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Sensitivity Reading und Überarbeitung

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    Sensitivity Reading und Überarbeitung

    Ein Plotpiranha hat sich an mir festgebissen und zeigt keine Einsicht, loszulassen und zu verschwinden.

    Wäre ein Projekt, bei dem ich mir einen positiven Effekt durch Sensitivity Reading vorstellen könnte.

    Wie würde SR zeitlich am besten einzuordnen sein? Ich vermute mal, vor dem eigentlichen Lektorat. Zwischen 2 Überarbeitungsrunden? Tatsächlich mache ich nur noch 2.

    Nur die Szenen durchsehen lassen, die ich als kritisch empfinde, oder das ganze MS, da ich ja nie ganz sicher bin, wo überall Stolperfallen liegen (können)?

    I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

    Douglas Adams

    #2
    Ich werde mein Projekt, sobald ich die Rohfassung einmal überarbeitet haben, meiner SR komplett geben. Nicht nur die Szenen, in denen es für mich erkennbar an sensible Substanz geht, sondern auch für den Ton dazwischen. Mein blinder Fleck könnte einfach zu groß sein, und nebenbei vertrau ich darauf, dass sie mir ggf auch sagt, wenn ihr etwas anderes auffiele.

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    • Peter
      Peter kommentierte
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      Von der Logik her, sehe ich das auch so. Ist natürlich auch eine Kostenfrage, wenn ein Buch neben den üblichen Kosten auch SR einspielen muss.

    #3
    Eine befreundete Autorin hat es zwischen zwei Lektoratsvorgängen gemacht. Also nach dem inhaltlichen Lektorat und vor dem Stillektorat.

    Um Geld zu sparen würde ich "Sensitivity Beratung" machen. Also ein Plotgutachten. Es dürfte hoffentlich nicht mehr als 1-2 Stunden dauern, um anhand eines Exposés festzustellen, dass es z. B. doof ist, alle Schwulen und Lesben sterben zu lassen. Und dann würde ich auch von den entsprechenden Sentitivity Readern beraten lassen, ob überhaupt ein vollständiges SR nötig ist oder ob es sich nur um gewisse Szenen handelt.

    Praktisch wäre es auch, wenn der*die Sensitivity Leser*in Notizen fürs Lektorat hinschreibt. Ansonsten gibt es das Problem mit vielen Köchen und einem Brei.

    Am besten wäre es, wenn das Lektorat ein Sensitivity Reading enthält – also es eine Person macht. Ich kenne einige Berufslektor*innen die ebenfalls Sensitivity Reader sind. Ich könnte vermitteln, wenn du magst.
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

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    • Peter
      Peter kommentierte
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      Danke.

      Victoria

      Wie gesagt, es ist noch ein Plotbunny, den ich noch weiter ausarbeiten muss. Ich finde (momentan) die Idee eines ungewöhnlichen Ermittlerpärchens recht interessant. Zwei Leute, die nicht ins Karriereschema der Polizei passen und denen außergewöhnliche, uralte oder kaum zu knackende Fälle übertragen werden, um sie "aus dem Weg" zu haben. Die sollen irgendwo in der Provinz, weit weg von den Zentren der Macht, ermitteln, am besten an Fällen, bei denen man keine Lorbeeren gewinnen kann.
      Inzwischen hat sich der Gedanke an eine weibliche PoC und einen alten, weißen Mann festgesetzt. Klar werden die einige der gängigen Klischees erfüllen, dafür aber mit anderen brechen. Zwischen den beiden sollte genug Konfliktpotential existieren, um die Beziehung auch über mehrere Bände interessant zu gestalten.
      Der Schwerpunkt wird ganz sicher weiter auf der Handlungsebene, sprich dem Kriminalfall, liegen. Meine Plots sind selten rassistisch, jedenfalls nicht wenn es darum geht alle Schwulen oder Lesben, die vorkommen, sterben zu lassen, dass Menschen mit Migrationshintergrund stets die Täter sind oder dass Menschen mit Migrationshintergrund niemals die Täter sein dürfen. Natürlich kann es vorkommen, dass meine Antagonisten schon mal Frauenkleidung tragen oder schwul oder lesbisch sind.

      Das MS existiert noch nicht, nur ein Gedankengerüst. Je mehr ich darüber nachdenke, desto eher neige ich dazu nur einige Schlüsselszenen zwischen den beiden Hauptfiguren zum SR geben. Wahrscheinlich nach der ersten Überarbeitung. Ich bin davon abgekommen, zwei Lektoratsrunden zu machen. Ich gebe nur noch ein Stillektorat und Korrektorat in Auftrag.

      Sollte eine der Hauptfiguren eine Transperson werden, bin ich bei meiner Lektorin bestens aufgehoben, sollte ich mich für eine PoC entscheiden (ich tendiere zu asiatisch), komme ich wegen einer Empfehlung auf dich zurück. Danke für das Angebot.

    • Zwielicht
      Zwielicht kommentierte
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      Peter wenn du Lust hast, schau mal in die „Dezernat Q“-Reihe von Jussi Adler-Olsen rein. Da gibts ein paar inhaltliche Parallelen. (Nicht ganz so alter) unbequemer CIS-Kommissar, syrischer Co-Ermittler mit geheimnisvoller Vergangenheit, Nummer 3 im Team ist ne junge Frau mit psychischen Auffälligkeiten. Okay, ist nicht in der Provinz sondern in Kopenhagen. Aber die werden auch für alte, ungeklärte Fälle in ein Keller-Büro abgeschoben. Sehr gute Reihe mit interessanten Ermittlern und schön viel Konfliktpotential.
      Zuletzt geändert von Zwielicht; 04.01.2021, 21:16.

    • Peter
      Peter kommentierte
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      Zwielicht

      Danke, mache ich.
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