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Plottingmethoden - Material

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    Plottingmethoden - Material

    Wir haben ja schon sehr häufig darüber diskutiert, welche verschiedenen Plottingmethoden es gibt (Schneeflockenmethode usw.), in der letzten Mittwochsfrage auch, wie genau wir dabei vorgehen, einen Roman entstehen zu lassen.

    Unabhängig davon, wann geplottet bzw. der Roman sortiert wird, frage ich mich, wie ihr dabei handwerklich vorgeht. Wo strukturiert und plottet ihr? Womit? Gibt es Programme am PC, die für euch nicht wegzudenken sind? Arbeitet ihr mit Tabellen? Mit Post-its oder Karteikarten? Mit einer Art Bulletjournal? Welche Vorgehensweisen habt ihr dabei und gibt es unterschiedliche Methoden für unterschiedliche Bereiche (vielleicht Post-its für den Plot, Karteikarten für die Charakterentwicklung, eine Online-Bildersammlung für die Schauplätze, ...). Wie und wo schreibt ihr eure Ideen auf, wie und wo sortiert ihr sie, wie und wo sorgt ihr dafür, dass ihr alles wiederfindet und euch nicht verzettelt?
    Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

    So nah, so fern.

    #2
    Hm. *nachdenk* Ich benutze in der Regel Hirn, PC (einfache Liste im Schreibprogramm), Notizfunktion des Handys (ebenfalls eine Liste, bevorzugt unterwegs) und demnächst als Neuerung: Hin und wieder laminierte Karteikarten um es besser zu visualisieren (die kommen als eine Art Timeline an eine Tür, von oben nach unten, alle drei Bücher parallel zueinander verlaufend. Dabei kann man auch prima die Reihenfolge ändern oder etwas hinzufügen). Sonst nichts. Keine speziellen Programme, Journale oder sonst was. Allerdings plotte ich auch nicht bis ins kleinste Detail. Ich brauche nur einen groben Fahrplan, der Rest entwickelt sich beim Schreiben. Daher könnte ich mit aufwändigen Plottingmethoden aka Programmen u.ä. nicht viel anfangen. Weil ich sie nicht brauche. Dasselbe gilt für Charakterentwicklung, Online-Bildersammlungen u.ä. Also ziemlich trocken, das Ganze hier, allerdings genügt es mir, weil der Rest eh mit der Fantasie kommt. Sortiert wird im aktuellen Fall nach Büchern und solange ich weiß, ob ich die Info auf dem Handy, PC oder auf einer handschriftlichen Notiz hinterlassen hab, find ich sie auch.

    Wie geh ich vor? Ich überlege erstmal, welche Stationen generell in der Geschichte vorkommen sollen, was in der Geschichte so alles passieren kann. Dann, wie sie am besten angeordnet werden sollten. Welche Ereignisse sie nach sich ziehen können. Meine Domino-Effekt-Überprüfung kommt am Ende zum Einsatz, um zu überprüfen, ob auch jedes bedeutende Ereignis wirklich zum nächsten führt und nicht einfach ins Leere verläuft (diese Verkettung von Ereignissen wird oft erst nach dem Lesen oder wenn man die Geschichte von hinten aufrollt bewusst). So kann man Sackgassen, Längen und in gewisser Weise auch Infodump vermeiden und alles greift im besten Fall schön ineinander, ohne lose Enden, die in der Gegend herumbaumeln.

    Ach ja. 😅 So "minimalistisch" ich für gewöhnlich arbeite ... ich hab wirkliche Unmengen von jahrealten handgeschriebenen Notizen. Teils in Notizbüchern (nicht vollgeschrieben), teils auf Notizzetteln, auf Prospektseiten, Kleenexschachteln, auf Briefumschlägen, Kassenzetteln und Servietten (!) und allem anderen das greifbar und von allem beschreibbar war (da war ich nicht wählerisch), als mir eine neue Idee kam. Plus Handynotizen (die teils schon per Schreibprogramm auf dem PC gesichert wurden) und Notizen die ich gleich per Schreibprogamm festgehalten habe. Mir graut davor, das alles irgendwann ins Reine übertragen zu müssen, aber in diesem ganzen Papierkram, den eine ahnungslose Seele für Papiermüll halten und entsprechend wegwerfen könnte, pocht das Herz meines Hauptprojekts (ich plädiere für künstlerisches Chaos). Die allerersten Ideen, Details, Zusammenhänge und Überlegungen. Vermutlich würde ich in die Papiertonne springen, um sie zu retten, falls das mal passieren sollte. Was ich mit der ahnungslosen Seele anfangen würde, die das verursacht hat, kann ich jetzt allerdings noch nicht sagen. 😁
    Zuletzt geändert von Nachtmahr; 09.09.2021, 21:30.
    Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      #3
      Ich habe ein Notizbuch für wirre Einfälle und dann noch jeweils eins für jedes Projekt. Die werden nie voll. Am liebsten "plotte" ich (wobei der Begriff Plotten für das, was ich mache, nicht greift) mit Scriveners Karteikartenwand. Grobe Verläufe, und manchmal schreibe ich schon Szenenfetzen oder ganze Szenen. Früher hab ich das mit echten Karteikarten versucht, aber nee. Wenn so etwas wie ein grobes Handlungsgerüst steht, druck ich's aus (denn der sicherste Datenträger ist Papier) und stecke es in das Notizbuch, wenigstens etwas, was dort leserlich ist. Da steht dann auch wichtigere Recherche drin, wie breit ist die Autobahn am Grenzübergang XY, wieviel wiegt eine fast leere A321neo, wie habe ich noch einmal das seltsame Protein und das Antikrebsmittel genannt, was ist eigentlich eine Diktatur so ganz genau, wieviele Schüler und Lehrer gibt es an der und der Schule, wie ist die Feder eines Pinguins aufgebaut, wie sähe die Welt aus, wenn ... und so'n Zeug.

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        #4
        Wie auch Dodo habe ich für jedes Projekt ein Notizbuch in das die Ideen kommen.

        Ansonsten benutze ich eine Timeline, in der ich die einzelnen Szenen eintrage und dann herumschiebe. Recherche, Figuren, etc. lege ich meist in Patchwork an. Da ich viel Reihen schreibe, existiert meist schon eine Datenbank mit Personen, Gegenständen, Orten, die ich weiter auffülle. Die Szenen kann ich seit der letzten Version mit den eingelesenen Karten verbinden, sodass ich weiß, welche Route meine Figuren zurücklegen, bzw. wann sie an welchem Ort sind.
        Aber inzwischen bin ich von dem exzessiven Plotten abgekommen. Meist reichen ein oder zwei Tage, danach geht es direkt ans Schreiben. Der Rest des Plots ergibt sich dann.
        I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

        Douglas Adams

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          #5
          Ich habe auch ein Notizbuch - aber für alles. Abgrenzen tue ich da nur über die Titel, der dann hübsch verziert wird. Ich mache mir dann Gedanken übe einzelne Kapitel oder Charaktere. Es ist immer ein Notizbuch von Paperblanks - weildas irgendwie dann was Besonderes für mich ist. So hübsch. Und ich nutze einen dünnen Stift aus einem japanischen Laden vor Ort (Muji), mit dem man eigentlich Schriftzeichen macht. Also alles besonders irgendwie.

          Das Tolle ist halt, dass man das Büchlein immer dabei haben kann. In der Schule, in der Bahn - mal kurz rausholen und eine Idee festhalten. Wenn ich allerdings sehr intensiv an einer Szene arbeite, dann mindmape ich die gerne mit diversen Pfeilen und so. Das mache ich handschriftlich auf einem Blankoblatt und das ist in einem bestimmten Ordner. Also planen und so tue ich ich alles per Hand. Nur schreiben auf dem Laptop.

          Allerdings habe ich auch keine Programme, die eine richtige Planungsfunktion haben. Nur Word halt.

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            #6
            Für mein erstes (Langzeit-) Projekt hatte ich dutzende digitale Ordner, zwei Notizbücher, eine Pappwand mit Karteikarten und zwei Kartons voll loses Papier voller Skizzen, Textteile, Schaubilder etc. Ich habe bestimmt 80% davon nach dem Aufschreiben nie wieder angeguckt.


            Inzwischen habe ich ein Textdokument, in dem ich vor dem offiziellen Projektstart alle Dinge gesammelt habe, die dazugehören, also auch relevante Foren- und Chatunterhaltungen über Plot und Figuren, ne grobe Zusammenfassung etc.

            Wenn ich dann anfange, habe ich ein frisches Textdokument, wo ich Texte niederschreibe, die mir zu dem Projekt einfallen, von Zweizeilern bis ganzen Szenen. Da hinein werden auch die Inhalte aus dem ersten Dokument kopiert, die Text (also nicht Meta-Text) sind. Die kleineren Textschnippel werden hier bei Gelegenheit erweitert, bis sie eine komplette Szene sind.
            Darüber hinaus habe ich ein weiteres Dokument mit der Plotzusammenfassung (wird möglichst aktuell gehalten, wenn mir Änderungen einfallen) und einer daraus abgeleiteten Szenenliste.
            Für Recherche hab ich aber meist immer noch Papier. Das sind entweder Zettel, die ich mir über den PC hänge (wenn längerfristig) oder ich arbeite die Informationen ein und leg das Papier zu den Akten.

            Aus den beiden obigen mache ich dann ein Papyrus-Projekt; die Szenenliste kommt in den Navigator und die fertigen Szenen werden dann reinkopiert. Direkt schreiben tu ich in Papyrus selten, das sind dann eher kurze Änderungen oder Übergänge zwischen den Szenen.
            Poems are never finished.
            Just abandoned.

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              #7
              Das wenige echte Plotten, das ich mache, findet in Papyrus statt. Manchmal mit der Mindmap-Funktion, meist aber einfach, indem ich entsprechende Kapitelskelette anlege.
              Always avoid alliteration.

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                #8
                Bei mir ist es eine Mischung aus ganz vielen Dingen:
                • Word-Dokumente: Szenen- & Kapitel-Übersicht, Plothole-Liste, Setting-Infos, Charakter-Steckbriefe, die eigentliche Geschichte
                • ein Notizheft: Szenen- & Kapitel-Übersicht, Figurenliste, Charakter-Arcs, Beat-Sheet, Sonstiges (Magie-System, Einfälle etc.)
                • Handy Notiz-Funktion: Schnelle Einfälle
                • Schmierzettel, die herum liegen und die ich dann in das Notizheft stopfe (wenn ich es nicht vergesse): Schnelle Einfälle
                Ab und zu gehe ich durch alles durch und sortiere ein wenig. Zum Beispiel schreibe ich die "schnellen Einfälle" ins Notizbuch oder übertrage die Notizen aus dem Handy in die Word-Dokumente oder so etwas.

                In der Regel wirkt alles sehr chaotisch und organisiert zu gleich, wenn das Sinn macht

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                  #9
                  Bei mir ist es hauptsächlich:
                  - das Hirn
                  - MS Word
                  - ein Stapel Karteikarten für jeden noch so kurz erwähnten Nebencharakter, dessen Namen ich sonst aus X Seiten Fließtext raussuchen müsste, wenn er nochmal auftaucht
                  - Toyhou.se für die Haupt- und wichtigeren Unterstützercharaktere, zu denen ich ein Bild gemalt habe oder für deren Info die Karteikarten zu klein sind.

                  Was ich nicht habe, aber gerne hätte, wäre ein anständiges Tool, in dem man umfangreiche Stammbäume anlegen kann. Mit Hand komme ich nicht weit und die Vorlagen in Exel sind mir zu limitiert.

                  Ansonsten wollte ich mir mal angewöhnen, tatsächlich Notizbücher zu verwenden. Ich habe eine Menge leerer Notizbücher und schreibe selten mehr als drei Seiten darin... dafür habe ich zu jeder Romanwelt einen fetten Ringbuchordner für all meine Illustrationen.

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                  • Kelpie
                    Kelpie kommentierte
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                    Die Stammbäume habe ich früher mit MyHeritage angelegt und war damals recht zufrieden. Ich bekomme zwar bis heute lästige Mails von angeblichen Ahnen meiner fiktionalen Figuren ("Ist Mary Blutahr mit Ihnen verwandt?"), aber habe halt nie Lust auf den Newsletter-abbestellen-Link zu klicken.

                  • Nachtmahr
                    Nachtmahr kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Kelpie
                    Nie daran gedacht, auf die Weise einen Stammbaum für eine Geschichte zu erstellen und @angebliche Ahnen: Herrlich.
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