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Longseller/ Bestseller

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  • Longseller/ Bestseller

    Wollt ihr lieber einen Longseller als einen Bestseller schreiben oder umgekehrt oder beides gleichzeitig?
    Was ist für euch ein Longseller und was ein Bestseller?
    Glaubt ihr, dass es sich beides überschneiden kann?
    Was denkt ihr, gibt es Grundlagen, die sich vom Schreiben eines Longseller-Romans von einem Bestseller unterscheiden?
    Für einen Longseller muss das und das erfüllt sein.

  • #2
    Longseller umfasst Themen die wohl immer präsent sind und wohl auch universeller, als die eines Bestsellers, der morgen wieder vom Ladentisch verschwunden ist. Allerdings kann man nicht ausschließen, das aus Beststeller auch ein Longseller wird, wenn dieser eben Themen behandelt, die über Jahre/Jahrzehnte aktuell bleiben.
    Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken. [K. Krause]

    Kontakt: administrator@wortkompass.de

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    • #3
      Ich möchte Geschichten schreiben, die beim Leser hängen bleiben. Es gibt Geschichten und Kunstwerke, da erinnert man sich auch Jahre später dran, da sieht man das Cover oder hört ein Detail und weiß sofort wieder, worum es geht und was es einem beim Lesen bedeutet hat. Dafür muss man natürlich Themen finden und eine Erzählweise haben, die Menschen berühren und animieren.
      Ich will also eigentlich Klassiker schreiben, Geschichten, die immer etwas sagen oder etwas Neues im Schreiben entdecken. Ob mir das mit einer meiner Geschichten gelingen wird, steht auf einem anderen Blatt. Und auch, ob das zu Lebzeiten gelingen wird (Historie ist da nicht sehr Freund von).
      Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
      to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
      A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
      You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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      • #4
        Longseller und Bestseller sind klar definierte Begriffe. Da gibt es kein "was es für mich" bedeutet.

        Und es sind Begriffe, die zwei Arten von Verkaufserfolg voneinander abgrenzen, was eine Überschneidung ausschließt - gut, man kann vielleicht argumentieren, dass der Moment, in dem ein Bestseller zum Longseller wird, ein Überschneidungspunkt ist.

        Da sich beide Begriffe lediglich auf den Verkaufserfolg beziehen haben sie mit dem Inhalt des Buches nichts zu tun. Es gibt also auch keinen Punktekatalog, der zu erfüllen wäre, um einen Best- oder Longseller zu schreiben. (Wenn das so einfach wäre, dann würde ja jeder so schreiben.)

        Wenn ich rein vom finanziellen Erfolg ausgehe, dann möchte ich natürlich Longseller schreiben. Aber es ist sowieso naiv, aus finanziellen Gründen schreiben zu wollen, also fällt auch dieses Argument für mich weg. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich mit anderen Dingen.
        Always avoid alliteration.

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        • Milch
          Milch kommentierte
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          Meinst du nicht, dass es Charakterien dafür gibt, wie man eher ein Longseller hinbekommt.
          Sind nicht die meisten Longseller nicht auch Bestseller gewesen? (Bestseller sind all die Bücher, die auf der Bestsellerliste stehen.)
          (Die Mitte der Welt war kein direkter Bestseller, aber wurde zu einem Longseller.)
          Welche Bestseller werden zu Longseller, welche werden es nicht?

        • Alys II.
          Alys II. kommentierte
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          Nein, denke ich nicht.
          Ein Longseller kann ein Buch sein, das durch Qualität überzeugt.
          Es kann aber auch ein Buch sein, dass die Leute immer wieder Anlässen kaufen (z.B. die Bibel, die jeder Konfirmant geschenkt bekommt. Oder die Jubiläumsausgaben von Harry Potter oder Herr der Ringe, die man kauft, obwohl man das Buch schon im Regal stehen hat.).
          Oder ein Buch, für das einfach nur gutes Marketing gemacht wurde ("Die Säulen der Erde" wurde erst zum Verkaufsschlager, als Oprah Winfrey es in ihrer Show gelobt hat - das Buch war schon rund 10 Jahre zuvor erschienen.)
          Oder ein Buch, dessen Verkauf erst langsam Fahrt aufnimmt, weil der Autor mit einem späteren Werk Erfolg hatte und die Leute dann neugierig werden auf seinen Erstling ("Plantation Trlogy" von Gwen Bristow, die erst richtig erfolgreich wurde, nachdem sie mit "Jubiliee Trail" einen Bestseller gelandet hatte.)
          Oder es hat Kultstatus, weil es so gnadenlos schlecht ist. (Wie die Werke von William McGonagall.)
          Ergo: es gibt viele Gründe, warum ein Buch zum Longseller wird. Selbst mittelmäßige und schlechte Bücher können zu Longsellern werden. Also gibt es keine literarischen Charakterien, an denen man das festmachen könnte.

        • Milch
          Milch kommentierte
          Kommentar bearbeiten
          Die Säulen der Erde waren eigentlich schon immer ein Bestseller, vielleicht nicht unbedingt in den USA.
          Gwen Bristow kenne ich nicht.
          Vielleicht kann man schreiben, dass Bücher auffallen müssen, sprich sie müssen sich unterscheiden.

      • #5
        Gäbe es verlässliche Vorgaben, wie man Best- oder Longseller verfasst ... Mein Gott, was verplempern wir unsere Zeit mit Brotjobs! Wir haben Long- und Bestseller zu schreiben.

        Es gibt ein witziges Büchlein namens der Bestseller-Code, in dem kluge, faktenbasierte Dinge stehen - die aber in ihrer Logik und Konsequenz in meinen Augen mehr als seltsam sind, wie die Wortzahl Einfluss hat, wie oft das Wörtchen "he" vorkommt etc. Aber auch ganz griffigere Faktoren: Bestseller enthalten max. vier Themen, Nicht-Besteller sechs. Regelmäßige Taktung der Sätze. Wenig Sex (!) (ja, es waren amerikanischen Computeranalysen; 50SoG war die Überraschung). Happy End. Letztlich: welche Worte stehen wie in welcher Reihenfolge, Happy end. Großartige Erkenntnis, jetzt von KI untermauert (*ironie aus*). (Ich habe das Buch nur überflogen).

        Die Gründe, die Alys II. angeführt hat, erscheinen mir dennoch logischer als eine stumpfe computerbasierte Wortklauberei. Menschen zählen beim Lesen nicht "he" oder "she".

        Ich will einfach nur die Geschichten erzählen, die aus mir herauswollen, und ich möchte sie in eine für viele lesbare Form bringen, ohne mich zu verrenken. Natürlich wünsche ich mir Erfolg. Longseller wär mir lieber, aber hey, die Zeit ist schnelllebig. Sollte ich meine MS mal an Mann*Frau bringen, dann freu ich mich, egal ob es hundert oder hunderttausend Leser werden.

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        • Milch
          Milch kommentierte
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          An solche Programme glaube ich auch nicht.
          Ja, man muss den Zeitgeist finden. Oder besser den kommenden Zeitgeist erkennen, der sich noch in der Nische versteckt.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Wobei Zeitgeist dabei eher einen Fastseller oder - mit Glück - Bestseller stützt (OK, würd mir reichen). Schnell was nachschieben, wäre dann die Devise. Auch eher schablonenhaft.

        • Milch
          Milch kommentierte
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          Nicht auf einen Trend aufspringen, sondern ihn vorher erfühlen. Den Zeitgeist prägen, statt den Zeitgeist hinterher hecheln.

      • #6
        Es ist faszinierend, wie manche Bestseller wie "Ich denke oft an Piroschka" im großen und ganzen vergessen werden, wobei es eigentlich hilft, verfilmt zu werden.
        Kinderbücher haben es leicht zum Longseller zu werden.
        Zuletzt geändert von Milch; 12-01-2019, 17:11.

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        • weltatlas
          weltatlas kommentierte
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          Daher lese ich wohl nur sog. Klassiker, da ich kein Schrott lesen will ... was dennoch nicht auszuschließen ist.

        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Ich sag ja nicht, dass Nicht-Klassiker Schrott sind. Ich sage, dass das Risiko bei einem Experiment (unbekannter Autor, unbekanntes Buch) höher ist. Gibt "prominente" Beispiele. Also ... eins fiele mir sofort ein.
          Na klar gibt es tolle neue Bücher! Habe nicht Gegenteiliges behauptet.

        • Sodalith
          Sodalith kommentierte
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          Na gut, dann kann ich doch verstehen, warum Kinderbücher da was Besonderes sind.

      • #7
        Interessante Frage und "Longseller" war mir bislang gar kein Begriff.

        Natürlich würde ich mich freuen, einen Bestseller zu schreiben (wer nicht? ), wenn ich mich aber entscheiden müsste/könnte, würde ich Longseller vorziehen. Es wäre für mich ein Zeichen, dass der Inhalt nicht nur kurzfristig interessant sei, sondern über flüchtige Trends hinaus Interessierte ansprechen zu können.
        Wobei es dann auch fraglich ist, auf welchen Bestsellerlisten man erscheint - nicht jede orientiert sich tatsächlich an der Nachfrage.
        "Lasst uns ohne Vorurteil urteilen." (Kant)

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        • #8
          Vermutlich wäre es mir lieber, einen Longseller zu schreiben. Wichtiger wär mir aber, das Leser mein Buch immer wieder mal aus dem Buchregal nehmen (und wenns nur alle paar Jahre ist), ihm liebevoll über den Buchrücken streichen und zu lesen beginnen, als würden sie einen alten, liebgewonnenen Freund wiedersehen. Das es einen festen Platz in ihren Herzen hat. Dafür ist der Erfolg des Buchs dann auch zweitrangig.
          Ich entwickel langsam eine Art Verfolgungswahn. Verfolgt von Ich-sollte-doch-schreiben.

          Storytelling is the power to connect people to what you care about. Anand Varma

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          • Nachtmahr
            Nachtmahr kommentierte
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            Genau Dodo. Ich hab einige Bücher im Regal stehen, die mir viel bedeuten. Nicht nur wegen den Geschichten die sie enthalten, sondern auch wegen damit verbundenen Erinnerungen. Solche Bücher zu lesen tut gut.

          • Alys II.
            Alys II. kommentierte
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            Ein Bekannter von mir hat aus genau diesem Grund in jedes Buch, das er gelesen hat, vorne reingeschrieben, wann er es zum ersten Mal gelesen hat und in welchem Zusammenhang. Nur ganz kurz, sowas wie "Mai 2016, wunderschöner Urlaub mit XXX in YYY". Ich habe es nicht übernommen, aber ich fand die Tradition schön. Weil man sich dann eben noch besser erinnert, wenn man das Buch wieder rausholt.

          • Nachtmahr
            Nachtmahr kommentierte
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            @Alys II
            Eine wirklich schöne Tradition.

        • #9
          Bei einigen Longsellern muss man bei den Verkaufszahlen auch etwas aufpassen, da sie nicht vollständig auf Freiwilligkeit basieren. Einen guten Anteil an der Schaffung von wahren Longsellern hat die Auswahl als Schullektüre.

          Der Fänger im Roggen verkauft sich auch heute noch mit etwa 250.000 Kopien pro Jahr und ist stets unter den top 5 der Schullektüren (in den USA).
          Vielleicht würden auch heute noch unzählige Teenager die Thalia Läden stürmen und Kabale und Liebe, die Räuber, den Werther, die Minna, den Besuch der alten Dame, .... aus den Regalen zerren. Vielleicht aber auch nicht.
          Kabale und Liebe liegt bei einem Verkaufsrang von etwa 300, alleine bei amazon und nur in einer einzigen Ausgabe. Wer hat schon mal jemanden sagen hören: also dieses Kabale und Liebe von dem Schiller, das liegt schon ziemlich weit oben auf meiner WuLi, hoffentlich kommt bald das Weihnachtsgeld?
          Zuletzt geändert von Peter; 19-01-2019, 16:23.
          I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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          • Dodo
            Dodo kommentierte
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            Als Schullektüre enden ...
            Wird nie passieren, aber der Gedanke, Generationen von Schülern mit dem eigenen Gebräu zu ... beschäftigen ... ... hat was.

          • Milch
            Milch kommentierte
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            Dann lieber Tschick. Wobei ich den Dürrenmatt mochte. Mit Schiller kann ich nichts anfangen, aber die Schillerstücke werden immer noch an Theatern gespielt.

          • Alys II.
            Alys II. kommentierte
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            Mit Schiller kann ich sogar viel anfangen. Weitaus mehr als mit Goethe.
            Trotzdem gebe ich zu, dass meine Werke als Pflichtschullektüre enden ist ... kein schöner Gedanke.
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