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Mittwochsfrage #199: Zählt mal schön

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    Mittwochsfrage #199: Zählt mal schön

    Wie viele Wörter braucht ein gutes Buch für Euch?

    Klar, die, die es braucht, um die Geschichte zu erzählen.

    Dennoch werden sich Agenturen und Verlage und Leser von 1200-Seiten-Erstlingen wahrscheinlich eher abwenden. Auch haben sich Novellen nicht als Topseller-Format auf dem Markt herausgemendelt. Hat doch sicher einen Grund?

    Seid Ihr misstrauisch, wenn die Story schon nach 350 Normseiten endet (der Autor war zu faul zum Hübschmachen)?
    Oder schreckt Euch ein Wälzer von 1200 Seiten von vornherein ab (der Autor war zu faul zum Hübschmachen)?

    Fasse Dich kurz oder Darf’s ein bisschen mehr sein?
    Welcher Typ seid Ihr a. als Leser b. als Autor?
    Welche Länge peilt Ihr an?

    #2
    Tatsächlich finde ich 350 bis 450 Seiten zum Lesen optimal. Alles unter 300 ist suboptimal und alles über 500 auch. Es gibt gewisse Autoren, wie zb Nora Roberts, wo ich weiß, das ich solche langen Bücher ohne Probleme lesen kann, weil sie einfach eine geniale Autorin ist, aber ansonsten bin ich eher auf den normalen Längen unterwegs.

    Schreibtechnisch sieht das anders aus, fast alle meine Romane haben 100 000 Wörter und das macht locker 600 Seiten als Print. (leider).
    "Angst schließt das Licht in Dunkelheit ein, Mut ist der Schlüssel." - KH.

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    • Kunstmelodie
      Kunstmelodie kommentierte
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      Dodo mhh ja auf alle Fälle bei 600 Seiten das es schwer in der Hand liegt. Ich hasse es, dicke Print Bücher zu lesen, weil das gefühlt ewig dauert und man literally sieht und in der Hand hält, wie viel man noch vor sich hat. Daher bevorzuge ich Ebooks.
      Bei kürzeren muss ich tatsächlich zugeben, daß ich manchmal denke, es kann dann nicht so tiefgründig sein und sei bestimmt oberflächlicher und das kann ich nicht leiden.

      Leider weil sie dadurch länger brauchen zum schreiben und überarbeiten und teurer sind mit buchsatz usw während andere 60k schreiben und dadurch weniger Arbeit haben, günstiger und schneller fertig etc. 100k sind zwei Nanos, während man zb 70k auch in einem nano schaffen kann. Und da 99 Prozent meiner Romane nur während des Nanos geschrieben werden, also im November, April oder Juni zieht sich dadurch alles mehr in die Länge.

    • Kunstmelodie
      Kunstmelodie kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Arynah mhh komisch. Ich hatte das bei mir in Papyrus formatiert mit den Vorgaben bzw Vorlage die Maße und dann hieß es 600 Seiten. Aber dann muss ich da wohl einen Fehler gemacht haben aber dann müsste ich ja doch immer 100k schreiben und nicht zb sagen gut dann brauche ich nur 70k. Seufz.

    • Arynah
      Arynah kommentierte
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      Sorry Aber 100k ist eine sehr schöne, runde Zahl

    #3
    Als Lesende:
    Mir ist ziemlich egal wie lang ein Buch, eine Geschichte ist. Ich mag sowohl Kurzgeschichtensammlungen, den klassischen Roman mit 300-400 Seiten aber auch die Wälzer mit über 1000 Seiten. Tatsächlich freue ich mich auf dicke Bücher immer sehr. Als Stephen King Fan bin ich lange Romane gewohnt, "The Stand" mit fast 1500 Seiten gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Manche Geschichten brauchen nur wenige Worte, andere brauchen viele Seiten um erzählt zu werden. Ich denke nicht, dass man jede Geschichte in einen begrenzten "Rahmen" packen kann und sollte. Die Geschichte braucht so viel Platz, wie sie eben braucht.


    Als Schreibende:
    Ich setze mir kein bestimmtes Ziel. Ich schreibe einfach und werde ja sehen, wie lang oder kurz es wird.

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      #4
      Als Lesende ist es mir erstmal auch ziemlich egal. Wie lang eine Geschichte ist, sagt ja erstmal nichts darüber aus, ob der*die Autor*in sich Zeit zum Hübschmachen genommen hat - ich kenne es ja selbst von mir, dass unterschiedliche Projekte unterschiedlich umfangreich sind und denke nicht, dass man sie in eine bestimmte Länge zwingen muss (und dabei meine ich sowohl übermäßiges Kürzen und Löschen als auch künstliches Aufblasen). Nur wenn ich beim Lesen das Gefühl habe, ich kriege hier trocken einen Fakt nach dem anderen aufgezählt, ohne dass irgendwas ausgeschmückt wurde, oder dass der*die Autor*in einfach nicht zum Punkt kommt und bei jeder Kleinigkeit ausschweifen muss, stört mich das natürlich. Anhand der Länge allein würde ich das aber nicht festmachen.

      Als Schreibende habe ich ja schon erwähnt, dass unterschiedliche Projekte unterschiedlich umfangreich sind und gehe da auch eher mit dem Ziel ran, jeder Geschichte die Länge zu geben, die sie benötigt. Allerdings ist mir aufgefallen, dass meine Herzensprojekte schon ziemlich umfangreich sind und im Laufe der Zeit auch immer weiter wachsen. Mein Romanprojekt fing als Kurzgeschichtenidee an, sollte dann ein Zweiteiler werden und jetzt, wo ich die Handlung einigermaßen geplant hab, ist es als Trilogie geplant. Meine Comics werden auch eher lang sein und eine Art Serienformat haben. Ich schätze mal, das liegt daran, dass mein Hirn sich zu den Charakteren, die ich am meisten im Kopf habe, einfach immer mehr ausdenkt und sie so automatisch mehr Raum einnehmen. Da ich aber in der Regel irgendwann auch ein Ende im Kopf habe und zusätzliche Ideen dann eher für Spin-Offs einplane, hört das Wachstum des Hauptwerks irgendwann auch auf. ^^
      There are many ways to make music.

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        #5
        Als Lesender:

        Es kommt nicht auf die Länge an.

        Obwohl, Kurzgeschichten sind nicht so mein Ding.

        Wichtig ist mir, dass ein Grundmaß an Spannung über die gesamte Länge der Geschichte erhalten bleibt. Wenn ich nach 30% schon eine klare Ahnung habe, wie die Geschichte ausgeht, sind die restlichen 70% mehr oder weniger zu viel.


        Als Schreibender:

        Die Geschichte braucht halt so viel bis sie erzählt ist. Manche mehr, andere weniger. Ist halt so.
        Kommt auf das Genre an. Historisches und klassische Fantasy brauchen mehr Umfang als RomComs.
        Ich bevorzuge meine Figuren auf der Handlungsebene zu lassen und die Ausflüge in Beschreibungen und Ausloten des Seelenzustandes auf einem Minimum zu halten.


        Beim Veröffentlichen:

        Für Urban Fantasy peile ich 65K Wörter pro Band an. Das sind etwa 250 TB-Seiten. (8x5, 11Pt)
        Ist die Geschichte länger, um erzählt zu werden, wird sie geteilt, wobei mir eine Dreiteilung, die in etwa der 3-Akt Struktur entspricht, am ehesten liegt.
        I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

        Douglas Adams

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        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Du hast auch den Umfang für das Veröffentlichen gesondert berücksichtigt - legst Du da eine gewisse allgemeine Lesegewohnheit zugrunde, die nicht mit Deiner übereinstimmt?

        • Peter
          Peter kommentierte
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          Dodo

          Schreiben ist eine emotionale Sache, Veröffentlichen eher eine Kalkulation.
          Um als SPler die finanzielle Kurve zu kriegen, ist es (für die meisten, wie mich) notwendig, eine recht hohe Veröffentlichungsrate bei einem moderaten Preis zu erreichen.
          Das Ziel von 65 K hat den Vorteil, dass ich die Geschichte in zwei Monaten schreiben und überarbeiten kann, sodass ich fünf VÖs im Jahr schaffe. Das Volumen geht gut für 2,99. Ist mir lieber zwei kürzere Geschichten für 2,99 als eine längere für 3,99 anzubieten.

        #6
        Ich persönlich lese gern Bücher zwischen 200 und 300 Seiten, 350/450 Seiten sind für mich häufig zu lang, Bücher könnten wieder schmaler werden. In den Bestsellerlisten sind auch Bücher, die nur 100 Seiten haben, beispielsweise das neue Buch von Robert Seethaler, manche sind 200 bis 300 Seiten, beispielsweise Ozelot und Friesennerz.
        Es kommt auf die Geschichte an, manches braucht Zeit, manches braucht Tempo.
        Zuletzt geändert von Milch; 13.01.2021, 12:52.

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        • Lia Roger
          Lia Roger kommentierte
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          Es kommt auf die Geschichte an, manches braucht Zeit, manches braucht Tempo.

          Da stimme ich dir voll und ganz zu! Wie viel Handlung eine Geschichte überhaupt beinhalten und in welchem Tempo sie am besten erzählt werden sollte, ist von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich. Und letztendlich kommt es ja auch immer auf die Präferenzen des*der Autor*in an und wird sich eine Leserschaft mit ähnlichen Präferenzen finden.

        #7
        350 bis 500 Seiten lese ich am meisten. Alles drunter ist mir suspekt, da ich nicht glaube, dass man so ordentlich Geschichte + Charakterentwicklung beleuchten kann, wie ich es mag. Alles drüber fürchte ich, dass es zäh und langatmig wird.

        Bezüglich des Schreibens habe ich mich vor Jahren damit hart beschäftigt, da ich ja wissen wollte, was für einen Erstling am besten ankommt und irgendwie arbeite ich heute immer noch mit der Wortzahl: 100.000. Beim Überarbeiten werden es weniger und offenbar haben statistisch die meisten Debütromane ca 80.000 bis 90.000 Worte
        Wobei ich jetzt ja einfach wieder schreibe, wie ich lustig bin. Worte kann man auch beim Überarbeiten anpassen und da ist wichtig: Gleichmäßigkeit. Ich schreibe gerne in 4 Akten und jeder sollte etwa 25% lang sein. Also egal wie lang oder kurz die Geschichte ist, diese 25% müssen eingehalten werden, damit ich damit irgendwie leben kann (und weswegen so viele 4. Akte bei mir scheitern, weil sie zu kurz werden und dann das Buch in der Schulade landet).

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        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Aber … vielleicht stimmen Deine Storys ja gerade mit den "zu kurzen" vierten Akten!

        • Kunstmelodie
          Kunstmelodie kommentierte
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          Tatsächlich habe ich bis jetzt auch häufig genau diese Erfahrung machen müssen. Viele der kürzeren Geschichten fehlte es an Tiefe und viele der längeren Geschichten zogen sich wie rückwärts laufender Kaugummi.

        #8
        Als Lesende:
        Grundsätzlich ist mir das erst einmal egal, da ich nicht auf die Länge schaue, sondern ob der Inhalt der Geschichte mir gefallen könnte. Wobei ich mit Kurzgeschichten nicht allzu viel anfangen kann. Aber das hat eher was mit dem Genre an sich zu tun.
        So 300-500 Seiten sind für mich angenehm zum lesen, wenn es kürzer oder länger ist, stört es mich aber auch nicht, wenn die Geschichte spannend und in sich passt.
        Bei Geschichten um beispielsweise 200 Seiten habe ich nur meist ein komisches Gefühl am Anfang. Die Befürchtung besteht darin, dass der Autor die Geschichte zu komprimiert bzw. zu schnell erzählt, dass sich die Figuren gar nicht richtig entfalten können bzw. dass für mich der Spaß zu schnell vorbei ist. Das ist aber nur so ein unterschwelliges Gefühl, was ich zu ignorieren versuche, damit ich nicht schon vor dem Lesen eingenommen bin.
        Bei 1000 Seiten Kloppern kann es für mich eine Überwinung darstellen, überhaupt anzufangen. Aber da ich ja auch gerne mal Stephen King lese, bin ich das an sich gewöhnt und sobald ich mir einen Tritt in den Hintern gegeben habe, dann ist das auch gar kein Problem mehr.

        Als Schreibende:
        Joa, da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht. Ich schreibe einfach und plane nicht wie lang eine Geschichte wird. Sie ist fertig, wenn Ende unten steht und da ich gern etwas ausschweife, wirds lang - über 100.000 Wörter immer und eher an die 150.000 Wörter.
        Das ist lediglich etwas doof für mich, wenn ich zwischen den Projekten switche und nach einiger Zeit bei dem vorherigen wieder anfange und mich einlesen muss. Wenn das aber knapp über 100.000 Wörter hatte, brauche ich schon ewig zum Einlesen.

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          #9
          Mir fiel diese Frage ein, als ich neulich (ja, als eines der Berliner Bücherparadiese noch geöffnet hatte), in einem der vier Stockwerke vor einem der vielen Bücherstapel stand und feststellte, dass ich insbesondere Schwarten meide. Welches Buch nehme ich als erstes in die Hand? Es wird niemals zuerst ein dürres Heftchen sein (unter 200 Seiten) und niemals Tad Williams, Band 1 einer noch unvollendeten Trilogie von mindestens fünf Bänden.
          Bin wohl vornehmlich Mittelstreckenleser. Ähnlich wie Arynah oder zickzack vermute ich, wenn es kurz ist, zunächst eine dürftige Figurenentwicklung, wenn's zu lang ist, vermute ich einen von der Leine gelassenen Autor, der sich nicht kürzer fassen will. Oder kann.
          Und trotzdem hab ich Williams' Stimme der Finsternis (168 Seiten) und Otherland (keine Ahnung, wie viele Seiten ... eine Million?) gelesen. Am Ende überzeugt mich als Leser offenbar doch das, was mir Cover, Rückseitentext und Leseschnüffelei versprechen.
          Beim Schreiben bin ich verspannter. Mit 70K fühle ich mich, als hätte ich das Projekt eben gerade ins Seriöse gerettet und kann es mit dem Genre LiRo entschuldigen (das kürzeste ist aber mein Medical Thriller LiRo), mit 100K hab ich das Gefühl, die Kontrolle verloren zu haben, obwohl ich weiß, dass ich eiiiigentlich jedes Wort abwäge.

          An sich denke ich aber, dass man fast jede Geschichte mit jeder Anzahl Wörtern/Seiten erzählen kann; nur, da schließ ich mich Bladegirl an, ob man es soll, ist eine Überlegung wert. Ob es jedem Leser die vom Autor gewählte Länge angemessen und schön erscheint, ist eben, wie Lia Roger schon viel schöner schrieb, eine Frage der Präferenzen.

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          • Milch
            Milch kommentierte
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            Ist das Bücherparadies ein Buchladen oder eine Bibliothek? In Berlin und Brandenburg sind sie größtenteils offen.
            Douglas Adams Bücher sind auch oft nur um die 200 Seiten lang und die Krimis von Agatha Christie 250 Seiten.

          • Dodo
            Dodo kommentierte
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            Bücherparadies war nur meine Umschreibung für "guten Buchladen" und man konnte noch rein, ohne abgezählt zu werden.

            Ja, Douglas Adams hat die optimale Länge herausgekitzelt – länger wäre die Gagdichte, jedenfalls für mich, fast zu anstrengend und ermüdend.
            Derzeit lese ich einen Krimi, den ich nicht zu schnell lesen möchte, weil ich auf jeder Seite unterschiedlich kunstvoll zum Lachen gebracht werde, der kommt mir mit 400+ Seiten in diesem Fall zu kurz vor.

          #10
          Lesend ist mir das völlig egal. Ich greife zu Büchern meistens nicht, weil sie kürzer oder länger oder irgendwo dazwischen sind, sondern weil der versprochene Inhalt interessant klingt (ich habe im vergangenen Jahr fast nur Reihen, Trilogien und so gelesen, die sind ja als gesamte Geschichte auch mehr als nur so ein bisschen was). Bei mir hängt die Wahl dann eher davon ab, worauf ich gerade Lust habe. Z. B. hatte ich vor einem Jahr erst ein Sci-Fi-/Solarpunk-Buch gelesen und hatte danach auf kaum was anderes Lust. Exakt dasselbe hatte ich nicht hier, das einzige, das dem annähernd nahe kam und auf meinem SuB lag, war die Partials-Trilogie von Dan Wells, auf Deutsch als "Tötet uns alle" in einem Band veröffentlicht, der rund 1,5 k Seiten umfasst. Es wurde also das. Auch wenn der Umfang recht viel war und ich dachte, mal sehen, wie lange ich dafür brauchen werde. Und vor allem ist das Handling damit immer nicht ganz so angenehm, wenn man wie ich viel Wert darauf legt, keine Leserillen im Buchrücken zu fabrizieren.
          Generell neige ich vermutlich eher zu längeren Geschichten. Meine Favoriten sind oft Reihen, teils sogar mit umfangreichen Büchern darin (Sabrina Qunajs "Elfenmagie" liegt bei um die 1 k Wörter und ist Band 1, Marie Graßhoffs "Kernstaub" ist ähnlich, die "Twilight"-Saga hat in der deutschsprachigen Hardcover-Ausgabe 2.478 Seiten usw.). Das heißt aber nicht, dass ich kurzen Büchern kategorisch ausweiche. Ich vermute, dass ich mich eher für komplexere Geschichten interessiere und dadurch häufiger zu größeren Umfängen greife.

          Schreibend, keine Ahnung. Ich bin zu lange mit meinen Spaßprojekten beschäftigt und wie sehr diese ausarten (und das tun sie), ist mir völlig egal, weil sie für mich sind. Alles Weitere ist weiterhin so weit von mir entfernt, dass mein Fokus dort erst zum Tragen kommt, wenn da etwas spruchreif wird. Im Endeffekt ist es mir aber vermutlich egal, solange es nicht langatmig wird. Ich denke nicht, dass ich meine Geschichten je auf eine bestimmte Länge trimmen würde, sondern sie den Raum bekämen, den sie eben brauchen. Durchaus im Zusammenspiel mit Rückmeldungen, ob dieses oder jenes wirklich nötig ist. Ob sich die Gedanken dazu je ändern, wäre vermutlich auch davon abhängig, worauf ich damit irgendwann mal hinaus will.
          Ich komme aus Ironien.
          Das liegt am sarkastischen Meer.

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            #11
            Ich gehöre auch zu der 300-bis-500-Seiten-Fraktion, allerdings hängt es bei mir auch vom Genre ab. Zu Weihnachten lese ich ganz gerne mal kitschige Romanzen und wenn die zu lang sind, wird es ab und zu langweilig. Neulich habe ich mich regelrecht durch ein Buch gequält, dass nur 100 Seiten hatte.

            Bei Fantasy lese ich durchaus mehr z.B. bin ich großer Trudi-Canavan-Freund und da hat mich die Länge nie gestört. Und bei machen Büchern wünscht man sich, dass es noch weiter gehen würde...

            Hm, schreiberisch komme ich oft nicht über 70 K Wörter hinaus. ^^ Meistens haben die Geschichten zwischen 20 K und 50 K. Bin zu langsam und schaffe nie mehr.

            Kommentar


              #12
              *brauch Pause davon, mich zum x-ten Mal durch mein 1300 NS Manuskript zu lesen*

              *lese diesen Thread*

              *traurige Geräusche*

              Ich bin dann mal wieder weg ...
              Poems are never finished.
              Just abandoned.

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              • Dodo
                Dodo kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                *tröstende Geräusche mach* (ich hab zuerst trötend geschrieben)

                Manche Geschichten leiden NICHT unter ihrer Länge. Ich bin überzeugt, dass Du nichts ausgewalzt hast.

              • Ankh
                Ankh kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Dodo Dann hoffen wir mal, dass Verlagslektoren das ähnlich sehen.

                Ist trö(s)ten das Geräusch, wenn man einem heulenden Kind die Nase putzt?

              • Dodo
                Dodo kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Ich schätze, schon.
                (Antwort auf beide Fragen).

              #13
              Ich habe schon immer Stress mit zu wenig Seiten gehabt, wenn ich selbst geschrieben habe. Als ich noch mit 15 oder 16 mit Bleistift und Collegeblock hantiert habe, habe ich regelmäßig Seiten aus Büchern abgeschrieben, um zu gucken, wie viel Collegeblockseite eine Buchseite ist und wieviel mein Geschriebenes ungefähr an Buchseiten sein könnte. Ich wollte unbedingt Figur XY erst nach 50 (Buch!)Seiten einführen oder Handlung Sowieso erst nach 200 Seiten usw. Nicht, weil ich Ahnung von Struktur gehabt hätte, sondern weil ich das von den Büchern, die ich gelesen habe, abgeguckt habe. Damals habe ich allerdings auch sehr viel mehr gelesen, das über 500 Seiten ging und ich aus heutiger Sicht langatmig finde (nicht die Seitenanzahl an sich, sondern die Bücher selbst, z.B. die Krimis von Elizabeth George, die von Band zu Band dicker und rückblickend schnaufiger wurden).

              Bis vor kurzem habe ich auch noch gedacht, dass ich unbedingt mehr beschreiben muss, mehr Seiten, mehr Wörter. Das geht hier doch alles viel zu schnell. Warum habe ich nach höchstens 62.000 Wörtern nichts mehr zu erzählen?

              Allerdings habe ich neulich eine kleine Satire-Reihe einer SP-Autorin entdeckt, von denen kein Band länger als 150 Seiten ist. Natürlich ist das keine Weltliteratur, und das will es auch gar nicht sein. Aber es ist richtig gut, und ich merke nach jedem Teil, dass ich es überhaupt nicht länger würde haben wollen. Und erst, nachdem ich mich mit der Autorin darüber unterhalten habe, wie sie schreibt (übrigens nimmt sie die Drehbuchtechnik, an der sich auch Maggi orientiert hat), habe ich mal ein bisschen innere-Buchlänge-Ruhe gefunden. Das war ... letzte Woche, oder so

              Komischerweise habe ich als Leser absolut keine Scheu vor irgendeiner Länge von Buch, weder "zu kurz" noch "zu lang".

              Kommentar


              • Peter
                Peter kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                62 tausend Wörter ist doch eine akzeptable Länge, besonders für ein SP Buch.
                Die frühen (humorigen) Sachen von Adams und Pratchett waren auch nicht länger.

                Ich fürchte, Bücher, wie der Herr der Ringe, bei denen das Set up gefühlt hundert Seiten dauert, sind heute kaum noch zu verkaufen.
                George Martin hat die Spannung durch einen knappen Prolog erzeugt, die dann auch durch den Aufbau der Geschichte gehalten hat.

              • Amilyn
                Amilyn kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Peter Bis ich meine Cosy Crime-Geschichte begonnen habe, habe ich ja nur solche schweren Sachen geschrieben und mich dann gestresst, dass andere bei so was allein 300 Seiten brauchen, um in Fahrt zu kommen, während ich dann schon längst fertig war. Dann kommt auch immer wieder dieser Gedanke: "Das Genre gibt die Seitenzahl vor, pff!! Kann ich ja wohl individuell entscheiden! Schließlich bin ich Künstler!!" Aber gerade so ein Cosy Dings will auch nicht wirklich mehr sein, als es ist, schon gar nicht von der Länge her.
                Irgendwie braucht man immer erst mal einen, der es besser macht als man selbst, bis man ins Denken kommt
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