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  • Dodo
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    Peter Das eigene originelle Fähnchen sollte schon in Windrichtung flattern, wenn man übersetzt werden, es nicht extra schwer und eine nennenswerte Auflage haben möchte. Schätz ich.

    Ich hab eben meinen Sohn (10) gefragt, wie ich wohl mit meiner Schreiberei in USA Erfolg haben könnte. "Schreib auf englisch." - Es kann alles so einfach sein.

  • Peter
    kommentierte 's Antwort
    Vielleicht sollten wir nicht auf US-Verleger zeigen. Die deutschen Unternehmen sind doch die Schwergewichte auf dem Markt und stellen mit Random House den größten Akteur auf dem amerikanischen Markt.

    Ansonsten gebe ich dir recht. Ich sehe eher das, was als "U-Literatur" läuft, in den amerikanischen Buchhandlungen.
    Bedeutet ein "an sich arbeiten" in dem Falle nicht auch ein "write to market", das doch hier bei uns so sehr verschrien ist?

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Ob sich Moers auf Keller, Hoffmann etc bezieht, ist dem amerikanischen Leser schnuppe. Er will Unterhaltung, die er versteht, und das kann Moers. Und sein Übersetzer offenbar auch.
    Aber möglicherweise ist das ein Rezept für den Erfolg? Nimm ein altes deutsches (vielleicht sogar gähnend langweiliges) Buch und schreib es mit Drachen neu? Ich glaube nicht, dass das für den Erfolg reicht, kann es aber weder belegen noch widerlegen.

  • Dodo
    antwortet
    Vielleicht sollte man weniger mit dem Finger auf US-Verleger zeigen, die es aufgrund der Riesigkeit ihres englischsprachigen Absatzmarktes tatsächlich nicht nötig hätten, auch nur ein fremdsprachiges Werk zu übersetzen (und sie tun es trotzdem), sondern sollte an sich selbst arbeiten. So verstehe ich die Eingangsfrage.
    Was zeichnet denn die deutsche Literatur/Belletristik aus? Zum einen die, die den Weg auf den anglophonen Markt geschafft hat (und da glaube ich nicht an die E-Literatur-Behauptung von 2002), und zum anderen die, die heulend über den Atlantik winkt und trotzdem nicht übersetzt wird?

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  • In-Genius
    antwortet
    Ich hab null Ahnung von Buchmärkten.

    Aber ich möchte die unterschiedliche Kultur bzw. Umstände zwischen Amerika und Deutschland, bzw dem englischen und dem deutschprachigen Raum anpieken. Die Haltung gegenüber fremden Ländern, fremden Sprachen und fremdem Kulturgut ist recht unterschiedlich zwischen den beiden. Gerade die amerikanischen Medien sind manchmal sehr ... auf sich selbst bezogen, um das mal vorsichtig auszudrücken. Es gibt diesen netten Date-Witz in amerikanischen RomComs, dass es zu hochgestochen ist in einen fremdsprachigen Film zu gehen und dass solch ein Film zu einem schrecklichen Date führen muss. Das ist natürlich ein Witz und Klischee, aber da es als Witz funktioniert heißt, dass das amerikanische Publikum diese Prämisse als "wahr" verstehen kann. Wenn also von einer sozial breiten Masse zumindest zu einem Teil angenommen wird, fremdsprachiges Kulturgut ist zu hochgestochen für den Normalsterblichen - Warum sollten die Medienhäuser dann annehmen, viel davon zu verkaufen?

    Im deutschsprachigen Gebiet ist diese Haltung anders. Wir verstehen vorallem englisch-sprachiges Kulturgut nicht als zu hochgetsochen, sondern als normal, oft sogar als besser als deutschsprachiges Kulturgut. Mit solch einer Haltung ist klar, dass Medienhäuser Importen offener gegenüberstehen.

    Ich möchte auch darauf hinweisen, dass deutschsprachiges Kulturgut und englisches Kulturgut nicht gleich ist, damit meine ich die Art und Weise wie und was und warum erzählt wird. Mit den oben sehr breit beschrieben (und natürlich im Detail recht unterschiedlich ausgelebten) Haltungen sind solche Unterschiede im Handwerk mal mehr und mal weniger gut zu vermarkten.
    Für ein Publikum, dass den Konsum von Kulturgut aus einem fremden Land als hochgestochen betrachtet, kann es schwierig sein sich auf andere Erzählmuster etc einzulassen - und gleichzeitig kann genau das der Anklang sein, nur eben nicht für die gleiche Untergruppe dieses Publikums. Wer gern seichte, vorausschaubare Literatur liest, um sich mit ein bisschen Schmunzeln und Schmachten vom Alltag abzulenken, will sich nicht unbedingt auf Erzähltraditionen einer anderen Kultur einlassen. Jemand anderes will genau das erleben, Geschmäcker sind ja verschieden.
    Im deutschsprachigen Gebiet auf der anderen Seite sind wir so sehr an englische Erzähltraditionen gewöhnt, dass uns die Unterschiede kaum auffallen. Wir sind damit sozialisiert und wissen, was wir zu erwarten haben.
    Ein gutes Beispiel um sich vor Augen zu halten, wo hier Unterschiede liegen können, ist zum Beispiel Humor. Das ist erstens schwierig zu übersetzen ganz generell und zweitens sind die beliebten Arten von Humor zwischen den USA, UK und Deutschland sehr unterschiedlich und nicht zwingend kompatibel (von persönlichen Präferenzen jetzt einmal abgesehen). Da funktioniert auch die Übersetzung zwischen den USA und UK nicht immer gut, obwohl beides Englisch ist.

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  • Peter
    antwortet
    Ich gebe Milch recht, es ist sehr schwierig auf dem amerikanischen Buchmarkt Fuß zu fassen und Verlage in Deutschland kaufen gerne englischsprachige Blockbuster (oder skandinavische Krimis ).

    Allerdings gibt es auch den Trend, dass erfolgreiche deutsche SPler ihre Bücher auf eigenes Risiko übersetzen lassen. Die meisten, die ich kenne, in Hard Science Fiction. Der erste, der mir hier einfällt ist Brandon Q. Morris, der auch recht erfolgreich in den USA ist.
    Bei Philipp Peterson bin ich mir unsicher, ob er sie in Auftrag gegeben hat, oder die Übersetzung durch amazon publishing erfolgt ist.

    Außer den bereits genannten sehe ich immer noch einiges von Cornelia Funke in den Buchläden.

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  • Milch
    antwortet
    Ich denke, die Zahl dürfte sich nicht sonderlich erhöht haben.
    150 ist schon eine kleine Zahl. Man nehme nur alle Bücher, die auf solchen Longlists von Preise wie den Deutschen Buchpreis, Delia oder Seraph stehen, da dürfte man schon auf 150 kommen. Im gleichen Jahr wurdem 3782 aus dem Englischen ins Deutschen übersetzt, also UK, USA und Australien, Kanada, ungefähr 460 Millionen Menschen, der deutschsprachige Raum ungefähr 100 Millionen.
    Die Zahl der englischer Bücher, die ins Deutsche übersetzt wurden, sind deutlich höher, gerade was den Anteil an Bestseller betrifft.

    In den USA gibt es keine Berufsschulen, Krankenschwester machen eine Ausbildung in Deutschland, anderswo studiert man es. Ein Facharbeiter in Deutschland ist nicht schlechter ausgebildet als manch College-Student.

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  • Alys II.
    antwortet
    Eine einzelne, in den Raum geworfene und absolute Zahl wie 150 hat keine Aussagekraft. Ist das viel oder wenig? Abgesehen davon finde ich es wenig professionell, 2019 mit Zahlen von 2002 zu argumentieren.

    Interessant wären relative Zahlen.
    Wie viele Bücher werden pro Jahr in den USA veröffentlicht, und welcher Anteil davon wird ins Deutsche übersetzt?
    Und wie viele Bücher werden pro Jahr in Deutschland veröffentlicht, und welcher Anteil davon wird ins Amerikanische übersetzt?
    Was sagen diese Zahlen bezogen auf die Bevölkerungszahlen der beiden Völker aus?
    Spiegelt ein eventuelles Ungleichgewicht in den Verhältnismäßigkeiten nicht vielleicht auch einfach nur den Anteil der Autoren an der Gesamtbevölkerung wieder? (Der in den USA höher sein dürfte. Die Akademikerquote dort liegt bei ca. 40%, in Deutschland nur bei etwa 17%.)
    Und warum vergleichen wir spezifisch nur den amerikanischen und den deutschen Markt, und nicht den englischsprachigen und den deutschsprachigen? (Ich rieche hier ein bisschen die Unterstellung heraus, dass der amerikanische Markt alles dominiere. Dabei finden sich in den Top 10 der erfolgreichsten Autoren aller Zeiten mehr Briten als Amerikaner.***)

    ***Wen's interessiert:
    1.) William Shakespeare (Engländer/Brite)
    2.) Agatha Christie (Britin)
    3.) Barbara Cartland (Britin)
    4.) Danielle Steel (Amerikanerin)
    5.) Harold Robbins (Amerikaner)
    6.) Gerorges Simenon (Belgier)
    7.) Enid Blyton (Britin)
    8.) Sidney Sheldon (Amerikaner)
    9.) JK Rowling (Britin)
    10.) Gilbert Patten (Amerikaner)

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  • Milch
    kommentierte 's Antwort
    Moers ist auch schon sehr deutschsprachig, er bezieht sich auf den Schweizer Autoren Keller.
    Schätzing war nicht sehr erfolgreich in den Staaten.
    Überraschend sind die Skandinavier, auch wenn die Geschichten in Stockholm und so spielen.Ein Mann namens Ove war in einem Jahr das erfolgreichsten Buch der USA war.

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    Ah, verstehe. Wer auf den amerikanischen Markt will, könnte ein Problem haben, weil die Konkurrenz immens ist und nicht extra übersetzt werden muss.
    Philip Kerrs Berlin-(mindestens-Tri)logie braucht nicht einmal einen deutschen Autor.
    Walter Moers schreibt universelle Fantasy.
    Schätzing schreibt auch eher weltumspannend.
    Und karibische Autoren schreiben schon englisch und sind trotzdem exotisch.

    Wer auf den amerikanischen Markt will, muss ihn bedienen - und braucht einen begnadeten Übersetzer, den man zuvor mit dem eigenen Text um den Finger wickeln muss. Wäre so mein einfacher Gedankengang dazu.

  • Ankh
    kommentierte 's Antwort
    Ich weiß nicht, ob das immer noch so läuft, aber was amerikanische Bücher angeht, wurden die oft im "Paket" von den amerikanischen Verlagen gekauft. Ihr wollt den neuesten Stephen King in DE auf den Markt bringen? Okay, dann kauft auch noch Nonameautor X, Y und Z dazu, und wir haben einen Deal. X, Y und Z sind keine besonders tollen oder wichtigen Autoren oder Werke, aber sie wurden halt übersetzt und herausgebracht, wenn man sie schon gekauft hat. Und so haben wir ein bunteres, aber auch nicht unbedingt repräsentatives Spektrum an US Literatur (und auch viel Schund), als das umgekehrt der Fall ist, wo sich der US-Verleger einfach die Rosinen der deutschen Veröffentlichungen herauspickt.

  • Milch
    kommentierte 's Antwort
    Es geht nicht um Jammern, sondern a um zeigen, wie schwierig es ist, auf den amerikanischen Markt zu kommen. B geht es darum, was wir besser machen können, um die Chancen zu erhöhen. Vielleicht ist es eher hinderlich, einen amerikanischen Schauplatz zu wählen. Vielleicht ist für die Amis Deutschland sogar exotisch. Und vielleicht reicht es nicht aus, amerikanische Konzepte einzudeutschen, denn darauf haben die Amis nicht gewartet.

  • Dodo
    kommentierte 's Antwort
    E ist "ernst", U ist "Unterhaltung". Ich halte von der Dichotomie nichts und hab sie bei mir anders internalisiert Ich weiß auch nicht, wer die Bücher in E und U teilt, für mich ist es egal.


    Milch Genau. Barbados hat wenig Schriftsteller, aber könnten die nicht genauso jammern wie die armen deutschen Schriftsteller, die nicht auf den amerikanischen Markt kommen? Im Vergleich zu dem englischsprachigen Angebot spielen deutsche oder polnische oder oder oder Schriftsteller leider keine große Rolle. Sind sie besonders spannend, wie Moers oder Kutscher, dann finden sie den Weg.
    Umgekehrt erreicht uns eine große Menge "anderer"* englischsprachiger Literatur nicht. Wie viele Autoren, die BlPoC oder Native Americans/First Nations etc sind, wurden ins Deutsche übersetzt? Der nordamerikanische Buchmarkt ist verdammt bunt, wenn man mit offenen Augen durch die dortigen Buchhandlungen bummelt, und es findet in Sachen Übersetzung eine nicht immer geschickte Auslese statt. In beiden Richtungen.
    *die so anders nicht ist, nur den Blickwinkel vielleicht in eine interessantere Position rückt

  • SaKi
    kommentierte 's Antwort
    Kann mir jemand kurz erklären, was E-Literatur und was U-Literatur sind?

  • Milch
    kommentierte 's Antwort
    Wie viele Menschen leben in Barbados? Wie viele Schriftsteller haben sie?
    Ich weiß nicht, ob ihnen Perlen entgehen, die nicht übersetzt werden. Vielleicht haben wir aus der U-Literatur zu wenig, was zu übersetzen lohnt, zu wenig originell, zu sehr amerikanischer Schauplatz. Es gibt den Ende, der wurde natürlich übersetzt. Es gibt den Walter Moers, auch übersetzt. Bei Kai Meyer bin ich mir nicht sicher.
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