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#Mittwochsfrage #195: Nicht-literarisches Schreiben

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    #Mittwochsfrage #195: Nicht-literarisches Schreiben


    Wir schreiben den ganzen Tag lang. E-Mails, Whatsapp, SMS, Einkaufszettel, Briefe an Behörden und Ämter, Berichte, Zusammenfassungen, Protokolle, usw. Angeblich jetzt, wo viele Menschen im Home Office sind, noch mehr als je zuvor. Manche von zuns schreiben auch noch Tagebuch oder andere persönliche, nicht für die Augen anderer bestimmter Texte.

    Könnt Ihr bei solchen nicht-literarischen Schreiben die innere Autor*innen-Stimme ausschalten? Oder gestaltete absichtlich auch den Beschwerdebrief an's Finanzamt als ein stilistisches Meisterwerk?
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    Always avoid alliteration.

    #2
    Hm. Kommt drauf an. Bei Briefen und anderen öffentlichen Texten achte ich schon darauf, das sich alles gut liest, eindeutig formuliert ist usw. Einfach aus Perfektionismus heraus, nicht weil ich auf ein "Meisterwerk" aus bin oder etwas beweisen will. Bei allem anderen, das nur für mich gedacht ist, schreib ich so, wie es mir gerade durch den Kopf geht, ohne groß rumzufeilen.
    Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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      #3
      Ich versuche, für jeden Text den passenden Stil zu wählen. Bei einer Mail an Kumpels schreibe ich anders als bei einer an Kunden oder an eine Behörde. Ein Einkaufszettel für mich selbst ist eventuell knapper als einer, den ich jemand anderem mitgebe. Und nichts davon klingt ähnlich wie eine meiner Geschichten, weil warum auch? Natürlich achte ich vor allem bei offiziellen Briefen auf ordentlichen Stil, aber das ist trotzdem ein völlig anderer Stil als eine Geschichte. Ich will weder meine Leser mit Beamtendeutsch langweilen noch die Beamten mit literarischen Ergüssen nerven.
      Poems are never finished.
      Just abandoned.

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        #4
        Kommt drauf an. Wenn ich Emails an meine Kunden schreibe, dann achte ich schon sehr darauf wie ich diese schreibe (auch wenn manche Kunden von Rechtschreibung und Grammatik noch nie etwas in ihrem Leben gehört haben). Allein deswegen um einen guten Eindruck zu hinterlassen.
        Allgemein achte ich auf Texte, die andere lesen schon sehr darauf, dass sie korrekt sind. Selbst bei WA an meine Freunde gucke ich auf Rechtschreibung / Grammatik (weil es einfach dazu beiträgt, dass der Andere versteht, was ich sagen möchte), auch wenn ich da locker schreiben, im Gegensatz an meine Kunden, wo es sachlich ist. Amtliche Briefe habe ich sehr selten, aber wenn ist das noch einmal ein ganz anderer Stil. Es kommt darauf an, an wen die Nachricht geht.
        Wenn ich jetzt allerdings Dinge nur für mich aufschreibe (Gedankenstützen oder Einkaufszettel zum Beispiel), die jetzt nicht mit meinen Geschichten zu tun haben, dann kann das auch mal rechtschreibtechnisch kreativ sein. Diese Notiz überlebt ja sowieso nicht lange. XD

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          #5
          Der Stil meiner Geschichte, an der ich gerade arbeite, ist ein ganz anderer als wenn ich eine E-mail o.ä. schreibe. Ich achte zwar, dass der Klang der Sätze einigermaßen passt, aber ich sitze nicht ewig lang dabei und feile daran herum. Rechtschreibung und Grammatik müssen korrekt sein und es muss klar erkennbar sein, was ich will. Wenn ich in mein Tagebuch schreibe, achte ich zwar auf einen Stil (mit Stilfiguren etc.) aber auch nicht so extrem wie bei meinem Buch.

          WhatsApp ist ein anderes Kapitel, da schreibe ich nicht einmal auf Hochdeutsch (bei diesem Wort höre ich meine ehemalige Deutschlehrerin sauer im Hintergrund; "Das heißt Standardsprache")

          Wenn der seltene Fall eintritt, dass ich einen privaten Brief schreibe, achte ich schon auf einen passenden Stil, weil ein Brief (im Gegensatz zu einer E-mail oder einer WA) eher etwas ist, was man aufbewahrt und nach Jahren wieder findet und liest.
          Man sagt, dass ein Buch Einblick in das Innerste des Autors gibt ... wenn das stimmt, möchte ich mit mir nichts mehr zu tun haben.

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