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Mittwochsfrage #234: Pessimismus vs Optimismus in der Literatur:

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  • zickzack
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    Dodo Ich sag mal so, wird schwierig.

  • Dodo
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    "Dem Anta... war mal so. XD"
    Allein dafür: Kann man das irgendwo lesen?!

  • zickzack
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    Dodo Ja, genau so ein Buch meine ich. Es wäre mir einfach zu banal, zu wenig Konflikt, als das es mein Interesse wecken würde.

    Nein, das war eher im übertragenen Sinne gemeint. Eher gehen sich meine Figuren an die Gurgel, dass die "Welt" dadurch untergeht. Meine Welt brennt eher selten... obwohl... letztens wurde schon ein Gebäude angezündet. Dem Anta... war mal so. XD
    Ob Hoffnungsschimmer oder Abrund kommt ganz drauf an - was besser passt. Ich muss jetzt nicht eine Geschichte schreiben, die auf Krampf noch irgendwo einen Hoffnungsschimmer sucht. Wenn es nichts mehr zu retten gibt, dann geht's eben steil Berg ab. Ich mag keine Bücher, die auf Krampf ein "Happy End" produzieren. Alles ist den Bach runtergegangen, aber dennoch finden die Figuren neue Hoffnung und leben glücklich und zufrieden bis zu ihrem Ende...

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    "Bücher, die die ganze Zeit nur im Positiven schweben... damit kann ich nicht viel anfangen."
    Für eine Weile war ich so naiv, dass ich dachte, allein der Konflikt sorge ja dafür, dass die kleine, fiktive Welt ein bisschen brennt. Bis ich ein Buch (auf der Suche nach LiRo-Vergleichstiteln) zu lesen begann, in der die Hauptpersonen einen Honiglimonadenwettbewerb austragen. Da fiel mir das Buch auch aus der Hand. (Ich würde es so gern rezensieren, aber dazu müsste ich es durchlesen).

    "Ich mag es halt mehr, wenn meine fiktive Welt brennt, als wenn sie in den schönsten Farben erstrahlt"
    Brennt dabei tatsächlich die Welt - z B, Klimakatastrophe voll im Gange und ohne Hoffnung auf Umkehrung? Oder/und verläuft die Story dabei (vor diesem Hintergrund) mit einem Hoffnungsschimmer oder in den Abgrund? Wäre das negative Setting auch Story?

  • zickzack
    antwortet
    Also ich versuche aktuelles Geschehen aus meinem Schreiben rausfallen zu lassen. Gerade das Corona-Thema... nein danke. Darüber will ich weder schreiben, noch ein Buch dazu lesen. Da reichen mir die Nachrichten und ganzen Berichterstattungen vollkommen aus. Ich weiß noch letztes Jahr, als das so anfing, habe ich einiges an Informationen in mich einzogen wie ein Schwamm... aber da habe ich auch nicht gedacht, dass das so lange anhält. Inzwischen nehme ich Informationen zu der Thematik auf und gut. Irgendwann bin ich dann auch gesättigt und möchte mich mit was ganz anderen beschäftigen.
    Ich schmeiß jetzt kein Buch in die Ecke, nur weil es mal auf das aktuelle Geschehen eingeht oder weil es das Thema in irgendeiner abgewandelten Form mit drin hat. Aber ich würde mir beispielsweise momentan kein Buch bewusst kaufen, dass "Lockdown" oder ähnlich verbindend heißt.

    Wie würdet Ihr die Grundstimmung in Euren Geschichten einstufen? Positiv? Negativ? Ggf. wechselhaft wie Eure Stimmung bzw die der Umgebung und Umwelt?
    Hmm, gute Frage. Wahrscheinlich eher negativ, weil ich auch öfter und wie ich auch finde, besser, negative Emotionen beschreibe. Ich mag es halt mehr, wenn meine fiktive Welt brennt, als wenn sie in den schönsten Farben erstrahlt. 😈
    Ist dann beim Lesen übrigens auch so. Ich mag eher die Bücher, wo Figuren viel leiden, eher mit negativen Stimmungen belastet sind. Gerne kann es Lichtblicke geben, aber Bücher, die die ganze Zeit nur im Positiven schweben... damit kann ich nicht viel anfangen.

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  • Milch
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    Na ja, vielleicht schaut der Leser danach noch mal zu Wikipedia oder legt sich doch mal ein Sachbuch zu, um mehr über ein Thema zu erfahren, was er davor noch nicht kannte. Da müssen die Fakten nicht 100 Prozent korrekt sein.

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Ach so meinst Du das. Ja, das stimmt, ich hätte mich auch nur durch den "Schwarm" vor einem Tsunami retten können, vor 2004 (ernstgemeinte Aussage).
    Beim "Circle" kommt aber genau das zum Tragen, weshalb ich – also ich als ganz persönliche Einzelmeinung – nicht auf Belletristik bauen würde, um faktische, naturwissenschaftliche Erkenntnisse draus abzuleiten. Irgendwann verlässt der Autor sein tatsächliches Wissen und es wird SciFi oder noch schlimmer: nix Science, nur Fiction, oder allgemeiner: für die Dramatik wird die Story unglaubwürdig (und damit auch das eventuell tatsächlich sauber recherchierte und präsentierte Faktenwissen), und dann war alles für die Grütz' Aber ich freue mich immer über sauber recherchiertes und präsentiertes Faktenwissen oder philosophische Gedankenanregungen.

  • Milch
    kommentierte 's Antwort
    Manche kannten den Tsunami aus dem Schwarm und das hat ihn geholfen, sich in Sicherheit zu bringen.
    Leider lesen eher ewiger Menschen Sachbücher, manche Themen brauchen den Umweg über die Literatur. Eine spannende Krimihandlung oder Familiengeschichte und nebenbei das wichtige Thema.
    Es muss noch nicht mal gut, man sieht es am Erfolg des Circles. (Fand ich nur die Geschichte nicht sonderlich gut? )

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Alys II. Tu das nicht! Keine Ideen reinreichen!
    (Der Prota wäre Pathologe gewesen)(aber das schließt sich ja nicht aus mit dem Pandemiebeauftragten ... Der Kerl, der die giftigen Sektionen machen muss, weil er schneller seziert als sein Schatten).

  • Alys II.
    kommentierte 's Antwort
    Dodo Eine Corona-LiRo von Dir wurde ich vermutlich sogar lesen. 😁 Der P-Beruf des Protagonisten bietet sich ja auch wirklich an, er muss Pandemiebeauftragter seines Betriebs sein.

  • Lyriksoldatin
    antwortet
    Mich hat die Coronozeit literarisch und schreiberisch ziemlich mitgenommen. Ich war vorher nicht so politisch und generell hat das Ganze persönlich viel an meiner Einstellung und meinem Blick auf mich selbst geändert.

    Als es anfing, schrieb ich eine Geschichte über einen Arzt und einen Buchhändler in der Gegenwart und ich wusste nicht, wie ich das ganze darin verarbeiten soll, denn normalerweise ist schreiben für mich ein Stück weit Therapie. Also pausiert die Geschichte seitdem. Meine Muse war überhaupt sehr motivationslos und ich habe noch nie so wenig geschrieben, wie im letzten Jahr. Und es war super chaotisch. Das erste Mal denke ich darüber nach, eine Geschichte, die ich Mitte letzten Jahres begonnen habe, abzubrechen, weil mich die nicht durchgeplanten Charaktere und der absurde Plot nerven.

    Literarisch habe ich mich voll und ganz dem Eskapismus verschrieben. Vor allem Literatur (ca. 30 Bücher) gelesen, die ich schon kannte und wusste, dass sie mich runter bringt und schön endet. Dann ganz viele Bücher, die an anderen Orten spielen, sodass ich quasi Urlaub machen kann. Vor allem Nordseeinseln, Meer generell und viel Großbritannien und Frankreich (vor allem Krimis mit vielen Toten..., haha).

    Ich habe aber auch eine schöne Kurzgeschichte gelesen, in der ein Paar in den Lockdown musste und sich vorher trennen wollte und endlich miteinander geredet hat. Das war irgendwie echt schön, hat aber alle Schattenseiten verdeckt. Sonst hätte ich es nicht gelesen.
    Zuletzt geändert von Lyriksoldatin; 23.10.2021, 13:59.

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  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Mir sind außer nicht sonderlich gut recherchierten Panikmachbüchern gar nicht so viele "literarische" Werke aufgefallen. Das erste schien mir "Lockdown", und hmpf, irgendwie werde ich gerade neugierig darauf. Allerdings tischten viele Verlage dann die ganzen alten Schinken auf, wie die ganzen Virenromane aus der Horrorautorenriege ...
    Ich muss gestehen, dass ich am Anfang der Pandemie die Idee für einen Corona-LiRo hatte. Mal sehen. Vielleicht schreib ich den doch noch mit einer anderen Seuche.

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Milch Das Gefühl, etwas dagegen tun zu können, bekomme ich eher von Fachbüchern oder sehr gut geschriebenen populärwissenschaftlichen Werken, die von jemandem verfasst sind, die*der sich damit wirklich auskennt (Btw: Wer etwas Gutes zum Thema Klimakrise und Gesundheit lesen möchte, dem sei "Überhitzt" von Claudia Traidl-Hoffmann empfohlen – als Fachbuch heißt es "Planetary Health" und beschäftigt sich damit, welche Auswirkungen die Klimakrise in den einzelnen medizinischen Fachgebiete hat). Aus der Belletristik leite ich eigentlich nichts für mich ab. Oder meinst Du, dass man sich mit dem Thema konfrontiert und das Gefühl hat, andere lesen diese Story auch?

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Nachtmahr @edit: Das Buch schenkte mir ein medizinischer Laie, der dachte, damit kann man einen Mediziner erfreuen. Nun ja. Später. Vielleicht.

  • Alys II.
    antwortet
    Ich muss gestehen, dass ich während dem Lockdown bewusst "Decamerone" und Camus' "Pest" herausgekramt und wiedergelesen habe. Und gerne gelesen habe. (Allerdings habe ich mich nicht getraut, meine eigene Pest-Anthologie sehr zu bewerben, weil ich Angst hatte, dass viele Leute es als pietätslos und unsensibel empfinden hätten können.)

    Was mich dagegen gar nicht gereizt hat waren all die Bücher, die plötzlich auf dem Markt auftauchten und die die aktuelle Pandemie bzw. den Lockdown thematisiert haben. (Das war aber eher eine gewisse Skepsis bezüglich der Qualität - wenn jemand 6 Wochen nach Beginn des Lockdown schon den ersten Lockdown-Liebesroman mit Flirts von Balkon zu Balkon auf den Markt wirft, dann bin ich sehr, sehr skeptisch, ob das wirklich ein gutes Buch geworden ist. Außerdem wollte ich nicht auch noch in meiner Freizeit das Viertel- bis Halbwissen von all den selbsternannten Epidemiologieexperten lesen müssen.)
    Auch beim eigenen Schreiben reizt es mich so gar nicht, das Pandemiegeschehen irgendwie zu verarbeiten.

    Grundsätzlich glaube ich aber, dass ich ziemlich unabhänig von der Grundstimmung oder von bestimmten Lebensphasen lese. Auch wenn Bücher immer Fluchtwelten sind, ich benutze sie dennoch nicht als Antithese zu meiner aktuellen Lebenssituation. (Zumindest nicht bewusst.)
    Ob ich generell beim Lesen zum Optimismus oder Pessimismus neige kann ich gar nicht so wirklich sagen. Ich mag düstere Welten und Perspektiven, bittere Plot Twists und offene Enden. Aber ein gewisser Hoffnungsschimmer am Ende des Buches - oder in seiner Grundaussage - sollte schon sein.

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