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Mittwochsfrage #238: Umzüge

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    Mittwochsfrage #238: Umzüge

    Wie reagieren Eure Protas auf Umzüge und Ortswechsel? Nutzt Ihr die Veränderung im Setting, um damit auch die innere Heldenreise des*der Prota widerzuspiegeln? Oder schreibt Ihr bewusst "Kammerspiele", bei denen die Figuren ihren angestammten Ort nie verlassen?
    Always avoid alliteration.

    #2
    Mein Prota tourt quasi durch das ganze Land, wünscht sich aber ein ruhiges Leben am selben Ort. Die ständigen Ortswechsel (und damit verbundenen Ereignisse) machen auf jeden Fall etwas mit ihm, führen ihn am Ende aber auch zu seinem Glück.
    Zuletzt geändert von Nachtmahr; 12.01.2022, 17:50.
    Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      #3
      Bisher gehen die meist mit anderen einschneidenden Veränderungen einher, insofern ist der Umzug an sich nicht zentral, aber doch symbolisch.

      Aus der Sicht der Figuren zeigt sich, ob sich die Situation insgesamt verbessert oder verschlechtert hat, und das bestimmt dann die Perspektive auf die neue Wohnung, obwohl die tatsächliche Wohnsituation für alle mehr oder weniger dieselbe ist. Z. B. ziehen zwei Figuren zusammen, der eine findet das Zimmer ein bisschen eng und spartanisch, der andere bemerkt, dass er schon in schlimmeren Löchern gehaust hat (viel schlimmer). Ein anderer dreht förmlich durch darüber, wie klein seine neue Wohnung ist, bis er sich klar macht, dass sie zusammen mit viel mehr individuellem Freiraum außerhalb der Wohnung einherkommt (und viel Meditation). Die letzten beiden, die zusammen wohnen, freunden sich an, und ihre Anwesenheit bzw die Häufigkeit, wie sehr sie sich aus dem Weg gehen, spiegelt das Level ihrer Beziehung.

      in der zweiten Geschichte hat es drei Schauplätze/ Unterkünfte, die sowohl die Jahrszeit wiederspiegeln als auch die generelle Atmosphäre/Sicherheit.
      Weihnachten: Eisige Notunterkunft
      Zwischen den Jahren: Chaotische WG
      (Silvester: Auf der Straße)
      Neujahr: Neue, geordnete Unterkünfte
      Poems are never finished.
      Just abandoned.

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        #4
        Umzüge und Ortswechsel benutze ich gelegentlich, wenn mein Thema "Suche" oder "Ankommen" ist. Allerdings kommt das zumeist un(ter)bewusst aus mir heraus, und ich merke es erst im Verlauf der Story, während die Hauptfigur schon längst entsprechend agiert.
        Mein aktueller Prota wird an den ... einen ablegenen Ort versetzt und muss seinen Weg nach Hause finden. Derzeit ist er gerade aus dem Flugzeug gestiegen und verdammt seine Entscheidung, nach Hinter-den-sieben-Bergen zu gehen. Andererseits ist er froh, Ballast abgeworfen zu haben. Ich glaube, er wird's schon noch gut finden. Umzüge gehören auf jeden Fall für eine gewisse Zeit zu seiner Jobbeschreibung.
        Für eine "Heldenreise" plane ich es auch, aber an dem Projekt saß ich schon eine Weile nicht mehr.
        Ich würde tatsächlich gern einmal ein Kammerspiel verfassen, etwas, wo die ganze Kraft und Bewegung aus Dialogen kommt. Ich wüsste schon das Setting (zwei, genauer gesagt), aber mir fällt dazu noch kein Plot ein. So eine Story stell ich mir recht anspruchsvoll vor.

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          #5
          Aryan hatte sich das ganze spannender vorgestellt, als er in seiner Bogen Werkstatt saß. Bisschen unspannend in der Realität.

          Für Álvaro ist es einfach ein normaler Zustand. Es ist mittlerweile nur noch mäßig interessant. Er mag das Zimmer bei Dila aber immer nur an einem Ort sein?

          Ray macht seit er das College geschmissen hat nichts anderes und er freute sich, wenn er nrue Orte sah und Vorkomnisse studieren durfte. Jetzt sitzt er in Seattle. Das gefällt ihm wegen der Übernatürlichen Aktivitäten ganz gut. Und es ist ungewohnt, dass er jetzt schon einige Monate am selben Ort ist. Sber er kommt damit ziemlich klar.
          Anders wäre es, wenn er wieder zu seinen Eltern ziehen müsste und da wohnen. Da käme er nicht mit klar.
          ~ We know the songs the sirens sang
          See us dream every tale true ~

          T. Holopainen

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            #6
            Ich liebe es, unterwegs zu sein, und das spiegelt sich in den Geschichten wider.

            Mein letztes Urban Fantasy Buch ist im Grunde ein Road Movie, der in NYC beginnt und über die Appalachen in die Sümpfe von Louisiana führt. Eine innere Reise lasse ich gerne durch eine äußere Reise begleiten und unterstützen.

            Da spielt viel von meinen eigenen Vorlieben in die Bücher rein.

            Meine Lieblingsprotagonistinnen besitzen alle ein Motorrad und sind gerne damit unterwegs: Mo in England und Sandrine in Frankreich.
            Der Protagonist der neuen Krimireihe bekommt auch wieder ein.
            I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

            Douglas Adams

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              #7
              Ich habe gerade durchgezählt. Ich habe sieben Romane, von in Planung über muss überarbeitet werden bis veröffentlicht. In jedem verlassen meine Figuren ihre Heimat. Um zu sehen, was es noch gibt. Weil sie es zuhause nicht mehr aushält und ein besseres Leben will. Weil der Herr auf Handelsreise geht und seine Frau mitnimmt, weshalb auch die Dienerin mit muss. Um den Sinn einer Vision zu verstehen. Um eine Wette zu gewinnen. Das sind nur Beispiele. Wenn ich für jede Figur den Grund nennen würde, würde das zu viel Zeit kosten.

              Selten ist der Weg das Ziel. Mal stellen die Figuren fest, dass sie es zuhause doch besser hatten. Manchmal gibt es aber auch kein Zurück oder das Glück liegt tatsächlich am Ende des Wegs. Eine klassische Heldenreise kommt dennoch nie vor. Vielleicht ist der Umzug bzw. die Reise einfach ein von mir geliebtes Mittel, um meine Figuren in eine völlig neue Situation und damit aus dem Trott zu bringen. Ich muss aber auch zugeben, dass mir das bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgefallen ist. Dabei begleiten mich diese Romane seit 2014 oder 2015. Gut, dass wir darüber reden. Da muss ich mal für Abwechslung sorgen.

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                #8
                Da ich jemand bin, der weder gerne umzieht (wer macht das auch gerne? ) und auch niemand, der gerne in der Gegend rumreist, sondern am liebsten immer zu Hause ist (so etwas wie Fernweh kenne ich gar nicht oder das Interesse etwas anderes live zu sehen), lasse ich meine Figuren nur dann herumreisen, wenn es zur Geschichte passt. Aber meine Geschichten spielen schon eher nur in einer Stadt, Dorf, Wald oder was es auch für eine Begebenheit ist. Das sie um die halbe Erdkugel reisen, ist eher nicht der Fall. Es wäre auch komisch, wenn sie das tun würden, weil ich das Feeling gar nicht beschreiben könnte.

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