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Teenagerverhalten in Teenagerromanen

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  • Teenagerverhalten in Teenagerromanen

    Ich hatte gerade eine Unterhaltung über das Verhalten von Jugendlichen in den üblichen YA-Genres. Da ich über dieses Alter doch schon ein bisschen hinaus bin, stelle ich immer wieder fest, wie unpassend ich einige Verhaltensweisen von Figuren finde, die da als völlig normal dargestellt werden und auch nicht innerhalb der Geschichte hinterfragt werden.

    Zum Beispiel Freundschaften, bei denen die Protagonistin (meistens sind es Mädchen) im Zentrum steht: Alle um sie herum kümmern sich nur um ihre Probleme (wenn sie denn darüber sprechen will, manchmal sitzt sie auch da und vergräbt alles in sich, beschwert sich aber trotzdem, dass sie niemanden hat, der ihr zur Seite steht), aber die anderen aus dem Freundeskreis haben entweder nie auch nur ein eigenes Problem, oder es wird eher quasi im Vorbeigehen abgehandelt. Nebenfiguren sind nie verliebt, haben fiese Eltern oder sind die Auserwählten irgendwelcher Prophezeihungen. Die Protagonistin strengt sich nie für ihre Freunde an, oder verbringt auch mal nur eine Szene damit, sich deren Gejammer anzuhören. Die "Freundschaft" ist eine extrem unausgeglichene Angelegenheit.

    Was haltet ihr davon? Kann man das beiseite wischen und sagen, okay, in dieser Geschichte geht es eben um die Prota, alles andere würde nur vom Plot ablenken und findet zwischen den Geschichte statt? Oder wird da eine egozentrische Sichtweise vermittelt, der man als Autor kritischer gegenüberstehen sollte?

    Ein anderes Problemfeld ist Kommunikation. Nötige Aussprachen finden schlicht nicht statt, ohne dass ein vernünftiger Grund genannt wird. Die beiden Parteien sind eigentlich befreundet/verbündet, und ansonsten wird die Beziehung als duchaus vertraut und tragfähig geschildert. Trotzdem werden bis zur vorletzten Seite Dinge verheimlicht, die eigentlich auf Seite 20 schon mindestens den Sideplot in Wohlgefallen aufgelöst hätten, und das Gefühl bleibt zurück, dass hier nur künstlich Drama erzeugt wurde, wo halt ein sinnvoller Konflikt fehlt. Bonuspunkte, wenn sich die Parteien dann noch kurz vor der Klimax wegen irgendwelchen Nichtigkeiten zerstreiten.

    Ist das typisches Teenieverhalten? Wenn ja, soll das deswegen authentisch abgebildet werden? Oder sollte man als YA-Autor versuchen, eine vernünftige Kommunikationskultur zu zeigen, an der sich Teenager ein Vorbild nehmen können, auch wenn sie vielleicht "zu erwachsen" rüberkommt?

    Ich habe den Eindruck, es wird sich unter Autoren eine Menge Gedanken gemacht, wie in Liebesbeziehungen Gleichberechtigung und ein gesunder Umgang miteinander dargestellt wird, aber beim Thema Freundschaften werden solche Verhaltensweisen einfach akzeptiert und munter weiter als Klischees kultiviert.

    Fühlt ihr euch als Autoren damit unwohl und versucht, diese Klischees aus euren Werken zu verbannen? Oder sind das einfach Elemente des Genres, die die Leser wollen und deshalb bedient werden?
    If I could read your mind love
    What a tale your thoughts could tell
    Just like a paperback novel
    The kind the drugstore sells
    -- Gordon Lightfoot "If you could read my mind"

  • #2
    Ich denke, dass Leser daran gewöhnt sind und es (in diesem Genre) so akzepzieren. Autoren waren ja vorher auch Leser; und man schreibt ja was mal liest/liebt. Und so reproduziert man so was wieder.

    Ich bekomme aber häufig mit, dass sich Leser/Blogger darüber erfreuen, wenn sich eine Romanze (egal ob YA oder NA) nicht diesen Klischees bedienen – andere beschweren sich über die dargestellten toxischen Beziehungen.

    Ich arbeite mit einigen YA-Autorinnen Anfang zwanzig zusammen. Mir kommt es schon vor, dass man stärker in der eigenen Sicht gefangen ist – aber auch Erwachsene denken auch mal, dass andere fies zu einem sind und einen allein lassen, obwohl es nicht der Fall ist. Und im Roman stellt man diese Ungerechtigkeit, die man subjektiv empfindet, überspitzt da. Ich finde es nachvollziehbar. Als ich 14 war, fand ich meine Mama auch voll gemein!
    Wenn ich die Autorinnen darauf anspreche, dass die Protas uneinsichtig/egozentrisch/narzisstisch wirken, sind sie überrascht. Denn selten haben sie es tatsächlich so intendiert. Ich bin froh, dass sie sich um eine andere Darstellung bemühen. Und den Rezensionen nach scheint es gut anzukommen.

    Pubertäre Protagonisten sind halt … pubertär. Dennoch versuche ich die Figuren und den Plot nicht so schreiben, wie du in deinem Ausgangspost beschrieben hast. Wenn ich so was im MS finde, dann spreche ich es an, genauso wie alles andere, was zur Charakterentwicklung und -darstellung und Plot gehört.

    Die einzigen Menschen, die mich interessieren, sind die Verrückten,
    die verrückt leben, verrückt reden und alles auf einmal wollen,
    die nie gähnen oder Phrasen dreschen, sondern wie römische Lichter
    die ganze Nacht lang brennen, brennen, brennen.

    Jack Kerouac

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    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Ich bekomme aber häufig mit, dass sich Leser/Blogger darüber erfreuen, wenn sich eine Romanze (egal ob YA oder NA) nicht diesen Klischees bedienen – andere beschweren sich über die dargestellten toxischen Beziehungen.
      Bei romantischen Beziehungen bekomme ich auch mit, dass das thematisiert wird. Ungleiche oder gar toxische Beziehungen auf Freundschaftsebene werden zwar manchmal von Lesern kritisiert, aber eine ernsthafte Diskussion darüber unter Autoren habe ich noch nirgendwo gefunden.

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Ich bekomme es sogar sehr viel mit. Sowohl live auf Literaturverantstaltungen als auch über SoMe. Aber ich bin ja auch in meiner filter bubble.

  • #3
    Ich fand Teenager schon als Teenager bescheuert …

    Davon abgesehen habe ich die gleichen Probleme mit diesen Dingen wie du. Die kommen nicht nur im YA-Genre vor, gerade das Kommunikationsproblem ist der dramatische Kern von Supernatural. Es könnte mir nicht härter auf den Keks gehen, in Staffel 14 (und als Mitt-30iger) versuchen die Brüder immer noch mit Schweigen ihre Probleme zu lösen -.- Sie machen bereits Witze darüber, dass hinter dem Rücken des anderen zu agieren, alles nur schlimmer macht; aber daraus lernen? No way!

    In meinem Rapper-Dämonen-Epos passt deine Beschreibung:
    Alle um sie herum kümmern sich nur um ihre Probleme (wenn sie denn darüber sprechen will, manchmal sitzt sie auch da und vergräbt alles in sich, beschwert sich aber trotzdem, dass sie niemanden hat, der ihr zur Seite steht), aber die anderen aus dem Freundeskreis haben entweder nie auch nur ein eigenes Problem, oder es wird eher quasi im Vorbeigehen abgehandelt.
    wie die Faust aufs Auge auf Aric (der 17jährige Rapper), aber es wird sehr, sehr deutlich, dass dieses Verhalten nicht zielführend ist und ihn nur weiter vereinsamt. Es wird auch deutlich, dass dieses "nicht darüber reden wollen" aus Scham und Selbsthass herrührt. Er kann seinen Freunden nicht gestehen, schwul zu sein, weil er es sich selbst nicht eingestehen kann - denn ein "echter Mann" darf ja nicht schwul sein und er wäre doch so gerne ein "echter Mann." Seine Charakterentwicklung zielt darauf, das richtige Kommunikationsverhalten zu lernen (nebst anderem).
    Es wird eingestreut, dass seine Freunde auch ein eigenes Leben haben, aber der Großteil der Geschichte wird aus Arics verzerrter Sicht erzählt, sodass das Leben der Freunde einfach keinen Platz hat, weil es in Arics Weltsicht keinen Platz hat, der ist über und über mit seinen eigenen Problemen überfordert. Seine Freunde sind davon auch überfordert, weil er sich ja nicht helfen lässt. Es ist eine beschissene Situation für alle und das genau ist der Konflikt (einer von ihnen).

    Ob das typisches Teenagerverhalten ist oder nicht, ist mir ziemlich schnurz. Arics Charakter ist absichtlich so angelegt, dass er all diese Fehler und all diese bescheuerten Dinge tut. Und ich bin mir sehr sicher, wer die Geschichte liest, will nicht mit Aric tauschen. Aric steht sich selbst im Weg, das ist der Sinn der Story.

    Ansonsten versuche ich eigentlich meine Geschichten so anzulegen, dass die Figuren sinnvoll handeln können und trotzdem Drama ist. Alles andere ist doch Schwachsinn.
    Hab ich gestern erst in 'nem Manga gelesen: Typ will aus seiner Wohnung ausziehen, weil sich die Nachbarn über sein lautes Stöhnen beschweren. Aber erzählt es seinem Lover nicht, sondern schickt den lieber für einen Monat mit fadenscheinigen Ausreden weg, dass sie fast Schluss machen.
    Das ist doch dumm! Klar, die Beschwerden sind peinlich, aber Alter, wenn die so geilen Sex haben, dass man's durchs ganze Haus hört, habt ihr sicher schon härteres gemacht als belauscht worden zu sein.
    Sowas Dämliches würde ich nie schreiben! Bei mir würd der Typ das seinem Lover sagen, der Lover macht 'nen dreckigen Witz und gut is'. Das ist doch nicht so schwer.

    Also ja, ich stimme dir zu: Wenn ich sowas lese, nervt mich das, weil's irgendwie am Leben vorbeigeht.
    Entweder meine Charakter verhalten sich gar nicht erst so bescheuert; oder aber dieses dumme Verhalten ist genau der Konflikt, über den sie hinauswachsen müssen.
    Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
    to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
    A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
    You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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    • Traummuschel
      Traummuschel kommentierte
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      Oh ja, ich bin erst bei Staffel 9 und es nervt mich schon xD

    • Mona
      Mona kommentierte
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      Das mit den Lovern ist ein sehr veranschaulichendes Beispiel Das sehe ich auch so.

    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Genau so, wie du es schreibst, wünsche ich mir ein Buch mit Teenager-Protas. Sie dürfen Mist bauen, sie müssen ihre Gründe dafür haben, und sie sollen damit in eine Sackgasse rennen, bis sie merken, dass ihre Strategie eben nicht so clever ist.

  • #4
    Ich schreibe zwar nicht YA, aber ich finde erwachsene Teenager dermaßen unglaubwürdig bis lachhaft, egal, wie sehr man sich neutral-empathisch abwägende vernünftige Individuen in (je)dem Alter wünscht. Solche Figuren wirk(t)en auf mich immer altklug, unsympathisch und unecht. Klischee, aber ganz schlecht.
    Die Dosis macht das Gift. Es ist natürlich schön, wenn die egozentrischen, naiv-besserwisserischen Pubertanden zu empathischen Personen heranwachsen, die einer Diskussion mit vernünftigen Argumenten zugänglich sind und für andere ein echtes Herz haben.
    Ich schätze einmal, Konfliktlösungsstrategien, Teamfähigkeit sind große Themen in solchen Büchern. Dass sich die Handlung tatsächlich um eine Person herum versteift, kann ich mir schon bei entsprechender Zielgruppe vorstellen. Entsprechend würde ich aber einen tragenden Plot und dennoch ausgefeilte Charaktere erwarten. Ich habe neulich "Die dreibeinigen Monster" gelesen und muss sagen, die Nebenfiguren zählten ebenfalls zu den Auserwählten, mussten gegenseitiges Vertrauen lernen, vollbrachten echte Heldentaten, während der Prota von seiner Aufgabe abweichenden Mist baute. Für einen erwachsenen Leser fehlte es durchaus an komplizierendem Konflikt zwischen den Figuren, aber es war als Jugendbuch völlig OK.
    Die platten Tricks, die Du erwähntest (sinnloser Zoff kurz vor Schluß), sind wahrscheinlich ungeschickte Kunstgriffe ungeschickter Autoren - oder ist es doch ein Massenphänomen? .
    Wenn man nicht hinter der vermeintlichen Lesererwartung steht, sollte man sie eben nicht in vorauseilendem Gehorsam und gegen das eigene Empfinden erfüllen. Ich bin mir ohnehin unsicher, welche klassischen Genre-Elemente tatsächlich vom Leser eingeklagt werden könnten ... Muss es immer einen lustigen dicken Freund geben, einen lustigen kleinen erfinderischen Nerd, einen Sonnyboy, die Prinzessin und einen Poeten (die Goonies)? Oder die Schöne, ihre minder schöne lustige, stets verfügbare Freundin, den Traumtypen für die Schöne? Ich glaube, man kann auch im YA variieren.

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    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Dodo Das ist ne gute Frage Sie überwinden halt mit Hilfe ihrer Freunde ihre eigenen Probleme, die ihnen der Plot so entgegenwirft. Aber selbst reifen tun sie eben leider nicht. Wie auch, wenn ihr Verhalten einfach hingenommen wird und sie am Ende den Love Interest kriegen, den sie vorher mit ihrem Gezicke weggestoßen haben?

    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Ankh Und sowas liest sich interessant?!

    • VickieLinn
      VickieLinn kommentierte
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      Weil die Leser dann bestätigt werden, dass sie so bleiben können, wie sie sind, und dennoch Hilfe und Liebe bekommen?

  • #5
    Was liest du für Romane?

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    • Ankh
      Ankh kommentierte
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      Schlechte, offensichtlich.

    • Milch
      Milch kommentierte
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      Ja, welche.

  • #6
    Ich finde das auch oft ganz furchtbar, wenn ich Konflikte lese, bei denen ich mir denke "Och Leute, macht doch einfach mal den Mund auf und gut ist!". Da fühle ich mich, wie meine Oma, die vor Horrorfilmen sitzt und den Leuten zubrüllt "Geh da nicht rein!" xD
    Allerdings habe ich schon oft von anderen Schreibern in der Romanwerkstatt, aber auch von unseren Lektoren- und Agentengästen, die Kritik bekommen, dass es nicht authentisch ist, wenn meine Teenager-Figuren Aussprachen anstreben, Verständnis zeigen oder sich in den anderen hinein versetzen, weil Teenager das (angeblich!) nicht machen. Diese Kritik finde ich ziemlich traurig und frage mich dann, ob die nur A*-Kinder kennen. Zumal ich das als ein ähnlich blödsinniges Klischee empfinde, wie das Vorurteil, dass Frauen nie sagen würden, was sie meinen.
    Da ich veröffentlicht werden will, aber auch Werte vermitteln will, versuche ich mich irgendwo in der Mitte einzupendeln. Probleme führen zum Beispiel schneller dazu, dass sie sich nur mit sich selbst beschäftigen. Aber diese künstlich erzeugten Missverständnisse schreibe ich nicht, wenn ich nicht eine Figur habe, deren Charakterzug ist, verschlossen und still zu sein. Ganz schlimm finde ich, wenn man merkt wie der Autor genau überlegt hat, wie er es schafft den Dialog undeutlich genug zu schreiben, damit die Figuren sich missverstehen. Wenn mir was nicht passt, rede ich doch nicht 5 Seiten so drumherum, dass mein Gegenüber immer noch keine Ahnung hat, wovon ich eigentlich rede >_<
    Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben. - Marcus Tullius Cicero

    https://traumperlen.wordpress.com/
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    • Traummuschel
      Traummuschel kommentierte
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      Dodo Ich glaube Ankh und ich meinen nicht normale Teenager, die natürlich keine Erwachsenen sind Sondern eben diese Figuren, die sich a) nur für sich selbst interessieren und b) sich auch unglaublich doof anstellen. Ich hab noch nie in der Realität erlebt, dass halbwegs normale Menschen egal welchen Alters, es schaffen sich 10-20 Minuten anzuschnauzen und in keiner einzigen Bemerkung klar wird, worum es geht. Also selbst als zickiger egozentrischer Teenager würde ich doch, wenn mich einer anmotzt irgendwann auf den Trichter kommen zurück zu zicken "Was *belieben Fluch einfügen* ist dein Problem?", aber nein, in solchen Büchern fragt das keiner, die Antwort könnte den Konflikt ja in Wohlgefallen auflösen *augenroll*
      Und dass Teenager im Streit kein Verständnis für andere haben, okay, aber immer? Rund um die Uhr? So war nicht nur ich nicht, so waren auch alle meine Bekannten nicht. Klar ist da der Horizont noch nicht so weit, wie 10 Jahre später, aber auch nicht so winzig, wie das da dargestellt wird. Es ist halt wirklich ein extrem, das ich so nie erlebt habe und auch nicht glaube. Vielleicht im sozialen Brennpunkt (und selbst das, glaube ich eigentlich nicht, aber davon hab ich tatsächlich keine Ahnung), aber da spielen meine Bücher nicht.
      Ankh Ja, Bücher, Serien,... immer wieder. Ich sitz da manchmal vor und könnte in den Tisch beißen, weil es echt nur 2 Sätze benötigen wurde, das Missverständnis aufzulösen. Ich fand immer lustig, wie meine Oma vor Horrorfilmen saß, aber jetzt kann ich diese Frustration total nachvollziehen.

    • Dodo
      Dodo kommentierte
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      Traummuschel *lach* Ich musste an Mr. Trump denken, aber mit der Einschränkung "halbwegs normal" ist er natürlich schon aus der Gruppe der von Dir Gemeinten raus. Im Grunde wäre diese echte Person literarisch total unglaubwürdig. (OT Ende)
      Nein, Teenies in permanenter Antihaltung sind genauso unglaubwürdige Figuren wie Teenies mit Psychologenausbildung Auch genauso langweilig ... Ich war sicherlich auch total langweiliger und angepasster Teenager, hatte aber genügend Rebellen im Freundeskreis. Da waren meine Argumente aber nicht: "Versteh doch mal die andere Seite", sondern "Krieg dich wieder ein, du nervst". Wenn es das ist, was in diesen oben ungenannten Bücher fehlt, dann verstehe ich Eure Bedenken der unopponierten Zicken, Bullies etc. doch richtig.

    • Traummuschel
      Traummuschel kommentierte
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      Dodo Oh da fallen mir noch ganz andere "erwachsene" Personen ein, aber ja, die zähle ich tatsächlich nicht, da die auch nicht von der breiten Masse als normal wahrgenommen werden, in diesen Büchern aber schon. Ich hab oft das Gefühl, die streiten nicht, die spielen Tabu und wer als erstes das Problem tatsächlich zur Sprache bringt, hat verloren >_<
      Nun ich bin mit "Aber versteh doch mal die andere Seite" gekommen, solche Teenies gab es durchaus auch und ich denke, das ist 10-15 Jahre später nicht so gravierend anders.

  • #7
    Ich stimme Euch zu, dass zu reif wirkende Teenager einfach unglaubwürdig sind. Es kommt aber ein bisschen auf das Genre an. In einem Buch über 14jährige Pferdemädchen und ihr großes Abenteuer auf dem Turnierplatz würde ich Teenie-Verhalten erwarten. In anderen Romanen geht es mir auf die Nerven.
    Ich fand z.B. im 5. Harry Potter-Buch dieses Rumgeschreie von Harry und diese plötzlichen Knutschanwandlungen, die einige der Chars hatten, ganz furchtbar. (Was aber vielleicht auch ein bisschen an der Umsetzung lag.)
    Steel for humans, silver for monsters, gold for the witcher.

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    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Kady, Das ging mir genau so, bei beiden. Hermione wurde spannend ab dem Moment, in dem sie heulend davonlief (und danach zum ersten Mal eine Lehrerin belogen hat). Ich fand auch immer sehr gut, dass sie zwar von allen Schülern als die anstrengende, besserwisserische Streberin bezeichnet wird - aber als ein Lehrer (Snape) sie als "insufferable know-it-all" bezeichnet ist sofort in der ganzen Klasse Solidarität und jeder fühlt mit ihr. Das fand ich eine super Teenager-Szene.

      Bei Ron war es auch so, dass ich diesen trotzigen Streit in GoF als sehr gut beobachtetes Teenie-Verhalten empfunden habe. Ron dreht durch, reagiert über, aber genauso kriegt er sich wieder ein. Und die nicht stattfindende Aussprache zwischen Harry und Ron - super! Hermione will, dass die beiden über ihre Gefühle reden und sich jetzt ewige Freundschaft schwören, und die beiden Jungs nur so schulterzuckend "äh, wieso, ist doch alles gesagt".

      Dagegen fand ich Harrys Teenager-Anwandlungen und Wutausbrüche in OotP ziemlich anstrengend. Die waren für mich unglaubwürdig.

    • Kady
      Kady kommentierte
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      @Alys
      Ja, grundsätzlich empfinde ich es bei beiden Teilen als typisches Teenagerverhalten, also bei dem Streit im 4. Band und auch Harrys Gezicke im 5. Band (und ja, dennoch übelst anstrengend). Für normale Teenager wäre das ein normales Verhalten.
      Aber sie sind ja keine normalen Teenager, und damit beziehe ich mich jetzt nicht unbedingt auf die magische Komponente. Ich bin mir nicht sicher, wie realistisch es ist, dass die beiden in den beiden Teilen die komplette Vorgeschichte außer Acht lassen. Alles, was sie gemeinsam durchgemacht haben, wie oft sie einander gerettet und geholfen haben. Ist es wirklich normal, dass ein Teenager das alles über den Haufen wirft, nur weil *überleg* keine Geburtstagskarte kam?

    • Alys II.
      Alys II. kommentierte
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      Das ist genau der Grund, warum ich Harry zugestanden hätte, sich "zu reif" zu benehmen. Weil er einfach schon so viel durchgemacht hat.
      So hart das klingt, Ron hat nicht ganz so viel erlebt - er ist halt "nur der Sidekick." Mir ist schon klar, dass man Leid und negative Erfahrungen nicht werten kann. Ron hat auch furchtbar viel durchzustehen gehabt. Aber weil er eben immer noch eine Familie hat und so ist er für mich vom Gefühl her der "normalere" von beiden, und deswegen erwarte ich von ihm "normaleres" und nicht heroisches/reifes Verhalten.
      (Und off-topic muss ich mich für den furchtbaren Superlativ "normaler" entschuldigen, aber mir fiel nix anderes ein vor dem zweiten Kaffee...)

  • #8
    Alys II.
    Zu reif wirkende Teenager mögen unglaubwürdig und altklug sein, viel schlimmer finde ich, dass die meisten dann einfach nur langweilig rueberkommen.
    YA lebt von einem ordentlichen Schuss Emotionen, passend zur Pubertät, der Suche nach der Identität und der Entwicklung der Protas. Kann also kaum genug Emotionen und emotionale Verwirrungen und Sackgassen geben.

    Klar macht es einen Unterschied ob ich einen YA von John Green oder von einer Autorin, die jeden Monat ein Buch heraushaut, lese.
    I would write merely clearly and in this way establish a warm relationship between myself and my readers, and the professional critics—Well, they can do whatever they wish. Isaac Asimov

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    • #9
      Ich habe jetzt länger keine Bücher für Jugendliche gelesen, früher aber verschlungen (v.a. Reality bzgl. Homosexualität/Outing, Drogen, Essstörungen und was es da halt alles gibt), und ich sehe das, was Du ansprichst, nämlich, dass sich quasi alle nur um den Prota kümmern usw. aus pädagogischer Sicht nicht ganz so negativ, und zwar aus folgendem Grund: Gerade Jugendliche sind ja oft massiv verunsichert in ihren Gefühlen, in ihrer Unerfahrenheit usw. Wenn man davon ausgeht, dass sich der Jugendliche dann so ein bisschen mit de Prota identifiziert bzw. da hineinversetzt, dann finde ich das für das "Seelenheil" sogar ganz gut, dass der jugendliche Leser dann das Gefühl erfährt, dass die Nebenfiguren sich um das Heil des Protas (und damit um ihn) kümmern.
      Das kann meiner Meinung nach sogar dazu führen, dass ein selbst Betroffener den Mut fasst, sich dem Umfeld anzuvertrauen, selbst wenn der Aspekt des Kümmerns in der Realität nicht in de Ausmaß vorhanden ist.

      Egozentrisches und narzisstisches Verhalten entsteht vor allem in sozialen Netzwerken bzw. generell im Web 2.0, und ich denke daher, dass Bücher dazu einen nur sehr geringen Teil beitragen.

      Was das "typische Teenieverhalten" nun ausmacht, kann ich nicht beantworten, weil das wohl doch recht individuell ist, bis auf alles, was mit den Hormonen und den Entwicklungsstufen zusammenhängt . Ich kann nur sagen, dass ich fehlende Kommunikation sehr häufig vor allem auch bei Erwachsenen in meiner Altersspanne erlebe.
      Aber es gibt eben auch "Teenie-Verhaltensweisen", die sich vermutlich nie ändern werden, denn wie irgendjemand (offenbar John Freeman) schon vor mehr als 100 Jahren gesagt hat:
      "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."
      Nun ja.
      Mangelnde Kommunikation wäre mir da noch nie aufgefallen (auch nicht in den Büchern, aber ich las schon länger kein YA mehr).
      Jedenfalls find ich es total okay, typische Verhaltensweisen einzubauen. Als Teenie hätt ich so nen altklugen Teenie sicher voll nervig gefunden und meine Bücher gleich wieder zugeklappt. Und um pädagogisch irgendwas zu vermitteln, muss man das ja nicht gleich anhand eines "Vorzeige-Teens" machen, der fehlerlos durchs Buch flattert und Kommunikationsexperte sein könnte - das wäre rhetorisch gesehen u.U. sogar kontraproduktiv, weil Erziehung und Umgestaltung am besten dann klappt, wenn man sich der Welt des zu Erziehenden nähert (funktioniert in manchen psychoth. Schulen und auch bei Demenzkranken ähnlich). Da dann Vorbilder irgendwie einzuflechten, damit es derjenige dann auch annimmt, ist mitunter eine Gratwanderung. Aber bringt mMn mehr, als der Zielgruppe (die man mit seinem Roman pädagogisch beglücken will) eine Welt vorzusetzen, die sich über ihre Macken stellt.

      "Lasst uns ohne Vorurteil urteilen." (Kant)

      Kommentar


      • Ankh
        Ankh kommentierte
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        Egozentrisches und narzisstisches Verhalten entsteht vor allem in sozialen Netzwerken bzw. generell im Web 2.0, und ich denke daher, dass Bücher dazu einen nur sehr geringen Teil beitragen.
        Zur Bildung eines solchen Verhaltens vermutlich nicht, aber wenn es in den Büchern nie hinterfragt wird, dann hinterfragt der Jugendliche es wohl auch selbst nicht so schnell.

        Ich will ja auch nicht nur "Vorzeige-Teenies" (wobei, was ist an einem so schlecht? Warum dürfen die vernünftigen Kinder nicht auch mal ne Identifikationsfigur haben?), ich will, dass die, die Mist bauen, damit auch mal auf die Schnauze fallen. Wie das Leben so läuft. Und dann eben mit der Erkenntnis durch's Buch gegen, dass Freundschaften nicht nur aus Nehmen bestehen, sondern auch aus Geben. Mich stört nicht das Verhalten an sich (alle unsere Protas machen Fehler, auch die erwachsenen), mich stört, dass es meistens völlig folgenlos bleibt und damit als normal und prima dargestellt wird.

      • Mona
        Mona kommentierte
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        In-Genius Laut medienpädagogischer Theorie (und evtl. auch Studien, da müsst ich nachgucken) kann Web 2.0 narzisstisches Verhalten fördern. (Die Theorie müsst ich wohl aus dem Buch hier : https://www.amazon.de/Web-2-0-p%C3%A.../dp/3867360316 haben, soweit ich mich erinnere.) Es kommt darauf an wie man es nutzt, ja - und auch auf die jeweilge Persönlichkeit, die es nutzt, auf äußere Lebensumstände, etc.
        Natürlich wollte ich damit nicht ausschließen, dass es Narzissmus schon viel früher gab. Das bezog sich meinerseits nur auf die Relation Buch - also ob das Lesen über Charaktere, denen alles zugestanden wird und die nie auf Ablehnung stoßen usw., narzisstisch werden lassen kann. Und ich denke eben - aufgr. der Theorie - dass heutzutage das Web 2.0 mehr beeinflusst als ein Roman, zumal die Leselust leider auch etwas nachgelassen hat.
        Aber natürlich kann man es auch anders betrachten: dass ein Roman vielleicht subtil ein bisschen als Vorbildrolle beitragen kann und man dann ins Internet geht, um sich dort auszuleben. Kann man natürlich real auch, aber im Netz gehts halt häufig schneller, einfacher, vermeintlich anonymer und wenn man dann noch YT-Vorbilder hat ...

      • weltatlas
        weltatlas kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Narzistisches Verhalten entwickelt sich in der frühen Kindheit und diese Entwicklung dauert bis zum erwachsenen Alter an. Es geht ja vor allem um kompensatorische Maßnahmen, ein emotionales Leck zu füllen. Aufwertung durch Leistung usw. und dabei können Internet und Co eine Rolle spielen. Aber Bücher/Medien sind nicht die Ursache für narzisstisches Verhalten, was nicht gleich narzisstischer Persönlichkeitsstörung ist (davon sind max. 1-3% der Bevölkerung betroffen). Es sind in erster Linie die nahen Bezugspersonen, sprich Eltern die Kinder/Jugendliche/Erwachsene anfällig für diese Verhaltensweisen machen. Alles andere sind Formen/Medien in denen sich dieses Verhalten ausleben lässt.

    • #10
      Wenn ich mir die Antworten so anschaue … Sollten Teenager nicht auch individuell betrachtet werden? Das predigen wir doch in unseren Charakter-Threads über andere Demografien auch.

      Ich mein, wenn VickieLinn erzählt, dass sie mit 14 ihre Mutter gemein fand ist das eine Art, wie ein Teenager von seinen Eltern denkt.
      Ich fand mit 14, dass meine Mutter ein bisschen peinlich aber ziemlich gut war. Ich fand mein Zuhause viel besser als das meiner Freunde - nämlich ohne das ganze Trara.

      Natürlich gibt es die emotionalen und unreifen Teenager, die das auch noch jedem ins Gesicht werfen müssen; aber es gibt eben auch Teenager, die sind ruhig und machen ihre Emotionalität im Kleinen aus - das macht nur nicht so viel Drama.
      Das stört mich wohl am meisten, dass dieses klischeehafte Teenie-Verhalten - so normal das auch ist - eher für billiges Drama benutzt wird in manchen Büchern, als dass es wirklich ein Ausdruck des Charakters ist. Wenn es nur eine Hinhaltetaktik ist, damit das Finale hinausgezögert wird, dann kreide ich das an, Normalität hin oder her.
      Zuletzt geändert von In-Genius; 07-11-2018, 11:19.
      Ayo, my pen and paper cause a chain reaction
      to get your brain relaxin', the zany actin' maniac in action.
      A brainiac in fact, son, you mainly lack attraction.
      You look insanely whack when just a fraction of my tracks run.

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      • Alys II.
        Alys II. kommentierte
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        Das ist ein guter Punkt. Wenn man "teenie-typisches" Verhalten sagt, dann schert man damit tatsächlich schon alle Teenager über einen Kamm.

      • VickieLinn
        VickieLinn kommentierte
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        Ich finde, dass generell alle Figuren individuell behandelt werden sollen. In diesem Thread dreht sich die Frage um ein bestimmtes Stereotyp, womit man als Autor arbeitet, weil damit die Assoziationen funktionieren. Selbst wenn es nur für die Diskussion von solchen Charaktereigenschaften dient; es hat geklappt.

    • #11
      Meine Freundin hat vor einer Weile ihre Tagebücher von damals durchgelesen und konnte darüber, dass ich mich über so manches Teenie-Verhalten in Romanen aufgeregt habe, nur müde lächeln - sie sei genauso gewesen (Menschen um die 20 finde ich im Moment aber sogar anstrengender dargestellt)

      Ich selbst habe damals mit meiner besten Freundin ein ganzes Jahr lang nicht mehr gesprochen und hatte anderen gegenüber auch kein gutes Wort mehr für sie übrig, weil ... keine Ahnung. Es gab nicht mal ein Missverständnis, nichts. Einfach so. Als wir endlich wieder miteinander geredet haben, war die Antwort beiderseits auf das Warum ein einstimmiges "Weiß ich nicht".

      Das sind aber nur zwei Beispiele von zwei Menschen, die sich sehr ähnlich waren und noch sind Ich glaube zwar, dass es durchaus Dinge gibt, die "typisch Teenager" sind. Man wird erwachsen, ist oft unsicher, probiert sich in verschiedene Richtungen aus usw. Das sind die Zutaten, die man für seinen Roman nehmen kann. Was passiert, wenn mein Protagonist mit seiner Vergangenheit/Erziehung/Umfeld in die Pubertät kommt? Schon ein Einzelkind wird in bestimmten Situationen anders reagieren, als jemand mit vielen Geschwistern oder jemand mit einem eineiigen Zwilling. Allein, was man von zu Hause aus darf und was nicht, spielt eine große Rolle. Ich hatte z.B. eine sehr lange Leine, an der ich gehalten wurde und habe weniger Probleme gemacht, als die Freundin, die um Punkt 6 zum Abendessen erscheinen musste und die mit Mama bis zum Umfallen Diktate geübt hat.

      Ich würde schon gerne mal einen Roman lesen, in dem mich die Teenie-Protagonistin nervt, weil sie ständig die Ausgehzeit überzieht anstatt unnötig ihre Probleme mit Schatzi oder der besten Freundin totzuschweigen.

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      • #12
        Also die Aussage, dass Teenager nicht zu reif sein sollten, finde ich ein bisschen beängstigend. Ich kenne und kannte genügend Teenager, die ein sehr reifes und erwachsenes Verhalten an den Tag legten. Die haben ihre Zeit dann vielleicht nicht in Diskotheken beim Komasaufen verbracht, aber sie waren nichtsdestotrotz Teenager. Und auch vernünftige Pubertierende haben "Symptome" für diese Phase. Aber das müssen darum nicht immer unreife, sture oder kurzsichtige Verhaltensweisen sein. Es muss eben nicht immer die zehnte Verliebtheit sein, der hunderste Streit mit der besten Freundin, das tausendste "ich bin so anders!".

        Und ich fand meine Eltern nie peinlich. Was muss es mich betreffen, wenn sie sich "peinlich" aufführen? Und auch an häufige Streits kann ich mich nicht entsinnen. Was übrigens mal Thema in meiner Klasse war, wo ein Großteil der Mädchen sagte, die Mutter sei die beste Freundin, man gehe sogar mit ihr shoppen usw.
        Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. - Franziska Alber

        So nah, so fern.

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        • Dodo
          Dodo kommentierte
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          Es hat ja einen Grund, weshalb man uneingeschränkt erst ab 18 wählen und Geschäfte machen darf und strafmündig wird. Sogar die, die in Diskotheken abhängen.
          Manche sind sicher früher dafür reif, manche nie.

      • #13
        Da ich keine Jugendbücher lese, kann ich nicht wirklich mitreden, aber dank dieser Diskussion ist mir aufgefallen, dass es in meiner Geschichte keinen einzigen Teenager gibt. Verliert sie dadurch an Authentizität? Ich meine, das Umfeld meiner Hauptfigur hat mit Teenagern einfach nichts am Hut, aber als Statist sollte ich wohl welche einbauen, oder?

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        • horihori
          horihori kommentierte
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          Mona Gerade im Seniorenheim würde ich irgendwelche Teenager vermuten, die soziale Dienste verrichten (müssen).

        • Alys II.
          Alys II. kommentierte
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          horihori, nicht zwingend. Als routinierter Seniorenheim-Dauergast laufen mir da nicht allzuviele über den Weg. Selbst die Pflegepraktikanten sind gewöhnlich übers Teenie-Alter raus.
          Aber letztlich ist es ja auch egal - in jedem Umfeld KANN man Teenies einbauen, wenn man sie unbedingt will. Im Krimi hat dann halt der Ermittler eine pubertierende Tochter, und in der Romanze die Prota einen kleinen Bruder... oder so. Aber ich sehe keine Verpflichtung, sie als Quotenstatisten einzubauen.

        • Mona
          Mona kommentierte
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          horihori Ist bei uns nicht so häufig der Fall, jedenfalls kam mir weder bei meinen Praktika noch bei meinen Besuchen bislang einer unter. Selten im Rahmen von Praktika speziell ausgerichteter Fachschulen oder Gymnasien (in meinem z.B. weil spezieller Schwerpunkt), aber die meisten, die Praktika machen, sind wohl bereits über 18 im Rahmen einer weiterführenden Ausbildung, Schnupperpraktika oder Studium. Wenn unter 18-jährige, dann sind Kinder bei uns sogar noch häufiger in Seniorenheimen unterwegs, weil es in mehreren Seniorenheimen bei uns so Programme von wegen "Seniorenheim meets Kindergarten" gibt, wo die Omas und Opas dann Kindern ohne Omas und Opas Geschichten erzählen und die Kinderchens Spiele mitbringen und alle Generationen dann voneinander profitieren sollen.
          Aber wenn es ein Seniorenheim ist, wo eben doch Teenager - warum auch immer - ein Praktikum machen, weil das ist ja durchaus der Fall, klar, dann spricht ja nix dagegen, das auch dann einzubauen, wenn man Wert auf Realismus legt
          (Ich kann da aber wie gesagt nur aus Eigenerfahrung in meiner Umgebung sprechen, mag sein, dass es v.a. im ländlichen Raum (da gibts bei uns Schulen mit anderen Schwerpunkten) und auch in Deutschland anders ist.)
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