten eines riesigen, wunderschönen und widersprüchlichen Hauses, das gebaut, instand gehalten und erweitert wird von Abertausenden Händen. Und je mehr man in diesem Haus anschaut, desto mehr bemerkt man, dass es immer noch mehr und noch mehr darin zu entdecken gibt.

    Dieser Gedanke gefällt mir sehr gut. Und nach dieser kilometerlangen Einleitung komme ich endlich zur Mittwochsfrage

    Wie steht ihr zu Fanfictions?
    Mögt ihr sie? Lest ihr sie? Könnt ihr was/nichts mit ihnen anfangen?
    Was müsste eine Fanfic haben, damit ihr sie lesen wollt?
    Habt ihr selbst schon Fanfics geschrieben? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
    Wartest du dort hinterm Horizont? Schmiegt die Erde sich so müde an das Himmelreich? Sturm zieht auf mit dunkler Wolkenfront. Ganz egal wie schnell ich lauf, der Abstand bleibt doch gleich. Die alte Sehnsucht ist mein einziger Begleiter. Und trotzdem steh ich auf und gehe taumelnd weiter. — ASP, Ziel

    #2
    Zunächst mal, halte ich die Welten von Doctor Who oder bspw. dem Cthulhu-Mythos für besondere, da hier eine Beteiligung anderer Autorinnen und Autoren ausdrücklich erwünscht ist. Das ist ja nicht in jedem Fall so.

    Wie steht ihr zu Fanfictions?

    Aus momentaner Sicht im Prinzip gar nicht. Ich habe keinen Bezug dazu, was auch die nächsten Fragen gleich mit beantwortet: Mögt ihr sie? Lest ihr sie? Könnt ihr was/nichts mit ihnen anfangen?


    Was müsste eine Fanfic haben, damit ihr sie lesen wollt?

    Sie müsste in einer literarischen Welt spielen, die mich interessiert und in der mir die eigentliche Geschichte nicht ausreicht. Von der ich also weit mehr wissen möchte, als mir das vorhandene Material zur Verfügung stellen kann.


    Habt ihr selbst schon Fanfics geschrieben? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?

    So bin ich quasi zum Schreiben gekommen. Also, es war einer der Gründe. Damals im Lovecraft-Universum (Cthulhu und Co.) sowie natürlich Tolkien, schrieb ich sie, weil ich a) Ideen für die jeweiligen Welten hatte, es mir b) Spaß machte und ich c) Übung bekam.
    http://www.wandern-mit-kindern-in-thueringen.de

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      #3
      Fanfictions sind wie ich zum Schreiben kam, und worauf ich momentan mein schreibendes Augenmerk lege. Sie sind ‘ne gute Übung, gleichzeitig auch ein gutes Medium für bestimmte Geschichten. Der inhärente Vergleich zum Original kann eine kitzelnde Ebene sein, um bestimmte Themen herauszustellen. Oder es gibt einfach Geschichten in jener Welt, die noch geschrieben werden wollen.

      Ich lese Fanfictions weit weniger als ich sie schreibe, aber regelmäßig greif ich zum Archiv meiner Wahl für den Extrakick.
      Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
      to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
      A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
      You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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        #4
        Wie steht ihr zu Fanfictions?
        Ich mag sie. Zu Welten, die mir zusagen, lese ich gern mal eine Fanfiction.

        Mögt ihr sie? Lest ihr sie? Könnt ihr was/nichts mit ihnen anfangen?
        Ab und zu. Allerdings ist wohl meine große Phase vorbei. Ich hatte eine Zeitlang sehr viel konsumiert. Inzwischen habe ich mir ein paar Fanfiction-Autoren abgespeichert und wenn die was neues Hochladen, schaue ich da gern vorbei.

        Was müsste eine Fanfic haben, damit ihr sie lesen wollt?
        Sie muss eine Welt oder eigentlich noch wichtiger, Figuren beinhalten, die mich interessieren. Ich habe zum Beispiel schon ein paar Fanfiction zum Joker gelesen (auch weil es mal interessant ist, das nicht als Comic zu lesen, sondern eben in Romanform), weil ich es spannend finde, wie verschiedene Autoren, diesen interpretieren. Ist ja im Prinzip bei den Comics auch nicht anders. Da wechseln auch immer wieder Autoren und Zeichner.

        Habt ihr selbst schon Fanfics geschrieben? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
        Klar. Einerseits ist es eine schöne Übung, andererseits hat es Spaß gemacht. Wenn mir Figuren gefallen, beschäftige ich mich gerne näher mit ihnen und schmeiße sie in für mich interessante Situationen. Das mache ich ja selbst mit meinen eigenen Figuren, dass ich die gerne mal in eine Situation schmeiße, die nicht unbedingt etwas mit der Hauptgeschichte zu tun hat.

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          #5
          Ist es noch FanFiction, wenn man offiziell für das Setting schreibt?

          Von der Autorenseite her halte ich FanFiction für einen einfacher Einstieg ins Schreiben, weil die Figuren und das Setting ja schon da sind. Man muss also nicht viel beschreiben und etablieren und kann sich auf den Kernplot konzentrieren, den man erzählen will.

          Von Leserseite her sind meine Erfahrungen gemischt. Es gibt sehr gute Geschichten, die perfekt ins Fandom passen, es erweitern und einzelne Aspekte tiefer ergründen. Aber es gibt auch die Geschichten, wo OCs komplett verbogen werden, damit sie in irgendwelche Fantasien des Autoren passen, wo das Setting offensichtlich nicht verstanden wurde und die das Fandom bestenfalls als Inspiration nutzen und schlimmstenfalls als Trick, dass überhaupt jemand auf ihre Geschichten klickt.

          Ich lese (wie vermutlich die meisten) nur Fanfictions zu Fandoms, die ich mag oder die ich zumindest kenne. Ich bin aber auch schon auf Serien aufmerksam geworden dadurch, dass dazu viele liebevolle Fanfics verfasst wurden. Ich denke, es spricht auch für ein Originalwerk, wenn es so viele Leute inspiriert, es weiterzudenken.
          Poems are never finished.
          Just abandoned.

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          • Ankh
            Ankh kommentierte
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            Dodo Ahahaha. Nein. *heul*

          • Milch
            Milch kommentierte
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            Ne, dann gehört man zum erweiterten Kanon.

          • Dodo
            Dodo kommentierte
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            @ Ankh *heul mit*

          #6
          Fan Fiction schreibe ich nicht und lese sie auch nicht.
          Mir fehlt die Frage: Wie würdest ihr gegebenenfalls Fanfiction zu euren Werken zulassen und unter welchen Bedingungen würdet ihr es tun?
          Zuletzt geändert von Milch; 03.07.2024, 16:22.

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          • Ankh
            Ankh kommentierte
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            Das ging vor einigen Jahren mit der Urheberrechtsreform durch die Presse. Fazit: Es kommt drauf an: https://www.heise.de/meinung/Edit-Po...n-6041986.html

          • SaKi
            SaKi kommentierte
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            Die Frage habe ich bewusst nicht gestellt, weil sie in eine andere Richtung geht als von mir gewünscht

            Und ja, man kann FFs verbieten. Also sicherlich nicht das Schreiben an sich, aber jegliche Form der Veröffentlichung. Black Dagger fällt mir da von meiner Zeit als Mod auf ner Jugendschreibplattform ein.

          • Milch
            Milch kommentierte
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            Die Frage war die einzige, die mich zu diesem Thema interessiert hatte.

          #7
          Wie steht ihr zu Fanfictions?
          Achselzuckend.
          Mögt ihr sie? Lest ihr sie? Könnt ihr was/nichts mit ihnen anfangen?
          Außer Ankhs Beiträgen zum SR-Kanon habe ich noch nichts in die Richtung gelesen, und das ist für mich keine Fan Fiction, sondern professionelles Schreiben *fähnchen schwenk*. Ach so, nee, um ehrlich zu sein, habe ich den ersten Band von Fifty Shades of Grey gelesen (ja, habe ich, aus Schriftstellergründen) und uff, das soll ja als Fan Fiction von Twilight entstanden sein. FoS ist aus diversen Gründen schrecklich zu lesen, und da es ja gute Fan Fiction sein muss, weil es so großen Erfolg hatte, habe ich ein wenig Sorge bei "sonstiger" FF.
          Was müsste eine Fanfic haben, damit ihr sie lesen wollt?
          Darüber muss ich länger nachdenken. Wahrscheinlich müsste sie das Original sein. Ich hadere ja schon mit den neueren Star Wars, Fluch der Karibik und so weiter -Sequels.
          So. Jetzt hab ich's: Charmant müssten sie sein.
          Habt ihr selbst schon Fanfics geschrieben? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
          Nee, eigentlich nicht. Als Kind (so mit 11, 12) kurze Hörspiele mit Captain Kirk und der Enterprise. Warum? Hatte nichts Besseres zu schreiben. Aber die Storys waren nur albern.

          Und die Bonusfrage von @Milch: Wie würdest ihr gegebenenfalls Fanfiction zu euren Werken zulassen und welchen Bedingungen?
          Wenn meine Romane so beliebt wären, dass ein Fandom mit Fan Fiction entsteht, dann kann man wahrscheinlich nicht von "zulassen" sprechen; da könnte man de facto wohl nichts gegen machen, solange man nicht von Disney verfilmt ist. Und selbst dann. Meine Hoffnung wäre eigentlich nur: Keine Gewaltpornographie, keine Propaganda.

          Kommentar


          • Dodo
            Dodo kommentierte
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            Das möchte ich hoffen, dass man sein Recht verteidigen kann. Aber erst einmal kann man nicht verhindern, dass so etwas entstünde, wenn es jemand machen wollte.
            Ich gehe aber davon aus, dass - veröffentlichte - FanFiction prinzipiell etwas Gutmütiges ist.

          • Milch
            Milch kommentierte
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            Irgendwann nehmen sich rechte Ideologen alles. Der NSU nutzte beispielsweise die Melodie von Paulchen Panther.
            Das war ein Beispiel, wo du als Autor etwas gegen Fanfiction haben könntest, selbst wenn du es ansonsten locker siehst.

          • Witness
            Witness kommentierte
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            Fifty Shades of Grey kann nur eine schlechte Fanfiction sein, denn eine gute Fanfiction zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass sie die Figuren und die Welt der Original-Vorlage so gut abbilden und weiterentwickeln, dass sie davon gar nicht losgelöst werden können. Wenn man aber einfach die Namen der Figuren austauschen und das Ganze kommerziell veröffentlichen kann, ohne dass irgendeine Ähnlichkeit zum Original ersichtlich ist, nun ja ...

          #8
          Ich gebe zu, ich bin mit meiner Aufmerksamkeit in der Einleitung ausgestiegen. Ich kenne Doctor Who halt nicht und blicke da entsprechend nicht wirklich durch. Aber egal, worum es ja eigentlich geht, sind letztlich die Fragen.

          Wie steht ihr zu Fanfictions?
          Ich liebe sie.
          Nein, im Ernst, es gibt ein bisschen richtig richtig gute Fanfictions und sehr viel nicht so gute bis richtig furchtbare.

          Mögt ihr sie? Lest ihr sie? Könnt ihr was/nichts mit ihnen anfangen?
          Ich lese viel FFs. Vielleicht ist ein Grund für meinen geringeren Bücherkonsum das Lesen von FFs. Damit habe ich im letzten Jahr wieder vermehrt angefangen, nachdem da bei mir jahrelang Flaute gewesen war.

          Was müsste eine Fanfic haben, damit ihr sie lesen wollt?
          Das kann ich gar nicht genau sagen.
          Mich muss das Fandom interessieren, eventuell die Figurenkonstellationen, gerade wenn es um Pairings geht. Die Idee für die Geschichte muss es auch tun. Und dann muss der Stil passen. Ich bin bei FFs zwar ziemlich tolerant, aber es gibt welche, die sind so anstrengend zu lesen, dass ich trotz einer Idee, die mich neugierig gemacht hat, rückwärts wieder rauspurzele. Das kommt nicht allzu oft vor, ich sehe selbst über ständige Zeitformwechsel hinweg, aber es gibt Grenzen.

          Habt ihr selbst schon Fanfics geschrieben? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
          Das klingt so nach "habt ihr auch schon einmal eine FF zu schreiben ausprobiert". xDD
          Ähm, hust, eine?
          Um ehrlich zu sein, liegen auch meine Anfänge dort. Und ich bin in den letzten ... fünf Jahren auch wieder dorthin zurückgekehrt.
          Ein Teil meiner vorigen Projekte basierte auf alten FF-Projekten (abgewandelte Grundidee, andere Namen, die Figuren waren aber zum Teil dieselben, weil die FFs selbst AU und somit ohnehin schon eigene Geschichten für sich waren).
          Ich kann nicht erklären, warum ich mich dort wohler fühle, wobei "wohler" vielleicht auch nicht das richtige Wort ist. Vielleicht haben sich meine Ansprüche einfach nur verändert, weil es sich eben "nur" um FF handelt.

          Ich kann sagen, dass ich bereits großartige FFs gelesen habe, genauso gut wie Geschichten in Büchern und besser als so manch veröffentlichtes Buch (und dabei spiele ich noch nicht einmal auf SoG an, obwohl ich auch das tun könnte, ich überlege seit über einem Jahr, ob ich mir die Reihe noch mal antue, um die Vergleiche zu Twilight zu sehen, denn damals hatte ich Twilight noch nicht gelesen gehabt, aber ich konnte mich noch nicht überwinden, ähm ja, zurück zum Thema). Genauso wie wirklich gute Bücher lese ich auch solche FFs mehr als einmal, denn darin meine Zeit zu investieren, weitere Details zu entdecken und die Geschichte ein weiteres Mal mit den Figuren zu erleben, ist für mich etwas Gutes.

          Womit ich aus der Rolle falle, dürfte das übergeordnete Fandom sein. Nicht die detaillierten, sondern darin, dass es bei mir keine FFs zu bestehenden Geschichten sind. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die ablehnen, zu existierenden Personen zu schreiben, was okay ist. Ich betrachte das etwas anders, ich differenziere zwischen den real existierenden Menschen, die ich nicht persönlich kenne und von denen ich mir ein paar vereinzelte Aspekte leihe und sie für meine eigenen Geschichten nutze. Ob ich mir nun für Figuren Bilder von real existierenden Menschen nehme, ohne deren Namen zu nennen und sie als Vorlage für meine Figuren verwende, weil ich dank Aphantasie sonst nämlich gar nicht erst dazu komme, Gesichter oder anderes zu beschreiben, oder ob ich im Rahmen von FFs auf die grundlegenden Beschreibungen verzichten kann, weil andere Fans bei der reinen Erwähnung des Namens bereits wissen, um wen es sich handelt, ist zwar nicht beides dasselbe, aber in beiden Fällen bediene ich mich an real existierenden Menschen. Nein, ich glaube nicht, dass sie so handeln wie die Figuren in meinen Geschichten. Nein, ich glaube nicht, dass sie so denken. Es mögen hier und da Überschneidungen existieren, manche vielleicht sogar gewollt, weil ich Äußerungen dazu aus Interviews oder von woanders kenne und sie somit direkt von ihnen stammen, doch auch dann sind dies vereinzelte Facetten und niemals diese Menschen im Ganzen. Dessen bin ich mir bewusst.

          Ich kann noch so viele Bücher lesen. Wer ein bisschen was von mir mitbekommen hat, weiß, dass ich eine absolute Schwäche für Twilight entwickelt habe, seit ich die Bücher dann doch mal gelesen habe (und ich finde darin eine Menge sehr sehr problematisch). Ich verspüre dennoch keinerlei Drang auch nur mal zu schauen, was es dazu an FFs gibt. Im Gegenteil, zu bereits bestehenden Geschichten möchte ich keine anderen lesen, ich glaube, das ist, was mich überhaupt von einer Suche abhält. Was soll ich mit alternativen Ideen, wenn ich die Geschichte kenne? Sie ist für mich das, was existiert.
          Ich will damit nicht sagen, dass es das nicht geben soll. Wer daran Spaß findet, sei es am Schreiben oder am Lesen, yeah, go for it. Aber ich finde daran nichts reizvoll. So geht es vermutlich anderen in Bezug auf das, was ich lese, was ich genauso in Ordnung finde. Dass ich das alles sage und mich vermutlich um Kopf und Kragen rede, liegt daran, dass ich seit über zehn Jahren darüber schweige, dass ich so etwas schreibe, eben weil ich gerade aus der ganzen Autor*innen-Bubble häufig zwar Begeisterung für FFs gesehen habe, aber bitte nicht in Bezug auf real existierende Personen. Sowas darf nicht sein.
          Ich komme aus Ironien.
          Das liegt am sarkastischen Meer.

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          • In-Genius
            In-Genius kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Falls es dich beruhigt, ich schreib auch RPFs. Nach einer richtigen Flaute mit originalen Geschichten, hat mich da was gepackt und seit Jahren nicht losgelassen. Durch die Details wird schnell sehr klar, dass alles reine Fiktion ist, aber komisch ist es denn doch manchmal, wenn man nüchtern auf die Sache schaut.

            Ich denke auch, manche Geschichten und Fandoms laden mehr zum Selbstschreiben ein als andere. Persönlich schreibe ich dort Fandictions, wo was in der Geschichte fehlt. Ich bin großer One Piece-Fan, da kommt meine Leidenschaft fürs schreiben her. Die Geschichte ist voll mit Action und Humor und sogar Politik, aber null Romanze - also schreibe ich schwule Liebesgeschichten. Die fehlen dort. Da ist Platz für meine Gedanken in dieser Welt und mit diesen Figuren. Geschichten, die bereits im Original gut ausbalanciert sind, lese ich gerne, die packen aber meine Fantasie nicht 🤷🏻

          • Kuro
            Kuro kommentierte
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            Ich habe auch noch wenige originale Projekte, vor allem eines liegt mir davon sehr am Herzen, weil es sehr indirekt auch mit Musik zu tun hat, die für mich eh mit das Wichtigste überhaupt ist, aber ich fühle mich nach wie vor nicht bereit, sie zu schreiben. Also liegt sie bis zu dem Punkt ausgearbeitet, an dem ich bin, weiterhin.

            Ich kann gar nicht genau sagen, wo ich mich da ansiedele. Ein Teil ist sehr altes Zeug, das aus Co-Projekten stammt und damit nur für mich ist. Anderes sind neuere Ideen oder auch alte, die ich aber damals nicht vervollständigt und in den letzten Jahren wieder aufgegriffen habe (ja, Loslassen ist nicht leicht für mich).

          #9
          Ich hab meine erste FF erst kürzlich gelesen.
          Zu ... Bionicle 😅

          Es war nicht buchhandelsreif geschrieben, aber gut geschrieben und ich habs gern gelesen, wenn es auch ein bisschen vorhersehbar war. Ich finde es gut, dass Geschichten und ausgedachte Figuren inzwischen nicht mehr ganz so als "in Stein gemeißelt" angesehen werden, weil sie das von vorneherein eh nicht sein können, weil sie ja nur ausgedacht sind. Die "in Stein gemeißelte" Fiktion ist eine neuzeitliche Idee, die der Phantasie unnötige Ketten anlegt. Hätten die Menschen sich früher dieselben Ketten angelegt, dann gäbe es heute sicher nicht dieselbe Fülle an Sagen und Mythen, Liedern und Märchen, Romanen und Erzählungen. Durch FF können sich die Geschichten heute wieder verändern.
          Neugier ist des Otters
          Brot 🥐

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          • Milch
            Milch kommentierte
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            Das Fortspinnen deckt das geistige Eigentum und das Urheberrecht mit ab.
            Manche Rechteinhaber erlauben ja auch FanFiction, wenn es sich in einen gewissen Rahmen hält.
            Ich kann verstehen, dass Rechteinhaber gegebenenfalls restriktriver sind, denn es sind starke Marken, daran hängt viel Geld und viele Arbeitsplätze.
            (Ich hätte mir gewünscht, dass manche Schöpfer schon zu Lebzeiten von ihren Schöpfungen profitiert hätten, beispielsweise Bill Finger, der Batman schuf.)

            Warum will man seine Geschichte unter einem Franchise-Label wie Bionicle, Star Wars, Star Trek oder Co veröffentlichen? Weil es auch mehr Aufmerksamkeit generiert, denn es ist leichter auffindbar .

          • Otter
            Otter kommentierte
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            ... also, wie gesagt, ich hab's nicht vom Urheberrecht gehabt und wenn wer keine FF von ihren oder seinen Geschichten mag, können sie es einschränken lassen und ich bin der letzte, der was dagegen einzuwenden hätte. 🙂

          • Milch
            Milch kommentierte
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            Zulassen hat man Fanfiction als Rechteinhaber schon immer können.

          #10
          Ich glaube, rein von der Wortzahl her habe ich in meinem Leben mehr Fanfiction als "eigene" Geschichten geschrieben. Meine Fanfiction-Begeisterung kommt und geht in Wellen: Wenn die Euphorie mich packt, kann ich in kürzester Zeit sehr viel schreiben. Ich liebe es einfach, in eine bestehende Welt einzutauchen und mit den Figuren zu spielen und sie in neuen Situationen so klingen und handeln zu lassen wie im Original. Gerade in größeren und internationalen Fandoms finde ich den gegenseitigen Support und kreative Anregung einfach großartig: Menschen schreiben, zeichnen, analysieren Szenen, basteln GIFs aus Filmen und Serien ... Es ist einfach diese Begeisterung für dieselben Figuren und Geschichten, die das Ganze so unheimlich inspirierend macht.

          Fanfictions lesen ist eine andere Sache. Das mache ich schon, aber ich bin auch sehr wählerisch, und gerade in großen Fandoms gleicht die Suche nach einer guten Fanfiction einer Nadel im Heuhaufen. Dafür habe ich aber auch schon richtige Schätze gefunden, die mich stärker begeistert haben als so manch ein Bestseller-Roman. Ich finde, Fanfiction ist so ein tolles Phänomen, denn Menschen schreiben ganze Romane und stellen sie gratis ins Internet - nur, weil sie sich für einen Film/Buch/Serie/... so sehr begeistern können ❤️

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