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Wenn man im Plot feststeckt

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  • Gloria Regali
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    @ Kelpie,

    das klingt logisch. Ich überlege nur, ob Bennets Fall alleine genug Stoff bietet, um nicht nur ein Kurzkrimi zu sein. Daher denke ich, dass ich eine Verbindung zwischen Bennets Fall und der Leiche spanne. Dass er den Fall löst und dabei neue Erkenntnisse für seinen Fall erhält, oder so xD Muss ich mal experimentieren.

  • Kelpie
    antwortet
    Die Frage, die für mich zentral ist, ist entweder, warum die Körper getauscht wurden, oder aber, was mit Bennets Körper passiert ist und wie seine Mitmenschen damit umgehen. Genau da würde ich auch ansetzen; die Leiche in der Nordsee erscheint mir da tatsächlich auch wie Alys II. sagt, als langweilig bzw. plotfern.
    Irgendetwas muss die Kernhandlung des Krimis (also der Fall) daher m.E. mit Bennets Körpertausch zu tun haben. Wie genau das dann aussieht, kann dann unterschiedliche Facetten annehmen und den Schwerpunkt woanders hinlegen.

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  • Alys II.
    kommentierte 's Antwort
    Gloria Regali Ja, da hast Du Recht. Eine Rahmenhandlung braucht es. Ich finde Deine Idee klingt wirklich gut.

  • Gloria Regali
    kommentierte 's Antwort
    Ankh @Dodo

    Der Täter wirkt nicht "fertig", wenn du weißt, was ich meine. Ich kann es schlecht beschreiben. Würde ich das Buch lesen käme es mir vor, als wäre es mitten im Schreibprozess veröffentlicht worden. So als wäre der Täter noch die erstbeste Version (was er ja noch ist).
    Ich denke, ich werde den Fall noch einmal komplett überarbeiten und den Fokus wirklich auf Bennet legen. Ich muss noch schauen, wie das am besten funktioniert. Aber ihr habt recht, die Hunde-Geschichte bietet sehr viel Potenzial, da muss eigentlich nicht noch ein fetter, tiefsinniger Kriminalfall mit einem epischen Serienmörder rein. Wenn, dann eher was Leichtes, an dem Bennet sich austoben kann

  • Gloria Regali
    antwortet
    An alle:

    Danke für eure Anregungen. Tatsächlich kam mir vorhin eine gute Idee, wie ich den Körpertausch einigermaßen sinnvoll einbringen kann. Dafür musste ich mich allerdings etwas von Detektiv Conan inspirieren lassen (ohne Ideenklau). Ich habe jetzt eine Rahmenhandlung, die gut zur bisherigen Geschichte passt. So ganz passt mir mein Täter immer noch nicht, aber das wird einfach meine nächste Baustelle im Manuskript, jetzt geht es mir erst einmal darum, Bennet einen eigenen guten Fall zu geben, damit der Körpertausch nicht wirkt, als diene er nur zur Genre-Abgrenzung. Danke euch bis dahin =)

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  • Gloria Regali
    kommentierte 's Antwort
    Hallo Alys,

    danke für den Kommentar. Das meiste von deinen Gedanken habe ich schon eingebaut und ja, diese Aspekte machen (um mich mal selbst zu loben) den Witz der Geschichte aus. Ich denke, ich werde jetzt das Thema "Leiche in der Nordsee" auf das nötigste kürzen und den Fokus auf Bennet und den Rest seiner Kumpels legen. Ein bisschen was zum Ermitteln braucht er schon, finde ich. Nur halt als Rahmenhandlung, damit er sich mit seinen neuen Hundefähigkeiten zurechtfinden muss.

  • Alys II.
    antwortet
    Beim Durchlesen frage ich mich, ob bei der Geschichte der Fokus auf dem Kriminalfall liegen muss - sogar noch mehr, ist er überhaupt notwendig?
    Das Ganze klingt für mich nach einer witzigen Cozy Crime Geschichte mit dem Twist, dass es mal nicht das klassische Ermittlerduo Mensch/Hund ist, sondern dass Mensch und Hund hier eine Einheit sind. Finde ich orginell und es würde mich reizen, das zu lesen. Aber was mich daran reizt, ist nicht, was der Mensch-Hund ermittlungstechnisch aufdeckt, sondern wie er sich in seiner neuen Situation zurechfindet, was für eine Situationskomik daraus entsteht, und wie diese Situation aufgelöst wird.

    Was ich erfahren wollen würde:
    - Wie fühlt sich Bennett im Hundekörper? (Hat er plötzlich den inneren Drang, geworfenen Stöckchen nachzulaufen und Katzen anzuknurren?)
    - Hadert Bennett mit seinem Schicksal oder findet er vielleicht sogar, dass der Hundekörper auch Vorteile hat? (Endlich sind Undercover/Inkognito-Einsätze problemlos möglich! Er muss keine Steuererklärung mehr machen! Und dieser Geruchssinn zum Überführen der Verbrecher ... phänomenal!)
    - Wie schafft es Bennett, mit Menschen (seinem Freund) zu kommunizieren? (Kann er noch schreiben und lesen?)
    - Erfährt der Freund, wer Bennett wirklich ist, und wenn ja, wie reagiert er darauf?
    - Was ist mit Bennetts Körper und dem Geist des Hundes geschehen?
    - Ist ein Rücktausch möglich?
    - Ist ein Rücktausch überhaupt erwünscht? Oder werden Freund und Hund-Bennett nun das neue Ermittlerduo im Stil von "Kommissar Rex" oder "Scott and Hooch"? (Fände ich eine sehr coole Lösung ...)

    Was mich überhaupt nicht interessiert:
    - Eine unbekannte Leiche in der Nordsee und was damit zusammenhängt.

    Natürlich brauchen Hund-Bennett und sein menschlicher Freund irgendeinen Aufhänger, der den Plot vorantreibt und an dem sie "zusammenarbeiten" können. Und da sie beide Kommissare sind (waren) bietet sich hier natürlich ein Kriminalfall an, denn das ist ihr Ding. Insofern kannst Du schon die Leiche in der Nordsee nehmen. Allerdings würde ich mir da einer Erklärung dafür wünschen, warum der Freund nicht nach dem verschwundenen Bennett-Körper sucht, sondern stattdessen einen anderen Fall übernimmt. (Vielleicht übernimmt der den Fall nur "zur Tarnung", um die lokale Polizeigewalt nutzen zu können, um in Wahrheit nach Bennett zu suchen? Oder er ist vom Verschwinden seines Freudes so schockiert, dass er sich zur Ablenkung in die Arbeit an einem anderen Fall stürzt?)

    Wahrscheinlich hast Du die meisten der Fragen, die ich hier aufgeworfen habe, schon längst ausgearbeitet. Ich spinne hier nur so rum, weil mir die Idee sehr gefällt.
    Aber mein Fazit wäre: es geht nicht um den Kriminalfall, deshalb würde ich mich da gedanklich und plot-mäßig nicht zu sehr daran aufhängen. (Wenn ich die "Krimis" von Rita Mae Brown und Lilian Jackson Braun lese, dann ist mir der jeweilige Fall völlig egal, aber ich will lesen, wie die Katzen Katzendinge machen und damit den Fall "lösen". Für Hundekrimis fallen mir leider gerade keine Beispiele ein, außer denen im TV.) Vielleicht ist das Dein komisches Gefühl bei dem Manuskript, dass Du Dich zwischen Hunde-Story und Krimi-Story nicht entscheiden kannst?

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  • Gloria Regali
    kommentierte 's Antwort
    @ Milch

    Klar, der Kommissar möchte natürlich gerne wieder ein Mensch sein, das ist seine Motivation. Das sollte aber nicht sein einziger Konflikt sein.
    Detektiv Conan hat ja nicht nur die Rückverwandlung zum Ziel, sondern später ja auch noch andere Konflikte (seine Freunde/Familie vor der Organisation beschützen, seiner Jugendliebe nicht das Herz brechen, die Organisation zu Fall bringen etc). Heißt, da könnte ich ausbauen. Konflikte einbauen, die er als Hund nicht lösen kann oder ähnliches.

    @ Dodo
    So hatte ich es auch im Sinn. Er versucht seinen Fall zu lösen und gerät Band für Band in andere Abenteuer/Fälle, die ihn ablenken. Dann kann ich jederzeit abbrechen, wenn ich keine Lust oder keine Ideen mehr habe
    Mit dem Hund im Kommissar: Da habe ich jetzt eine Idee, vielen Dank dafür =)

  • Milch
    kommentierte 's Antwort
    Mein neues Leben als Hund wäre auch eine Geschichte, eine Culture-Clash-Geschichte,
    Ich glaube, bei einem Körpertauschgeschichte geht es auch darum, dass man den Tausch rückgängig macht, das ist auch die große Geschichte bei Detektiv Conan, die ja bald zu ende sein soll.

  • Peter
    antwortet
    Den (subjektiv) coolsten Körpertausch Hund/Mensch gab es letztens in der a Prime Serie Truth Seekers.
    Tut zwar nichts zur Sache, musste aber gerade dran denken.

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  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Ich glaube auch, wenn Du einen spannenden Protagonisten hast, der, obwohl Polizist, nicht auf die klassische Polizeiarbeit zurückgreifen kann, dann ist die eigentliche Polizeiarbeit unwichtig. Witzig wären da eben auch die Momente, wo er das realisiert. Er würd jetzt gern in der Geruchs- ... äh ... Fingerabdruckkartei googeln, aber mit Pfoten kann er schlecht tippen ...

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Meine Lieblingsromanreihe hat einen "Helden", der ein festes Ziel hat, es aber im Verlauf von sechs Romanen nicht erreicht, stattdessen halt seine Abenteuer. Oder wie bei der BBC-Serie "Life On Mars", wo der Protagonist glaubt, Kriminalfälle lösen zu müssen, um aus dem Koma zu erwachen. Und jedes Mal Enttäuschung
    Du könntest es so aufziehen, dass Bennet über die Serie hinweg seinen Mörder fangen muss, um zurückverwandelt zu werden. Stattdessen löst er Fälle als Hund. Und Du behieltest die Option, ihn zurückzuwandeln, wenn Du keine Lust mehr auf einen Hundeermittler hast.
    Und das in Kombi mit @Nachtmahrs Einfall (Hund im Kommissar).

  • Ankh
    kommentierte 's Antwort
    Ich denke, der Vorteil an dem Tierfaktor ist, dass du gar nicht so viel Fokus auf echte Polizeiarbeit legen musst. Dein Prota kann ja gar keine richtige Polizeiarbeit machen, also kannst du da bestimt einiges vernachlässigen. Dein Prota muss sich ja auch überlegen, wie er Sachen diesmal ganz anders angeht, als er es gewohnt ist, weil ihm einfach eine Menge Methoden gar nicht zur Verfügung stehen.

    Ich scheue mich auch davor, Krimis zu schreiben. Dadurch, dass ich selbst ja weiß, wer der Täter ist, erscheint mir dann alles immer viel zu offensichtlich ^^ Was macht deinen Täter denn unglaubwürdig? Kannst du z.B. noch an seinem Motiv feilen? Hast du weitere Verdächtige, die auch gute Motive und Gelegenheiten haben? Mach doch eventuell einen von denen zum Täter, wenn die dir glaubwürdiger/ logischer erscheinen. Oder den, bei dem nur der Hund eine Chance hat, ihn überhaupt zu entlarven, während die Menschenermittler die ganzen Zeit dem Falschen hinterherlaufen.Prinzipiell gelten bei deiner Prämisse ja andere Regeln als bei einem herkömmlichen Krimi und es gibt andere Hindernisse, es wäre also interessant, wenn du die in den Vordergrund stellst. Möglicherweise weiß der Hund ja schon lange, wer der wahre Täter ist, und sucht verzweifelt eine Möglichkeit, es den Menschen mitzuteilen und zu beweisen?

  • Gloria Regali
    kommentierte 's Antwort
    Danke für die Antwort.

    Mein Gefühl sagt mir, dass es an der Kriminalauflösung hakt, dass der Täter nicht glaubwürdig ist. Ich fühle mich nicht sicher, gute Kriminalgeschichten zu schreiben (ich weiß, keine gute Voraussetzung, um einen Krimi zu schreiben). Daher muss ich da ansetzen.
    Entweder gebe ich den Text dann jemandem, der Ahnung von Polizeiarbeit hat oder ich verlege den Fokus auf die Tierstory. Also weg von der Polizeiarbeit und eher in die Richtung tierische Ermittlungsarbeit.
    Der Kommissar macht definitiv eine Entwicklung durch und die Hundefähigkeiten helfen den Fall zu lösen. Aber da muss ich auch noch einmal ran und schauen, ob die Geschichte, wenn ich den Hund durch einen Menschen ersetze genauso funktionieren würde.

  • Ankh
    antwortet
    Wenn du schon das Bauchgefühl hast, dass etwas nicht funktioniert, dann lies mal die Geschichte von Anfang an und markiere dir, wo dieses Gefühl beginnt. Da, wo das störende Gefühl anfängt zu nagen, biegt die Geschichte vermutlich falsch ab. Das sagt dir immer noch nicht, was genau fehlt (oder zuviel ist), aber zumindest ist es mal ein Ansatzpunkt, das Problem zu analysieren.

    Hast du die Geschichte schon fertig geplottet? Auch den Plot kannst du nochmal genau überprüfen. Stimmt der Aufbau, der Spannungsbogen? Ist die Krimiauflösung schlüssig? Macht der Kommissar eine Entwicklung durch? Wird er irgendwann zurückverwandelt, welche Erkenntnis nimmt er aus seinem Hundeleben mit und was wird aus dem Hund selbst? Gibt es noch andere übernatürliche Faktoren in der Geschichte, und sind die gut ins Setting integriert? Ist die Auflösung beider Probleme im Setting logisch, sodass der Leser ggf. miträtseln kann, oder ist da zu viel unerklärte Magie im Spiel? Erfüllst du die Bedingungen, die du dir selbst gesetzt hast, also helfen z.B. die Hundefähigkeiten tatsächlich, den Fall zu lösen?

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