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Mittwochsfrage #258: Langjährige Freunde

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    Mittwochsfrage #258: Langjährige Freunde

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    Welche Charaktere begleiten (oder verfolgen) euch schon sehr lange? Habt ihr die Geschichte dieser Figur(en) bereits aufgeschrieben? Sind es vielleicht sogar mehrere Geschichten geworden? Oder warum habt ihr die Geschichte bisher nicht aufgeschrieben? Erzählt doch gern mal ein bisschen über diese Charaktere, wie sie zu euch gekommen sind und wie lange sie euch schon begleiten.
    Wartest du dort hinterm Horizont? Schmiegt die Erde sich so müde an das Himmelreich? Sturm zieht auf mit dunkler Wolkenfront. Ganz egal wie schnell ich lauf, der Abstand bleibt doch gleich. Die alte Sehnsucht ist mein einziger Begleiter. Und trotzdem steh ich auf und gehe taumelnd weiter. — ASP, Ziel

    #2
    Ich habe eine Figur, die begleitet mich jetzt schon... 12-13 Jahre. Tatsächlich ist sie damals entstanden, als ich ein Buch gelesen habe - "Unheil" von W. Hohlbein. Da habe ich so richtig Bock auf eine Vampirgeschichte bekommen (auf eine Vampirgeschichte ohne Glitzer und ohne Kuschelvampiren natürlich) und die Geschichte von ihr ist bereits auch schon aufgeschrieben, allerdings fehlt mir noch das Ende. Da die Geschichte allerdings schon so "alt" ist, habe ich angefangen sie zu überarbeiten, da sich mein Schreibstil und die Dinge, die ich wichtig in einer Geschichte finde, geändert haben. Aber so richtig kann ich mich dazu nicht aufraffen (es sind halt über 100K Wörter zum überarbeiten und die zündende Idee für ein passendes und gutes Ende).
    Diese Figur habe ich auch schon in ein RPG-Forum gebracht und ich glaube, obwohl mir das echt viel Spaß macht, ist es auch gleichzeitig das Problem. Meine Figur hat sich weiterentwickelt und hat inzwischen viel mehr Tiefe als am Anfang. Ich kenne sie inzwischen sehr gut, so gut, dass ich sie abseits vom RPG auch noch in weitere andere Geschichten gepackt habe. Mir macht die Figur einfach sehr viel Spaß, weil es eine Protagonistin ist, die genauso ist, wie ich mir eine gute Prota vorstelle bzw. mit der ich selbst viel anfangen kann, wo ich Spaß habe ihre Geschichte zu schreiben. Ich stelle sie gern vor neue, scheinbar unüberwindbare Herausforderungen und schaue dann, wie sie darauf reagiert.
    Ich habe immer mal wieder versucht eine andere weibliche Hauptfigur zu kreieren, aber das fällt mir wirklich schwer. Da ich sie inzwischen so gut kenne, lässt sie mich nicht mehr richtig los und da ich immer noch so viel Spaß mit der Figur habe, sehe ich darin auch nicht wirklich einen Sinn.
    Der männliche Gegner in ihrer Hauptgeschichte begleitet mich in dem Sinne auch schon die ganzen Jahre und obwohl ich Antagonisten liebe, taucht er nur in ihrer ersten Geschichte auf. Er hat mich nie so gepackkt wie sie.

    Ich habe auch eine männliche Figur, welcher allerdings im RPG entstanden ist (inzwischen auch 6-7 Jahre alt), aber wo ich dann nach und nach eine eigene Geschichte entwickelt habe. Ihn finde ich als männlichen Prota wiederum sehr spannend und ich habe diese zwei Figuren auch schon in eine Geschichte gepackt... allerdings ist das schwierig. Die harmonieren nicht so richtig miteinander, da sein Charakter ziemlich schwierig ist und sie seine Prinzipien und Moralvorstellungen nicht für gut heißen kann. Da wird er dann mehr zum Antagonisten und er hat auch einige antagonistische Züge. Aber ich mag das klassische Konzept von gut und böse nicht wirklich, da man ja doch auf die Beweggründe schauen sollte. Sie gehen da stark auf Konfrontationskurs und ja, ist spannend zu schreiben, aber ich habe herausgefunden, da sie sich in ihren eigenen Geschichten besser entwickeln können.

    Ja, auf jeden Fall hänge ich ziemlich auf meinen alten Hasen fest. Mir fällt es schwer neue Figuren, neue Ansätze für diese überhaupt zu entwickeln. Momentan fühle ich mich eh sehr unkreativ und bleibe schon deshalb lieber bei dem altbewerten. Weil wenn die Figuren schon weit ausgearbeitet sind, braucht es ja dann nur noch eine spannende Geschichte.

    Kommentar


    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Ich kann das total nachvollziehen, mit geht es mit meinen Figuren ähnlich. Manche kenne ich so gut, dass es mir oft schwer fällt, mit ganz neue auszudenken, weil denen im Vergleich dann so viel Tiefe fehlt.
      Was "ihre" Ursprungsgeschichte angeht, vielleicht solltest du sie nochmal ganz neu schreiben. An einem gewissen Punkt der Entwicklung ist das Überarbeiten dann eher ein Umschreiben, bei dem du die weiterentwickelte Figur irgendwie in den alten Plot prügelst, und das ist anstrengend und unbefriedigend. Wenn du dagegen nochmal ganz neu anfängst, kannst du die Geschichte so entwickeln, wie deine Figur sie heute angehen würde, und wenn sie dadurch vom alten Plot abweicht, dann entdeckt ihr eben zusammen den neuen. Vielleicht wäre das motivierender?

    • zickzack
      zickzack kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Danke für den Tipp, Ankh
      Ja, wahrscheinlich hast du recht. Es wird mir wohl leichter fallen, es komplett neu zu schreiben. Manche Teile der Geschichte funktionieren jetzt auch einfach nicht mehr, weil ich durch die neue Entwicklung zu manchen Punkten gar nicht komme, da sie einige Entscheidungen nicht mehr so treffen wird... Wenn mich der Motivationsschub mal richtig packt, dann gehe ich das an. XD

    #3
    Ich weiß nicht, um ich's "langjährige Freunde" nennen würde, aber bei "geliebtem Arbeitsmaterial" würde ich zustimmen.
    Die Figuren meiner LiRo, die in Berlin und fiktiven deutschen Städten spielen, sind z T miteinander verwandt. Das spart Vorgeschichte (die eh nur ich kenne), und es ist, bei Abschluss eines Projekts, nicht notwendigerweise ein Abschied für immer, wenn ich mich der nächsten Konstellation zuwende. Allerdings sind auf diese Weise zwei meiner Figuren für mich so erwachsen geworden, dass ich mit ihnen nach ihrem Cameo nichts mehr anfangen kann. Die haben fertig 😅. Auch schön.
    Bei meinem Kanadaprojekt hat eine zunächst eher antagonistische Nebenfigur sich dermaßen herausgemendelt, dass sie ein Spin-off bekommen hat, und eine weitere Nebennebenfigur jetzt ebenso.
    Nur Fantasy- und SciFi-Figuren stehen allein da.
    Noch. Zumindest der Fantasy-Anta könnte weitere Abenteuer vor sich haben, den würde ich gern in Schwierigkeiten bringen. Da bräuchte ich aber mehr Wissen in regionaler Kolonialgeschichte, um ein paar Anker zu werfen. Und um mit der Recherche zu starten, bräuchte ich schon ein grobes Setting und eine grobe Storyoutline. Oh. Gerade trillerte ein Pitch hinter meiner Stirn. Hm. *aufschreib*
    Auf jeden Fall sind es immer die Figuren, die beim Schreiben besonderen (unerwarteten) Spaß machten. Figuren, denen irgendwas Schamhaftes oder Schamloses anhaftet, das ich dann auch die Probe stellen möchte

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      #4
      Seit ich angefangen habe zu schreiben, habe ich viel herumexperimentiert und mich in den unterschiedlichsten Genres - Romance, Krimis, Fantasy - ausprobiert. Die meisten Figuren, sowohl Protagonisten als auch Antagonisten, begleiten mich seither und ich habe sie in mein Herz geschlossen. Aber ich bin auch gut darin loszulassen. Die meisten werden keine weiteren Geschichten mehr bekommen, weil ich das Genre verlassen habe. Die leben jetzt ihr eigenes Leben. Wie Kinder, die ausgezogen sind.

      Ja, ich habe Figuren und Teile deren Geschichte im Kopf, von denen ich weiß, dass ich sie zu Papier bringen werde. Die Frage ist nicht ob, sondern wann.
      Momentan gären diese Geschichten noch und jede besitzt ein eigenes Notizbuch, das sich langsam mit Ideen für Backstory, Handlung, Konflikt und Setting füllt. Es ist eine Gefühlssache, wann ich genug zusammen habe und wann der richtige Zeitpunkt ist.
      Die Protagonisten des aktuellen Buchs mussten auch eine ziemlich Weile warten, bis ich in der Lage war, ihre Geschichte aufzuschreiben. In der Zeit haben sich mehrere Notizbücher gefüllt und der Plot der nächsten beiden Bände und die Entwicklung der Protagonisten hat sich soweit verfeinert, dass sie von mir zu Papier gebracht werden können.


      I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

      Douglas Adams

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