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Ein paar Gedanken zur Jugendsprache

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    Ein paar Gedanken zur Jugendsprache

    Ich habe mir gerade die TOP 30 für die Wahl zum Jugendwort des Jahres 2016 angeguckt und muss zugeben, dass ich alt bin. Selfie-Stick habe ich noch am Rand mitbekommen, Vollpfostenantenne als Synonym hingegen ist mir neu.
    Dennoch finde ich es spannend, den Gesprächen von Jugendlichen zu lauschen – ich möchte ja mein Vokabular erweitern. Anwenden werde ich diese Begriffe aber nicht. Nichts ist peinlicher, wenn ein Erwachsener auf hip tut, um den Jugendlichen näher zu sein.



    Wie ist es in der Jugendliteratur oder in der zeitgenössischen Literatur, bei denen es sich (unter anderem) um Jugendliche handelt?
    Passt ihr die Sprache den heutigen Jugendlichen an, um authentisch zu wirken? Ist dies überhaupt möglich, wenn ihr nicht mehr jugendlich seid?
    Benutzt ihr für die Jugendlichen lieber die Sprache, die eure Leser aus ihrer Jugend kannten und daher am natürlichsten finden, auch wenn es heutzutage veraltet ist?
    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

    #2
    Also erstens mal, ich kannte die Begriffe aus diesen Listen schon nicht, als ich in dem Alter war, aus dem die angeblich stammen Entweder war ich die unhippeste Person meines Jahrgangs, oder die saugen sich da irgendwas aus den Fingern, was sie dann als Trendwort verkaufen ...

    Da meine Geschichte in der Zukunft spielt, vermeide ich allzu trendige Wörter, es sei denn, dass sie sich schon mehr als ein Jahrzehnt bis heute in unserer Alltagssprache gehalten haben. Also "cool" ja, "knorke" nein. Außerdem gibt es einen offiziellen SR-Slang, aus dem ich versuche, Wörter einzubauen, sofern sie mir nicht persönlich zu komisch wirken (der Slang wurde in den 80ern erfunden, und bei manchen Vokabeln merkt man das ) Es muss sich halt natürlich anhören, und auch zur Perspektivfigur bzw zum Sprecher passen.
    Poems are never finished.
    Just abandoned.

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      #3
      Auf die gekürten Jugendwörter würde ich nicht so viel geben... die habe ich bisher weder gehört noch gelesen (außer "isso" und "Holzleitung") und als ich explizit nachgefragt habe (Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren) haben die meisten mir einen Vogel gezeigt, das so kein Menschen sprechen würe.

      (Obwohl ich Yologamie mag... das geht viel leichter weg als Offene Beziehung)

      Ich selber habe noch nie wirklich "Jugendsprache" genutzt beim sprechen (oft auch nicht beim schreiben) und dementsprechend schreibe ich auch nicht in Jugendsprache. Meine Jugendlichen kommen wenn dann eh aus Amiland und die sind da ja nochmal was anders.

      Aber prinzipiell passe ich mich da nicht an. Es wirkt bei mir immer gekünstelt und falsch, was mir auch von Probelesern bestätigt wurde, da ich an vielen Stellen keine Ahnung habe, wie ich die Wörter nun einsetzen muss.

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        #4
        Ich kenn die meisten Wörter auch nicht. Und ich erinnere mich noch, dass unser Deutschlehrer in der Schule mal so eine Liste mitgebracht hat und eine echt dumme Figur machte, weil eigentlich alle Blicke nur ein sehr deutliches "HÄ?" aussagten.

        Keine Ahnung, woher die diese Wörter nehmen, mich erinnern sie höchstens an Spaßwörter, die aber niemand ernsthaft verwendet. Dafür erscheinen mir dann einige doch zu umständlich. Ich mein: Vollpfostenantenne?! Fleischdesigner? Süßmo?

        Auf Jugendsprache verzichte ich in meinen Romanen aus Genregründen. Allerdings würde ich es auch zu vermeiden versuchen, wenn ich was anderes schreiben würde. Ich finde es in fremden Büchern schon immer so lächerlich, wenn die Jugendlichen so cool reden, dass man ständig stockt und ihre Sätze gar nicht flowen, sondern nur stocken. Außerdem sehen solche Wörter geschrieben immer viel komischer aus als ausgesprochen. "Scheiße" zum Beispiel wirkt auf mich immer viel speicheltriefender in Buchstaben, als ausgesprochen. Oder "Fick dich", "Wichser" etc. Die sehen geschrieben einfach total daneben aus.
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

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        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
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          "Scheiße" verwende ich in meinen Romanen sogar sehr häufig, aber "fuck" finde ich irgendwie immer ... keine Ahnung, eine ganz andere Stufe der Vulgarität. Eigentlich mag ich ja vulgäre Figuren in Büchern, aber "fuck" hat für mich eher was mit niedrigem Bildungsstandard zu tun, sorry ^^' Auch wenn ich es glaube ich auch ab und an sage.
          Zuletzt geändert von Kelpie; 06.01.2017, 11:06.

        • Zwielicht
          Zwielicht kommentierte
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          Das mit dem niedrigem Bildungsstand hat ja auch mal völlig gestimmt. Mittlerweile hat sich das zwar relativiert, aber es ist eben noch so im Bewusstsein verankert. Und das muss man (ich) natürlich berücksichtigen.

          Der Vulgaritäts-Unterschied hat glaube ich auch was mit der Sprache zu tun. Im Englischen ist fuck nicht vulgärer als shit. In vielen romanischen Sprachen sind die Fäkalausdrücke mehr tabu als die sexuell konnotierten Flüche. Ach, Deutsch ist einfach blöd ...

        • Kelpie
          Kelpie kommentierte
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          Stimmt, im Italienischen ist es Standard Geschlechtsteile zu schreien, ganz gewöhnliche Redensarten damit auszuschmücken oder auch nur zur Verstärkung des Gesagten einzufügen (wobei Frauen es deutlich weniger machen als Männer). Aber irgendwie klingt sowas im Deutschen immer extremer XD Vielleicht liegt unserer Sprache schon so eine übermäßige Korrektheit zugrunde.

          Wobei ... gerade fällt mir ein, dass meine italienischen Mitstudenten über das schwedische "Scheißwetter" (übersetzt) total verdattert waren. Das war ihnen dann eine Nummer zu fäkalisch Insofern stimmt es völlig, was du sagst ... faszinierend ...

        #5
        Kenn die Liste zwar schon (Jo, Roman-Recherche xD), aber ich muss hier mal sagen: Respekt an die kreative Jugend xD. Ich hab echt lachen müssen. "Uhrensohn" xD. Aber am coolsten ist noch immer "darthvadern". LOL. *Tränen wegwisch*

        So. Also, zu den Fragen: Wenn ich von Jugendlichen in der heutigen Zeit schreibe, verwende ich u.U. auch deren Sprache. Kommt drauf an, inwieweit das von Belang ist. Soll ja auch Jugendliche geben, die so halbwegs ohne "hippe" Wörter quatschen. Wenn es "cooler" sein soll, dann eben die "hippen" Wörter. (Wuahaha, ich liebe meine Klassen-Szenen und freu mich schon auf Schulausflug-Szenen.) Wie authentisch das wirkt, wenn man nicht mehr jung ist, weiß ich nicht, und wenn man nicht sooo viel mit Jugendlichen zusammenpickt, dann wirkt das vielleicht aufgesetzt. Aber man muss es ja nicht übertreiben und kann das ein oder andere Wort geschickt einflechten.
        Und ich finde, dass manche Wörter auch als Erwachsener durchgehen. Zum Beispiel Dinge wie "isso" sag ich auch häufiger. Oder Wörter wie "Bambusleitung", "gz" oder "Banalverkehr", das sind jetzt nicht Dinge, wo ich denke, dass darauf nur Jugendliche kommen/es anwenden. Wenn mein Chef sagen würde "Puh, das ist heut wieder ne Bambusleitung hier", würd ich mir irgendwie auch nix dabei denken.

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          #6
          Ich möchte auch noch in 4 oder 5 Jahren gelesen werden, ohne dass die Kids die Augen verdrehen. Also, halte ich mich von Trendvokabular möglichst fern.
          I love deadlines. I like the whooshing sound they make as they fly by.

          Douglas Adams

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            #7
            Mein Werk ist ein Jugendroman. Aber solche Begriffe würden da so was von absolut nicht reinpassen. Und das nicht nur, weil die Hauptfigur sehr zurückgezogen lebt. Solche Wörter oder auch die Jugendwörter vom dem Jahr, in dem die Geschichte spielt, würde die ganze Stimmung nur ins Lächerliche ziehen.

            Aber es ist auch, wie Peter sagt. Ich will, dass mein Buch auch in einigen Jahren noch problemlos gelesen werden kann, ohne dass man sich ständig fragt, was zum Teufel die da von sich geben. Zumal ich es mit der Zeit auch anstrengend zu lesen finde. Selbst der heutige Spruch "Fick dich" geht mir spätestens nach dem vierten Mal auf die Nerven (leider ein Satz, den man in YA Gay Romances doch tatsächlich häufiger liest).

            Allerdings muss ich auch zugeben, dass "darthvadern" einfach klasse ist *geier* Ich glaub, das werd ich mal meinem Neffen beibringen ^^
            "You only cry for help if you believe there's help to cry for." - Wentwort Miller

            "How do I know what I think, until I see what I say?" - Howard Tayler

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            • Victoria
              Victoria kommentierte
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              Ja, meine Frage war vor allem an die Jugendromanschreiber gerichtet.

              Deine Jugendlichen reden ja sicherlich nicht wie Erwachsene, sondern etwas lockerer.
              Ob echte Jugendliche diese wörtliche Rede bereits veraltet und unnatürlich finden?

            #8
            Bis auf zwei Wörter kenne ich nichts, aber "gz" kenne ich schon recht lange aus dem Internet bzw. aus Online-Spielen und da benutzen es definitiv nicht nur Jugendliche. Genauso mit "Internetausdrucker", das ist auch schon älter und ist mir vor allem von Diskussionen und Vorträgen aus der IT-Szene bekannt.

            Ich weiß nicht, wie es heutzutage ist, aber in meiner Jugend kannte ich auch ein Großteil der Bewerber auf das "Jugendwort des Jahres" nicht. Keine Ahnung wer die auswählt.

            Ich bin übrigens auch der Meinung, dass man sich als Erwachsener meist nur lächerlich macht, wenn man versucht, die Jugendsprache zu übernehmen. Beim Schreiben habe ich das Problem bisher nicht gehabt, da zu moderne Sprache seltenst in die Fantasy passt.

            Allerdings muss ich auch zugeben, dass "darthvadern" einfach klasse ist *geier*
            Ja, das ist definitiv das beste Wort in der Liste
            »Elezeis Blut schien in Aufruhr zu sein und brannte unerwartet kalt durch ihren Körper. Es war ein Gefühl, das nach Zerstörung dürstete.« – Blutgesang

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              #9
              Aktuelle Jugendsprache zu nutzen, macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man den Zeitpunkt einfangen möchte, zu dem die Geschichte spielt. Wenn ich also möchte, dass man auch in zwanzig Jahren in diesem Buch noch nachvollziehen kann, wie heute gesprochen wird.
              Ich habe selbst mal einen Abenteuer-Jugendroman begonnen, der Ende der 80er spielt und habe hier und da die Jugendsprache von damals benutzt.

              Möchte man hingegen ein zeitloses Werk schreiben, würde ich davon abraten. Die Jugendsprache ändert sich dermaßen schnell, dass man da kaum mithalten kann (und in meinem Fall auch überhaupt nicht möchte!).

              Die Liste werde ich mir mal ansehen, auch wenn ich sicher nur verständnislos sabbernd auf den Bildschirm starren werde, während in meinem Kopf schwarz-weiße Comictiere auf einer Milchtüten-Ukulele Hula spielen.

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              • Victoria
                Victoria kommentierte
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                Persönlich sehe ich das auch so.

              #10
              Also diese Listen von Jugendwörtern sollte man selten wirklich ernst nehmen. Manche Wörter werden tatsächlich verwendet, die meisten sind aber eher nicht Teil des täglichen Sprachgebrauchs und ich habe mich schon früher immer gefragt, wo die herkommen sollen.
              Die meisten davon würde ich auch nie in Texten verwenden, einfach weil man Gefahr läuft, sich damit lächerlich zu machen. Das Wort "Yolo" z.B. habe ich immer nur parodiert oder in satirischem Kontext gesehen, selten ernst gemeint.
              Grundsätzlich Jugendsprache würde ich - wie mein Vorposter das schon so schön sagte - nur verwenden, wenn man den Zeitgeist einer Generation einfangen möchte. Ansonsten würde vielleicht ein bisschen umgangssprachlicher schreiben, aber keine "Jugendsprache".

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              • Victoria
                Victoria kommentierte
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                Yolo höre ich doch ziemlich oft und auch ernst gemeint.

              • Chandramukhi
                Chandramukhi kommentierte
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                Tatsächlich? Ist mir ja noch nie untergekommen. XD

              • Chandramukhi
                Chandramukhi kommentierte
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                Vielleicht bin ich zu uncool. Oder hab zu wenig #swag

              #11
              Ich bin echt alt. Ich finde nicht mal die Liste (sondern nur die Gewinner seit 2008).
              Da Kreativität beim Einsenden gefragt ist, kann ich mir ausmalen, dass viele Wörter einfach erfunden werden. Man muss ja keine Quellenangaben machen - also ist es ziemlich unseriös.
              Da gabs doch diesen Sprachforscher, der akribisch hunderte von Deutschlandkarten angelegt hatte, in denen verbreitete Dialekte und Mundarten von einer ausgesuchten Reihe von Begriffen verzeichnet waren. DAS ist für mich fundierte Sprachforschung.

              Für mich beginnt Jugensprache bereits bei dem Wort "voten". Man könnte ja auch "abstimmen" schreiben, aber das ist wohl nicht "cool" genug.

              Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.
              Mark Twain

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                #12
                Die Ansprache empfinde ich als Pseudo.

                Ich bin mir sicher, die meisten Jugendlichen kennen diese Begriffe nicht, mir gefällt aber der Sprachwitz, beispielsweise Hopfensmoothie für Bier oder darthvadern.

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                  #13
                  Soweit das in den einzelnen Projekten möglich ist, versuche ich möglichst zeitlos zu schreiben. Es reicht, dass man das Jahrhundert zwangsläufig erkennt. Daher vermeide ich sich schnell wandelnde Sprachphänomene. Außerdem sehe ich als Autor eine gewisse Verantwortung und ich gehöre nunmal zu den Menschen, die die meiste Jugendsprache, als Sprachverfall sehen, also werde ich sie sicherlich nicht fördern. ^^
                  Meine Jugendlichen reden einfach ein bisschen lockerer als die Erwachsenen, benutzen weniger Nebensätze, nehmen viele Dinge ernster, dramatisieren mehr und ähnliches. Ihre Charaktere in ihre Sprache zu legen reicht meiner Meinung nach völig aus, um sie glaubwürdig zu zeichnen. Charaktere, die viele unnötige Anglizismen, Jugendslang oder ähnliches benutzen, habe ich ganz ganz selten, und die verwende ich dann auch meist als Negativbeispiele.
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                  Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,20)

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                    #14
                    Guten Tag zusammen!

                    Ich schreibe und lese gern und viel Jugendliteratur, weshalb ich mich so zwingend angesprochen fühlte. Es ist ja kein Geheimnis, dass Jugendbücher sich gehörig voneinander unterscheiden, je nachdem, in welcher Sparte man liest, also behalte ich mir vor, nicht zu verallgemeinern.
                    Ganz ehrlich, wenn ich ein Buch anlesen würde mit all diesen angeblich hippigfliggigduften Wörtern der Jugendkultur, dann würden einige Menschen da draußen abends nach Hause gehen und ihren Familien von einer panisch aus einer Buchhandlung flüchtenden Person erzählen, als wäre ein Spinnennest geschlüpft. Das einzige Buch, das mir überhaupt dazu einfällt, war Tschick. Und ich fand die derbe Jugendsprache dort mehr als nervtötend. Jugendsprache hin oder her, aber ich sehe so wenige Wege, die Art Sprache einzubringen, ohne die Figuren oder den Text ins Lächerliche zu ziehen.
                    Ich persönlich übermittle die Jugendsprache in meinen Texten auf andere Weise - und dabei ist zu beachten, dass es ja auch auf die Charaktere der Figuren ankommt. Wenn es aufs härteste geht, habe ich nur eine Figur überhaupt, die sich so herausstechend umgangssprachlich ausdrückt (und das auch nicht immer). Das ist aber auch fester Teil des gesamten Schreibstils, denn die Geschichte ist in der Ich-Form geschrieben und der Erzhlstil passt sich somit ihrer Art zu denken an. Und dabei greife ich auch gar nicht auf die Jugendworte des Jahres zurück... Ich lasse sie einfach selbst welche erfinden. Zusammen mit der ordentlichen Prise Ironie und Sarkasmus ergibt das einen leichten, jungen, umgangssprachlichen Stil, der obendrein auch mal ziemlich amüsieren kann - ohne ins Lächerliche zu gehen.
                    Und in ähnlicher Weise kenne ich das auch von anderen Jugendlektüren. Ich kann ehrlich gesagt gar nicht zu hundert Prozent erfassen, was den jugendlichen Stil in diesen Büchern ausmacht, aber es muss wohl auch ein gewisses Zügellockern während des Schreibens sein, um zu übermitteln, dass die Figur eine jugendliche Denkweise hat. Quasi das alltägliche Sprechen in das sonst so korrekte und strukturierte Schreiben einfließen lassen. Denn da geht es nicht immer nur um bestimmte Ausdrücke, sondern um die ganze Wortwahl und den Satzbau an sich. Und das reicht mir dann auch. Ich kann wirklich auf EyYoAlters verzichten. Und sein wir mal ehrlich, bis auf ein paar Grenzfälle kenne ich auch keine Jugendlichen, die sich wirklich permanent so hochdeutschfremd ausdrücken.

                    Mohnige Grüße,
                    Muffin
                    i'm somewhere... you're somewhere... i could go there... but i don't

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                    • Victoria
                      Victoria kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Hehe. Gefällt mir gut. Trifft voll meinen Geschmack.

                    • Kelpie
                      Kelpie kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Mir gefällt das auch richtig gut. Ein bisschen erinnert mich das an eine Freundin, die sich mit Neologismen selbst übertroffen hat. Anfangs noch aus Versehen, wo ich sie verbessert habe, irgendwann mit voller Absicht, wodurch dann so schräge Wörter wie "Hosenbesitztum" zustande kamen.

                      Ansonsten stimme ich dir auch vollkommen zu, dass der leichte Slang besser durch Grammatik u.Ä. angedeutet wird als durch hippe Jugendwörter.

                    • Mohnmuffin
                      Mohnmuffin kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Vielen Dank, ihr zwei, freut mich, dass es euch gefällt. Ich muss auch zugeben, dass ich das Schreiben an der Geschichte, aus der die Beispiele kommen, über alles liebe, weil ich eben ständig mit Wortneuschöpfungen und der Sprache spielen kann.

                      @Kelpie: Neologismen machen ja auch irrsinnig Spaß Ich würde ja gern mehr davon hören...

                    #15
                    Meine jugendlichen Figuren beschränken sich auf Umgangssprache, die ich selbst als natürlich empfinde. Diese Jugendwörter sind mir zu verkrampft. Meine Klassenkameraden und ich haben in der Schule damals auch nie so komisch geredet. Da gab es beim Fluchen höchstens mal ein "Bullshit" oder "Fuck".
                    Ansonsten stimme ich meinem Vorposter zu, dass sich die Jugendsprache eher durch lockeren Satzbau ausdrückt.

                    Da fällt mir ein, dass ich mit einer Freundin zusammen auch mal so ein Wörterbuch zur Jugendsprache durchgeblättert hatte. Wir haben uns ziemlich über die Wörter "beeimert". *g*

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