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Mittwochsfrage #215: Recherche - wann?

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    Mittwochsfrage #215: Recherche - wann?

    Ohne Recherche geht nix, das ist klar. Was mich interessiert: wann macht Ihr das? Vor, während oder sogar nach dem Schreiben der Rohfassung? Oder ist es umgekehrt so, dass Ihr zu einem spannenden Thema recherchiert, und erst daraus die Idee für die Geschichte geboren wird?
    Always avoid alliteration.

    #2
    Kommt darauf, vor, während und danach. Grundlagen braucht man von Anfang an, weil sie die Geschichte stark beeinflussen können. 1900 war Deutschland noch ein Kaiserreich, das sollte man wissen. Kleinigkeiten kann man später recherchieren, wenn sie die Geschichte nicht so stark verändern.

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      #3
      Kommt drauf an, was ich gerade schreibe.

      Eine RomKom in meinem Heimatort verlangt so gut wie keine Recherche.

      Beim historischen Roman läuft der Großteil der Recherche vor und während des Plottens. Beim Schreiben fallen mir immer wieder Dinge ein, die ich nachschauen muss. Nach dem Abschluss recherchiere ich nur noch, wenn eine Frage eines Lesers auftaucht oder ich auf einen vermeintlichen Fehler hingewiesen werde. Natürlich findet man während der Recherche immer wieder interessante Detail oder Ereignisse, die den Verlauf der Geschichte ändern, aber eher in der Phase des Plottens.

      Beim Krimi recherchiere ich durchgehend, parallel zum Schreiben. Google ist immer am Laufen, genau wie das Kompendium der Kriminalistik.
      I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

      Douglas Adams

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        #4
        Ich bin faul, mir fliegt garantiert keine Storyidee während eines spontanen Durchackerns der "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" zu. Sowas mach ich nicht, ich brauch schon einen Zündfunken, um mich zu einer Recherche zu bequemen. Ist der Funken aber da, eine grobe Storyidee z B, dann zündet er sofort und entfacht im Zweifel sogar einen Großbrand. Das kann so aussehen, dass ich mir denke ... Beruf mit P ... Polarforscher! Mein nächster Prota wird Polarforscher! Muss ich also was drüber wissen.
        Bis ich merke, dass mir gar keine Geschichte dazu einfallen will, hab ich schon fünf Bücher und Dokumentationen hinter mir.
        Ich recherchiere also das Grobe vorher, Spezifika währenddessen, und wenn ich Fan geworden bin, bilde ich mich auch danach noch über das Thema fort. Man weiß ja auch nie, ob man nicht doch noch auf eine Fortsetzungsidee stößt. Und ja, auch nach der Rohfassung können mich plötzlich Fragen überfallen, die ich noch geklärt haben möchte.

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        • Milch
          Milch kommentierte
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          Der 30-jährige Krieg ist ein schlechtes Beispiel für eine schlechte Inspirationsquelle, das ist so voller Geschichten, Tragik, da kann man gut auf Geschichten kommen, wenn man historische Romane schreibt.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Was "man" kann, steht auf einem anderen Zettel, nicht auf meinem, denn ich lese nichts über den Dreißigjährigen Krieg, außer wenn ich drüber schreiben wollte. Will ich aber nicht. Daher ist es ein großartiges Beispiel für meine Herangehensweise.
          Vielleicht würde ich wollen, wenn ich über den Dreißigjährigen Krieg lesen würde, aber das tu ich ja nicht. Ich gebe aber alle meine ausbleibenden Ideen gern anderen frei.

        #5
        Ich recherchiere meist im Schreibprozess, wenn mir ein Problem oder eine Unklarheit auffällt. Das möchte ich dann zumindest grob so bald wie möglich geklärt haben. Wenn es um Details geht, hebe ich mir das manchmal für später auf, um nicht aus dem Schreibfluss gerissen zu werden. Manchmal inspirieren mich Recherchetouren zu ein paar Einzelheiten/Kleinigkeiten innerhalb einer Geschichte, aber eine richtig große eigenständige Idee ist bisher noch nicht dabei herumgekommen.

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          #6
          Also bei mir meistens während. Davor eigentlich gar nicht, außer es wäre ein Thema, wo ich gar keinen Plan habe... aber da wüsste ich jetzt auch nicht, warum ich so etwas schreiben sollte.
          Ich bin auch eher recherchefaul (weshalb ich auch nur so viel recherchiere wie es sein muss), weil ich das ehrlich gesagt mit am lästigsten am Schreiben finde. Aber manchmal kommt man ja nicht drumherum.

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          • Jadelyn
            Jadelyn kommentierte
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            Zu meiner Lieblingsbeschäftigung beim Schreiben gehört es auch nicht, kann das also gut nachvollziehen. Aber ja, zumindest einen groben Überblick sollte man schon haben und tatsächlich stolpert man dann ja doch oft auch über interessante Dinge.

          #7
          Ich sehe das als zwei getrennte Dinge.

          Natürlich recherchiere ich, so gut es mir möglich ist, die Dinge, über die ich schreibe. Dabei kann ich denke ich ganz gut abschätzen, welche Recherchen ich bereits vor dem Schreiben anstellen sollte, weil sie ggf. die Handlung der Geschichte beeinflussen, und welche dann während dem Schreiben wichtig sind, um eine Szene korrekt darzustellen. Dementsprechend mache ich das eine vorher und das andere während, damit das Wissen möglichst frisch für die jeweilige Aufgabe zur Verfügung steht.

          Darüber hinaus lerne ich einfach gerne die verschiedensten Fakten. Ich scheue mich, das Recherche zu nennen, weil es nicht zielgerichtet ist. Es ist einfach eine Aufnahme interessanter Informationen, aus denen dann gelegentlich eine Plotidee entspringt oder die Lösung eines Problems innerhalb einer Geschichte. Sobald ich mich entschließe, diese Idee umzusetzen, beginnt dann die eigentliche Recherche, bei der ich zielbewusst tiefer in dieses Thema grabe.
          Poems are never finished.
          Just abandoned.

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