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Mittwochsfrage #222: Die Liebe

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    Mittwochsfrage #222: Die Liebe

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    Welche Rolle spielt die Liebe in euren Geschichten?

    Falls ihr KEINE Romanzen schreibt, bringt ihr trotzdem eine von der Hauptfigur geliebte Person oder eine die Hauptfigur liebende Person unter? Thematisiert ihr romantische/sexuelle Gefühle und Beziehungen? Wenn ja, inwiefern? Wenn nein, warum nicht?

    Wenn ihr Romanzen schreibt, mit welchen Herausforderungen hat eure Hauptfigur in der Liebe zu kämpfen? Oder vor welchen Herausforderungen steht die zweite wichtige Figur? Wer ist der Love Interest – immer die zweite Figur oder ist es auch mal andersrum?
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    Wartest du dort hinterm Horizont? Schmiegt die Erde sich so müde an das Himmelreich? Sturm zieht auf mit dunkler Wolkenfront. Ganz egal wie schnell ich lauf, der Abstand bleibt doch gleich. Die alte Sehnsucht ist mein einziger Begleiter. Und trotzdem steh ich auf und gehe taumelnd weiter. — ASP, Ziel

    #2
    Das ist eine spannende Frage, gerade für mein Projekt. Gilt es als Romanze, wenn der Protagonist (der ja eigentlich genug andere Probleme hat) im Laufe der Geschichte mit einem anderen Charakter einer Beziehung aufbaut, die auch thematisiert wird? Die Beziehung gibt ihm viel Kraft für den Rest der Geschichte und sein Partner ist eine wichtige Stütze. Die romantischen und sexuellen Gefühle werden sich thematisiert, weil sie mMn viel über die Charaktere verrät und einen schönen Einblick in deren Welt bietet.
    Außerdem hilft ein bisschen Zucker, damit es nicht zu düster wird.

    Meine Hauptfigur ist der Love Interest der zweiten Figur. Das Hauptproblem ist wohl, dass keiner der beiden 'nach Schema F' funktioniert und sie eben auch in der Liebe ihren eigenen Weg finden müssen - und das Selbstvertrauen, sich nicht durch gesellschaftliche Normen irritieren zu lassen.

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      #3
      Romantik als Hauptplot kann ich nicht bzw. will ich nicht können. Das ist einfach nicht mein Genre.
      Allerdings liebäugle ich im Moment etwas damit, eine Geschichte zu schreiben, bei der die romantischen Gefühle zweier Personen tatsächlich einen wesentlichen Teil der Geschichte ausmachen würden. Muss aber zugeben, dass es trotzdem nur ein Nebenplotstrang wäre.

      Allgemein gesprochen glaube ich, dass "die Liebe" schon ein sehr wesentlicher Bestandteil von Geschichten ist. Romantische Gefühle und sexuelles Begehren sind zwei sehr starke Motivationen für das Handeln von Charakteren und eignen sich deshalb gut als Triebfeder für den Plot.
      Always avoid alliteration.

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        #4
        Spannende Frage.
        Ein Strang meiner Geschichte dreht sich um eine Person, die meine Hauptfigur mal geliebt hat. Ob der ihn auch liebt und ob diese Liebe noch besteht oder ob sie je in einer gesunden Form bestanden hat und was die beiden daraus machen, ist dann Thema dieses Stranges. Dann gibt es noch die Person, die die Hauptfigur aktuell wirklich liebt und eine Person, die den Ex-Partner liebt und überhaupt ist das alles furchtbar kompliziert, aber ich bin ja nicht dafür da, dass meine Figuren am Ende glücklich werden, sondern um ihnen Konflikte in den Weg zu werfen, an denen sie möglichst lange arbeiten dürfen

        Die Romantik fällt dementsprechen eher flach, es geht vor allem um Abhängigkeit und Manipulation. Sexuelle Gefühle sind ein Motivator und die Beziehung ist als toxisch einzuordnen. Warum ich das so mache? Weil ich's interessant finde und selbst schauen will, wohin sich diese Dynamik entwickelt und was sie unterwegs alles anrichtet, statt von vorneherein zu wissen, dass sich zwei am Ende finden und glücklich werden.
        Poems are never finished.
        Just abandoned.

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          #5
          Letztendlich wollen wir doch alle (bis auf wenige Ausnahmen) von irgendjemandem geliebt werden.
          Meinen Figuren geht es nicht anders.

          Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Geschichte geschrieben zu haben, in denen es nicht auch um die Beziehung/Liebe der Hauptfigur ging.
          Geschichten brauchen Konflikte. In meinen Suspense Geschichten habe ich genügend äußere und bringe durch die Beziehungsproblematik noch einiges an inneren Konflikten mit ins Boot. Eine Liebesbeziehung erhöht den Einsatz, um den es in einer Geschichte geht. Nicht nur das eigene "Sterben" steht auf dem Spiel, sondern auch das des Partners oder der Beziehung.

          Allerdings muss ich zugeben, dass der alte Romantiker in mir voll auf seine Kosten kommt. Es geht bei meinen Hauptfiguren nie um Sex ohne Liebe, meines Wissens nach habe ich keine toxischen Beziehungen oder manipulative Abhängigkeiten, sondern um sich ergänzende Partner.
          (Hoffe ich jedenfalls. Vielleicht sieht das irgendjemand ganz anders.)
          I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

          Douglas Adams

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            #6
            Ja, spielt schon irgendwie eine Rolle. Es ist bei mir aber immer nur ein Nebenstrang. Ich hatte auch mal eine Phase, wo ich es am liebsten ganz weggelassen hätte, aber irgendwie ging das auch nicht...
            Meine eine Protagonistin ist gar nicht romatisch veranlagt. Die wäre auch als Single glücklich, aber ihr Freund gibt ihr da immer mal einen Schubs in die "richtige" Richtung.
            Mein anderer Prota ist sowieso vom Charakter sehr eigen und schwierig für sein Umfeld. So ist es dann auch mit der Liebe. Immerhin zeigt er Leidenschaft, wenn er eine Sache ernsthaft will.
            Und dann habe ich noch einen Prota, der wurde von seiner Freundin verlassen und jetzt ist er in Sachen Beziehung ein A*sch. Es wäre besser für die Frauenwelt, wenn dieses Exemplar Single bliebe oder eine Frau ihn ordentlich in den Hintern tritt, damit er mit seinem Machogehabe aufhört. XD Aber den habe ich sowieso bewusst als Unsympathen angelegt und da ist das schon so in Ordnung.

            Demnach ist es bei mir so, dass Beziehungen gefestigt sind und der Figur den Rücken stärken - eine andere Seite zeigen und das sogar im Positiven. Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, dass sie genau das Gegenteil zeigen und bewirken. Wenn meine Figur eher eine Art Trampeltier ist und andere Personen bewusst verletzen will oder es ihr einfach unbewusst durch Unerfahrenheit oder Charakterschwäche passiert.
            Macht auf jeden Fall beides Spaß dies in so einer Form einzubauen.

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              #7
              In meinem Tierkrimi habe ich keine Romanze oder Liebesthemen, obwohl Freundschaft ja auch eine Art Liebe ist. Für mich hätte das nicht reingepasst. Ansonsten habe ich fast immer Liebesdrama in meinen Texten, da das für mich zum Leben dazu gehört. Ich kann mich nicht erinnern, mal kein Liebesdrama in meinem Umfeld gehabt zu haben
              An sich aber laufen die Liebesthemen neben dem Hauptplot her, sie bilden aber nie den Schwerpunkt der Geschichte. Das kann ich nicht schreiben und möchte ich auch nicht.
              Unter den Masken (2021) - Booksnacks/dp DigitalPublishers
              Nordfriesentote (2021) - Twentysix

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                #8
                Da ich 99% Romanzen schreibe, geht‘s na klar ums eine und andere.
                Hindernisse liegen vor allem im inneren Gefüge der Turteltauben selbst. Humpelndes Selbstwertgefühl und Furcht vor Kontrollverlust scheinen prägende Motive in unterschiedlichsten Erscheinungsformen zu sein. Gelegentlich manifestiert sich das auch in Form eines äußeren Anta, aber der personifiziert häufig auch den inneren Konflikt. Allein äußere Umstände bringen wahre Liebe nicht glaubhaft zu Fall (können aber natürlich das happy end verhindern. Unhappy ends schreib ich aber nicht; die Welt ist tragisch genug). Da in LiRo mindestens zwei Hauptfiguren auftreten, ist auch die zweite Figur mit Eigenleben angefüllt. Beide Figuren haben ihre eigene Agenda, die auch mal diametral auseinander gehen kann. Schönster Konflikt
                Die Frage nach dem LI verstehe ich nicht ganz, da ich nur Beziehungen schreibe, in denen beide Interesse aneinander haben. Mal zeigt es der eine mehr, mal beide gar nicht, mal knallt es sofort, mal wird verleugnet, dass Psychologen mit den Fingern knacken würden.

                Ein Projekt ist keine Romanze, hat aber vier romantische Subplots, wenn man genau zählt. Der Romanzenfaden ist für die Hauptfigur Tor zu einer neuen Welt (wie auch bei den LiRo ), für den Anta der Absturz (oder auch nicht; Liebe ist ja schliesslich etwas Gutes).
                Weder hier noch bei den LiRo stoppe ich vor der Schlafzimmertür; mich nervt so ein Bremsmanöver. In allen Fällen sind die romantischen und sexuellen Anwandlungen tieferen Sinn stiftend, aber man kann alles auch ganz flach lesen.

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                  #9
                  Welche Rolle spielt die Liebe in euren Geschichten?
                  Im jetzigen Projekt gar nicht mehr. Das liegt zum einen daran, dass die Samra als geflohene Prostituierte andere Dinge im Kopf hat als Liebe und zum anderen an der wenig lebensfreundlichen Umgebung. Man will ihr eher an die Gurgel als ans Herz. In der Erstversion gab es aber einen romantischen Konflikt zwischen zwei Nebencharaktern. Ein relativ normaler Mann hat sich in die freundliche Seite einer Mörderin verliebt, kam mit der mörderischen Seite aber nicht so klar. Sie hingegen stand vor dem Konflikt, ihr ganzes Wesen für ihn zu ändern oder sich (aus ihrer Sicht) treu zu bleiben und damit ihn zu verlieren.
                  In der aktuellen Version wurde die Frau komplett gestrichen und damit auch die Liebe. Tut mir Leid Jardan, vielleicht triffst du irgendwann in irgendeiner Schreibübung deine große Liebe wieder.

                  Falls ihr KEINE Romanzen schreibt, bringt ihr trotzdem eine von der Hauptfigur geliebte Person oder eine die Hauptfigur liebende Person unter?
                  Nein, diesmal nicht.
                  Thematisiert ihr romantische/sexuelle Gefühle und Beziehungen? Wenn ja, inwiefern? Wenn nein, warum nicht?
                  Beziehungen wie gesagt nicht, aber Gefühle sind da. Thematisiert werden sie eigentlich nur zur Charakterdarstellung. Samra wäre wenig begeistert über einen Flirtversuch in einer Bar, aber Valerie würde sich freuen, dass sie endlich mal jemand anspricht. Salil würde sich fragen, was der andere da von ihm will und hätte schon die Hand am Messer. Also die Reaktion als Projektion des Charakters.

                  Im Hauptplot habe ich Liebe bisher vermieden und würde da auch dreimal hingucken, bevor ich sie (als wichtiges Element) einbaue. Einfach weil sie zu leicht als tragische Hintergrundgeschichte oder stereotypische Motivation hinhält ala. der Bösewicht hält die Geliebte gefangen.

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