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Mittwochsfrage #235: Aller Anfang

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    Mittwochsfrage #235: Aller Anfang

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    Im Anfang war das … Nichts. Das weiße Blatt Papier (gern auch virtuell) enthält einfach nichts. Aber aus dem Nichts soll etwas entstehen.
    Womit fangt ihr an, wenn ihr eine Geschichte (Roman, Kurzgeschichte etc.) verfassen wollt? Erst mal recherchieren? Charakter-Profile anlegen? Kapitel-Planung machen? Oder direkt losschreiben?
    »… and he wonders if that is what people look for in a partner or a friend: the part of themselves that is missing.«
    – Rachel Joyce, Perfect

    #2
    Kurze Zusammenfassung des Plots schreiben (ca. 1 Seite) und dann los.
    Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      #3
      In die Datei mit den Ideen packen, die Idee andicken, Figuren entwickeln und irgendwann mal rausholen.

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        #4
        Mir muss die Story klar sein. Setting. Was geschieht wem?
        Im Plot brauche ich einige Kernpunkte, am besten noch einen guten Plottwist.
        Meistens bastele ich mir einen vorläufigen Plot, entweder mit Karteilarten, auf Papier oder digital, der im Laufe des Schreibens weitergeführt wird.

        Dann kann es losgehen.

        Manchmal nutze ich einen Plot-Standard zum Brainstorming, den ich für meine Geschichte anpasse. Sowas wie das unten.

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        I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

        Douglas Adams

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          #5
          Wenn ich nichts habe, fange ich auch keine Geschichte an. Ich habe mich noch nie vor ein leeres Blatt gesetzt und gedacht "okay, was schreibe ich heute?". Es gibt immer bereits eine Idee, eine Figur, eine Situation oder wenigstens einen Satz, von denen aus neue Ideen sprießen und sich verbinden, und erst wenn daraus in meinem Kopf ein halbwegs tragfähiges Gerüst geworden ist, das mich zum Schreiben reizt, dann haue ich in die Tasten.

          Kleinere Ideen notiere ich einfach und dann verstauben sie in einem Ordner. Wenn mir jemand eine Pistole an den Kopf halten würde und verlangen, dass ich aus dem Stehgreif eine Geschichte schreibe, würde ich wahrscheinlich da anfangen, nach Inspiration zu suchen. Aber normalerweise muss in der Idee schon Leben sein und brodeln und gären und von selbst anwachsen wie Sauerteig, sodass ich das, was da schon fast über den Schüsselrand fließt, eigentlich nur noch aufschreiben muss, bevor ich's wieder vergesse. Wenn ich genug Gebrodel habe, schreibe ich mir meist zuerst eine Plotzusammenfassung (die noch sehr flexibel ist). teile die grob in Szenen und weise das bisherige Übergetropfte diesen Szenen zu. Bei einer Kurzgeschichte fange ich einfach an zu schreiben, auch mal von der Mitte aus.
          Poems are never finished.
          Just abandoned.

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            #6
            Unterschiedlich. Bei Kurzgeschichten mit einem vorgegebenen Thema suche ich nach etwas, das nicht so naheliegend ist. Daraus ergibt sich ein was-wäre-wenn, das zu einem groben Plot im Kopf führt, mit dem ich meine Geschichte schreiben kann. Eventuell muss ich ein wenig recherchieren, ehe ich loslegen kann.

            Bei Romanen kommt es auf die Situation an. Mich überkommen ständig neue Ideen, die ich gerne für Romane verwenden würde. Meistens notiere ich mir die, da ich noch an einem anderen Projekt arbeite und dieses erst abschließen will. Es gibt Ideen, die genau zur richtigen Zeit kommen, sodass ich mich direkt an die Ausarbeitung setzen kann. Für den kommenden Nano wollte ich etwas Neues beginnen. Ich war jedoch ideenlos und auch die notierten Ideen reizten mich nicht. Ich erinnerte mich an einen Artikel, in dem es um das Plotten mit Tarotkarten geht. Ich hatte deswegen extra vor ein paar Jahren einen Satz gekauft und sah jetzt die Möglichkeit, es auszuprobieren. Daraus entstand ein faszinierender Plot für mein diesjähriges Nanoprojekt. Ich nutzte diese Variante auch, um die mir bisher bekannten Figuren näher kennenzulernen. Dadurch ergaben sich Nebenstränge, die meinem Projekt mehr Tiefe verleihen. Ich werde im Dezember sehen, ob ich mit dieser Plotvariante zurechtgekommen bin. Das betrifft jedoch nur die Ideenfindung. Anschließend muss sich wie sonst auch recherchieren, meinen Plot notieren, Figurendatenblätter ausfüllen und meinen Plot in Szenen aufteilen. Erst danach kann ich mit dem Schreiben anfangen. Pantsen liegt mir nicht.

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              #7
              Mit nichts kann ich nicht(s) anfangen. Es muss eine Idee da sein. Meist ist es eine Figur in einer bestimmten Situation. Woher die Idee kommt? Überproportional häufig aus dem ... Nichts. Hm. Ich bin total unmusikalisch, aber meist (fast immer) ist es beim Autofahren ein Song, eine Textzeile und wump! Steht da jemand in meinem Kopf mit einer ultrakurzen Szenenschnippselei. Hat oft nichts mit dem Lied bzw Text zu tun. Und am Ende findet die ursprüngliche Szene meist auch keinen Platz im Text.
              Die Hauptfigur entsteht in meinem Kopf dann sehr schnell, da hab ich offenbar ein internes Programm, das die Legosteine der Charakterisierung zusammenfügt.
              Und dann häng ich fest. Dann muss ich grob, aber unverbindlich plotten, sonst wird das erfahrungsgemäß nichts.

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                #8
                Eigentlich mit irgendeinen Gedanken, der mich nicht mehr loslässt. Ich schreibe dann einfach wild drauf los und überlege mir erst, wenn ich hänge, was das eigentlich werden soll: Eine eigene Geschichte? Nur eine Szene zu einer Geschichte? Bisschen Fingerübung? Je nachdem gehe ich dann weiter vor. Solls eine eigene Geschichte werden, muss ich dann erst einmal meine Figuren anschauen, wie die so sind und was sie wollen. Wenns "nur" eine Szene zu einer schon bestehenden Geschichte ist, muss ich schauen, wo genau die eingefügt werden soll.

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                  #9
                  Also auf das weiße Papier kommt bei mir auch ein kurzer Abriss des Plots. Aber wirklich sehr kurz. Ein Drittel einer Seite.

                  Bevor ich loslege, müssen die Hauptcharaktere aber wenigstens grob charakterisiert werden und ich plane auch die erste Szene, die ich schreiben möchte mit ein paar Stichpunkten - aber außerhalb des Dokuments. Dann beginne ich meistens mit einem Zitat, einem philosophischen Gedanken, einer Beschreibung zu einem Thema, das der Geschichte beigestellt werden soll und als roter Faden beibehalten wird (e.g. Herbst, Harry Potter, Shakespeare, Vergil, Weihnachten). Manchmal bleibt der Anfang dann länger karg und ich kann nur allmählich mit der Geschichte füllen und mich mit ihr anfreunden. Irgendwie brauche ich immer ein bestimmtes Gefühl, das ich mit der Geschichte dann verbinde und das entwickelt sich langsam.

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