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Mittwochsfrage #254: Alt

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    Mittwochsfrage #254: Alt

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    Habt ihr alte Menschen in eurem Figurencast? Welche Rolle übernehmen sie und warum? Brecht ihr mit Klischees oder nutzt ihr sie absichtlich?

    Alte Menschen heißt: Ab Rentenalter aufwärts. Selbstverständlich gelten auch nicht-menschliche Figuren, Hauptsache sie sind sehr betagt ohne direkt der jahrtausendealte Dämon aus der seit Generationen überlieferten Legende zu sein.
    Wartest du dort hinterm Horizont? Schmiegt die Erde sich so müde an das Himmelreich? Sturm zieht auf mit dunkler Wolkenfront. Ganz egal wie schnell ich lauf, der Abstand bleibt doch gleich. Die alte Sehnsucht ist mein einziger Begleiter. Und trotzdem steh ich auf und gehe taumelnd weiter. — ASP, Ziel

    #2
    Ich plane in meinem SciFi-Projekt einen Epilog mit dem dann Ü70-Protagonisten, der dann von seiner Vergangenheit eingeholt wird und sich verantworten will/muss.

    In meinem kanadischen Setting habe ich die Ü80-Adoptivmutter des Prota, die unter der resoluten Erzieherin ein Geheimnis vor ihm verbirgt, dass er erst nach ihrem Tod entdeckt (ok, ich brauche ihren Tod -aber ich brauche sie vorher auch quietschlebendig). Sie ist deutlich weniger positiv besetzt als seine kurz vor der Rente stehende Mitarbeiterin, die ihm gegenüber viel größeren „mütterlichen“ Einfluss hatte, obwohl sie ihm in seiner Kindheit nur in zwei oder drei prägenden Situationen begegnet ist (an die er sich nicht erinnert).

    Ich denke, ich vermeide das Weichspülklischee, dass alte Menschen immer reif, weise, gütig, abgeklärt sind (obwohl der SciFi-Charakter eine gewisse Größe zeigen wird). Wie im wahren Leben bleiben sie die Menschen, die sie ihr ganzes Leben lang waren, bzw bauen darauf auf. Ihren Ratschlägen sollte man nicht ohne nachzudenken vertrauen. Und A***lochsein muss keine hirnorganische Ursache haben, sondern ist über Jahre gewachsen und gediehen.
    Für meine Unter-Null-Romanze allerdings werde ich die Oma der Hauptfigur als klassische Kupplerin brauchen. Manche Klischees sind zu schön.

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    • Milch
      Milch kommentierte
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      Es gibt auch das Klischee des dauernd nörgelnden Rentners.
      Ja, man solllte die Figuren möglichst vielfältig darstellen.

    • Dodo
      Dodo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Der nörgelnde Rentner war wahrscheinlich immer ein Nörgler bzw in sub-nörgelnder Grundstimmung oder hat was am Frontalhirn.
      (Das Wort „nörgeln“ hat irgendwas Musikalisches, oder finde nur ich das?).

    #3
    Uh, gute Frage!
    Ich hab alte Menschen nur als Nebenfiguren, und dann auch noch mentorenartige Nebenfiguren. Ich glaub, da muss ich noch mal in meinen Geschichten ansetzen. 😅

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    • SaKi
      SaKi kommentierte
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      Das geht mir ähnlich, daher hab ich die Frage, die ich mir gestern Abend ausgedacht habe, zugunsten des Geistesblitzes heute Morgen sausen lassen

    #4
    Also wenn, dann nur als Nebenfiguren. Ich kann mich zugegeben, in ältere Personen schwer hineinversetzen und daher würde es mir schwer fallen diese zu schreiben, wenn sie eine größere Rolle hätte. Als Nebenfigur geht es noch, da ich hoffe, da wenigstens den gewissen Charme zu übermitteln.

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      #5
      Hm, ab und zu tauchen einige auf, aber nur wenn die Stimmung bzw Konstellation dafür geeignet ist.

      Mein Setting ist sehr dynamisch und damit "jung". Alte Menschen überleben in dieser Welt gar nicht so lange, außer in den hohen Gesellschaftsschichten in der Sicherheit der Zivilisation. Wenn ich einen alten Menschen auftauchen lasse, dann entweder, um diese Diskrepanz zu verdeutlichen oder als eine Art "Ruhepol" in der Geschichte, um das Tempo an der Stelle etwas runterzufahren. Oma darf an einem langweiligen Nachmittag mit ihrem Versicherungskärtchen in die Ambulanz wackeln, aber in der Verfolgungsjagd in den Slums hat sie einfach nix zu suchen (höchstens als comic relief?). Der Übergang zwischen "jung und fit" und "alt und gebrechlich", verkörpert z. B. durch einen alternden Krieger, ist auch ein Moment der Gefahr, sich bald nicht mehr in dem Setting behaupten zu können, in dem das Recht des Stärkeren gilt. Die die es über diesen kritischen Punkt hinaus können, haben ein Umfeld, das sie schützt.
      Poems are never finished.
      Just abandoned.

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