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Stereotype Figuren - um die Lesererwartung zu erfüllen?

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  • Stereotype Figuren - um die Lesererwartung zu erfüllen?

    Es passt ein wenig in die dieswöchige Mittwochsfrage vom Dodo .

    Gestern bin ich über diese Frage mit Victoria gestolpert. Zur Thematik: Vermutlich haben wir alle, mehr oder weniger, Schubladen in denen bestimmte Figurenstereotype liegen. Meistens wagen wir uns ja hinaus und entwerfen originelle Figuren, was zu zahlreichen wirklich spannenden Geschichten führt (die ich bereits testlesen durfte). Jetzt ist folgendes passiert:

    Mein Prota Soldat/Krieger albert in einer Szene rum, also wirklich ... albern ... *hust*. Es ist witzig, aber es wirkt "out of Space". Abgesehen davon, dass ich da einfach nacharbeiten muss, um das Verhalten nicht so überraschend auf den Leser loszulassen, fragten wir uns, ob man bestimmte Eigenschaften/Verhaltensweisen bestimmten Figurentypen zuschreibt und sich dann "wundert", wenn diese gebrochen werden und dann keinen Bock mehr hat weiter zu lesen, da: Ein Soldat [beliebiger Figurenstereotyp] macht das ja nicht.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, das Soldaten extrem albern sind und das will ich rüberbringen. Andere Stimmen lauten dann: Das wirkt aber unseriös, das ist aber XYZ ... der befehligt doch eine Truppe, wie kann er nur so locker sein ...

    Im Grunde stehen eigene Erfahrungen nun dem Soldatenklischee/Soldatenstereotyp gegenüber, der wohl eher geordnet, unlustig, streng und diszipliniert zu sein hat und somit Leser verschreckt, wenn dieser es nicht erfüllt, owbohl genau das realistisch wäre.

    Ich würde gern Eure generelle Meinung dazu hören. Eure Erfahrungen wissen. Wie geht ihr mit diesen Situationen um? Geht es euch ähnlich?
    Quintessenz: Bla.
    Kontakt: administrator@wortkompass.de

  • #2
    Ich mache das Vorhanden sein von Humor, nicht an Beruf, Geschlecht oder sonstwas fest. Eine ganz andere Sache ist der Charakter. Wenn sich ein sonst ziemlich ernsthafter und ruhiger Charakter benimmt, als hätte er einen Clown gefrühstückt, das heißt, wenn seine humorvolle Seite absolut nicht mit seinem restlichen Charakter stimmig ist (wobei sich jemand je nach Umfeld auch etwas anders verhält, und z.B. im Beruf ernsthafter sein könnte, als privat oder es schon von Person zu Person wechselt. Das sollte berücksichtigt werden), dann wunder ich mich. Aber ich würde einem Soldaten keinen Humor oder auch mal albernes Verhalten absprechen. Es muss nur zu ihm passen. Ein General blödelt dann halt nicht vor versammelter Truppe rum, sondern nur zwischen gleichrangigen oder besonders nahestehenden Leuten.
    Nur wer sein Handwerk mit Herzblut ausführt, kann es gut machen, sonst ist alle Anstrengung vergeblich. Mao Shengli

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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Sehe ich grundsätzlich auch so! Und man albert auch gern mal hirarchieübergreifend rum.

  • #3
    Ich finde es super, wenn solche Stereotypen gebrochen werden; insbesondere, wenn damit eine menschliche Dimension mehr um die Figur herum entsteht.
    Irgendwie scheint es so zu sein, dass manche Stereotypen oder Klischees so in unser "Unterbewusstsein" eingedrungen sind, dass man sie so erwartet, um sie als "realistisch" oder seriös wahrzunehmen.
    Ich saß und sitze manchmal in Tumorkonferenzen, in Fallbesprechungen oder mit einem Kollegen zusammen bei der Arbeit und frage mich dann plötzlich: Wenn ich das so in einem Roman schriebe ... Es würde niemand glauben. Ärzte sind eben auch keine Engel. Sie TUN zwar (fast) alles FÜR ihre Patienten, aber manchmal zischt der Druck, einen Menschen retten oder helfen zu wollen oder die korrekte Diagnose zu finden, über vermeintlich sehr raue Wege raus. Deshalb sind für mich Serien wie Scrubs oder M*A*S*H die viel realistischeren ( = glaubwürdigen) Darstellungen vom Arztsein als Dr House, Grey's Anatomy und In aller Freundschaft oder wie der Käse noch so heißt. Da mögen die Krankheitsbilder noch so detailverliebt recherchiert sein, die Figuren der Ärzte noch so ausklabüstert, ich kauf ihnen das Arztsein, den Arztalltag nicht ab. Es sind Projektionen, wie sich Leute Ärzte vorstellen, weil sie immer schon so dargestellt wurden. - Hab ich das in meinem Pathologenprojekt anders gemacht? Glaube schon. Meine Figur nennt sich selbst einen "Arzt mit Grenzen".
    Ich würde meine Erfahrung nicht der Erwartung eines Lesers unterordnen, der womöglich oder geradezu wahrscheinlich keine Erfahrungen als Arzt hat.
    Daher bevorzuge ich auch albernde Soldaten, mit Modelleisenbahnen spielende Nonnen etc, wenn ich dem Autor abkaufen kann, dass er sich mit dem Soldat-, dem Nonnendasein auskennt.
    Der Grad zur Unglaubwürdigkeit mag manchmal schmal sein, der Übertritt zu einer unfreiwilligen Komik drohen, aber imA spiegelt ein kleines menschliches, scheinbar unpassendes Detail mehr Einsicht in den menschlichen Figuren-Alltag/-Berufsalltag als große herbei recherchierte, rein sach- und aufgabenbezogene Kunstfertigkeiten. Soldaten wollen nicht nur nicht getötet werden, sie arbeiten auch gegen ein Abtöten ihrer psychischen Gesundheit, und sei es durch seichtes Gealber. Ärzte retten nicht nur Menschen, sie retten auch sich selbst, z B durch Gealber. Beispiele lassen sich fortsetzen. Niemand ist nur Soldat, nur Arzt, nur Nonne ...

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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Genau! Dodo, das sehe ich nämlich auch. Das der Stereotyp oft das tatsächliche Bild ablöst und "alle" sich wundern, wieso das jetzt ganz anders ist. Und da dieser Stereotyp repetitiv wiederholt wurde hat er sich als WAHR durchgesetzt, so dass die Realität falsch ist.
      Und es geht auch um genau das, die gesunde Psyche - mit Humor/Galgenhumor wird viel kompensiert.

  • #4
    Ich mag es wenn Stereotype gebrochen werden. Warum auch nicht. Aber recht machen kannst du es doch eh keinem. Der eine wird glücklich sein, weil er sich rillengerecht verhält und der andere wird den Bruch vermissen und umgekehrt.

    Sei es das Elfen-Zwergen-Dream-Team. Der Krieger, der einen Clown gefrühstückt hat, der geschniegelte Anwalt, der Abends in einer Death Metal Band spielt, der "nerdige" Laborassistent mit Hornbrille, der in seiner Freizeit Parcours läuft. Oder der Ego-Shooter-Extrem-Zocker, der seine Liebe fürs Fechten entdeckt.

    ~ We know the songs the sirens sang
    See us dream every tale true ~

    T. Holopainen

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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Das sind alles schöne Figuren

  • #5
    Ich breche gerne Figurenstereotypen, einfach weil echte Menschen (Elfen, Orks und Zwerge ...) ja auch nicht eindimensional und alle gleich sind. Es gibt zudem auch unter Soldaten (oder jeder anderen Berufsgruppe) Vertreter verschiedener Charaktere und sozialer Rollen; den Kasper, den Anführer, den Außenseiter ...

    Wenn das Verhalten einer Figur Lesern als unpassend erscheint, dann kann das auch daran liegen, dass er diese Figur bisher anders wahrgenommen hat. Wenn dein Soldat bisher eher der ernste, grüblerische Typ war und plötzlich einen Witz reißt, dann kann das richtig einschlagen, es wird aber auch dazu führen, dass man stutzt. Ob man nach dem Stutzen etwas als besonders genial empfindet oder als falsch, hängt davon ab, wie extrem eine Figur "aus der Rolle fällt". Wenn dieser neue, unerwartete Aspekt der Figur nicht mit meinem bisherigen Bild der Figur vereinbar ist, dann wirkt das auf mich tatsächlich unpassend.

    Das heißt aber nicht unbedingt, dass der Witz nicht mit deiner Figur vereinbar ist, sondern dass du die Figur eventuell bisher nicht so aufgebaut hast, dass man ihr diese Aktion zutraut. Da würde ich dann überprüfen, ob die Abweichung von ihrer bisherigen Art vielleicht zu extrem ist, oder ob du bisher unbewusst ein zu ernsthaftes Bild von ihr vermittelt hast. Vielleicht genügt es auch schon, die Figur in eine andere Umgebung zu setzten, um ihr verändertes Verhalten glaubhaft zu machen. Ein Offizier kehrt vor seinen Untergebenen vielleicht den harten Hund raus, kann aber unter seinesgleichen der Scherzkeks sein und daheim bei Frau und Kindern wiederum ein totaler Softie.

    Auf keinen Fall würde ich jedenfalls Facetten einer Figur streichen, solange sie dir selbst schlüssig erscheinen, nur weil ein Leser zu festgefahrene Bilder hat.
    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

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    • Vampirwurst
      Vampirwurst kommentierte
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      Braucht man überhaupt einen Erklärbär? Ich glaube fast jeder kennt die Situation, wie locker man ist, wenn man unter sich ist - fern sb von Leuten, die einen beobachten oder beurteilen.

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Wie viel Erklärbär es braucht hängt sicher auch vom Leser ab. Ich persönlich bräuchte z. B. dann einen Erklärbär, wenn sich eine Figur in (vermeintlich) ähnlichen Situationen bisher auf eine bestimmte Weise verhalten hat und nun verhält sie sich auf einmal anders. Da hätte ich dann gerne einen Hinweis, wieso sie das tut bzw. was diesmal anders ist. Oder wenn mir eine bestimmte Verhaltensweise bisher als zwingend präsentiert wurde, z. B. die Figur hat bestimmte Ängste und in einer Situation, die diese Ängste triggern sollte, wird sie durch diese nicht behindert. Dann will ich wissen, warum die Ängste in dieser Situation nicht getriggert werden oder wie die Figur sie im Moment unterdrücken kann. Ich kann akzeptieren, dass sie das kann, aber ich möchte wissen, wie sie das anstellt und generell, dass diese Diskrepanz zwischen ihrer bisherigen Charakterisation und dieser Situation thematisiert wird.

    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Vampirwurst, wie Ankh sagt. Ich denke ebenfalls, dass Situationen die auf den ersten Blick untypisch sind, für den Leser nachvollziehbar motiviert sein sollten.

  • #6
    Mir wäre es wichtig, dass es zu der individuellen Figur passt. Wenn es zu ihm passt, dass er auch albern sein kann, warum nicht? Manche Leute sind eben so und daran ist nichts verkehrt.

    Ich denke auch, eine ganze Berufsgruppe über den Kamm zu scheren, zieht an der menschlichen Wirklichkeit und Gruppendynamik vorbei. Wenn jeder Soldat bierernst wäre, wäre das ein verdammt trauriger Haufen und das würde auf Dauer wohl nicht funktionieren. Soldaten müssen ja miteinander auskommen und sich aufeinander verlassen können (nehme ich an), dazu braucht es ein Mindestmaß an menschlicher Verbindung. Menschliche Verbindung erreicht man nicht mit Ernst und Sachlichkeit. Vertrauen ist keine Sache des Verstandes. Also müssen da noch andere Eigenschaften und Empfindungen ins Spiel kommen.

    Grundsätzlich halte ich einen Soldaten, der auch mal albern ist, für unproblematisch. Es sollte halt zum Ton der Figur, der Geschichte und der Situation passen, wie genau sich diese Albernheit oder anderweitiger Frohsinn äußert.

    Außerdem, so am Rande, gibt es nicht Soldaten mit einem leichtlebigem Charakter in Film und Fernsehen? Ich guck sowas selten, aber würde spontan behaupten das gibt's.
    Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
    to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
    A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
    You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Absolut @menschliche Wirklichkeit und Gruppendynamik.

      Mir fällt nur eine Situation aus "Gladiator" ein, wo Ralf Möller so tut, als wäre er vergiftet worden. Ziemlich lustig und wie ich damals fand auch erstmal aus der Stimmung gerissen, aber für mich hatte es funktioniert.

  • #7
    Ich finde es auch wichtig und richtig, Figurenstereotypen zu brechen, aus all den Gründen, die Ihr schon genannt habt. Dem kann ich nichts hinzufügen.

    Aber es gibt auch Momente, in denen man mal in die Stereotypenschublade zurückgreifen darf und vielleicht sogar sollte. Spontan fällt mir dazu ein:

    Wenn man den Lesefluss nicht unnötig unterbrechen will. (Kriminaloberkommissarin-Protagonistin hat gerade in dem Moment, in dem sie im Supermarkt an der Bäcker-Theke ansteht, den Geistesblitz, wie sie den Mörder überführen könnte, und will deshalb den Einkauf so schnell wie möglich hinter sich bringen. Wenn man dann jetzt anfängt die Bäckereifachverkäuferin ungewöhnlich zu gestalten, dann nimmt das den Drive der Szene raus. Die Verkäuferin darf hier eine Klischee-Pappfigur sein.)

    Oder um die Nicht-Stereotypen noch stärker herauszuarbeiten - denn dann brauche ich Stereotypen als Hintergrundrauschen. (In einer Welt, in der alle orange Haare haben, ist es nicht mehr ungewöhnlich, wenn mein Prota aussieht wie Pumuckl.)

    Und ja, auch um gewisse Erwartungshaltungen der Leser_innen zu bedienen. Wir brauchen - als Menschen im realen Leben und auch als Leser - immer etwas Vertrautheit in unserer Welt, um uns darin zurechtzufinden. Figuren, die in jeder Hinsicht nur ungewöhnlich sind, bleiben uns fremd. Um mal weltatlas Beispiel aus dem ersten Post aufzugreifen: ich finde, ein Soldat wird menschlicher und vielschichtiger, wenn er auch mal rumalbert. Wenn er aber zusätzlich noch Vegetarier ist, kein Bier mag, gerne abends am Feuer Taschentücher bestickt, in seiner Freizeit philosophische Werke liest und davon träumt, im Alter eine Pudelzucht aufzubauen, dann wird er unrealistisch. Ein paar stereotype Eigenschaften braucht der Kerl, sonst erkennt man ihn nicht mehr als Soldaten.
    Always avoid alliteration.

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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Ja, wobei amüsieren ja relativ ist, denn es gibt ja tatsächlich diese Ausnahmeerscheinungen im Extrem und da denke ich, dass sich daraus diese Stereotype rekrutieren. *Flecktarnschlafanzug versteck*

    • Zwielicht
      Zwielicht kommentierte
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      Nachtrag: Dass solche Stereotype gebrochen werden – auch und gerade bei Soldaten-Figuren – ist ja nichts Neues. Ich denke, speziell nach Kriegseinsätzen kennen die meisten vor allem auch den sensiblen (manchmal noch sehr jungen) und dann den traumatisierten Soldaten.

      Aber sensibel und traumatisiert kriegen die meisten bei Soldaten (oder Ärzten) einfacher auf die Kette als albern. Krieg, Krankheit und Tod als Alltagsgeschäft – da liegt das Trauma nahe, der comic relief dagegen wirkt verstörend. Dabei ist es so ne gesunde Art, damit umzugehen ...

    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Das stimmt absolut. Humor rettet die Psyche, kann ich unterschreiben.

  • #8
    Ich finde alberne Soldaten auch glaubwürdig, denn das verdrängt die Todesgefahr und man würde nicht funktionieren.
    Wenn man aber auch die Schattenseiten des Krieges zeigt, ist alles okay.

    Stereotype sollten durchaus durchbrochen werden, wenn sie glaubwürdig bei, bei einem Soldaten wirkt das Albern sehr glaubwürdig.

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    • weltatlas
      weltatlas kommentierte
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      Ja, fand ich auch. Danke.

      Und klar, es ist natürlich ein starker Kontrast zu den Schattenseiten.

  • #9
    Ich dachte auch daran, dass es wahrscheinlich daran liegt, dass es vorher nie angedeutet wurde. Mit Figuren ist es sicher auch wie mit allen anderen Themen im Roman. Der Leser erwartet, dass Dinge nicht unerwartet kommen, sondern sich vorher ankündigen.
    Wenn ein Charakter also mit dem Stereotyp bricht, ist es leichter das zu aktzeptieren, wenn es vorher bereits irgendwo mitschwingt. Das kann je nach Konstelation etwas komplett unterschiedliches sein, eine Beschreibung, eine Siutation die das Thema bereits anschneidet, ein Gegenbeispiel... Einfach etwas, damit es beim Leser klick macht und er direkt mekrt: ach deshalb war das damals so und so.

    Generell sollten Stereotype niemals Stereotype bleiben. Das Abweichen vom Standard macht einen Charakter doch eigentlich interessant, dass er eben nicht in eine Schublade passt. Ich mag in sich wiedersprechende Charaktere
    Aber man sollte sich überlegen vorher die entsprecchenden Hinweise und Andeutungen auszulegen, damit der Leser nicht komplett überrumpelt wird. Diese Hinweise müssen ja nicht ienmal bewusst aufgenommen werden.
    Ich finde rumablern jetzt nämlich überhaupt nicht schlimm und würde mich per se auch nicht stören, es wäre für mich aber sicher genauso überraschend, wenn es vorher wirklich keinen Hinweis darauf gegeben hätte.

    Bei meinen Texten fällt mir sowas selbst auch nicht auf.
    Ich hatte letztens eine ähnliche Situation, die keine Stereotypen betreffen, aber möglicherweise auf den selben Problem basiert.
    Ein Charakter hat für den Leser scheinbar plötzlich über Probleme mit seiner Freundin gesprochen. Für mich war das total klar, dass er nicht der Typ ist, der sonst darüber redet. Die Freundin kam auch vor, sodass hätte klar sein müssen, dass sie existiert. Die Rückmeldung war aber trotzdem, dass es komisch war, dass das Problem scheinbar aus dem Nichts hochkommt. Mir war also klar, dass ich das vorher also andere Charaktere das Thema "Freundin" zumindest mehrmals anschneiden müssen, damit der Leser da nicht überrumpelt wird.

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