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Mittwochsfrage #261: Sympathisch

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    Mittwochsfrage #261: Sympathisch

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    ​​​​​​​Ist eure Hauptfigur (euch/den Lesenden) sympathisch?
    Warum bzw. warum nicht?
    Muss die Hauptfigur sympathisch sein?
    Wartest du dort hinterm Horizont? Schmiegt die Erde sich so müde an das Himmelreich? Sturm zieht auf mit dunkler Wolkenfront. Ganz egal wie schnell ich lauf, der Abstand bleibt doch gleich. Die alte Sehnsucht ist mein einziger Begleiter. Und trotzdem steh ich auf und gehe taumelnd weiter. — ASP, Ziel

    #2
    ​​​​​​​Ist eure Hauptfigur (euch/den Lesenden) sympathisch?
    Mir ist sie auf jeden Fall sympathisch (und ein paar andere Figuren). Was die Lesenden angeht: ich hoffe doch. 😬 Auch wenn ich es nicht darauf angelegt habe, sollte er sympathisch rüberkommen.

    Warum bzw. warum nicht?
    Weil er Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen hat, verlässlich und loyal, aber vor allem ein normaler, bodenständiger Typ mit ausgeprägtem Sinn für Gerechtigkeit ist.

    Muss die Hauptfigur sympathisch sein?
    Muss? Nein. Aber es bereichert die Geschichte und steigert den Wunsch der Lesenden sie zu lesen, wenn die Person um die es geht sympathisch ist. Wobei sympathisch hier Ansichtssache ist. Nicht umsonst gibt es beliebte Antihelden oder Antagonisten. Jede/r findet bei den Charakteren für sich etwas besonderes, dass ihm/ihr persönlich gefällt (und anderen eben nicht).
    Zuletzt geändert von Nachtmahr; 09.11.2022, 15:50.
    Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      #3
      Ist eure Hauptfigur (euch/den Lesenden) sympathisch?

      Laut Rückmeldungen: definitiv!

      Warum bzw. warum nicht?

      Sie scheint Mitleid/Mitgefühl zu erzeugen. Die Lesenden wollen ihm unbedingt helfen, wollen dass es ihm gut geht, schauen ihm aber auch gerne beim Stolpern durch die Welt zu.

      Muss die Hauptfigur sympathisch sein?

      Sie muss interessant sein. Gut gemachte Antiheldinnen und -helden lese ich fast noch lieber. Da dürfen sie ruhig grummelig, ordinär oder wenig empathisch sein. Wichtiger ist, dass sie gewisse Gefühle ansprechen bzw. in einem hervorrufen.
      http://www.wandern-mit-kindern-in-thueringen.de

      Kommentar


        #4
        Ich kann mit dem Begriff sympathisch nichts anfangen. Ja, eine Figur sollte etwas haben, was man irgendwie bewundern kann, beispielsweise weil sie hartnäckiger und ausdauernder ist als übliche Menschen.

        Kommentar


        • magico
          magico kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Die Frage ist aber, ob sie uns oder den Lesenden sympathisch ist. Eine allgemeingültige Sympathie im Gießkannenprinzip gibt es sicher nicht, das ist wahr.

        • SaKi
          SaKi kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ich hab ja nicht nach allgemeinen Defintionen gefragt, sondern nach der persönlichen Auffassung (übrigens schrieb ich „etwas trinken gehen“, nicht „etwas Alkoholisches trinken gehen“ – das kann auch Kaffee, Tee, Saft, Wasser oder ein illegaler Drogencocktail sein).
          Was bräuchte es denn, dass eine Figur dir sympathisch, lesenswert, berührend, verbunden, bewundernswert vorkommt?

        • Milch
          Milch kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Ob ein Text lesenswert ist, entscheide ich nicht nur anhand der Figur.
          Sympathisch ist eigentlich ein Wort für nett und das ist bekanntlich die kleine Schwester von .... Man kann auch das Wort langweilig benutzen.
          Interessant und ikonisch wären bessere Kategorien.
          Was berührt, da trifft ja die Definition von Magico zu, sind Figuren, die für ihr Ziel kämpfen und leiden. Ich glaube, das hat schon was Allgemeingültiges, sonst würde Literatur nicht funktionieren.
          Zuletzt geändert von Milch; 10.11.2022, 17:56.

        #5
        Muss die Hauptfigur sympathisch sein?
        Als Leser mag ich sympathische Figuren lieber als unsympathische. Hätte ich jetzt fast geschrieben. Aber das stimmt nicht.
        Ich mag Figuren, die ich nachvollziehen kann – auch ohne dass man sie vor mir gleich auszieht. Für mich aktuelles Beispiel wäre da Roland Deschain aus Stephen Kings "Dunklem Turm". Die Figur ist nicht sonderlich sympathisch, durchschaubar oder attraktiv. Aber ich will, dass ihm nichts passiert, dass ich miterlebe, wie er sein Ziel erreicht. Weil ich nachvollziehe, wie wichtig ihm sein Auftrag ist. Dass ihm "unsympathische" Entscheidungen nicht leicht fallen oder wenn doch, ihn das Resultat und das schlechte Gewissen verfolgt.
        Oder Dexter Morgan. Der ist mir in "Des Todes dunkler Bruder" tatsächlich so sympathisch wie ein böse Figur sein kann, ein gnadenloser Serienkiller ohne eigenen Moralkompass.
        Was gar nicht bei mir funktioniert, sind Superhelden. Reinweiß und edel bis in die letzte Seelennaht. Dann weiß ich zwar, dass die Figur sympathisch "ist", aber das kommt bei mir nicht an.
        Ich glaube, ob eine Figur sympathisch oder unsympathisch ankommt, liegt an den Erwartungen und sozialen, ethischen, moralischen Messlatten, die man an die Hauptfigur legt. Oder für diese Figur ablegt. Ich denke weder beim Lesen noch beim Schreiben daran, ob ich mit der Figur befreundet sein möchte. Sie ist nicht echt. Aber welche Charakterzüge sie wie warum auslebt und ändert, ob ich als Leser oder Autor dabei sein möchte, das bewegt mich eher als die Frage, ob ich die Figur innerhalb meiner eigenen ethischen und sozialen Gefüge sympathisch fände.

        Ist eure Hauptfigur (euch/den Lesenden) sympathisch?
        Warum bzw. warum nicht?

        Ich hab mehrere Protagonisten, die von den Testlesern (gen. Mask.) als sympathisch bezeichnet werden, und zwei, mit denen die Testleser hadern. Das sind auch die beiden, denen ich ein bisschen mehr komplexes Gepäck in die Backstory gepackt habe. Da muss ich noch an den Stellschrauben drehen, damit sie nicht nach hinten losgehen. Es liegt dabei wahrscheinlich eher an der fehlenden Nachvollziehbarkeit ihrer Handlungen und Auffassungen. Ich brauche zwar keine durchweg sympathischen Hauptfiguren, aber durchweg unsympathische will ich auch nicht.Der Leser muss mit meinen Figuren keinen saufen gehen wollen. Er soll mit ihnen einen Weg gehen (wollen).
        Andererseits halte ich Charakterentwicklung für das eine Element, das mich beim Lesen und Schreiben interessiert, sodass eine von Anfang an liebe, sympathische Figur dem entgegenstünde.
        Ausnahme (als Leser bzw Zuschauer): Figuren wie James McGill aus "Better Call Saul". Da ist die Entwicklung andersherum – aber da weiß ich vorher, wo es hingeht, und ich will wissen, wie aus gut dubios wurde. So eine komplexe Story habe ich aber noch nicht geplant.
        Ich persönlich habe noch eine dritte Hauptfigur, die ich viel zu verantwortungslos finde, als dass sie mir im wahren Leben sympathisch wäre, die mir aber einen Heidenspaß beim Schreiben gemacht hat. Ich glaube, dieser Spaß springt beim Lesen über, weshalb die Figur noch von niemandem als "unsympathisch" bezeichnet wurde.
        Zuletzt geändert von Dodo; 09.11.2022, 16:53.

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